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Samstag, 5. Mai 2012

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Positives Presseecho zum Start der Website




Positives Presseecho zum Start der Website

(3.11.11) Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) stößt auf großes Medieninteresse. So berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer Ausgabe vom 27. Oktober 2011 ausführlich über das EPRD und seinen Nutzen für die Patienten. Auch den Start der neuen Website haben Journalisten zum Anlass genommen, sich dem Register zu widmen.
Neben dem "Deutschen Ärzteblatt" und der "Ärzte Zeitung" sowie den Klinik-Fachmagazinen "kma" und "Management & Krankenhaus" hat auch die Deutsche Presseagentur (dpa) eine Meldung über das EPRD abgesetzt. Unter anderem berichtete die größte deutschsprachige Nachrichtenagentur:  "Ein bundesweites Register für künstliche Hüft- und Kniegelenkoperationen soll künftig die Zahl unnötiger Eingriffe deutlich vermindern. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr werde mit dem Datensammeln begonnen, kündigte das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) an. Die Website für das Register wurde nun bereits zum Deutschen Orthopädie- und Unfallchirurgiekongress in Berlin freigeschaltet."
In ihrem Bericht über den Kongress geht die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) auf das EPRD ein. Unter der Headline "Mehr Kontrolle für Kunstgelenke" stellt die FAZ fest: "Die deutschen Orthopäden treibt eine Qualitätsdebatte um. Jetzt hofft man auf neu geschaffene Register für Patienten- und Prothesendaten."
Umfangreicher und mit mehr Hintergrundinformationen versehen widmete sich "Die Zeit" dem Endoprothesenregister Deutschland. Unter der Überschrift "Gefährliche Ersatzteile" spürt Wissenschaftsredakteur Harro Albrecht den Gründen nach, die zur Einführung des neuen Registers geführt haben. Vorausgegangen war dem Artikel ein langes Gespräch mit EPRD-Geschäftsführer Prof. Dr. Joachim Hassenpflug in dessen Büro im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus Kiel. In seinem Beitrag zieht Harro Albrecht unter anderem einen Vergleich zum Automarkt: "Wenn eine Automobilfirma versehentlich defekte Teile in eine Modellreihe eingebaut hat, kann sie über das Kraftfahrtbundesamt alle betroffenen Fahrzeuge in die Werkstatt zurückrufen. Doch bei fehlerhaften medizinischen »Ersatzteilen« ist ein solcher Rückruf – zumindest in Deutschland – so gut wie unmöglich. »Hier im Klinikum Schleswig-Holstein weiß das Krankenhaus nicht, welcher Patient welche Prothese bekommen hat«, sagt Hassenpflug. Diese Unkenntnis ist an den rund 1.200 orthopädischen Kliniken, die in Deutschland Prothesen einbauen, der Regelfall. Mit dem EPRD bekommt die Orthopädie jetzt ein zentrales Melderegister, wie es mit dem Kraftfahrtbundesamt für Autos seit 60 Jahren selbstverständlich ist."

Endoprothesenregister Detschland (EPRD) - Deutsche arthrose-Hilfe fördert Qualitätsregister



Deutsche Arthrose-Hilfe fördert Qualitätsregister

(07.12.11) Die Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. unterstützt den Aufbau des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD) im Rahmen ihrer Forschungsförderung mit 150.000 Euro. "Das Register wird dringend benötigt, denn es sichert die Qualität der Behandlung, gerade auch bei Arthrose. Unser Dank gilt allen Beteiligten, die zur Verwirklichung dieses bedeutenden Projektes beitragen", erklärt Dr. med. Helmut Huberti, Präsident der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V.
Die Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. ist gemeinnützig. Der Verein berät Menschen mit Arthrose (Gelenkverschleiß), informiert umfassend mit Unterstützung zahlreicher internationaler Experten über das Krankheitsbild und fördert darüber hinaus die Arthroseforschung nachhaltig – und nun auch das EPRD. Nach Angaben der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V. leiden etwa zwei Millionen Menschen in der Bundesrepublik täglich unter Gelenkschmerzen aufgrund einer Arthrose. Der Einsatz eines künstlichen Gelenks kann ihre Lebensqualität deutlich steigern. Nach einer Operation sind die Patienten wieder beweglicher und haben meist keine Schmerzen mehr. "Betroffene erleben diese Operation als bedeutendes Ereignis", sagt Dr. Helmut Huberti, "sie müssen darauf vertrauen, dass die Prothese lange hält - am besten ein Leben lang. Wir müssen daher die Qualität dieser Behandlung immer weiter verbessern."
Im Jahr 2009 haben rund 390.000 Patienten mit starkem Gelenkverschleiß oder nach Brüchen Hüft- und Knie-Endoprothesen erhalten. Darunter sind auch 35.000 Wechseloperationen (Zweit-Operationen), bei denen künstliche Gelenke ausgetauscht werden mussten. Über die Gründe dafür ist bislang wenig bekannt. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen jedoch, dass sich mit Hilfe eines Registers die Zahl der Revisionen deutlich senken lässt. "Für alle Kliniken und Patienten muss es selbstverständlich sein, sich am EPRD zu beteiligen", sagt Dr. Helmut Huberti.
Das EPRD - es ist ein freiwilliges Angebot für Kliniken und Patienten - befindet sich seit Anfang 2011 im Aufbau. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine erste Testphase mit verschiedenen Kliniken. Voraussichtlich im Frühjahr 2012 wird das Register seine Arbeit aufnehmen. "Wir danken der Deutschen Arthrose-Hilfe herzlich für die Unterstützung. Die Fördermittel helfen uns dabei, das Register aufzubauen und in Betrieb zu nehmen", sagt Professor Dr. Joachim Hassenpflug, Geschäftsführer der EPRD gGmbH.
Die ERRD gGmbH ist - nicht zuletzt um die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu wahren - eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Weitere Partner des Projekts sind: der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der AOK-Bundesverband, der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut).

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Ethik-Kommission gibt Placet



Ethik-Kommission gibt Placet

(21.12.11) Die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät in Kiel hat dem Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) ihren Segen gegeben. Dem vorgelegten Studienplan – er beinhaltet unter anderem ein Datenschutzkonzept – hat die Kommission jetzt ohne Beanstandungen zugestimmt. „Das ist eine weitere Bestätigung für unsere Arbeit und unterstreicht zudem die Unabhängigkeit und den wissenschaftlichen Anspruch des EPRD“, sagt Prof. Dr. Joachim Hassenpflug, Geschäftsführer der EPRD gGmbH und zugleich Direktor der Klinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel).
Die EPRD gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Endoprothesenregister dann am besten funktionieren, wenn sie unter dem Dach der jeweiligen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaft angesiedelt sind. „Das genaue Erfassen der Gründe für den Austausch eines bereits implantierten Hüftgelenks lässt sich so am besten sicherstellen. Darüber hinaus ist damit die Auswertung der Datensätze zu Forschungszwecken gewährleistet“, betont Hassenpflug.
Dies ist auch beim EPRD der Fall. So erhalten nicht nur die teilnehmenden Kliniken und die Implantat-Hersteller künftig einmal jährlich individuelle Berichte vom neuen Register, das sich derzeit im Aufbau befindet und im Frühjahr 2012 seinen Betrieb aufnimmt. Das EPRD wird auch Patienten, Presse und Politik mit Hilfe von allgemein zugänglichen Jahresberichten über seine Ergebnisse informieren. „Wir legen großen Wert auf Transparenz, um das Vertrauen von Kliniken, Ärzten und Patienten zu gewinnen. Nur so ist es möglich, sie von einer freiwilligen Teilnahme am EPRD zu überzeugen.“
Das EPRD wird seine Daten darüber hinaus auf Antrag prinzipiell auch Wissenschaftlern für Forschungszwecke zur Verfügung stellen – selbstverständlich nur im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen. „Mit dem EPRD entsteht aufgrund der hohen Fallzahlen in Deutschland mittelfristig das größte Endoprothesenregister in Europa. Von diesem Datenschatz profitieren am Ende alle: Patienten, Ärzte, Kliniken, Industrie, Krankenkassen und die Wissenschaft.“
Den Aufbau des EPRD unterstützen neben der DGOOC auch der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), der AOK-Bundesverband, der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut). Im Rahmen ihrer Forschungsförderung stellt zudem die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. 150.000 Euro für das EPRD bereit.
Gute Argumente für Endoprothesen und das EPRD liefert ein neuer Film des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), in dem EPRD-Geschäftsführer Prof. Dr. Joachim Hassenpflug zu Wort kommt:
Die Notwendigkeit des EPRD unterstreichen auch Jürgen Malzahn vom AOK-Bundesverband in einemVortrag und Dorothee Krug vom Verband der Ersatzkassen (vdek) e.V. in einem Artikel, die jetzt neu auf der Website zu finden sind. Das gilt auch für einen Beitrag aus dem BVMed-Magazin anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2011.

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Rund 150 Anfragen::Register kommt bei Kliniken an



Rund 150 Anfragen: Register kommt bei Kliniken an

(30.01.12) Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) stößt bereits vor dem Start auf reges Interesse bei den Krankenhäusern. "Schon jetzt haben rund 150 Kliniken Informationen angefordert oder signalisiert, dass sie sich am EPRD beteiligen wollen", sagt Dr. Christof Veit, Leiter des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut) in Hamburg. Sein Team testet im Auftrag des Endoprothesenregisters derzeit die Dokumentation und den Datenfluss zwischen den Krankenhäusern, den beteiligten Krankenkassen und der Registerstelle. Der endgültige Startschuss für das neue bundesweite Register fällt voraussichtlich Mitte 2012.
Das Einsetzen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Allein im Jahr 2010 haben Ärzte rund 390.000 Hüft- und Knie-Endoprothesen bei Patienten mit starkem Gelenkverschleiß (Arthrose) oder nach Brüchen eingebaut. Darin enthalten sind knapp 37.000 Wechseloperationen, bei denen die Kunstgelenke ausgetauscht werden mussten. Über die Gründe dafür wollen die Beteiligten mit Hilfe des EPRD mehr erfahren.
Dazu greift das neue Register zum einen auf Informationen zurück, die den Kliniken, Krankenkassen und Implantat-Herstellern bereits vorliegen. Zum anderen werden Krankenhäuser, die am EPRD teilnehmen, den Hersteller und den Typ des eingesetzten Implantats sowie drei kleine Zusatzinforma-tionen dokumentieren und an das EPRD weiterleiten.
Für die Krankenhäuser lohnt sich der Aufwand. EPRD-Kliniken erhalten exklusiv einmal im Jahr einen klinikspezifischen Bericht vom Register. Er gibt unter anderem Aufschluss darüber, welche Art von Prothese bei welchen Patienten bevorzugt eingebaut wird, wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat und warum es zu Wechseloperationen gekommen ist – bezogen auf das eigene Haus und im Vergleich zum Durchschnitt aller teilnehmenden Kliniken. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen zudem, dass sich mithilfe eines Registers die Zahl der Implantate, die wegen -Problemen ausgewechselt werden müssen, deutlich senken lässt. Das erhöht die Patientensicherheit, ist aber auch ein Erfolg für alle Krankenhäuser, die ja eine bestmögliche Behandlung ihrer Patienten anstreben.
Die zehnköpfige BQS-Projektgruppe um Franz-Josef Grothaus prüft aktuell in mehreren Schritten, ob die entwickelte Datentechnik und die Verfahrensabläufe wie gewünscht funktionieren. Fünf Kliniken haben die neu entwickelte EPRD-Software bereits installiert oder wollen dies demnächst tun. Im Rahmen der Testphase kommen fiktive Daten zum Einsatz. Sie werden per Mausklick an die Registerstelle am BQS-Institut übermittelt, deren Mitarbeiter sie dann mit Informationen der Krankenkassen und Hersteller verknüpfen und anschließend auswerten. "Wichtig ist, dass sich die Daten wie gewünscht zusammenfügen lassen und die Schnittstellen funktionieren", sagt Projektleiter Franz-Josef Grothaus vom BQS-Institut, zu dessen Gruppe Informatiker und Biometriker ebenso gehören wie Pflegefachkräfte und Mediziner.
Viele der interessierten Kliniken wollen vor allem wissen, wie sich die EPRD-Software in das jeweilige Krankenhaus-Informationssystem integrieren lässt. Grothaus: "Unsere Software entspricht allgemeinen Standards. Sie kann als Stand-Alone-Lösung aufgebaut oder auch in ein bestehendes Krankenhaus-Informationssystem integriert werden. Eine individuelle Anpassung an die Wünsche der Kliniken ist in jedem Fall möglich." Läuft alles nach Plan, wird das EPRD erste Analysen bereits Ende 2013 an die teilnehmenden Kliniken liefern.
Das EPRD ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) und des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut). Geschäftsführer der EPRD gGmbH ist Prof. Dr. Joachim Hassen-pflug.
 (Quelle:eprd.de)

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Transparenz: Chirurgen loben das EPRD


Transparenz: Chirurgen loben das EPRD

(14.02.12) Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) als "gutes Beispiel" dafür bezeichnet, wie sich der Weg eines Implantates vom Hersteller zum Patienten transparenter gestalten lässt. Der Skandal um fehlerhafte Brustimplantate mache erneut deutlich, wie wichtig die Kontrolle von Medizinprodukten sei, so die DGCH.
Herstellung und Zulassung von Implantaten und anderen Medizinprodukten müssten "von A bis Z nachvollziehbar" sein. Das EPRD trage künftig bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken dazu bei. Die Fachgesellschaft der Chirurgen warnt zugleich davor, alle Implantate "unter Generalverdacht zu stellen" und Patienten unnötig zu verunsichern: Ohne den Einsatz von Implantaten sei medizinischer Fortschritt nicht möglich, so die DGCH jüngst in ihrer Mitteilung.
(Quelle:eprd.de)

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Implantate: Endoprothesenregister erhöht Patientensicherheit




Implantate: Endoprothesenregister erhöht Patientensicherheit 29.02.2012

Bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist es schon bald leichter als heute möglich, bei Bedarf gezielte Rückrufaktionen zu starten und betroffene Patienten schnell und direkt über mögliche Produkt- und Prozessmängel zu informieren. "Beim Endoprothesenregister Deutschland ziehen Ärzte, Krankenkassen und Hersteller an einem Strang, um die Sicherheit und Qualität von Kunstgelenken und ihrem Einbau in den Kliniken weiter zu erhöhen und ein Frühwarnsystem zu installieren", sagt Professor Dr. Joachim Hassenpflug, Geschäftsführer der Endoprothesenregister Deutschland gGmbH. Das EPRD nimmt voraussichtlich Mitte 2012 seinen Betrieb auf. 
Das Einsetzen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Allein im Jahr 2010 haben Ärzte rund 390.000 Hüft- und Knie-Endoprothesen bei Patienten mit starkem Gelenkverschleiß (Arthrose) oder nach Brüchen eingebaut. Darin enthalten sind knapp 37.000 Wechseloperationen, bei denen die Kunstgelenke ausgetauscht werden mussten. Über die Gründe dafür wollen die Beteiligten mit Hilfe des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD) mehr erfahren.
"Der umfangreiche Datenpool des EPRD gestattet es künftig, die Ursachen für einen eventuellen Misserfolg bei einem Endoprothesen­-Eingriff leichter als bisher aufzuschlüsseln. Es ist dann einfacher zu erkennen, ob die verwendeten Implantate, das operative Vorgehen oder patientenspezifische Merkmale für die erneute Operation verantwortlich sind. Insgesamt erhöht sich die Patientensicherheit", erläutert Professor Hassenpflug. Zugleich erleichtere es das EPRD, Patienten bei Bedarf rasch und gezielt über fehlerhafte Implantate zu informieren. "Das ist prinzipiell auch heute schon machbar, aber nur mit einem vergleichsweise großen Aufwand", so der EPRD-Geschäftsführer. Zugleich trage das Register dazu bei, den Weg eines Implantates vom Hersteller bis zum Patienten einfacher nachzuvollziehen, wie es die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie vor kurzem gefordert habe. 
Patienten, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk bekommen, können beim EPRD freiwillig mitmachen. Sie müssen dafür lediglich in der Klinik eine Einverständniserklärung unterschreiben. Hassenpflug: "Der Datenschutz ist dabei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, weil innerhalb des EPRD ausschließlich verschlüsselte Datensätze verwendet werden. Im Fall der Fälle ist es nur den beteiligten Krankenkassen oder der jeweiligen Klinik möglich, die Daten wieder zu entschlüsseln und einzelne Patienten gezielt zu informieren."
Das Endopropthesenregister Deutschland ist Ende 2010 gegründet worden und befindet sich derzeit in fünf Kliniken in der Testphase. Das EPRD ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek), des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) und des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut).(Quelle:eprd.de)

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) - Was ist das und welche Ziele hat es ?


Was ist das EPRD?

Der künstliche Gelenkersatz ist eine große Erfolgsgeschichte der modernen Medizin, insbesondere der Orthopädie. Der Einsatz von jährlich 390.000 künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten Operationen, die in Deutschland durchgeführt werden. Gleichzeitig sind aber jährlich 35.000 Wechseloperationen erforderlich. Über die Gründe ist bisher wenig bekannt - das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) will das ändern.
Das Register ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und Industrie, das die Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter verbessern und die Zahl der unnötigen Wechseloperationen senken wird. Das EPRD verknüpft Routinedaten systematisch mit neuen Informationen über den Einbau künstlicher Hüft- und Kniegelenke. Es wertet diese Informationen mit Blick auf die Qualität der Implantate und der medizinischen Behandlung aus.

Welche Ziele hat das EPRD?

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) will die insgesamt gute gesundheitliche Versorgung von Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken in Deutschland weiter verbessern. Ziel ist es, eine verlässliche Datengrundlage zu schaffen, um langfristig die Qualität der Produkte beurteilen zu können, das Ergebnis der medizinischen Behandlung zu sichern und die Zahl der Wechseloperationen zu verringern. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere, mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke zu erfahren, also die Zeit, in der Implantate bis zu einer Wechseloperation im Körper funktionstüchtig sind.
Ärzte im Gespräch






Der Einsatz von künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist eine der häufigsten Operationen in Deutschland. Allein im Jahr 2009 haben sich rund 390.000 Patienten solchen Eingriffen unterzogen. Bei rund 35.000 von ihnen waren Wechseloperationen an Hüfte oder Knie notwendig. Bislang fehlen verlässliche Daten über die Ursachen von Wechseloperationen. Sie können im spezifischen Krankheitsbild des Patienten begründet sein, aber auch in den Operationstechniken oder im verwendeten Implantat. Die Einflussfaktoren auf das Behandlungsergebnis sind vielfältig. Nur eine umfassende, systematisch geordnete Datenbank wie das EPRD vermag diese Wissenslücken fundiert zu schließen. Langfristig soll das Register entscheidend dazu beitragen, die Zahl der Wechseloperationen zu reduzieren.
Derzeit befindet sich das EPRD noch im Aufbau. Erste Analysen des EPRD liegen voraussichtlich Ende 2013 vor. Voll funktionsfähig ist ein Endoprothesenregister – das zeigen Erfahrungen aus dem Ausland – nach fünf bis sieben Jahren.
Die neue bundesweite Datenbank zur Hüft- und Kniegelenksendoprothetik erspart künftig nicht nur Patienten Leid und Schmerzen, sondern reduziert auch Kosten im Gesundheitswesen. Das belegen Vorbilder aus anderen Ländern. Schweden zum Beispiel betreibt seit Ende der 1970er Jahre ein Endoprothesenregister und hat dadurch die Revisionsrate fast halbiert. Übertragen auf Deutschland kommt das einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag gleich. Und das Jahr für Jahr.

Wer hat das EPRD gegründet?

Der Aufbau des Registers geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zurück. Vorangetrieben hat die Fachgesellschaft das EPRD gemeinsam mit dem AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), dem Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) und dem BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut).
Aufgebaut und betrieben wird das EPRD von der Deutschen Endoprothesenregister EPRD gGmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der DGOOC und wurde am 22. Dezember 2010 gegründet. Das EPRD ist an die wissenschaftliche Fachgesellschaft angebunden, um die Neutralität und Unabhängigkeit der EPRD gGmbH zu gewährleisten. Die EPRD gGmbH hat das BQS-Institut damit beauftragt, als Registerstelle zu fungieren. Der BVMed stellt gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen eine Implantat-Datenbank bereit, die laufend aktualisiert wird. Ebenso wie der BVMed unterstützen der vdek und der AOK-Bundesverband das Register finanziell.
Geschäftsführer der EPRD gGmbH ist Prof. Dr. med. Joachim Hassenpflug. Er ist zugleich Direktor der Klinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel) und gehört dem Gesamtvorstand der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) an. Die Deutsche Endoprothesenregister EPRD gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter der DGOOC.

Wie ist das EPRD aufgebaut?

Die zentrale Registerstelle am BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut) führt die Datenstränge von Krankenhäusern und Krankenkassen zusammen. Die Implantatdaten der teilnehmenden Kliniken und die Abrechnungsdaten der Versicherer gehen in pseudonymisierter Form ein. Sie werden verknüpft mit den Informationen aus der neuen Produktdatenbank der Industrie, in der alle auf dem deutschen Markt verwendeten Knie- und Hüftendoprothesen erfasst sind. Die Registerstelle verbindet die Datenstränge und wertet sie nach unterschiedlichen Fragestellungen aus. Die zentrale Steuerung übernimmt dabei ein Exekutivkomitee, in dem alle beteiligten Projektpartner vertreten sind. Ein Beirat unterstützt das Exekutivkomitee bei seiner Arbeit. In dem Beirat sind unter anderem die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Patientenorganisationen und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) vertreten. So ist nicht zuletzt eine enge Verzahnung mit dem für die gesetzliche Qualitätssicherung zuständigen G-BA gewährleistet.
Link zum Flyer-Download
Einen Überblick über den Aufbau des EPRD sowie den Informationsfluss zwischen Kliniken, Krankenkassen und dem Register gibt eine Infografik. Weitere Informationen zur Arbeit des EPRD, zu den mittel- und langfristig angestrebten Zielen sowie zum inhaltlichen und organisatorischen Rahmen sind im RegisterprotokollVersion 1.0 des EPRD zusammengefasst.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Report Krankenhaus 2010 - Immer mehr neue Hüft- und Kniegelenke


Report Krankenhaus 2010Immer mehr neue Hüft- und Kniegelenke

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Rentner ohne künstliches Knie- oder Hüftgelenk könnten schon bald in der Minderheit sein. Diese Schlussfolgerung legen Zahlen aus dem aktuellen BARMER GEK Report Krankenhaus 2010 nahe. Denn in deutschen Krankenhäusern werden immer mehr neue Hüft- und Kniegelenke implantiert.
Zwischen 2003 und 2009 kam es zu rund 1.379.000 Hüftgelenks- und 1.013.000 Kniegelenks-Operationen. Allein im letzten Jahr wurden rund 209.000 Hüft- und 175.000 Knieprothesen eingesetzt, wofür die gesetzliche Krankenversicherung rund 2,9 Milliarden Euro ausgab. Dieser Ausgabenblock betrifft allein die stationäre Behandlung, medizinische Rehabilitation oder ambulante Nachbehandlungen sind nicht berücksichtigt. Die zusätzlichen Kosten für Implantatwechsel betragen jährlich rund 550 Millionen Euro.
Schwerpunkt der Ende Juli in Berlin vorgestellten Studie sind Trends in der Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenk. Dazu haben Wissenschaftler vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) erstmals Versichertendaten der ehemaligen GEK auf die bundesdeutsche Gesamtbevölkerung hochgerechnet.
Dabei lassen die allgemeinen Kennzahlen und Trends schon aufhorchen. So wurde die Verweildauer je Krankenhausaufenthalt seit 1990 um rund 37 Prozent von 13,4 auf 8,5 Tage reduziert. Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Schwartz vomISEG: Gemessen an der durchschnittlichen und altersgewichteten stationären Gesamtverweilzeit ist die Krankenhausversorgung in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich effizienter geworden. Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, bewertet die Entwicklung positiv: Die Zahlen demonstrieren, wie leistungsfähig unsere klinische Versorgung sein kann. Und sie zeigen, dass Teilhabe am Therapiefortschritt und steigender Versorgungsbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung sehr gut vereinbar sind.
Weitere Daten zur Endoprothetik: Die Verweildauer bei Hüft-Implantationen sank seit 2003 durchschnittlich um 3,3 Tage auf 16,2 Tage, bei Knie-Implantationen um rund 4 auf 14,1 Tage. Gleichzeitig belegen zwei in den Jahren 2004 und 2009 durchgeführte Patientenbefragungen praktisch keine Unterschiede. Autorin Prof. Dr. Eva Maria Bitzer vom ISEG: Gefragt wurde jeweils nach Komplikationen, Beschwerden, Einschränkungen und Zufriedenheit. Sowohl bei Hüft- als auch Knie-Implantationen hat die kürzere Verweildauer nicht zu schlechteren Ergebnissen geführt. Trotzdem bleibe auffällig, dass Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk postoperativ zufriedener sind als Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk.
Die Fallzahlen der Hüft-Operationen sind seit 2003 um 18 Prozent gestiegen, die altersbereinigte Zunahme liegt bei plus 9 Prozent. Die Zahl der Knie-Operationen hat um rund 52 Prozent zugenommen und beträgt altersbereinigt 43 Prozent. Bemerkenswert ist auch die deutliche Zunahme von Revisionseingriffen für die Hüfte von 41 Prozent und für das Knie von 117 Prozent - jeweils altersbereinigt. Die Implantation einer neuen Hüfte kostete 2009 den Hochrechnungen zufolge durchschnittlich 7.626 Euro, die eines neuen Knies durchschnittlich 7.373 Euro. Seit 2003 wurden in der gesetzlichen Krankenversicherung jährlich ohne Revisionseingriffe 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro für künstliche Hüftgelenke aufgewendet, für künstliche Kniegelenke weitere 1 bis 1,3 Milliarden Euro.
Die gewaltige Steigerung von Hüft- und Knie-Implantationen hat einen hohen Preis, so Schlenker. Hier sei die Frage erlaubt, ob durch zu breite Indikationsstellung bereits eine Tendenz zur Überversorgung bestehe. DieBARMER GEK werde die Preiskalkulation für endoprothetische Leistungen überprüfen und in die Verträge zur integrierten Versorgung eine erfolgsorientierte Vergütung einbauen.
Weitere Kennzahlen zur Versorgung in deutschen Krankenhäusern:
  • Immer öfter, aber kürzer im Krankenhaus: Die Verweildauer insgesamt sank im Vergleich zum Vorjahr von 8,6 auf 8,5 Tage; die Behandlungshäufigkeit stieg von 182 auf 186 Fälle je 1.000 Versicherte.
  • Behandlung psychischer Störungen immer zeitaufwendiger: Seit 1990 ist die Krankenhaus-Verweildauer in den großen Diagnosegruppen rückläufig: Kreislauferkrankungen minus 42, Krebserkrankungen minus 23 und Muskel- und Skeletterkrankungen minus 20 Prozent. Auffällige Ausnahme: Psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Behandlungstage (plus 53 Prozent). Längst haben sie Kreislauferkrankungen als häufigste Diagnosegruppe abgelöst.
  • Top Ten der Krankenhaus-Behandlungen: Vier der fünf häufigsten Krankenhaus-Therapien gehören zur Gruppe der psychischen Erkrankungen. Platz 9 und 10 nehmen "Arthrose des Kniegelenks" und "Arthrose des Hüftgelenks" ein.
  • Macht Arbeitslosigkeit krank? Oder Krankheit arbeitslos? Kommen Arbeitslose auf durchschnittlich 1.572 Krankenhaustage je 1.000 Versicherte, so zählt man in der Berufsgruppe der Optiker gerade mal 454 Krankenhaustage. Selbst Hilfsarbeiter erreichen nicht einmal die Hälfte.
  • Regionale Unterschiede: Die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts variiert je Bundesland. Absoluter Spitzenreiter ist der Stadtstaat Hamburg mit rund 8,5 Tagen bei den Versicherten unter 65 Jahren. Auffällig: Im Flächenland Sachsen dauert der Krankenhausaufenthalt mit rund 8,1 Tagen rund 0,7 Tage länger als in Niedersachsen.(Quelle:barmer-gek)