Die große Reise

2 Titangelenke in 10 Wochen ...

Die große Reise beginnt...erneut..


Diesesmal mache ich es besser...

Ich habe ein großes Ziel!

Ihr habt die Chance mich zu begleiten!


Montag, 2. Juli 2012

IRONMAN Austria 2012 - Cowgirl Corbin beisst sich durch


Linsey Corbin

Ironman AustriaCowgirl Corbin beisst sich durch

Langstrecke | 1. Juli 2012
Mit dem Cowboy-Hut zum Titel. Das hatte sich die US-Amerikanerin Linsey Corbin bei ihrem ersten Start in Europa vorgenommen - und das gelang ihr beim Ironman Austria auch. Allerdings musste sie dafür bis zum Ende hart kämpfen.
Anders als bei den Mänern entscheidet sich der Ironman Austria bei den Frauen erst auf den letzten Kilometern des Marathons: Ganz ungewohnt kommt die ungarische Vorjahreszweite Erika Csomor nach 57:01 Minuten als Erste aus dem Wasser. Die starke Radfahrerin und Läuferin liegt damit nach der ersten Disziplin bereits 2:17 Minuten vor ihrer Hauptkonkurrentin Linsey Corbin aus den USA. Corbin steigt als Fünfte aus dem Lendkanal, der vom Wörthersee hinüber zur ersten Wechselzone führt.

Auch auf dem Rad gibt dann Csomor, Siegerin des Jahres 2004, erst einmal den Ton an. Es sind zwar ganz andere Bedingungen als im Vorjahr, als Csomor in Klagenfurt nach 8:51:11 Stunden eines der besten Ergebnisse ihrer Karriere feiern durfte. Aber die Ungarin denkt  angesichts der Hitze auch nicht an Zeiten, sie will das Rennen gewinnen. Csomor fährt gut, kann den Abstand auf die starke Läuferin Corbin auf dem Rad aber nicht vergrößern. Im Gegenteil, nach 90 Kilometern fährt die Amerikanerin bis auf 30 Sekunden heran. Der Rest des Feldes ist da bereits weit distanziert: Monika Stadlmann aus Österreich und die Deutsche Nicole Woysch liegen bei Halbzeit auf dem Rad knapp 10 Minuten zurück.
www.tri-mag.de
Kalifornierin auf Euro-Tour
Nach 110 Kilometern der anspruchsvollen, aber bekannt schnellen Radstrecke übernimmt Corbin dann die Führung. Es ist der Kalifornierin anzusehen, wie gut es ihr beim ersten Europabesuch in der Region gefällt. Vor dem Rennen hat sie erklärt, dass sie beim Radfahren auch die Landschaft genießen wird – aber für eine Genusstour fährt sie doch deutlich zu schnell: Mit 3:38 Minuten Vorsprung auf Csomor steigt Corbin schließlich vom Rad. Es ist der Schlüssel zu ihrem zweiten Ironman-Erfolg nach dem Sieg beim Ironman Coeur d’Alene 2010.
Mut siegt über Brechstange
Denn so sehr Csomor im abschließenden Marathon auch drückt und versucht, die Lücke zu schließen – sie ist etwas zu groß. Die 38-Jährige kann zwischenzeitlich zwar bis auf eine Minute heranlaufen. Doch der Versuch mit der Brechstange bei Kilometer 38 ist letztlich ein zu gewaltiger Akt: Csomor probiert bis zwei Kilometer vor dem Ziel alles, um das Rennen zu gewinnen. Aber Corbin erfährt von dem knapper werdenden Vorsprung und hält wacker dagegen. So lange, bis die Ungarin ihre Niederlage kurz vor dem Ende förmlich akzeptiert und ihre Schritte kürzer werden.  

Stilecht lässt sich die stets fröhliche Kalifornierin Corbin kurz vor der Zielgeraden einen Cowboyhut reichen – dann reißt sie das Zielband in die Höhe. Sie gewinnt körperlich erledigt, aber glücklich in 9:09:58 Stunden vor einer ausgepumpten Erika Csomor (9:12:09). Platz drei sichert sich die Österreicherin Michaela Rudolf im Schlussspurt vor der Deutschen Dana Wagner. Aber Rudolf und Wagner liegen in 9:44:37 und 9:46:10 Stunden bereits deutlich zurück.

IRONMAN AUSTRIA | FRAUEN
1. Juli 2012, Klagenfurt
NameNationGesamt3,8 km Swim180 km Rad42,2 km Run
1Linsey CorbinUSA9:09:5859:184:54:093:11:07
2Erika CsomorHUN9:12:0957:015:00:113:09:55
3Michaela RudolfSUI9:44:371:07:265:02:473:28:22
4Dana WagnerGER9:46:101:03:325:09:493:27:02
5Elisabeth GruberAUT9:57:411:10:455:09:513:30:28
6Constance MocharAUT10:01:021:10:565:04:063:40:19
7Simone FürnkranzAUT10:09:531:08:255:05:003:50:09
8Caroline LiveseyGBR10:21:001:05:565:16:073:50:27
9Elizabeth NyitrayDOM10:24:091:08:335:31:233:38:14
10Astrid RoglAUT10:26:171:17:305:29:023:33:00

Triathlon - 5i50 Berlin - Ospaly gewinnt Premiere, Raelert sagt ab


5i50 Berlin 2012

5i50 BerlinOspaly gewinnt Premiere, Raelert sagt ab

Kurzstrecke | 1. Juli 2012
Er war der Favorit - und spätestens nach der kurzfristigen Absage von Michael Raelert konnte der Sieger der 5i50-Premiere in Berlin eigentlich nur Filip Ospaly heißen. Dass er seinen Erfolg erst spät auf der Laufstrecke perfekt machte, gehörte zum Taktik-Repertoire des erfahrenen Tschechen.
Wer die Beine dafür hat, kann sich die Spielart eines Wettkampfs aussuchen und die Konkurrenz auch ohne Blickkontakt in ein taktikes Korsett zwängen. Filip Ospaly hatte beim ersten 5i50 in der Hauptstadt die Beine. Und das richtige Rezept. Der Tscheche hatte sich die Konkurrenz mit ihren Stärken und Schwächen offenbar genau angeschaut und wusste, wie er sie knacken kann. So ließ er den jungen Australier Josh Amberger erstmal machen. Gemeinsam mit Christian Prochnow sorgte der für die Tempoarbeit beim Schwimmen, drückte auf der Radstrecke dermaßen aufs Tempo, dass niemand folgen konnte und hatte in der zweiten Wechselzone mehr als eine Minute zwischen sich und die Verfolger gelegt. Gefährlich viel? "Zwei Minuten hatte ich mir nach der Erfahrung beim 5i50 St. Anthony's als gefährliche Grenze gesetzt", so Ospaly im Ziel. Auch dort hatte Amberger die Hauruck-Taktik gewählt - und war Ospaly am Ende deutlich unterlegen. In Berlin zeigte der Tscheche auf der Laufstrecke, dass seine Zurückhaltung auf den 40 windschattenfreien Radkilometern genau die richtige Marschroute war: 30 Sekunden nahm er Amberger schon auf den ersten drei Kilometern in Laufschuhen ab, drei Kilometer vor dem Ziel war er dran und genauso schnell vorbei. Amberger konnte nur noch nach hinten absichern, denn von dort kam Prochnow mit Riesenschritten näher. Am Ende rettete sich der mutige 23-Jährige aber vor dem Potsdamer auf Platz zwei ins Ziel auf dem Gelände der Tempelhofer Freiheit.
Sailfish
Michael Raelert: Startschuss statt Start
Ob Ospalys Taktik ähnlich ausgesehen hätte, wenn Michael Raelert nicht nur vor Ort, sondern auch im Rennen dabei gewesen wäre? Sicher hätte er den Rostocker auf der Radstrecke nicht freiwillig wegfahren lassen. Doch nachdem Raelert am Dienstag beim Training umgeknickt war und aus Vorsicht lieber auf das Rennen verzichtete, gab er an der Spree den Startschuss für eine sehr gut organisierte Premiere, die allerdings bei den Profis nicht besonders gefragt zu sein schien: Nur sechs Männer und ganze vier Profi-Frauen erreichten das Ziel.
Vodickova ohne Mühe
Bei den Frauen setzte sich ebenfalls die Favoritin durch. Radka Vodickova musste sich allerdings deutlich weniger Gedanken um ein taktisches Konzept machen als ihr Landsmann Ospaly. Die Tschechin schickte die überschaubare Konkurrenz schon in der Spree baden und erkraulte sich einen Vorsprung von fast anderthalb Minuten. Auf dem Rad ließ sie die deutliche Tagesbestzeit folgen. Auch beim Laufen hatte sie die schnellsten Beine. Zweite wurde mit fast vier Minuten Respektabstand Katja Konschak vor Anna-Lena Pohl und Katja Rabe.

IRONMAN Austria 2012 - Faris Al-Sultan erobert den Glutofen Kärnten


Faris Al-Sultan

Ironman AustriaFaris Al-Sultan erobert den Glutofen Kärnten

Langstrecke | 1. Juli 2012
Faris Al-Sultan ist der König der Hitze. Bei tropischen Temperaturen hat der Münchner Hawaii-Sieger von 2005 in Klagenfurt seinen sechsten Ironman gewonnen. Der 34-Jährige feierte in 8:11:31 Stunden bei 33 Grad Celsius einen deutlichen Triumph vor dem Italiener Daniel Fontana und Pedro Gomes aus Portugal.
Ein typischer Al-Sultan-Satz. Wo andere nach einem Sieg von ihrer eigenen Leistung schwärmen, gesteht der 34-Jährige: „Ich habe mich heute bis auf ganz wenige Momente nicht wirklich gut gefühlt, es war brutal hart.“ Dabei schien bereits am Tag vor dem Rennen alles darauf hinzudeuten, dass der Ironman Austria in diesem Jahr geradezu wie für Al-Sultan gemacht war. Denn angesichts eines (zu) warmen Wörthersees sprachen die Veranstalter aus Sicherheitsgründen ein Neopren-Verbot aus. Die Temperatur des Sees betrug bereits am frühen Samstagmorgen 24,8 Grad Celsius – und lag damit über den laut Regularien maximal erlaubten 24,6 Grad. Einem exzellenten Schwimmer wie Al-Sultan sollte dies in die Karten zu spielen.
Als Erster aus dem Wasser steigt am Renntag nach 50:49 Minuten jedoch der Ungar Adam Molnar. Als Viertplatzierter einer Sechsergruppe kommt Faris Al-Sultan in 50:57 Minuten hinterher und fliegt danach durch die Wechselzone. Auf dem Rad setzt sich aus der Gruppe rasch der Brite Philip Graves ab – doch dahinter bleibt zumindest Al-Sultan immer in Schlagdistanz. Es sieht stets danach aus, als kontrolliere der Müncher auf dem Rad als Zweiter das Feld.
Graves Kamikazeritt lässt Al-Sultan kalt
Nach 5:16:50 Stunden Rennzeit steigt Graves als Führender vom Rad, doch Al-Sultan liegt nur 1:54 Minuten dahinter – und er weiß, dass er der bessere Läufer ist. Überhaupt lauern starke Läufer hinter dem führenden Graves: Auf Rang drei mit gut drei Minuten Abstand der Italiener Daniel Fontana, danach folgen unter anderem die schnellen Marathonläufer Pedro Gomes (Portugal), Tom Lowe aus Großbritannien und auch Michael Göhner.
Bereits nach drei Kilometern des Marathons überholt Faris Al-Sultan den Briten Graves und setzt sich klar ab. Er läuft kontrolliert und schnell, am Ende wird es bei brutalen Bedingungen ein Marathon von 2:50:38 Stunden – die Tagesbestzeit. „Es war wirklich sauhart“, sagt Al-Sultan, „aber ich will mich nicht beschweren, die Zuschauer haben mich getragen bis ins Ziel.“
Getrieben von Fans und Konkurrenten
Zehntausende Fans treiben Al-Sultan ins Ziel – und immer weiter von seinen Verfolgern weg. Bei Marathon-Halbzeit führt der Münchner noch mit gut vier Minuten, am Ende sind es satte neun. Wie stark Al-Sultans Auftritt ist, belegen am Ende die Zielzeiten seiner geschlagenen Mitstreiter – denn hinter ihm wackelt ein Topläufer nach dem anderen. Überraschen können lediglich der Slowene David Plese und der frühere österreichische Weltcup-Kurzdistanzler Franz Höfer bei seinem Ironman-Debüt, die noch auf die Ränge vier und fünf vorlaufen. Michael Göhner wird Achter, Markus Fachbach kommt auf Rang elf ins Ziel.

IRONMAN AUSTRIA | MÄNNER
1. Juli 2012, Klagenfurt
NameNationGesamt3,8 km Swim180 km Bike42,2 km Run
1Faris Al-SultanGER8:11:3150:574:25:382:50:38
2Daniel FontanaITA8:20:3750:574:26:522:58:23
3Pedro GomezPOR8:26:3154:054:31:582:55:52
4Franz HöferAUT8:28:4153:384:33:332:56:23
5David PleseSLO8:30:4755:294:30:352:59:43
6Tom LoweGBR8:31:1557:064:30:022:58:57
7Balazs CzokeHUN8:39:5750:524:36:353:07:26
8Michael GöhnerGER8:42:4257:034:30:073:10:42
9Patrick JabergSUI8:43:0958:074:33:543:05:28
10Georg SwobodaAUT8:43:581:00:314:31:273:06:51
11Markus FachbachGER8:45:0854:154:33:203:12:46

Samstag, 30. Juni 2012

Meine 2. "große" Radtour - 30.06.2011

Hallo!


Wieder mal eine etwas größere Rad-Tour im Vogelsberg (Mittelgebirge in Hessen). Fahrstrecke ca. 40 km mit einigen Höhenmetern. Nach einem kleinem Zwischenstop mit 2 Bällchen Kokoseis ging es auf die Rückreise. 
Leider mit einigen Komplikationen - verdauungstechnischer Art!
Ob dies an dem Kokoseis lag oder an meiner Trinkflasche, die ich wieder reaktiviert hatte...Man weiß es nicht!


Aber ich rettete mich ins Ziel und es war wieder ein kleiner Schritt auf dem Weg zurück ins Sportler-Leben.


Die Bewegungsabläufe auf dem Trekkingrad funktionieren einwandfrei - selbst im Wiegetritt fahre ich wie in guten alten Zeiten. kaum zu glauben, dass da 2 künstliche Gelenke ihre Arbeit verrichten.


Die nächsten Touren kommen bestimmt...ich freu mich drauf...dieses Mal mit anderer Getränkewahl und ohne Kokoseis. 


CU


Stephan Frank - Niemals aufgeben!



Mittwoch, 27. Juni 2012

Längste Radtour mit den 2 Titangelenken

Hallo!


Ich habe es wieder mal gewagt und eine kleine Vogelsbergumrundung mit dem Trekkingrad absolviert.


Es waren insgesamt 45 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 22 km/h - ich war also knapp über 2 Stunden unterwegs und habe auch einige Höhenmeter zurückgelegt!


Ich bin ganz stolz - zumal die letzte knapp 3 Wochen nach meiner Nierenkolik und dem Nierensteinerlebnis war ich sportlich nicht so aktiv - Übelkeit und spürbare Befindlichkeiten in der Nierengegend hielten mich davon ab!


Jetzt ist der Start erst einmal wieder gelungen...


...in den vergangenen Jahren mit der Arthrose in der Hüfte habe ich mich nicht gewagt, diese Region (Mittelgebirge) so zu erkunden wie ich es als aktiver Triathlet ganz locker getan habe. Ich war wie blockiert - ich hatte nicht nur die Hügel vor mir sondern den Berg der Schmerzen - der oft ein unüberwindbares Hindernis bereits im Vorfeld jeder sportlichen Aktivität darstellte!


Von daher ein großer Schritt nach vorne - ich habe aber gestern gespürt, dass da mental eine Blockade zu überwinden war bis ich endlich losgefahren bin...


In meiner aktiven Zeit als "Extremsportler" war meine Fitness so ausgeprägt, dass ich einfach jedes Hindernis sportlich und auch beruflich überwunden habe ohne groß nachzudenken. Ich hatte null Zweifel an meinen Fähigkeiten...dementsprechend war ich auch unterwegs...


...erst mit dem Einzug der Coxarthrose in meinen Körper und damit in mein leben begann so langsam das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu schmelzen - es dauerte zwar einige Jahre - so hoch waren meine Ressourcen inzwischen angewachsen - doch irgendwann war es schmerzbedingt einfach nicht mehr möglich.
Weder Schmerzmittel noch meine wirklich sehr hoch angesiedelte Eigenmotivation haben es geschafft mich dazu zu bewegen, so eine Tour wie gestern anzugehen. 


Ich habe im Kopf die ganze Strecke durchgespielt - visuell  ich die ganzen Berge vor mir - unüberwindbar in diesem Moment - und ich habe es vorgezogen zu kneifen - wobei das sicher nicht wirklich kneifen war - sondern einfach das Ergebnis einer wirklich sehr bedrohlichen Erkrankung, wenn man sich der Wahrheit nicht irgendwann stellt.


Ich war zum Schluss wirklich ein gehbehinderter Mensch, der aber nicht nur nicht gehen und sich bewegen konnte, sondern auch trotzdem Schmerzen hatte. Diese zweifach negativen Erfahrungen und Wahrnehmungen rauben selbst dem stärksten Optimist die Hoffnung und Energie.


Jetzt habe ich das Jahr ganz diesem Thema Titangelenke gewidmet...das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Nicht nur, dass aus mir Mr. Titan geworden ist - die Lebensqualität ist zurückgekehrt in mein Leben - gleichzeitig die Beweglichkeit und die Bewegung - und im gleichen Atemzug das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.


Jetzt kann ich solche Touren wieder angehen - ich habe es mir bewiesen...meine neuer Weg geht weiter!!!


CU 


Stephan Frank - Niemals aufgeben!

Dienstag, 26. Juni 2012

Neue Zwischenbilanz - Status Quo Ermittlung

Hallo!


Es ist wieder mal an der Zeit, eine erneute Zwischenbilanz zu ziehen.


Doch wie ermittele ich meinen eigenen Status Quo - welche Kennziffern oder Faktoren haben die Priorität?!


Ist es das aktuelle Gewicht, der Gesundheitszustand, Blutdruck, Herzfrequenz oder der Puls...oder ist des das insgesamt vorherrschende eigene empfundene Wohlfühlgefühl?!


Ich denke das ist es...wie fühle ich mich aktuell...welche Entwicklungen haben stattgefunden in den letzten Monaten seit der 1. Operation am 16.01.2012...was ist alles passiert - an positiven und negativen Erfahrungen - wie bin ich damit umgegangen - was ziehe ich für Konsequenzen für die Zukunft aus den Erfahrungen und welche Strategien werde ich künftig anwenden - wie stelle ich mich jetzt auf für die Anforderungen der Zukunft... 


JA...ich habe eine Zukunft...glücklicher weise...warum auch nicht...jeder hat eine Zukunft vor sich...wie sie sich letztendlich zeigt liegt daran wie ich sie gestalte...doch darin liegt auch ein kleiner Haken in dem Gedankengang...die Zukunft liegt ja noch etwas in der Zukunft - also muss ich mich um das Gestalten aktuell noch nicht kümmern - denkt man vielleicht manchmal unbewusst und verschiebt Aktivitäten und konsequente Verhaltensänderung in die Zukunft - passt doch - könnte man denken - das passt aber gar nicht! Kein bißchen!


Die Gestaltung der Zukunft beginnt jetzt!!! Genau jetzt in der Sekunde, wo du das liest oder ich das schreibe und darüber nachdenke, was ich hier schreibe...oder wenn du das liest und darüber nachdenkst, was du damit anfangen sollst, ist das schon ein kleiner Schritt in diese Richtung...


...gut gemacht...du hast das hier gelesen und verstanden und darüber nachgedacht, was der nette Onkel hier so schreibt...


...der nette Onkel - Mr. Titan - macht folgendes :


...er hat in der Zwischenzeit vieles wieder erlebt, was so nach und nach mental verarbeitet ist...


...der Weg zurück aus der Krise in ein neues Leben...


...das Kapitel Stephan Frank - "Niemals aufgeben! - Neue Wege gehen!" muss neu geschrieben werden seit meiner Entscheidung zur Operation der beiden kaputten Hüftgelenke... 


...die beiden Titangelenke in mir haben vieles ausgelöst an neuen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen...


...die Klinikzeit liegt nun hinter mir...das habe ich ganz fest beschlossen seit meinem unfreiwilligen Wochenendaufenthalt mit Nierenkolik und Nierensteinen. Dort habe ich ganz deutlich gespürt, dass ich jetzt erst einmal meine Freiheit brauche...das angekettet sein an die Infusionen, die meinem Körper über einen Zugang an der linken Hand zugeführt worden haben in mir ein völlig neues Gefühl der Beklemmung ausgelöst...dazu kam noch mein "netter" Zimmernachbar, der mit seinen 77 Jahren gemeinsam mit seiner Tochter, die gleichzeitig in der Klinik war, unser Zimmer zum Partyraum und Treffpunkt umfunktionierte...
...ich wollte meine Ruhe haben und nicht dem Gelaber unfreiwillig folgen müssen...ich wollte frei entscheiden, ob ich im Bett liege oder herumlaufe...ich wollte nach den Jahren des Gefangenseins in der Unbeweglichkeit durch die Coxarthrose mich endlich wieder bewegen können...diese Sucht nach Bewegung habe ich dann auch umsetzen können durch meine eigene Entlassung aus der Klinik auf eigenes Risiko...nachdem ich es geschafft hatte mich der Infusion zu entledigen (Strategie, Strategie-wo ein Wille ist eine Möglichkeit) ging ich erst mal raus - raus aus der Klinik in den Klinikpark und atmete die frische Luft ein, genoss den Wind und die Sonnenstrahlen, ließ mich von den Blättern verzaubern, die auf dem Boden lagen und spürte, dass sich nochmal was verändert hatte in mir...


...der aktuelle Status Quo...ja der ergibt sich natürlich aus den Erfahrungen vor der Erkrankung...vom Fettsack zum Triathlet und Marathonläufer...dann die Arthrose und die vielen Rückschritte - Gewichtszunahme, Verlust der Beweglichkeit, extremste Schmerzen, die regelmäßige hochdosierte Schmerzmedikamenteinnahme...dann der Leidensweg mit den Schmerzen...Verlust von Lebensqualität...die Hoffnungslosigkeit in der Schmerzsituation...bis hin zur Entscheidung so nicht mehr weiter zu machen...bis zu diesem Tag der Entscheidung war viel passiert...in mir...


Dann war es endlich soweit...die OP rückte näher...mir aber nicht nahe genug...ofiizieller Termin 12.02.2012 - durch Nachtelefonieren un der Absage eines Patienten wurde es dann der 16.01.2012!


Ein Neubeginn - gleichbedeutend mit der Geburt des Mr. Titan...


Dann eine ehrgeizige, aktive und engagierte Reha in der Kaiserbergklinik in Bad Nauheim...und wieder etwas früher als geplant - offiziell war geplant 12.04. - es wurde der 27.03.2012 - 10 Wochen und 1 Tag nach der 1. Operation folgte die 2.!


Das gleiche Procedere wie zuvor - engagierte und sehr sportliche Reha  endete wie geplant...die Arthroseschmerzen waren weg und die Beweglichkeit war zurückgekehrt - wenn auch mit leichten Einschränkungen aufgrund der jahrelangen Schonhaltung und gewissen Befindlichkeiten...ich muss dazu sagen, dass während der gesamten Reha weiter Schmerzmittel verabreicht wurden, um wieder mobil zu werden. Schmerzen behindern ja bekannterweise die Beweglichkeit und somit auch die Mobilisierung - also nimmt man weiter Schmerzmittel, um wieder zurückkehren zu können...


Die Schmerzmittel setzt man so nach und nach ab...dann kam leider meine Nierenkolik dazwischen...gerade wieder hergestellt...wieder eine neue Problemstellung...ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese Erfahrung erst einmal etwas zurückgeworfen hat...auch sportlich...zuvor habe ich jeden Tag Rad gefahren oder bin gewalkt...oder war zumindest spazieren...irgendwie war ich auf jeden Fall auf den Beinen und in Bewegung!!!


Die Schmerzen der Kolik waren zwar am Sonntag meiner Selbstentlassung reduziert, aber nicht ganz vorbei...ich weiß auch, dass da ein gewisses Restrisiko, vielleicht auch nicht unerheblich bestand...zumal ich nach ca, 14 Tage nachher mit Übelkeit und Befindlichkeiten in der Nierengegend zu tun hatte - nur dieses Mal auf der anderen Seite...grass - sollte ich etwa auch noch rechts Nierensteine haben...Fragen über Fragen...einem Termin beim Hausarzt sollte ein Termin beim Urologen folgen...der wollte daraus einen Notfall machen - das roch für mich schon wieder nach Krankenhaus, also zog ich es vor erst einmal so klar zu kommen...


...jetzt so ganz langsam geht es mir besser...aufgrund der Übelkeit und den Befindlichkeiten und der schon vorherrschenden Angst wieder eine Kolik zu bekommen, habe ich mich ausführlich mit dem Thema Ernährung beschäftigt - das ist nämlich eine Ursache für Nierensteine...


...inzwischen habe ich es geschafft als Biker und Motorradfahrer zurück zu kehren...was auch durch die Arthrose sehr aussichtslos erschien...ich konnte nicht mehr sitzen vor Schmerzen...meine Hüftgelenke haben die Sitzposition einfach nicht mehr zugelassen...


...jetzt geht's diesbezüglich wieder vorwärts...im wahrsten Sinne des Wortes...mit 197 PS dem Horizont entgegen...Tempo 330 km/h ist möglich...es nötigt mir den respektvollen Umgang mit der rechten Gashand ab ebenso wie das zurückgekehrte Gefühl der unendlichen Freiheit auf dem Bike...auch der Souveränität...es gibt nicht wirklich viele Fahrzeuge die schneller unterwegs sein"können!"
Das ist auch wieder einmal ein sehr wichtiger Schritt in dem Leben eines Menschen mit 2 künstlichen Gelenken - das darf man ja bei aller Euphorie und Freude  nie vergessen. Auch als Mr. Titan bin ich natürlich nicht unverwundbar - auch wenn der der Name anderes vermuten lässt - siehe mein Nierenkolikaufenthalt im Krankenhaus! 


Wichtig ist dabei nur - auch bei diesem erneuten Tiefschlag - niemals aufzugeben - gemäß meiner Lebensphilosophie. Es fällt nicht immer leicht negative Gedanken von einem fernzuhalten - das wird keinem Menschen gelingen - es ist nur all zu menschlich sich auch mit Niederlagen, Schmerzen und Ängsten zu beschäftigen - wichtig ist aber im Endergebnis wieder positiv programmiert zu sein. Und diese positive Programmierung können wir alle selbst, wenn wir gewisse Zusammenhänge verstehen lernen.


Deshalb auch mein neuer Weg anderen Menschen auf Ihrem Weg raus aus der Krise zu begleiten - in ein neues Leben -Anregungen zu geben , gemeinsam Lebenstrategien und Überlebensstrategien zu entwickeln !


Meine Seminare "Stephan Frank - Niemals aufgeben!" - "Neue Wege gehen!" starten Ende Juli / Anfang August bei verschiedenen Firmen und mehreren Kliniken!




Ich freue mich darauf und bin schon sehr gespannt wie dieser Weg weitergeht!


Unter der großen Überschrift "Der Lebenswürfel" wird ein Seminarkomplex entstehen, der den gesamten Menschen mit den täglichen Anforderungen des Lebens konfrontiert und trainiert - die Auseinandersetzung  mit allen eigenen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen in Verbindung mit dem vorhandenen Potenzial wird neue Türen öffnen und es möglich machen neue Wege zu gehen!


Der Weg des Mr. Titan geht weiter!!!


Seid dabei...


CU


Stephan Frank - Niemals aufgeben!

Auf dem Weg zum Mount Everest

Hallo!

Ich befinde mich immer noch auf dem Weg zum Mount Everest...

...nach meinem ersten Marathon war das meine Gefühl in mir, das ich realisieren wollte...ich beschaffte mir fast alle Literatur, die sich mit dem höchsten Berg unseres Planeten irgendwie beschäftigte.

Momentan bin ich körperlich natürlich weit davon entfernt...wobei es ist nur ein Gedankengang...das verwirklichen zu wollen und schon entwickelt man Bärenkräfte...der Glaube kann Berge versetzen...der Glaube an sich kann Berge realisieren!

In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass jeder Mensch seinen   eigenen Mount Everest hat...

...für den erfahrenen Bergsteiger oder Extremsportler ist es der leibhaftige Mount Everest...als Krönung der Bergsteigerkarriere, den höchsten Berg bewältigen...oder in der aktuellen Zeit für Menschen die fast alles erreicht haben und keine Demut mehr dem Leben gegenüber empfinden können - also machen sie sich auf den Weg das Größte und Höchste zu schaffen, was noch übrig bleibt - denken sie - und so werden sie Mitglied von Everest-Expeditionen. Leider ein sehr riskantes Unterfangen, das viele nicht nur mit viel Geld sondern auch ihrem Leben bezahlen.

...für andere ist der eigene Mount Everest vielleicht das Erreichen des Ziels bei einem Marathon oder Ironman...

...es kann aber auch das Überwinden von Ängsten bedeuten, die wir alle in uns tragen...

...es kann aber auch "nur" das Verwirklichen von Träumen bedeuten...z.B. im fortgeschrittenen Alter noch Schwimmen zu lernen, obwohl man sein ganzes Leben Angst davor hatte oder noch Motorradführerschein mit über 40 Lebensjahren zu machen, obwohl man sein ganzes Leben nur geschimpft hat über die Verkehrsraudis auf 2 Rädern!

Jeder hat also seinen eigenen Mount Everest - ein unbezwingbar scheinender Berg - ein unüberwindbares Hindernis - eine ungeklärte tiefe Sehnsucht - in sich!

Jetzt ist die große Herausforderung des Lebens sich zu trauen und auf den Weg zu machen, herausfinden zu wollen, wo unser großes Geheimnis unsere große Sehnsucht liegt.

Wie stelle ich es an - wie finde ich den Mut dazu - wie geht das - wo geht's  lang - welche Strategie muss ich anwenden - wie finde ich es heraus, was mein Mount Everest ist?!

Fragen über Fragen...den Schlüssel tragen wir alle selbst in uns - wir wagen uns oft nur nicht die Tür aufzuschließen, weil auch Abgründe hinter dieser Tür versteckt sein können - tiefe Abgründe - wo man abstürzen kann.

Und die Angst vor dem Abstürzen hindert uns daran, die Erfahrungen zu machen, die für unser Leben so wichtig sind!

Unsere Probleme sind nicht durch das gelebte Leben entstanden, sonder durch das ungelebte Leben!

Das erkennen wir oft zu spät, wenn es meist zu spät ist und wir nichts mehr ändern können...deshalb mein Aufruf an Euch...lasst uns jetzt leben...hier und jetzt...lasst uns unseren eigenen Mount Everest entdecken und erkunden...lasst uns unsere tiefsten Abgründe erkunden und bewältigen...auf zu neuen Ufern!!!

Wir  können uns nur so weiterentwickeln, indem wir Dinge zulassen, die wir zutiefst vermissen, uns aber nicht wagen zu tun!!!

Diese Sehnsüchte in uns kommen dem Mount Everest sehr nahe!!!

Weiteres zu diesem Thema auch bei meinen Seminaren und Workshops und in meinem Buch...

CU 

Stephan Frank - Niemals aufgeben!