Die große Reise

2 Titangelenke in 10 Wochen ...

Die große Reise beginnt...erneut..


Diesesmal mache ich es besser...

Ich habe ein großes Ziel!

Ihr habt die Chance mich zu begleiten!


Freitag, 17. August 2012

SCHOTTENRING Classic GRAND PRIX 18./19. August 2012




13.08.
Berühmte Seitenwagen-Fahrer treffen sich in Schotten
Beim 24. Schottenring Classic Grand Prix wird es am Wochenende 18./19. August auch zu einem Wiedersehen mit einigen der erfolgreichsten deutschen Seitenwagen-Fahrer geben. Mehrfache Welt-, Europa- und Deutsche Meister werden sich im Fahrerlager treffen und neben der Erfüllung von Autogrammwünschen sicher auch viele Fragen zu ihrer aktiven Zeit beantworten.
Klaus Enders, Ralf Engelhardt, Rolf Steinhausen, Schauzu und Ralph Bohnhorst – das sind Namen, die unter Motorrad-Enthusiasten mit Ehrfurcht ausgesprochen werden. In Schottengibt es ein Wiedersehen mit den erfolgreichen Seitenwagen-Artisten der sechziger, siebziger und achtziger Jahre.
Klaus Enders (* 1937), konnte zwischen 1967 und 1974 als Pilot sechsmal die Weltmeisterschaft für Seitenwagen gewinnen. Beifahrer waren Wolfgang Kalauch und Ralf Engelhard, der ebenfalls nach Schotten kommen wird.
Klaus Enders begann seine Karriere Anfang der 1960er Jahre, zuerst startete er sowohl als Solofahrer wie auch in der Seitenwagen-Klasse. 1967 gelang ihm mit Engelhardt der Durchbruch, als er zunächst am 7. Mai Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring seinen ersten Sieg in einem WM-Rennen feierte, auf den im weiteren Saisonverlauf noch vier weitere Siege folgten und die beiden ihre erste WM gewannen. 1969 folgte der zweite Titel, doch zu Beginn der Saison 1970 zog sich Ralf Engelhardt aus beruflichen Gründen zurück, da ein Privatfahrer im Motorradrennsport damals kaum Geld verdienen konnte. An seine Position rückte Wolfgang Kalauch, der 1968 zusammen mit Helmut Fath bereits Weltmeister geworden war. Beim Training zum Großen Preis der Tschechoslowakei auf dem Masaryk-Ring bei Brünn stürzte das Duo Enders/Kalauch schwer. Wolfgang Kalauch wurde aus dem Seitenwagen geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Glücklicherweise war Ralf Engelhardt als Zuschauer in die damalige Tschechoslowakei gereist und sprang für Kalauch ein. Enders/Engelhardt gewannen das Rennen und auch die beiden verbleibenden Grands Prix. So gewann Klaus Enders mit insgesamt fünf Siegen – zwei mit Kalauch, drei mit Engelhardt – seinen dritten WM-Titel.
Nach einem Ausflug zum Automobilrennsport 1971 kehrte der Wetzlarer 1972 zu den Gespannrennen zurück. Im Winter 1971/72 entstand ein von Dieter Busch und Klaus Enders völlig neu konstruiertes Gespann. Obwohl die neue Maschine erst zum dritten WM-Lauf der Saison 1972 fertig wurde und das Duo zu Beginn der Saison 27 Punkte Rückstand auf die Konkurrenz aufwies, wurden es auf Busch-BMW wieder Weltmeister. 1973 gewannen die beiden auf Busch-BMW alle sieben WM-Läufe, bei denen sie an den Start gingen und damit WM-Titel Nummer fünf. 1974 gelang Enders / Engelhardt, trotz der sehr starken Konkurrenz des mit Zweitaktmotor ausgestatteten König-Gespanns von Werner Schwärzel/Karl-Heinz Kleis, auf Busch-Spezial dann der sechste Titel.
Insgesamt gewann der Wetzlarer mit seinen Beifahrern Engelhardt und Kalauch mehr als 46 Prozent aller Seitenwagen-WM-Läufe, bei denen er zwischen 1966 und 1974 antrat – eine stolze Quote. Mit 27 Siegen ist er überdies hinter Toni Mang zweitbester Deutscher in der ewigen Bestenliste.
Rolf Steinhausen (* 1943) war von 1964 bis 1989 im Motorradsport aktiv. 1975/76 wurde er mit seinem „Schmiermaxen“ Sepp Huber mit einer Busch-König Doppelweltmeister bei den Gespannen und legte 1985 und 1986, gegen Ende seiner erfolgreichen Karriere noch zwei Deutsche Meisterschaften nach. Am 11. November 1989 hängte er den Helm an den berühmten Nagel – nach 25 Jahren Motorsport.
Ralph Bohnhorst (* 1963), Europameister und zwischen 1990 und 1996 siebenfacher Deutscher Meister in der Seitenwagen-Klasse, fuhr in jüngster Vergangenheit auch auf vier Rädern Rennen und startete bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring.
Siegfried Schauzu (* 1939) bestritt 1965 seinen ersten WM-Lauf auf dem Nürburgring und belegte mit Beifahrer Horst Schneider gleich den zweiten Platz. 1967 wurden die beiden Deutsche Meister, ein Erfolg den sie 1971/72 und auch 1976/77 wiederholen konnte. Herausragend waren auch ihre Platzierungen in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaften zwischen 1967 und 1973 belegten Schauzu/Kalauch insgesamt sechsmal den dritten Platz in der Endabrechnung und wurden 171 Vize-Weltmeister. Sein letztes WM-Rennen bestritt Siegfried Schauzu beim GP von Finnland 1981 und belegte mit Beifahrer Winfried Dietz den achten Platz. 
Außer diesen Helden der Gespann-Szene kommen weitere bekannte Motorradrennfahrer am dritten August-Wochenende nach Schotten: der zweimalige Weltmeister Dieter Braun, Ralf Waldmann, mit 20 Grand-Prix-Erfolgen einer der erfolgreichsten Motorrad-Rennfahrer ohne WM-Titel , der unverwüstliche Heinz Rosner (73) aus dem sächsischen Hundsdübel mit seiner MZ, Helmut Dähne  aus München auf BMW, Lothar John, zweifacher Deutscher Meister der 250er-Klasse aus Schriesheim, Egid Schwemmer, zwischen 1974 und 1979 vierfacher Deutscher Meister. Die mehrmaligen Weltmeister Phil Read und Jim Redman, Rodney Gould (1970 250er-Weltmeister auf Yamaha) und Manuel Herreros(1989 auf Derbi Weltmeister der 80-ccm-Klasse) sind ebenfalls dabei.
Unter den über 280 Teilnehmern werden auch Sonderläufe mit berühmten Rennmotorrädern und bekannten Fahrern aus vergangenen Tagen des Motorradrennsports auf dem dicht gedrängten Programm stehen. Angeführt von den erfolgreichen Rennmaschinen von DKW und NSU, die von der Audi Tradition und dem Motorsport Museum Hockenheim nach Schotten gebracht werden, gehen 29 Fahrer mit einer attraktiven Auswahl von Rennmaschinen aus den Jahren 1923 bis 1978 an den Start. Dieses Mal sind die extrem seltenen DKW SS 250 (1939) NSU SS-R 351 (1938) und NSU Kompressor (1939) zu sehen – und zu hören. In zwei Sonderläufen, in denen auch besondere Motorräder aus dem Fundus des Motorsport Museums Hockenheim wie beispielsweise 250 Ladepumpe (1930), PuchChater Lea 350 T (1928) oder OD MAG SS 500 (1930) zum Einsatz kommen, werden die seltenen Maschinen präsentiert.

Prominenz und seltene Motorräder 18./19. August in der Rennstadt Schotten
Motorsport hautnah erleben – unter diesem bewährten Motto geht am Wochenende 18/19. August 2012 der 24. Schottenring Classic Grand Prix über die Bühne – 2013 kann also das silberne Jubiläum gefeiert werden. An keiner anderen Strecke können Sie als Zuschauer in Deutschland näher an der Strecke stehen und die klassischen Motorräder so unmittelbar erleben wie auf dem knapp zwei Kilometer langen Rundkurs vor den Toren des ansonsten recht verschlafenen Vogelsberg-Städtchens Schotten. Der Schottenring Classic Grand Prix ist seit vielen Jahren die größte Veranstaltung im Vogelsbergkreis.
Unter den über 250 Teilnehmern werden auch Sonderläufe mit berühmten Rennmotorrädern aller Marken und Herkunftsländer und bekannten Fahrern aus vergangenen Tagen des Motorradrennsports auf dem dicht gedrängten Programm stehen. Angeführt von den erfolgreichen Rennmaschinen von DKW und NSU, die von der Audi Tradition nach Schotten gebracht werden und zahlreichen anderen sehr seltenen Motorrädern aus privaten Besitzen, gehen 30 Fahrer mit einer attraktiven Auswahl von Rennmaschinen aus den Jahren 1914 bis 1956 an den Start.
Der zweimalige Weltmeister Dieter Braun, Ralf Waldmann, mit 20 Grand-Prix-Erfolgen einer der erfolgreichsten Motorrad-Rennfahrer ohne WM-Titel , der unverwüstliche Heinz Rosner (73) aus dem sächsischen Hundsdübel mit seiner MZ, Helmut Dähne aus München auf BMW, Lothar John, zweifacher Deutscher Meister der 250er-Klasse aus Schriesheim, Egid Schwemmer, zwischen 1974 und 1979 vierfacher Deutscher Meister – das sind nur einige der bekannten Fahrer, die am dritten August-Wochenende nach Schotten kommen.
Zu den Werksmaschinen wie Vorkriegs-DKWs mit Ladepumpe oder Kompressor gesellen sich NSU-Privatfahrer mit DKW SS 250 (1939), Puch 250 Ladepumpe (1930) und NSU SS-R 351 (1938). Fans der englischer Marken wie Excelsior und natürlich Norton kommen an diesem Wochenende ebenso auf ihre Kosten wie die Fans italienischer Marken wie Benelli, Gilera, Moto-Guzzi, oder MV Agusta.
Ein besonderes Highlight wird neben den beim Publikum besonders beliebten und begeistert gefeierten Läufen der Seitenwagen mit spektakulärer Akrobatik der „Schmiermaxen“ ganz bestimmt auch die Klasse der 50-ccm-„Schnapsglas“-Klasse mit über 20 Motorrädern sein, die erstmals  in einer so großen Zahl zu sehen sind.
Im Fahrerlager können sich die Fans die seltenen Motorräder ganz aus der Nähe ansehen und mit dem ein oder anderen prominenten Fahrer ein paar Worte wechseln. Teilnehmer und Besucher des Schottenring Classic Grand Prix – das ist wie ein große Familie.

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Streckenplan
http://www.schottenring.de/Schottenring/Streckenplan%20Internet.pdf

Hier liegt Schotten
http://www.schottenring.de/Schottenring/Anfahrt%20nach%20Schotten.jpg

Parkplatzplan
http://www.schottenring.de/Schottenring/Parkpl%E4tze.pdf

Vorläufiger Zeitplan
http://www.schottenring.de/Schottenring/Zeitplan%202012%20Schotten.pdf

Starterlisten
http://www.schottenring.de/Schottenring/Starterliste%2010.08.%202012.pdf

Eintrittspreise:
Wochenendticket für Erwachsene Sa.+So.22,00 €
Erwachsene Samstag14,00 €
Erwachsene Sonntag14,00 €
Kinder bis 16 Jahre5,00 €
Die Preise beinhalten den Zugang zu alle Tribünen und das Fahrerlager. Tickets können an allen Eingängen gekauft werden.

MotoCamp am Bockzahl
Auch in diesem Jahr gibt es unter der Leitung des SV Blau-Weiss Schotten das "MotoCamp Bockzahl". Hier befinden sich Zeltplätz und eine begrenzte Anzahl von Stellplätzen für Wohnmobile. Die Helfer des Schottener Sportvereins, bereiten alles für Ihre Gäste vor, Frühstück, Duschen und vieles mehr wird hier geboten.
Infos und Buchung unter: bockzahl@schottenring.de
MotoCamp

Zeltplatz beim Reit- und Fahrverein Schotten
Bereits zum zweiten Mal wird die Vereinsstätte, die Adamsmühle in der Vogelsbergstrasse 188 in  Schotten, zu einem Zeltplatz für Einzelgäste, Gruppen und Familien umgewandelt.
Die Campingplätze befinden sich in ruhiger Lage, aber dennoch nur ca. 15 Minuten Fußweg zur Rennstrecke.
Begrenzte Anzahl an Wohnmobilstellplätzen sind vorhanden, bitte vorreservieren.

Infos und Buchung unter http://rfvschotten.bplaced.net/rvf/news.html

VOGELSBERG TOURISTIK 
http://www.vogelsberg-touristik.de/

Gastgeber Schotten
http://www.tourist-schotten.de/contao/
Motorrad Touristik
http://www.bikeerlebnis.de/




Zeitlicher Ablauf 

Freitag, 17.08.2012
18:00 UhrEmpfang mit Teilnehmercorso am Schottener Rathaus
Samstag, 18.08.2012
8:00 - 18:00 UhrTrainings- und Wertungsläufe
Sonntag, 19.08.2012
8:00 -18:00 UhrWertungsläufe
ca. 19:30 UhrSiegerehrung

Der richtige Sattel für Radler - Nachhilfe für Sitzenbleiber


DER RICHTIGE SATTEL FÜR RADLERNachhilfe für Sitzenbleiber

 Von ALEXANDER KRAFT
Fürs Auge: Moderne Sättel gibt es auch im Retro-Look. Foto: imago
Die Frage nach dem Sitzkomfort ist so alt wie das Radfahren. Mittlerweile gibt es eine Unzahl von Sätteln, die die perfekte Ergonomie versprechen. Sinnvoll oder alles für den Arsch? Unser Autor hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt.

Jeder Mensch ist einzigartig. Heißt es. Folglich ist es auch sein Hintern. Was unter genetischen Gesichtspunkten attraktiv sein mag, auf dem Fahrrad wird es zum Problem. Denn obgleich die Zahl der Sättel riesig wirken mag – den ganz individuellen Poschmeichler für jeden herzustellen, das schafft die Industrie dann doch nicht. Aber sie versucht mit immer ausgeklügelteren Konstruktionen, der Physiognomie Rechnung zu tragen. Da wirken die vor einigen Jahren gefeierten Gelsättel oder jene mit Loch mitten in der Sitzfläche fast schon gestrig.
Das heißt umgekehrt für potenzielle Rad- oder Sattelkäufer: Sie müssen sich mit den Kehrseiten ein bisschen intensiver beschäftigen, als sie bis jetzt gedacht haben. Sattel sind kein Ding zum einfach Draufsetzen und Losfahren. Aber keine Bange, niemand muss deshalb zum Gesäßologen werden, mit einigen zentralen Informationen und ein bisschen Knowhow kommt man schon ganz schön weit.
Der Abstand zwischen den Sitzknochen verrät, welcher Sattel der richtige ist.
Der Abstand zwischen den Sitzknochen verrät, welcher Sattel der richtige ist.
Foto: imago
Sofaradler oder Profi?
Die erste Frage, die sich jeder beantworten muss, ist die nach seinen Fahrgewohnheiten: Für welchen Zweck brauche ich den Sattel? Wer nur Kurzstrecke und entspannt in aufrechter Haltung fährt, kann sich einen komfortablen Gelsattel gönnen.
Für Tourenradler kommt diese Sofa-Philosophie nicht in Frage. Sie brauchen es fester – es muss ja nicht wie bei den Profis enden, die ein Stück Carbon unterm Hintern haben, bespannt mit einem Hauch von Nichts. Das Problem bei fluffig-weich ist: Bei dem dauernden Geknatsche unterm Hintern wird alles kräftig durchgewalkt. Das Resultat sind wundgescheuerte Stellen.
Eine gewisse Härte – und damit abgehärtetes Sitzfleisch – muss schon sein bei Kilometerfressern. Das beschert ihnen aber ein anderes Problem: Das harte Material kann an einer ziemlich unangenehmer Stelle die Blutzufuhr abdrücken.
Entlastung lautete deshalb das Zauberwort, und zwar an der oder den richtigen Stellen. Dieses Kunststück versuchen all die mitunter recht ausgefallenen anmutenden Konstruktionen der jüngsten Zeit. Furore machten vor Jahren die Sättel mit Loch: Ein Längsschlitz in der Mitte, also genau da, wo es am meisten drückt: im so genannten Dammbereich. Das half zumindest einigen, die das Problem nicht aussitzen wollten. Aber viele fuhren weiter mit – im dümmsten Fall – Taubheitsgefühlen.
Abstand der Sitzknochen
Die Analyse ließ nicht lange auf sich warten: Mit dem Allerwertesten ist es genau so wie mit dem ganzen Menschen – er kann unterschiedlich groß/ breit ausfallen. Und so machten sich Ergonomiespezialisten, etwa bei Specialized mit dem Body Geometrie-Programm oder Ergon, daran und vermaßen jene Punkte, auf denen der meiste Druck beim Sitzen lastet: Sitzhöcker heißen die Knochen. Wie weit sie auseinanderliegen, kann man schon beim einfachen Selbstversuch heraus finden: Auf einem Stück Wellpappe drücken sich die Spitzen schön ein.
Die Idee dabei: Wenn der Abstand zwischen den Knochen und die Sattelbreite korrespondieren, sollte sich ein merklich besseres Sitzgefühl einstellen. Tat es auch – jedenfalls teilweise. Weshalb der Breitenabgleich kein Allheilmittel sein kann, zeigt sich an einer verblüffenden Zahl: Auch wenn die Menschen einzigartig sind, der Abstand der Druckpunkte variiert um gerade mal zwei Zentimeter. Weiter entwickelt hat diese Idee etwa SQlab (sprich: Äkulap). Zum einen propagieren sie einen Stufensattel mit abgesenkter Nase. Das entlastet den Dammbereich – außer man neigt dazu, beim Fahren von dem etwas höheren Sitzplateau herunter und nach vorne zu rutschen; dann verpufft der Effekt.
SQlab setzt noch einen drauf, indem sie dem Sattel ein Kippgelenk verpassen. Der Witz dabei: Der Sattel neigt leicht zur Seite und passt sich der natürlichen Beckenbewegung an: Sieben Grad, haben die Ergonomiespezialisten gemessen, kippt es bei der Tretbewegung ab. Fazit unseres ausführlichen Praxistests: Der mitgehende Sattel vermittelt ein höchst harmonisches Fahrgefühl.
Sattel kaufen
Das Wichtigste,insbesondere wenn man den unbequemen, alten Sattel austauschen will, ist , den Einsatzbereich genau zu definieren und die „Problemstellen“ zu identifizieren. Um eines, sagen alle Fachleute, kommt man aber nicht herum: Theorie ist gut, doch ohne Probefahrt gibt’s kein „Sitzt, passt, wackelt und hat Luft“.
Beim Preis gilt nicht:Je teurer, desto besser. Der Hintern passt sich nicht an, nur weil der Sattel 300 Euro kostet.
Bulle, Schlange und Chamäleon
Auf eine andere Philosophie setzt Fi’zi:k (Lautsprache für das Wort Physik). In Zusammenarbeit mit der Uni Padua haben sie drei Sitztypen ausgemacht und die schön plakativ benannt: Bulle, Schlange und Chamäleon. Die Idee dahinter: Die Menschen sind unterschiedlich beweglich. Manche können – mal als Beispiel – problemlos in die flache Rennrad-Haltung gehen, indem sie sich mit rundem Rücken an den Lenker schlängeln.
Das kann beim steifen „Bullen-Typ“ nicht klappen, er kippt das Becken stark nach vorne – und hat damit heftig Druck auf dem Dammbereich. Diesem Sitzverhalten kommt ein Sattel mit deutlich abgesenktem Mittelbereich entgegen. Nur nebenbei bemerkt: Wer sich anschaut, wie mancher Radler entgegen aller Vorgaben seinen Sattel beispielsweise mit stark abgekippter Nase montiert, dann greift das intuitiv diese Idee auf. Nachteil beim Do-it-yourself: Man rutscht leicht nach vorne ab.
Noch einen Schritt weiter geht der Marktführer Selle Italia. Der stellt bei der Eurobike in zwei Wochen in Friedrichshafen ein System vor, das die verschiedenen Ansätze vereint. Vorab verriet Produktmanager Christoph Werner der FR exklusiv, dass Selle sich mit der Kombination von Abstandsmessung und Becken-Flexibilität auseinandersetzt. Der Grund: Der Abstand der Sitzhöcker wird in aufrechter Position gemessen, lehnt man sich vor, verschiebt sich der Druckpunkt auf den Beckenknochen. Zusätzlich will Selle den Muskelapparat berücksichtigen. Ein Mensch mit mächtigen Oberschenkeln sitzt besser auf einem Sattel mit schmaler Nase. (FR)

2 Tage nach dem Selbstmord eines ehemaligen Schülers der Gesamtschule Konradsdorf ist man auf der Suche nach dem Weg zurück in die Normalität

ORTENBERG 

Auf der Suche nach dem Weg zurück in die Normalität

17.08.2012 - ORTENBERG
Konradsdorfer Schüler und Lehrer bewältigen ihre Trauer gemeinsam in Gesprächen
(wk). Vor dem Haupteingang stehen Kerzen, daneben liegen Blumen: Am Tag nach der Tragödie versuchen die Schüler und die Lehrer der Gesamtschule Konradsdorf gemeinsam, den Suizid eines jungen Mannes aus Reichelsheim zu verarbeiten. Statt Fachunterricht ist Klassenunterricht angesetzt worden.
„Unterstützung bekommen wir durch psychologische Fachkräfte des Staatlichen Schulamts und der Notfallseelsorge des Wetteraukreises und unsere speziell ausgebildete Schul-Sozialpsychologische Lehrkraft“, sagte die Direktorin der Gesamtschule, Birgit Schmieden-Luehrmann, dem Kreis-Anzeiger.
Man sei daran interessiert, das Ereignis vom Mittwochmorgen in der gebotenen Sachlichkeit und mit der erforderlichen Trauer zu verarbeiten, betonte die Schulleiterin. Der stellvertretende Schulleiter und der Hausmeister hatten vorgestern vor dem Haupteingang der Schule die Leiche eines 21 Jahre alten Reichelsheimers und Ex-Schülers gefunden.
„Die Obduktion am Mittwochabend ergab keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, erklärte Polizeisprecher Jörg Reinemer am Donnerstag auf Anfrage des Kreis-Anzeigers. Laut den bisherigen Ermittlungen der Polizei soll sich der junge Mann von einem Schornstein in den Tod gestürzt haben.
Zu den Hintergründen und den Umständen des Freitods gibt es nach Angaben Reinemers noch keine Hinweise. Die Ermittlungen seien zudem noch nicht abgeschlossen. Der Polizeisprecher bestätigte jedoch, dass sich der 21-Jährige in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch per SMS von einigen seiner Freunde verabschiedet hat.
Schüler der Gesamtschule haben an der Stelle, an der sie beim Gang zum Unterricht sicherlich noch lange an das tragische Ereignis denken werden, Blumen und Beileidsbekundungen niedergelegt und Kerzen aufgestellt. Sie brachten ihre Trauer zum Ausdruck, fragten aber auch, warum so etwas geschehen konnte. „Wie die Erinnerung bleibt auch die Frage nach dem Warum fortan bestehen“, war etwa lesen. Auf ihrem Weg nach Hause verharrten immer wieder Schüler schweigend an der Gedenkstätte, bevor sie ihren Heimweg fortsetzen.
Während des Unterrichts hätten sie mit ihren Klassenlehrern über den Freitod des ehemaligen Schülers der Gesamtschule gesprochen, ließ die Schulleitung wissen. Ab heute soll der Unterricht wieder nach Stundenplan stattfinden.
Schüler der Gesamtschule Konradsdorf haben am Donnerstag vor dem Haupteingang Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Dort war am Mittwochmorgen die Leiche eines 21-Jährigen aus Reichelsheim gefunden worden.  Foto: Kunert
Schüler der Gesamtschule Konradsdorf haben am Donnerstag vor dem Haupteingang Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Dort war am Mittwochmorgen die Leiche eines 21-Jährigen aus Reichelsheim gefunden worden. Foto: Kunert
(kreis-anzeiger)

Donnerstag, 16. August 2012

Ortenberg geschockt: Toter liegt vor Schule



Artikel vom 16.08.2012 - 09.00 Uhr

Sondermeldung aus der Schule meines Sohnes

Ortenberg geschockt: Toter liegt vor der Schule 

Ortenberg (sax). Ein tragischer Todesfall überschattet die erste Unterrichtswoche nach den Sommerferien an den Schulen in Konradsdorf. Am Mittwochmorgen wurde die Leiche eines Jugendlichen vor dem Haupteingang der Gesamtschule gefunden.
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Der Bereich vor der Schule ist abgesperrt. (Fotos: sax)
Deshalb fiel auch an der benachbarten Erich-Kästner-Schule der Unterricht am Mittwoch aus. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus.

Als der stellvertretende Schulleiter der Gesamtschule, Ehrhard Jung, und der Hausmeister gegen 7 Uhr die Einrichtung betreten wollten, entdeckten sie knapp zehn Meter vor dem Eingang den Körper des jungen Mannes. Er wies schwerste Kopfverletzungen auf, berichtete Jörg Reinemer, Pressesprecher der Polizei in Friedberg. Bei dem Toten handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 21-jährigen aus Reichelsheim, einen ehemaligen Schüler der Gesamtschule, teilte die Staatsanwaltschaft Gießen mit.

Darauf deute auch ein an der Schule geparktes Fahrzeug hin, das auf Familiemitglieder des Schülers zugelassen sei, sagte Reinemer. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Polizei geht jedoch von einer Selbsttötung ohne Fremdeinwirkung aus. Der Tod sei vermutlich in den späten Abendstunden des Vortages oder in der Nacht eingetreten. Für Donnerstag ist die Obduktion vorgesehen.

Sturz in die Tiefe



Nach den ersten Ermittlungen ist der Jugendliche mit einer von ihm angelehnten Aluleiter über eine Wartungsleiter auf den etwa 15 Meter hohen Heizungskamin der Schule unmittelbar neben dem Haupteingang geklettert. Auf dem Podest an der oberen Kaminöffnung sei eine Softair-Waffe, wie sie bei Jagdspielen verwendet werde, gefunden worden. Was er damit wollte, ist unklar. Von dort oben habe er sich offenbar in die Tiefe gestürzt.

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Der 15 Meter hohe Kamin auf dem Schulgelände.
Unmittelbar nach dem Fund alarmierte der stellvertretende Schulleiter die Polizei und den Notarzt. Dieser konnte nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen.

Während des gesamten Vormittags waren Erkennungsdienst und Gerichtsmedizin im Einsatz. Dabei wurde auch ein Polizeihubschrauber für Luftbilder und die Drehleiter der Feuerwehr Büdingen zur Spurensicherung am Kamin eingesetzt.

Mit Rundfunkdurchsagen versuchte die Polizei ab 7.30 Uhr die rund 1400 Schüler der Gesamtschule und die mehr als 300 Schüler der Erich-Kästner-Schule zu informieren, dass der Unterricht ausfällt. Dies gelang jedoch auch wegen der Anreise der Schüler aus weitem Umkreis nur teilweise. So wurden einige voll besetzte Schulbusse von der Polizei wieder zurückgeschickt. Auch einige Eltern waren mit ihren Kindern zur Schule gefahren. Die schwierige Verkehrslage von ankommenden und abfahrenden Fahrzeugen an der B 275 sei zudem durch vereinzelte Schaulustige, die offenbar durch die Rundfunkmeldung von dem Vorfall erfahren hatten, verschärft worden, meinte Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring. Der tragische Todesfall selbst hat sie sehr stark berührt.(giessener Anzeiger)

Suizigalität: Krisenintervention in der Schule


Aufgrund eines aktuellen Anlasses - dem Suizid eines ehemaligen Schülers an der Schule meines Sohnes - möchte ich nachfolgend über dieses Themengebiet einige Artikel veröffentlichen, die uns etwas offener machen in unserer Wahrnehmung im Umgang mit gefährdeten Personen.

Suizidalität: Krisenintervention in der Schule 


Suizid wird als zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen angesehen. Suizid stellt für Jugendliche oft den einzigen Ausweg aus einer akuten psychischen Krise dar. Man spricht vom Ausbruch einer akuten psychischen Krise, wenn durch Ereignisse beim Versuch der Problemlösung die üblichen Bewältigungsmechanismen versagen und die Überlastung als subjektive Überforderung spürbar wird und die/den Betroffene/n in seinen Reaktionsmöglichkeiten hilflos macht. 

Das Einschätzen der Suizidgefährdung: 
Die Integration ins soziale Umfeld und die Einengung der Gefühle sollen abgeklärt werden. 
•  Seit wann gibt es Suizidgedanken? 
•  Welche Art von Suizidgedanken liegt vor? (sich aufdrängende Gedanken) 
•  Welches Stadium der suizidalen Entwicklung ist erkennbar? (Erwägen, Abwägen, 
Entschluß) 
•  Wurden von dem/der Schüler/in konkrete Vorbereitungen, Pläne für einen Suizid getroffen? 
•  Wer weiß davon? 
•  Sind Kontakte zu anderen Personen deutlich reduziert? Wie ist soziales Umfeld? 

Je systematischer und realistischer die Suizidgedanken des/der Schüler/in sind, je weniger Alternativen erwogen werden, desto gefährlicher ist die Situation. 
Offen über Suizidgefährdung sprechen, nur so kann man sich ein Bild über das wirkliche Risiko der/des Betroffenen machen.  
Danach fragen, wenn das Gefühl da ist oder Signale wahrgenommen werden, dass der/die Schüler/in an Suizid denken könnte. Z.B. Hast Du schon daran gedacht, Dich umzubringen?
Das Gespräch darüber entlastet und lockert oder verhindert die suizidale Einengung. 

Darüber zu reden ist eine wichtige suizidpräventive Maßnahme. Entweder eine spontane Kontaktaufnahme oder die konkrete Vereinbarung für ein weiteres Gespräch ist möglich, es soll ein Angebot sein und freiwillig sein. Z.B. In letzter Zeit bist Du irgendwie verändert, hast Du Sorgen? Willst Du gleich darüber sprechen?  

Hilfe für suizidgefährdete SchülerInnen bedeutet: 
•  Ernstnehmen der Schwierigkeiten und Gefühle 
•  Interesse und Aufmerksamkeit zeigen 
•  Gelegenheit geben sich auszusprechen 
•  Aktiv Zuhören 

Bestehende Fähigkeiten und vorhandene persönliche Ressourcen des/der Schülers/in sollen angesprochen werden, eine alternative Sichtweise für Problemlösungen soll dadurch wiederhergestellt werden.  

Hilfestellungen professioneller Art sollen angeboten werden wie z.B.  Schulpsychologischer Dienst. Alle Anlaufstellen für Notfälle im Bezirk können bei den Schulpsychologischen Beratungsstellen erfragt werden.  

Das Wahrnehmen von Warnsignalen 
Auf Warnsignale von suizidgefährdeten SchülerInnen aufmerksam zu werden und entsprechende Hilfe zu geben oder zu vermitteln, stellt eine wichtige Aufgabe der Suizidprävention der Schule dar. Jugendliche kündigen ihre Suizidabsicht an, jedoch oft in verschlüsselten Botschaften, widersprüchlich und nicht ohne weiteres verständlich.  
Erst das spezielle Zusammentreffen von verschiedenen Signalen lässt auf eine mögliche Suizidgefährdung schließen. 
Besondere Alarmzeichen können bei jugendlichen SchülerInnen auf Suizid hindeuten:   
•  verbale Äußerungen über Suizidabsicht (ich kann nicht mehr..., ich weiß nicht mehr weiter..., ich falle jedem zur Last..., ich binvöllig fertig...,ich schaffe das nicht mehr..., manchmal möchte ich nur schlafen..., ich will einfach Ruhe haben, ...nichts mehr hören und sehen.) 
•  schriftliche oder symbolische Äußerungen (Abschiedsbriefe) 
•  psychosomatische Beschwerden (Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzzustände) 
•  Weglaufen 
•  selbstgefährdendes Verhalten (z.B. provozierte Unfälle, Mitmachen von Mutproben und gefährlichen Tätigkeiten). 

Weitere Hinweise auf Suizidalität können sein: 
•  Jemand wirkt verstört und verweint 
•  Depressive Stimmung 
•  Energielosigkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit 
•  Konzentrationsschwierigkeiten 
•  Leistungsschwankungen und Versagen, Schwänzen der Schule 
•  Abwendung von Familie und Freunden 
•  Abkapselung , soziale Selbstisolierung 
•  Vernachlässigung eigener Interessen und Hobbies 
•  Flucht in die Traumwelt 
•  Änderung der Alltagsgewohnheiten 
•  Veränderungen des Essverhaltens 
•  Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch 
Schritte der Hilfe bei einer akuten Krise (oder Hinweisen darauf) 
•  Gespräch im vertraulichem Rahmen zwischen der/dem Betroffenen und der Personen des Vertrauens führen 
•  Erkennen der Hinweise auf eine akute Krise 
•  Einschätzen der Suizidalität


Bei AKUTER SUIZIDALITÄT: 
•  Organisieren von professioneller Hilfe durch SchulpsychologInnen oder weitere psychologischen Beratungsstellen oder psychotherapeutische bzw. 
psychiatrische Angebote. 
•  Schulpsychologen/in anrufen oder  mit Begleitperson eine Anlaufstelle aufsuchen oder Rettung holen. 
(Nur bei akuter Selbstgefährdung und keiner Freiwilligkeit, Hilfe 
anzunehmen, die Polizei holen. ) 
•  Telefonische Verständigung der Eltern, des/r Direktors/in der Schule 
•  Dokumentation des gesamten Geschehens und Organisation der 
Nachbetreuung (bei Bedarf) 
•  Nachbetreuung für die/den Betroffene/n, für HelferInnen (Hilfe zur eigenen Entlastung) und für im Umfeld Betroffene (wichtig für die Reintegration der Betroffenen) durch die SchulpsychologInnen oder andere psychologische und psychotherapeutische Angebote. 

Bei KEINER (AKUTEN) SUIZIDALITÄT:
•  Anregen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen 
•  Professionelle psychologische Beratung und Krisenintervention durch den/die Schulpsychologen/in  
•  Psychotherapie oder psychologische Beratung (bei Bedarf) wird von dem/der Schulpsychologen/in vermittelt 
•  Dokumentation des gesamten Geschehens und Organisation der 
Nachbetreuung (bei Bedarf) 
•  Nachbetreuung für die/den Betroffene/n, für HelferInnen (Hilfe zur eigenen Entlastung) und für im Umfeld Betroffene (wichtig für die Reintegration der Betroffenen) durch die SchulpsychologInnen oder andere psychologische und psychotherapeutische Angebote. 
Suizidversuch eines/r Schülers/in 

Akute Krisen können zu einem Versuch führen, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Suizidversuch ist ein gewolltes Verhalten einer Person, dass eine aktive Absicht zur Beendigung des eigenen Lebens beinhaltet.  
Entweder nehmen Betroffene eine Substanz ein (z.B. Überdosis von Medikamenten oder Drogen) oder sie führen sich selbst Verletzungen (z.B. Aufschneiden der Pulsadern, sich aus dem Fenster stürzen) zu, von denen sie annehmen, dass sie 
zum Tode führen.  

Schritte der Hilfe bei Suizidversuch eines/r Schülers/in 
•  Akutversorgung: Erste Hilfe leisten, Betroffene vor weiterem körperlichen Schaden bewahren, nicht alleine lassen, ruhig zureden. 
•  Telefonisch Hilfe holen: Rettung
Hinweis auf Notfall - Suizidversuch  
Angaben: Name, Schule, Adresse 
Schilderung des Zustandsbildes 
Information über sichergestellte Hinweise 
•  Unterstützende Maßnahmen setzen: 
Für helfende (Lehr-) Person Unterstützung holen; 
Sichern des/der betroffenen Schülers/in und des Ortes des Geschehens vor Neugierigen; 
Sofortmaßnahmen setzen, um eine Eskalation der Situation zu verhindern; 
Als Ansprechperson für Betroffene aus dem Umfeld da sein; 
Zwischenmenschlicher Austausch abseits des Ortes des Geschehens 
ermöglichen; 
Klare Anweisungen zur Beruhigung der Situation treffen. 
•  Bei Eintreffen der Rettung: Kurzinformation über Hergang des Suizidversuchs, Verantwortung für Betroffene an Rettung übergeben! 
•  Telefonische Verständigung der Eltern, des/r Direktors/in der Schule 
•  Dokumentation des gesamten Geschehens (Bericht) und Organisation der 
Nachbetreuung (bei Bedarf) 
•  Nachbetreuung für die/den Betroffene/n, für HelferInnen (Hilfe zur eigenen 
Entlastung) und für im Umfeld Betroffene (wichtig für die Reintegration der 
Betroffenen) durch die Schulpsychologie oder andere psychologische und psychotherapeutische Angebote. 
(Quelle)
Literatur:  
SONNECK, G. (Hg.) (1991). Krisenintervention und Suizidverhütung. Leitfaden für den Umgang mit 
Menschen in Krisen. Wien: Facultas Universitätsverlag. 
VAN WISSEN, P. (1997). Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen. IN: FREYTAG, R. & WITTE, M. 
(Hg.) Wohin in der Krise? Orte der Suizidprävention. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.  
Mag.a
Alexandra Sartori 
Schulpsychologie Neunkirchen

Was fährt eigentlich Klaus Esser - Polo-Motorrad Begründer


Was fährt eigentlich: Klaus Esser20 Fragen an Klaus Esser



Klaus Esser (59) hat 1980 seinen Versandhandel für Motorradklamotten aufgezogen. Der Name: Polo Expressversand.
Klaus Esser
Klaus Esser.  
Foto: Polo  
Heute nennt man so etwas hochtrabend „Start-up-Unternehmen“, früher hieß es schlicht und einfach Garagengeschäft. In dem hat Klaus Esser (59) 1980 seinen Versandhandel für Motorradklamotten aufgezogen. Der Name: Polo Expressversand. Das Basissortiment: Vier Jackenmodelle, drei verschiedene Hosen, zwei Paar Handschuhe standen zur Auswahl. Kurz darauf macht Esser den ersten von heute 100 Polo-Shops auf, 1984 verlegt er seinen ersten Katalog. 2009 zieht Esser mit der Firma von Düsseldorf ins 30 Kilometer entfernte Jüchen, wo der Musikliebhaber zwischen dem 25000-m²-Lager und seinem 1300-m²-Laden im „Polo-Drom“ zu hochkarätigen Rockkonzerten einlädt.

Ihr aktuelles Motorrad?
Triumph Scrambler, BMW K 1600 GT, Gilera GP 800. Ab und zu fahre ich leihweise Buell Lightning, Ducati Multistrada, Yamaha Vmax, Harley-Davidson Sportster und Suzuki DR 350.

Und Ihr erstes?
Honda CB 500 Four.

Hand aufs Herz: Ihr schönstes?
Zum Touren die Moto Guzzi California II.

Welches Bike würden Sie nie (wieder) kaufen?
Hatte mal eine Yamaha FZR 750 R OW 01. Tolles Motorrad, konnte aber nur sportlichgefahren werden. Auf Dauer war sie mir zu wenig universell einsetzbar.

Welches muss noch unbedingt in die Sammlung?
Gerade erledigt: BMW K 1600 GT. Schon seit der Einführung der Honda CBX 1000 bin ich Sechszylinder-Fan.

Schnelle Entscheidung, kurz begründet:

Kette oder Kardan?
Die dritte Lösung, der Zahnriemen: leise, weiche Kraftübertragung, haltbarer als Kette, keine weitere Pflege erforderlich.

Luft- oder Wasserkühlung?
Egal.

Stummellenker oder Lenkstange?
Fahre gerne Touren, deshalb eine ergonomisch gut ausgeformte Lenkerstange.

Drahtspeichen- oder Schmiederäder?
Muss zum Typ passen, aber Drahtspeichenräder sind einfach ansprechender.

Gore-Tex oder Einteiler?
Je nach Kurz- oder Langstrecke und Wetter trage ich Leder oder wasserdichtes Textil. An heißen Tagen weiche ich auf luftige Schutzbekleidung aus.

Dampfstrahler oder Schwamm und Bürste?
Kennen Sie unsere Motorrad-Waschanlage Polo-Bike-Wash? Super! Wenn keine in der Nähe ist, der sorgsam eingesetzte Dampfstrahler - aber mit Nachledern!

Das schönste Motorraderlebnis?
Eine Enduro-Offroad-Tour mit Freunden in Andalusien.

Natürlich auch das peinlichste?
Ganz ehrlich: Ich habe wirklich nichts Peinliches erlebt - jedenfalls nicht in Verbindung mit dem Motorrad oder einer Motorradtour.

Wer legt an Ihrem Motorrad Hand an: die Werkstatt oder nur Sie selbst?
Ich fahre sehr, sehr gerne Motorrad und möchte jede Fahrt genießen. Damit das so bleibt, überlasse ich anstehende Arbeiten qualifizierten Werkstätten.

Auf welche Schrauberleistung (Reparatur oder Umbau) sind Sie besonders stolz?
Na ja, ob ich da stolz bin - eher nicht: Kleinigkeiten wie Frontscheibe anbauen, andere Blinker montieren, Griffgummis tauschen.

Welcher Motorradheld steht bei Ihnen auf der Pole Position?
Aus dem Rennbereich neben vielen anderen Tom Luethi, Stefan Bradl, Valentino Rossi und Katja Poensgen.

Was darf bei Ihren Motorradklamotten auf keinen Fall fehlen?
Ein Motorradhelm auf dem neusten technischen Stand.

Und womit würden Sie sich nie auf die Straße trauen?
Beim Piaggio MP3 400 mit drei Rädern und Pkw-Zulassung hat es mich Überwindung gekostet, auf die Straße zu gehen. Dafür hat es umso mehr Spaß gebracht. Also, ausprobieren würde ich alles, was Motor und mindestens zwei Räder hat.

Wo sind Sie am liebsten unterwegs?
Fahre gerne kurvige Landstraßen oder offroad in leichtem Gelände. Dazu gute Luft und schöne, freie Natur. Wer muss unbedingt noch hinter Ihnen Platz nehmen? Unbedingt muss keiner hinter mir Platz nehmen. Eine leichte Geländetour mit der Enduro lieber ohne, eine längere Tour gerne mit Sozia. 

Und wem würden Sie gerne einmal hinterherfahren?
Auf der Rennstrecke würde ich gerne für ein paar langsamere Trainingsrunden
in Ideallinie Tom Luethi, Stefan Bradl, Valentino Rossi oder Katja Poensgen folgen
(motorrad-online)

Neuer Polo-Eigentümer - Alle Filialen sollen bleiben


Polo: Neues vom InsolvenzverfahrenNeuer Polo-Eigentümer - Alle Filialen sollen bleiben

+++ UPDATE: 

Am 13. März 2012 unterzeichneten Rechtsanwalt Horst Piepenburg als Insolvenzverwalter der Polo Expressversand Gesellschaft für Motorradbekleidung und Sportswear mbH mit Paragon Partners und Tempus Capital den Kaufvertrag für die neu gegründete Polo Motorrad und Sportswear GmbH. Zur künftigen Geschäftsführung wird Manfred Steffens gehören, der seit 1998 für Polo tätig ist.

Manfred Steffens Polo
Manfred Steffens zieht in die Geschäftsführung von Polo ein.  
Foto: Polo  
Der Investor geht in die Übernahme mit allen 95 deutschen und sechs Schweizer Filialen des Unternehmens. In den Filialen sollen keine Personalveränderungen geplant sein. Die Hauptverwaltung in Jüchen bleibt erhalten.
Das Konsortium sieht den wahren Markenwert von Polo laut eigener Aussage in den engagierten Mitarbeitern und möchte darauf aufbauen. Nach dem Ausscheiden von Klaus Esser aus der Geschäftsführung am 29. Februar 2012, wird Manfred Steffens, der zuvor Ressortleiter Beschaf-fung/Logistik/IT war und seit 1998 bei Polo arbeitet, in die Geschäftsführung des Unternehmens mit eintreten.

Klaus Esser
Klaus Esser: Abschied von Polo.  
Foto: Polo  
Polo trennt sich von Geschäftsführer Klaus Esser: (08.03.12) Rechtsanwalt Horst Piepenburg, der als Insolvenzverwalter für das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen Polo arbeitet, hat mitgeteilt, dass Klaus Esser nicht mehr Geschäftsführer von Polo ist.
Klaus Esser hat Polo vor über 30 Jahren gegründet, damals ein kleines Garagengeschäft, heute besitzt Polo große Filialen in ganz Deutschland. Esser arbeitete bis jetzt als Geschäftsführer für Polo und verfügt heute noch über 51 Prozent am Unternehmen. Polo musste im Dezember 2011 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Die Entscheidung des Insolvenzverwalters, Esser zu entlassen, kam jetzt für die Polo-Mitarbeiter völlig überraschend. Piepenburg möchte laut eigener Aussage damit einen Interessenkonflikt bei einer Übernahme durch einen neuen Investor vermeiden. Neben Esser wurden weitere Führungspositionen in den Bereichen Vertrieb, Controlling und Marketing neu besetzt.
Klaus Esser bei seiner Verabschiedung: "Polo hat als Familienunternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern eine einzigartige Unternehmenskultur entwickelt. Ich hoffe, dass diese Kultur erhalten bleiben kann, auch wenn ich die weitere Entwicklung von POLO nicht mehr begleiten werde. Ich wünsche allen Mitarbeitern eine gute Zukunft und bedanke mich herzlich fü die tolle Unterstützung und die Loyalität mit der sie mich begleitet haben." (motorrad-online)


Was fährt eigentlich Hein Gericke


Was fährt eigentlich: Hein Gericke20 Fragen an Hein Gericke



Der Mann ist (nicht nur) in der Motorradszene bekannt wie ein bunter Hund. Seit 1970 ist er im Geschäft. Hat englische BSA-Bikes vom Anhänger herunter verkauft. Später Zubehör und Bekleidung ins Sortiment aufgenommen. Schnell trug die Kollektion seinen Namen. Der Versandhandel begann zu blühen, seine Kataloge wurden immer dicker, waren bald Pflichtlektüre zu Saisonstart für jeden Motorradfahrer. Bundesweit eröffnete er neue Shops, gliederte namhafte Mitbewerber in sein Imperium ein. 1987 verkaufte Hein Gericke schließlich sein Unternehmen. Doch dem Motorrad ist der heute 73-Jährige immer noch verbunden.
hein-gericke heute
Der Mann ist (nicht nur) in der Motorradszene bekannt wie ein bunter Hund.  
Foto: Gericke  
Ihr aktuelles Motorrad?
Harley-Davidson Street Glide 2010, leicht modifiziert. 
Und Ihr erstes?
Auf dem Schrottplatz für zwölf Mark ein Fahrrad gekauft und für 35 einen gebrauchtenVictoria-Motor mit 38 Kubik. Beides selber zusammengebaut und mit 15 das erste Mal motorisiert in die Schule gefahren. 
Hand aufs Herz: Ihr schönstes?
Für mich als Designfreak war ein Motorrad schöner als das andere. Zur Zeit meine Harley. 
Welches Bike würden Sie nie (wieder) kaufen?
Eine Wankel Herkules (Staubsauger) oder einen aktuellen „Diesel-Krüppel“.

Schnelle Entscheidung, kurz begründet:

Hein Gericke
Hein Gericke in jungen Jahren.  
Foto: archiv  
Kette oder Kardan?
Beim Kardan stören mich die zu hohen ungefederten Massen, die mir ins Kreuz schlagen. Bei der Kette ist es der Dreck. Vielleicht ist der Zahnriemen die ideale Lösung.
Luft- oder Wasserkühlung?
Mein Motto: die Kunst liegt im Weglassen. Luft wiegt nichts, kocht nicht und kostet nichts. 
Stummellenker oder Lenkstange?
Ich hasse Stummellenker, weil ich mit denen Rückenschmerzen bekomme. Eine entspannte, halbwegs aufrechte Sitzposition ist mir am liebsten. 
Drahtspeichen- oder Schmiederäder?
... immer das, was weniger wiegt. 
Gore-Tex oder Einteiler?
Ich bevorzuge ein eigenes Modulsystem: Lederjacke, einteiliger Lederoverall und zweiteilige Regenkombi. Die Lederjacke fahre ich mit Jeans. Den Lederoverall trage ich über der Jeans. Wenn es kälter wird, ziehe ich die Lederjacke über den Lederoverall, und wenn’s regnet kommt die zweiteilige Regenkombi dran.
Dampfstrahler oder Schwamm und Bürste?
...ich lasse waschen und polieren. Vom Feinsten! 
Das schönste Motorraderlebnis?
Als ich 1981 mit meiner Harley-Davidson Dyna Super Glide Sportedition auf dem MOTORRAD-Perfektionstraining auf der Nordschleife die gesamte Konkurrenz verblasen habe. 
Natürlich auch das peinlichste?
...als ich auf der Königsallee in Düsseldorf vor dem In-Treff NT coram publico auf meiner BMW von einem jungen Mädel im VW Käfer abgeschossen wurde. 
Wer legt an Ihrem Motorrad Hand an: die Werkstatt oder nur Sie selbst?
Ich lasse schrauben, weil ich beim Selberschrauben durch mangelnde Erfahrung und fehlendes Werkzeug immer wieder an meine Grenzen stoße. 
Auf welche Schrauberleistung sind Sie besonders stolz?
1955 fuhr ich mit meiner Krücke, einem Goggo-200-Roller, von Berlin nach Zürich. Schon nach 20 Kilometern hatte die durch Dauervollgas einen Kolbenklemmer nach dem anderen. Auf der Autobahn, mitten in der Ostzone! Ich habe dann literweise Öl in den Tank gekippt, den Motor wieder ans Laufen gebracht und Zürich erreicht. Auf der Rückreise fuhr das Gerät schließlich wieder über 100.

Welcher Motorradheld steht bei Ihnen auf der Pole Position?
Giacomo Agostini. Ich habe seinen präzisen Fahrstil schon Anfang der siebziger Jahre bewundert und seitdem auf jedem Meter Motorradfahrt zu kopieren versucht.
Was darf bei Ihren Motorradklamotten auf keinen Fall fehlen?
Nach dem Helm, die Handschuhe. 
Und womit würden Sie sich nie auf die Straße trauen?
Mir ist die Meinung der Leute egal. Ich fahre alles, was Spaß macht.
Wo sind Sie am liebsten unterwegs?
Auf der Nordschleife oder auf Alpenpässen in der Off-Saison.
Wer muss unbedingt noch hinter Ihnen Platz nehmen?
Eine heiße Braut mit guter Oberweite und festem Schenkeldruck. Am liebsten aber alleine!
Und wem würden Sie gerne einmal hinterherfahren?
Dem Dr. Rossi, wenn ich ihn halten könnte. (motorrad-online)