Die große Reise

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Samstag, 1. September 2012

Das Klassifizierungssystem der paralympischen Sportarten


Klassifizierungen

Wettkämpfe in sechs Klassen

Der Handbiker Max Weber © dpa-Bildfunk Fotograf: Diego Azubel
Handbiker Max Weber bei den Paralympics in Peking.
Die Paralympischen Spiele in London sind mit rund 4.200 Athleten aus mehr als 160 Nationen die zweitgrößte Sportveranstaltung weltweit. Um Vergleichbarkeit, Chancengleichheit und Spannung zu gewährleisten, sind die Athleten mit ihren unterschiedlichen Behinderungen in sechs Hauptklassen eingeteilt. Diese werden in Unterklassen weiter differenziert. Die sechs Hauptklassen im Überblick:
Amputiert: Athleten, denen mindestens ein Hauptgelenk in einem Glied fehlt.
Cerebralparetiker: Athleten, die an einer Beeinträchtigung des Bewegungsablaufes und des Zusammenspiels der Muskulatur leiden, bedingt durch Schädigungen eines oder mehrerer Steuerzentren in der Entwicklung des Gehirns.
Sehbehinderte: Athleten, die in unterschiedlichem Maße sehbehindert sind bis hin zu völliger Blindheit.
Rollstuhlsportler: Athleten, die aufgrund von Lähmungen oder anderen Beeinträchtigungen ihrer unteren Gliedmaßen zur Ausübung ihres Sports einen Rollstuhl benutzen müssen.
Kleinwüchsige: Männer unter 1,45 m und Frauen unter 1,37 m Körpergröße.
"Les Autres": Dieser Begriff umschreibt Athleten mit unterschiedlichen Behinderungen, die den Bewegungsapparat betreffen, die aber in keine der anderen vier Hauptklassen eingeordnet werden können.

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Das Klassifizierungssystem der paralympischen Sportarten 

Die Sportarten bei den Paralympics


Die Sportarten bei den Paralympics 2012

SPORTARTEN 
Die behinderten Boccia-Spieler Konstantinos Nastas (r.) aus Griechenland und Henrik Jörgensen aus Dänemark testen am 29.01.2004 bei einem Wettbewerb in der Ano-Liossia-Hall von Athen die Bedingungen. © picture-alliance / dpa/dpaweb

Boccia bei den Paralympics

Im 16. Jahrhundert in Italien entwickelt, steht Boccia seit 1984 bei den Paralympics auf dem Programm. [mehr]
SPORTARTEN 
Mario Oehme (l) aus Gera hat am 25.09.2004 der deutschen Mannschaft bei den Paralympics die 13. Goldmedaille gesichert. Der 40 Jahre alte Bergmann gewinnt den Wettbewerb im Bogenschießen klar mit 108:95 Ringen. Silber gewinnt der Südkoreaner Young Joo Jung (r). © (c) dpa - Sportreport

Bogenschießen bei den Paralympics

Aus 70 Metern Entfernung auf 122 Zentimeter große Zielscheiben: Bogenschießen fordert den Sportlern ein hohes Maß an Konzentrationsvermögen ab.[mehr]
SPORTARTEN 
Trainingseinheit chinesischer Blindenfußballspieler © (c) dpa - Report

Blinden-Fußball bei den Paralympics

Mit Augenbinde und Bande beim Fünf gegen Fünf. Erstmals wurde 1986 in Spanien ein Turnier ausgetragen und findet seitdem großen Anklang auf der ganzen Welt.[mehr]
SPORTARTEN 
7-a-side-Finale bei den Paralympics in Peking © picture-alliance/ dpa Fotograf: epa Oliver Weiken

Fußball "7-a-side" bei den Paralympics

Äußerst populär im Behindertensport ist Fußball "7-a-side". Das Spiel für Menschen mit Gehschwierigkeiten und cerebralen Kinderlähmungen ist seit 1984 paralympisch.[mehr]
SPORTARTEN 
Die Russin Tamara Podpalnala ist am 21.09.2004 bei den Paralympics in Athen auf dem Weg zum Gold im Gewichtheben der 52-kg-Klasse. © (c) dpa - Report

Gewichtheben bei den Paralympics

Seit 1964 werden bei den Paralympics Gewichtheber-Wettbewerbe ausgetragen. Zunächst nur für Männer zugelassen, steht das "Bankdrücken" seit Sydney 2000 auch den Frauen offen.[mehr]
SPORTARTEN 
Die Deutschen Michael Breidbach (r) und Matthias Schmidt (l) versuchen am 22.09.2004 bei den Paralympics in Athen in ihrem Goal-Spiel gegen Gastgeber Griechenland einen Ball abzublocken. © (c) dpa - Report

Goalball bei den Paralympics

1946 zur physischen und sozialen Rehabilitation von blinden Kriegsversehrten entwickelt, ist das Wurfspiel Goalball inzwischen fester Bestandteil des Paralympics-Programms.[mehr]
SPORTARTEN 
Die Deutsche Susann Schuetzel (oben) hat die Französin Sandrine Aureires im Griff. Die sehbehinderte Diplom-Sozialpädagogin Susann Schützel vom JC Frankfurt (Oder) glänzt in der Klasse bis 52 kg glänzt bei den Paralympics in Athen am 18.09.2004 gegen die die fünffache Welt- und Europameisterin aus Frankreich mit einem vorzeitigen Sieg (Ippon) und erkämpft bei der Judo-Premiere der Frauen auf Anhieb die Goldmedaille. © (c) dpa - Sportreport

Judo bei den Paralympics

Sehgeschädigte können beim Judo um paralympisches Edelmetall kämpfen. Es ist die einzige paralympische Sportart, die ihren Ursprung in Asien hat.[mehr]
SPORTARTEN 
Kanadas Dean Bergeron (re.) gewinnt das 100 Meter Finale der Klasse T52. © AP Photo Fotograf: Eugene Hoshiko

Leichtathletik bei den Paralympics

Das erste Rollstuhlrennen fand 1952 bei den Internationalen Spielen für Behinderte in Stoke Mandeville statt. Mittlerweile verzeichnen die Leichtathletik-Wettkämpfe die meisten Teilnehmer.[mehr]
SPORTARTEN 
Der blinde Australier Ieran Modra (r.) und sein Pilot Short David übersprinten bei den Paralympics in Athen die Slowaken Juraj Petrovic (l.) und Vladislav Janovjak. Die Australier holen sich am 21.09.2004 Paralympics-Gold vor den Slowaken. Die blinden Radsportler fahren ihre Sprintrennen jeweils mit einem sehenden Piloten auf dem Tandem. © dpa - Sportreport

Radsport bei den Paralympics

Paralympische Radsportler treten sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn gegeneinander an. Den Anfang machten blinde Radsportler in den frühen 80er-Jahren.[mehr]
SPORTARTEN 
Reiterin Bettina Eistel bei den Paralympics 2008 in Peking © picture-alliance / dpa/dpaweb Fotograf: epa ANA Spyros Chorchoumpas

Reitsport bei den Paralympics

Kreative Methoden sind beim paralympischen Dressurreiten gefragt, wenn die Reiter mit ihren Pferden kommunizieren. Die Sportart ist seit 1996 im paralympischen Programm.[mehr]
SPORTARTEN 
Dirk Köhler-Lenz (r) foult am Samstag (25.08.2007) bei der Europameisterschaft im Rollstuhl-Basketball in Wetzlar im Spiel Deutschland gegen Israel seinen israelischen Gegner Roei Rozenberg (l). Israel gewann mit 60:51. Insgesamt 18 Damen- und Herren-Teams kämpfen bis zum 1.September um den Titel und die Qualifikation für die Paralympics in Peking 2008. © (c) dpa - Sportreport

Rollstuhl-Basketball bei den Paralympics

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs "erfunden", ist Rollstuhl-Basketball seit 1960 paralympisch. Das Regelwerk ist eng an das der nichtbehinderten Basketballer angelehnt.[mehr]
SPORTARTEN 
Charn Hung Hui (l.) aus Honkong muß einen Treffer des Polen Robert Wysmierski einstecken. Trotzdem gewinnt die Mannschaft aus Hongkong bei den Paralympics in Athen den Teamwettbewerb der Säbelfechter. Für Polen gibt es Silber. © (c) dpa - Sportreport

Rollstuhl-Fechten bei den Paralympics

Obwohl die Rollstühle statisch am Boden befestigt sind, bestechen die Fecht-Wettbewerbe bei den Paralympics durch hohes Tempo und gelten als attraktive Zuschauersportart.[mehr]
SPORTARTEN 
Der deutsche Rollstuhl-Rugby-Nationalspieler Andre Leonhard (l) im Zweikampf mit dem Neuseeländer Sholto Taylor während des Spiels Neuseeland gegen Deutschland bei der Weltmeisterschaft am 13.09.2006 in Christchurch, Neuseeland. © (c) Picture-Alliance / ASA

Rollstuhl-Rugby bei den Paralympics

Elemente aus den Sportarten Handball, Basketball und Eishockey fließen in das Rollstuhl-Rugby ein. Rugby-Spiele werden seit 2000 bei den Paralympics ausgetragen.[mehr]
SPORTARTEN 
Die Niederländerin Sharon Walraven (r.) spielt einen Return, während ihre Doppelpartnerin Sonja Peters sichert. Beide Rollstuhlfahrinnen sind am 21.09.2004 bei den Paralympics in Athen am Start. © (c) dpa - Sportreport

Rollstuhl-Tennis bei den Paralympics

Im Unterschied zum Nichtbehinderten-Tennis darf der Ball beim paralympischen Rollstuhl-Tennisturnier zweimal aufkommen. Der "weiße Sport" ist seit 1992 im Programm.[mehr]
SPORTARTEN 
Helene Raynsford aus Großbritannien © Xinhua Fotograf: Wang Yebiao

Rudern bei den Paralympics

Premiere bei den Paralympics in Peking für das Rudern: Die Athleten treten in vier Bootsklassen und mit speziell an die Behinderungen angepasster Ausrüstung gegeneinander an.[mehr]
SPORTARTEN 
Der deutsche Schütze Kai-Uwe Liebehenz ist am 23.09.2004 bei den Paralympics in Athen im Wettbewerb mit der Freien Pistole in Aktion. In der Klasse SH1 starten Sportler mit leichten Behinderungen, die keine Aufklage für ihre Waffen benötigen. © (c) dpa - Sportreport

Schießen bei den Paralympics

Sportschießen erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Körperbeherrschung und Zeitgefühl. Seit 1976 ist das Schießen bei den Paralympics vertreten.[mehr]
SPORTARTEN 
Jubel bei Kirsten Bruhn © picture-alliance

Schwimmen bei den Paralympics

Der Schwimmsport gilt als eine der ältesteten Disziplinen des Behindertensports und hat seine Ursprünge in der Physiotherapie und Rehabilitation.[mehr]
SPORTARTEN 
Jens Kroker, Siegmund Mainka und Robert Prem © Picture Alliance Fotograf: Osports

Segeln bei den Paralympics

Gesegelt wird nur auf Kielbooten. Dafür stehen die paralympischen Segelwettbewerbe allen Athleten mit einer körperlichen Behinderung offen.[mehr]
SPORTARTEN 
Szene beim Sitzvolleyballspiel zwischen Iran (vorne) und Ägypten. © AP Photo Fotograf: Alexander F. Yuan

Sitzvolleyball bei den Paralympics

Beim Sitzvolleyball sind vor allem Teamgeist, Strategieverständnis und körperliches Ausdauervermögen gefragt. Die Sportart ist seit 1980 Bestandteil des paralympischen Programms.[mehr]
SPORTARTEN 
Der querschnittsgelähmte deutsche Behindertensportler Dietmar Kober von der RSV Bayreuth, aufgenommen am 27.09.2004 bei den Paralympics in Athen während seiner Tischtennis-Partie gegen den Chinesen Jie Zhang. © (c) dpa - Sportreport

Tischtennis bei den Paralympics

Tischtennis gilt als eine der schnellsten und spannendsten Sportarten bei den Paralympics. Nach Geschlechtern getrennt, treten die Athleten in zehn Wettkampfklassen gegeneinander an.[mehr]

"Ich bin wieder gleich" - Selbstvertrauen durch Sport


Hintergrund

"Ich bin wieder gleich" - Selbstvertrauen durch Sport

Vom Mirjam Bach, NDR Fernsehen
Diplom-Sportlehrerin Steffi Nerius im Training mit Behinderten-Weltmeisterin Vanessa Low © picture alliance / dpa Fotograf: Horst Ossinger
Diplom-Sportlehrerin Steffi Nerius (r.) im Training mit Behinderten-Weltmeisterin Vanessa Low.
"3, 2, 1 - ab!" Das Kommando von Trainerin Steffi Nerius erfüllt die Halle. Vanessa Low sprintet los. Und noch eine Runde. Der blonde Pferdeschwanz wippt, ihre Prothesen schwingen nach vorne, die Federn schnaufen. Vanessa auch. Erschöpft lehnt die Weitspringerin schließlich an der Wand: "Diese Schinderei. Das ist die Kehrseite der Medaille." Aber Nerius, selbst Speerwurfweltmeisterin, kennt keine Gnade mit ihren Schützlingen in der Behindertensport-Abteilung von Bayer Leverkusen: "Die sollen an ihre Grenzen gehen. Das ist gut fürs Selbstvertrauen. Ohne den Sport wären die meisten hier nichts."

Keine einfache Formel

Selbstvertrauen durch Sport - eine scheinbar einfache Formel: "Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Sport gerade für Menschen mit Behinderung das Selbstkonzept positiv beeinflusst", erklärt Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung. Sport stärkt also das Selbstvertrauen. So steht es auch im Handbuch Breitensport des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Doch ganz so einfach ist es nicht.

Für das richtige Sportangebot entscheiden

Jubel bei Kirsten Bruhn © dpa
Die beste Handicap-Schwimmerin der Welt: Kirsten Bruhn aus Neumünster.
Kirsten Bruhn bereitet sich in Neumünster auf die Paralympics in London vor. Für die beste Handicap-Schwimmerin der Welt werden es die dritten Spiele sein. Doch danach sah es lange Zeit nicht aus. 1991 ein Motorradunfall, die Diagnose: Querschnittslähmung. "Ich steckte in mir fest, habe keinen Sinn mehr gesehen." Es vergehen zehn lange Jahre, bis sie zum ersten Mal bei einem Schwimmwettkampf an den Start rollt. "Ich wollte mich damals nicht als Behinderte auf einem Wettkampf präsentieren. 'Dann ist mein Leben vorbei', habe ich gedacht. Ich war zu stolz dazu." Besonders für Unfallopfer ist eine behutsame Heranführung an den Sport wichtig. "Erwachsene, die nach einem Unfall behindert sind und dann behinderte Leistungssportler sehen, sind oft abgeschreckt, weil sie denken, dass sie das nie hinkriegen. Viele treiben erst mal gar keinen Sport", sagt Anneken. Selbstvertrauen gewinnt nur der, der sich für das richtige Sportangebot entscheidet.

Schaffen, was niemand für möglich hält

Low wurde 2006 von einem Zug erfasst, beide Beine mussten amputiert werden. Zwei Monate lang lag die damals 15-Jährige im Koma. "Alle haben mir zu Sitzvolleyball geraten. Aber ich wollte unbedingt zur Leichtathletik." Sechs Jahre später ist Low die einzige doppeloberschenkelamputierte Leichtathletin in der Weltspitze. "Mir gibt es Selbstvertrauen, dass ich etwas geschafft habe, was mir keiner zugetraut hat." Auch für Bruhn hat sich der Sprung ins kalte Wasser gelohnt. Durch die Wettkämpfe hat die 42-Jährige wieder zu sich gefunden. "Im Wasser kann ich alles. Ich bin wieder gleich. Das gibt Selbstvertrauen ohne Ende."

Häufig fehlen Angebote

Der DBS weiß um die positive Wirkung. 580.000 Behindertensportler trainieren in knapp 6.000 Vereinen. Dennoch fehlt es an flächendeckenden Angeboten - vor allem in ländlichen Gegenden. "Das ist ein großes Problem", sagt Anneken. "So wird Menschen mit Behinderung die Möglichkeit genommen, sich durch Sport Selbstvertrauen zu holen." Low zum Beispiel ist für bessere Trainingsbedingungen aus Ratzeburg (Schleswig-Holstein) nach Leverkusen gewechselt. Durch das Training hat sie Vertrauen zu ihren Prothesen gefasst: "Ich kann wieder auf meinen eigenen Beinen stehen - mit den anderen auf Augenhöhe." Nach der Trainingseinheit schnallt Low ihre Prothesen ab. Sie, die eben noch durch die Halle gewirbelt ist, sitzt ausgepowert auf den beiden Stümpfen, die von ihren Beinen übrig sind. "Hier in der Halle ist das kein Problem. Aber wenn Menschen mich nicht kennen, diese Blicke, da schäme ich mich." Der Sport kann eben nicht über alles hinweg helfen.
Stand: 22.08.2012 16:14 (sportschau)

Das Paralympics-Lexikon


Hintergrund

Das Paralympics-Lexikon

Amputation
Als Amputation bezeichnet man allgemein die Abtrennung eines Körperteils. Amputierte Sportler tragen häufig Prothesen. 
DBS
Deutscher Behindertensport-Verband e.V.Der DBS ist der deutsche Dachverband für Sport von Menschen mit Behinderungen. Gegründet wurde er am 4. Juli 1951 auf Beschluss des Bundesministeriums. Er hat seinen Sitz in Duisburg.
DOSB
Deutscher Olympischer Sportbund
Hervorgegangen aus der Zusammenführung des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland und dem Deutschen Sportbund. Interessenvertretung der olympischen Sportarten in Deutschland. Den Regeln des IOC entsprechend ist der DOSB eine unabhängige und selbstständige Organisation innerhalb der Selbstverwaltung des deutschen Sports. 
Dysmelie
Eine Dysmelie ist eine angeborene Fehlbildung eines oder mehrerer Gliedmaßen. 
Cerebralparese
Cerebralparetiker haben einen unnormalen Bewegungsablauf. Störungen sind die Folge einer Hirnschädigung, die während der Entwicklung des Gehirns entstanden ist. In solchen Fällen ist die Muskelkraft normal, allerdings ist das Zusammenspiel der Muskeln bei den Bewegungen gestört. Die Bewegungen können schlecht dosiert werden und sind abgehackt, sehr langsam oder steif. Man spricht auch von einer spastischen Lähmung bzw. Bewegungsstörung. 
Hemiparese / Hemiplegie
Eine Hemiplegie ist die komplette Lähmung einer Körperseite. Der Begriff wird auch für Organe außerhalb des Bewegungssystems verwendet. Im Unterschied dazu bezeichnet "Hemiparese" die unvollständige Halbseitenlähmung. Beide Behinderungen treten bei einer Schädigung der gegenüberliegenden Hirnhälfte auf.
IOC
Das Internationale Olympische Komitee ist eine nichtstaatliche Organisation, deren Zweck die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele ist. 
IPC
Internationaler Paralympischer VerbandDer IPC ist ein Zusammenschluss von internationalen Behindertensport-Verbänden und nationalen Organisationen. Er wurde am 22. September 1989 in Düsseldorf gegründet und hat seinen offiziellen Sitz in Bonn. Mehr als 160 nationale Verbände sind Mitglied im IPC.
Klassifizierung
Klassifizierung nennt man das Zusammenfassen von Athleten zu Klassen. EineKlassifizierung im Behindertensport ist notwendig, um sicherzustellen, dass sich die Athleten gerecht miteinander vergleichen. 
Muskeldystrophie
Muskeldystrophien sind erblich bedingte Muskelerkrankungen, die aufgrund eines fortschreitenden Schwundes des Muskelgewebes zu einer zunehmenden, bestimmte Körperregionen bevorzugende, meist symmetrisch ausgebildeten Muskelschwäche führen. 
NPC
Nationales Paralympisches Komitee
Das NPC vertritt die Belange und Interessen der paralympischen Sportarten eines Landes im IPC. In Deutschland nimmt der Deutsche Behindertensportverband diese Aufgabe wahr.
Paralympisches Jugendlager
Internationales, integratives Jugendcamp am Rande der Paralympischen Spiele, um Nachwuchssportlern die paralympische Idee näherzubringen. 
Paraplegie
Totale Lähmung der unteren oder oberen Extremitäten. 
Prothese
Eine Prothese bezeichnet in der Medizin den Ersatz von Gliedmaßen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte. Befindet sich die Prothese außerhalb des Körpers, spricht man von einer Exoprothese (wie z.B. bei künstlichen Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothesen). Durch die Qualität moderner Prothesen werden diese heute zum Teil sogar als Vorteil für Behinderte gegenüber Athleten ohne Prothesen angesehen. 
Quadriplegie
Querschnittslähmung (alle vier Extremitäten). Siehe Tetraplegie. 
Rehabilitation
Umfasst alle ärztlichen, sozialpädagogischen, psychologischen und sozialrechtlichen Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Menschen mit Behinderung wieder in die Lage zu versetzen, sich geistig, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu behaupten. Eine dieser Maßnahmen ist der Sport. 
Skoliose
Dauerhafte seitliche Krümmung der Körperachse durch Seitverbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Rotation der Wirbel. 
Startklassen
In den verschiedenen Sportarten werden die unterschiedlichen Behinderungen in Startklassen zusammengefasst (siehe Klassifizierung), um eine gerechte Bewertung und Vergleichbarkeit zu schaffen. 
Tetraplegie
Vollständige Lähmung aller vier Extremitäten. 
Tibiahypoplasie
Meist erbliche Entwicklungshemmung.
(sportschau)