Die große Reise

2 Titangelenke in 10 Wochen ...

Die große Reise beginnt...erneut..


Diesesmal mache ich es besser...

Ich habe ein großes Ziel!

Ihr habt die Chance mich zu begleiten!


Donnerstag, 19. Januar 2012

Tag 3 nach OP...der Weg der Krankheit.. - 19.01.2012

Heute nacht mal durchgeschlafen...


...von 1 bis 6 Uhr...Visite und Frühstück schon hinter mir...hatte keinen Hunger, obwohl Brötchen wirklich sehr lecker sind..kein Hunger hilft beim Abnehmen ganz gut! 


Ich habe ein Zwicken in der rechten Hüfte wahrgenommen...die ist auch bald fällig! 


Ich habe diesbezüglich mit meinem Operateur schon gesprochen! Werden wir schnellstmöglich nach der Reha angehen. Heute war bei der Visite der Chearzt Dr. Jung bei mir. Dem habe ich von meinen Plänen berichtet, er war überrascht von der zielstrebigen Planung. Meine linke Seite immer noch schmerzfrei-alles wunderbar. Ich war heute wieder alleine mit Gehilfe unterwegs in Bad. Klappt alles ganz gut soweit. Heute Mittag kommt wieder der Physiotherapeut Pascal, da bin ich schon ganz gespannt. Wieder gemeinsam laufen und morgen gehts ans Treppensteigen. Jeden Tag einen Schritt weiter auf dem Weg zum Ziel - zwar Babyschritte - aber damit lernen auch Babys laufen. 


Ich werde in dem Blog nun auch einige fachspezifische Themen bearbeiten, um eine Übersicht zum Thema Arthrose und dem Umgang mit der  Krankheit bis hin zu den Operationsmethoden zu geben. 


Alles natürlich irgendwo aus meiner Sicht und Wahrnehmung als Betroffener, als Patient sowie mittlererweile Operierten und dem dazugehörenden Werdegang und Entwicklungsprozess. Ich werde all mein Wissen, meine Erfahrungen und Recherchen zu dem Thema berücksichtigen und hoffe Euch da draußen, vielleicht auch Betroffene oder erst mal nur Interessierte, weiter zu helfen. 


Leider sind sehr viele Menschen betroffen, von dem Thema Arthrose. 


Oft merkt man gar nicht, dass man ein bereits Betroffener ist. Erst zwickt und zwackt es mal nur im Hüftbereich, was wir Triathleten, Marathonläufer oder sonstige engagierten Sportler, erst mal ab tun mit zu viel Training, geht schon wieder weg oder gar verdrängen, weil es immer weiter gehen muss,  weil wir unserer süßen Sucht weiter verfallen sein wollen, weil Sport doch so gesund ist, weil es uns sowieso nicht trifft, weil wir einfach fit sind, weil es wahrscheinlich nur eine klitzekleine Verletzung ist, die bald wieder ausgestanden ist, weil wir an das Gute glauben, positiv denken und uns die Endorphine doch so glücklich machen, weil Arthrose nur was für Übergewichtige ist und wir Sportler ja gut trainiert sind, weil....weil...


Schlimm ist dabei nur, dass sich die Krankheit ganz still und heimlich einschleicht. Ohne große Vorankündigung...erst tut es nur sehr selten mal etwas weh. Der Schmerz ist so gering, dass wir ihm keine große Bedeutung beimessen. Aber doch insoweit wahrnehmbar, das man sich im Nachhinein, wenn nichts mehr geht wie bei mir, an die einzelnen Situationen und Momente  errinnern kann, wo es mal gezwickt hat. 


Dies vermeintlich kleine Zwicken war bereits der Anfang von einem langen Krankheits- und Leidensweg.


Es ist sehr gut so, positiv zu denken in Momenten, wo wir die ersten Symptome entdecken, aber keine große Bedeutung beimessen. Das habe ich auch so gemacht. Immer weiter...immer weiter. 


Mir kann keiner was anhaben. Und dann kam der Tag X, wo nix mehr ging. Der kam natürlich nicht von heute auf morgen...dieser verflixte Tag, aber er kam...das Zwicken kam häufiger - nach langen Läufen, nach intensivem Tischtennistraining - aber es ging glücklicherweise wieder weg. 


Aber es kam wieder und wieder, manchmal blieb es auch länger, die Beweglichkeit der Hüfte wurde mehr und mehr eingeschränkt. Und die Schmerzempfindungen wurden langsam deutlicher. Man fing an mit Schmerzmitteln die Wahrnehmung wieder ins rechte Licht zu rücken - ich habe doch gar keine Schmerzen, oder...man kann weitermachen. 


Man macht weiter...doch der Prozess des Einschleichens und des Fortschreitens der Arthrose macht auch weiter...leider.


Ich habe mich im Nachhinein immer gefragt, wann der Moment war, die Situation,  wo es dann so rasend schnell vorwärts ging, dass ich dann da angekommen bin, dass ich letztendlich operiert werden musste. 


Wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht, dass es soweit gekommen ist? Wo habe ich mich falsch verhalten? 
War der viele Sport der Auslöser der Krankheit oder hat er es sogar hinaus gezögert, wäre das Endstadium früher erreicht worden ohne Bewegung? 


Fragen über Fragen...doch man findet keine befriedigende Antwort...


...selbst alle Ärzte konnten mir darauf keine Antwort geben - was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?


Bei mir gibt es einen Punkt in meiner Gesundheitsbiographie, der alles entscheidend ist - Hüftdysplasie. Von Geburt an, nur ich wusste nichts davon...


Dazu werde ich einen separaten Post schreiben!


Also schön weiter lesen...und nicht aufgeben...

Mittwoch, 18. Januar 2012

Tag 2... nach der OP - 18.01.2012

Hallo erstmal...


...heute war ein ereignisreicher Tag...Drainagen gezogen. Röntgenaufnahmen gemacht, das erste Bild vom eigenen Titangelenk (HIGHLIGHT). 


Blut abgenommen. Die restlichen Zugänge gezogen
bis auf den kleinen Zugang Handrücken. Dabei kam es zu einem kleinen Zwischenfall auf der Toilette. Der eine Zugang fing an zu bluten, Krankenpfleger nicht da...Oberschenkel und Arm voll geblutet...danach leicht Kreislaufprobleme, das wars auch schon. 



Und jetzt das wichtigste überhaupt...das erste mal gelaufen..mit einer Gehilfe, aber immerhin...Hüfte beweglich und keine Schmerzen. 


Unglaublich...morgen gehts weiter...komme mit dem Physiotherapeuten gut klar...so kann weitergehen. 


Und noch was...die Rehamaßnahme findet in Bad Nauheim, Kaiserberklinik, statt! 


Ab 30.01.2012! Das wird alles noch spannend... 


CU Stephan Frank

Dienstag, 17. Januar 2012

Die Geburt des Mr. Titan - 17.01.2012

Die Geburt des Mr. Titan




So entstehen Helden...


...wenn man den Kampf mit sich selber gewinnt...lange Zeit habe ich mein Schicksal nicht angenommen. Immer wieder konnte ich es mental nicht verkraften diese OP machen zu lassen. Nicht wegen Angst vor der OP als solche, sondern wegen der Engültigkeit. 


Immer wieder habe ich versucht jeden noch so raren guten Moment als Anlass dazu zu nehmen, mir vorzustellen, wie gut doch alles ohne OP werden könnte. 


Auf der anderen Seite haben mir meine Gedanken immer wieder einen Streich gespielt im Umgang mit den täglichen Schmerzen. 


Auf der einen Seite stand der Triathlet, Marathonläufer und Grenzgänger -  der die Kontrolle über seinen Körper hat und dessen Wille alles steuert, auch über die Schmerzgrenzen hinaus - der jahrelang getönt hat, die Schmerzen sind meine Freunde - und jetzt aber gar nicht damit umgehen kann, wo sie mich tagtäglich besucht haben, rund um die Uhr  - auf der anderen Seite stand der Kranke, der sich vor sich selbst versteckt hat, der durch die Schmerzen immer weniger Bewegung in seinem Leben zugelassen hat. 


Ein innerer Kampf, den niemand gewinnen konnte. 


Erst jetzt nachdem ich mich innerlich dazu entschlossen hatte, die Operation durchführen zu lassen - immerhin ging es um eine Amputation eins kranken defekten Gelenks - habe ich erkannt nur so eine Chance auf ein neues Leben zu bekommen. 


Ich bin echt richtig stolz auf mich, auch wenn die Entscheidung mir noch so schwer gefallen ist. 


Ich weiß auch dass viele Menschen Probleme haben, sei es gesundheitlicher oder sonstiger Natur, nur wir Sportler und Triathleten besonders neigen dazu durch die Grenzgänge, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. 


Das in sich hinein hören, Signale des Körpers emofangen und deuten, das ist es was ich selbst durch den Sport gelernt habe. 


Und hier war ich jetzt seit langer Zeit an einem Punkt, der mich hat schier verzweifeln lassen, Stillstand war eingetreten, im wahrsten Sinne des Wortes, Stillstand bedeutet Tod, das war mein Credo und trotz alles Wissens war es mir nicht gelungen mit dem Krankheitsbild Arthrose umzugehen. 


Ich stocherte im Dunkel nach jedem Grashalm, doch oft blieb nur der Weg zum Schmerzmittel. Der Griff zu Schmerztabletten vernebelte aber zusätzlich die Wahrnehmug. Es ging nicht mit, aber auch nicht ohne sie. 


Wir wissen alle dass wir erst dann handeln, wenn nix mehr geht. So was das bei mir letztlich auch, jeder Schritt ein Treffer. Ich musste mich entscheiden, weiter Schmerzen mit eigenem Gelenk oder keine Schmerzen mit eigenem Titangelenk. Und so wurde aus mir Mr. Titan. 


Entschieden am Freitag, den 13. und am 16.01.2012 in die Tat umgesetzt. 
Konservatives Titan-Gelenk mit langem Schaft aus folgenden Bestandteilen: Titanschaft, Titanpfanne, Gleitpaarung-Keramikkopf, Polyethylen-Inlay.


Ich bin froh, dass ich mich gegen 2 Orthopäden durchsetzen konnte, die bei mir die McMinn-Methode anwenden wollten. Bei der McMinn-Methode wird der Gelenkkopf mit einem Metallkopf überkront und die Gelenkpfanne wird durch eine Metallpfanne ersetzt. Hört sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht an, es wird quasi der eigene Gelenkkopf fast komplett erhalten, was bei einer späteren Operation den Vorteil hat, dass noch fast das ganz Körper eigene Gelenk vorhanden ist. Der große Nachteil ist aber der Metallabrieb, der durch die Kombination Metall/ Metall entsteht. Diese Metallionen führen laut Fachpresse und Expertenmeinung zu Entzündungen und allergischen Reaktionen bis hin zum Absterben des Oberschenkelhalses usw. , wodurch bedingt eine weitere Operation notwendig wird und dann doch eine TEP (Totalendoprothese) eingesetzt werden muss. Diese Tatsache und die fehlenden Erfahrungswerte, was die Dauerhaltbarkeit der McMinn-Prothese betrifft, haben mich dazu bewogen, eine konservative Prothese zu wählen, jedoch durch eine moderne, minimalinvasive, muskelschonende Operation eingesetzt. 


Genau das gibt es hier in Braunfels - konservativ und doch modern. Ich habe auch einige Ärzte und Kliniken aufgesucht, die z.B. bei der OP Muskeln durchtrennen müssen, was einer schnellen Genesung schon entgegen wirken kann.  Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass das OKB in Braunfels jährlich ca. 500 Hüftprotesen installiert, das heißt der Operateur verfügt über die notwendige Routine und man ist nicht das Versuchskaninchen von einer Klinik, die jährlich vielleicht nur 50 OP's durchführt. Des weiteren bleibt der Patient im OKB bis zum Ziehen der Fäden stationär. Das habe ich auch anders kennen gelernt. Es gibt Kliniken, wo man bereits nach einer Woche entlassen wird, die Fäden werden dann in der Reha gezogen. Hört sich erst mal gut an für jeden, der eh keine große Lust auf Krankenhäuser hat, der Heilungsprozess selber nimmt deswegen trotzdem nicht weniger Zeit in Anspruch. Wenn es zu Komplikationen kommen sollte ist man hier zumindest noch stationär und die Klinik übernimmt auch ganz klar die Haftung und zieht die Fäden erst, wenn die Operationswunde auch geschlossen ist. Auch dies ein Punkt der Verlässlichkeit und des Vertrauens finde ich! Last but not least entscheidet bei so einer komplexen Operation ganz einfach das Vertrauen in die Kompetenz des Operateurs. Die erste Kontaktaufnahme über Herrn Dr. Kobler im persönlichen Beratungsgespräch wie auch ein besuchter Infoabend, wo Herr Dr. Kobler zusammen mit Herrn Dr. Rosen von der Anästhesie haben mich überzeugt. Mein Operateur Oberarzt Brade hat ebenso sehr kompetent seinen Job erledigt, was ich aus jetziger Sicht sagen kann. Die Schwestern und Pfleger, insbesondere Nachtschwester Kerstin, die uns heute Nacht auf der Wachstation betreut hat, haben bis dato einen positiven Eindruck hinterlassen. Gerade vor kurzem durfte ich meinen Physiotherapeuten Pascal kennen lernen - ein junger Mann - 
ich denke wir kommen gut miteinander aus.


Also erst mal alles richtig gemacht bis hier...ich halte euch auf dem Laufenden...


CU Stephan Frank

12 Uhr mittags - High noon 17.01.2012

Keine Schießduelle wie im gleichnamigen Western...nur Mittagsessenszeit...Reis mit Karotten und Brokkoli, dazu eine helle Sauce mit Ananas und ein Stück Hähnchenbrust...ganz Okt würde ich mal sagen. Ist ja auch immer ein wenig Glücksspiel wie so ein Krankenhausessen schmeckt. Zumal man nur wählen kann zwischen Vollkost, Leichtkost und  vegetarisch. Heute fiel meine Wahl auf Leichtkost, den Rest der Woche habe ich vegetarisch gewählt...ich lass mich mal überraschen. Die Wahl musste bereits am Freitag, den 13. bei der Aufnahme getroffen werden. Das Frühstück heute war nach 38 Stunden ohne Essen eine Sensation. 2 Roggenbrötchen, fettarme Magarine, 1 Scheibe Käse und Nutoka (ähnlich Nutella] - obwohl ich gar keinen Hunger hatte-ehrlich-habe ich dann doch zugeschlagen-wollte meinen durch die OP geschwächten Körper einfach mal ne Freude machen, wobei mein Ziel unter 100 kg zu kommen bis 01.07.diesen Jahres steht...und da habe ich echt mal eine Herausforderung. 
Also weiter alles im grünen Bereich...


CU SOON STEPHAN FRANK,
AB HEUTE MR. TITAN!!!  (AUS DEM MATERIAL BESTEHT MEINE NEUE HÜFTE)

The day after...Tag 1 nach der OP!!! - 17.01.2012

Hallo erstmal...


...Tag 1 nach der OP...es geht mir gut, soweit ich das beurteilen kann.


Ich habe eine schmerzfreie Nacht hinter mir und einen netten älteren Kollegen auf der Aufwachstation kennen gelernt. Klaus ist ein Pfundskerl, wir haben uns die Zeit echt gut vertrieben mit reden, reden, reden...Er ist 71, was man ihm absolut nicht anmerkt. Mental bald 20 Jahre jünger.  Unsere Gespräche waren so intensiv, dass uns die super nette Nachtschwester Kerstin (Riesenkompliment..so fühlt man sich absolut gut versorgt, hat regelmäßig nach uns geschaut...Eine super liebe Frau...Danke hier und jetzt an Sie) ein paar mal ermahnen musste. Und wie es ausschaut sehen wir uns auch in der anschließenden Reha in Bad Nauheim. Nicht die Schwester, den Klaus natürlich...keine Schmerzen nach der OP...unglaublich...aber wahr...so jetzt gibts erst mal Essen...bis gleich...


CU Stephan Frank

Montag, 16. Januar 2012

Die Stunde 0 - 16.01.2012 - Kurz vor der OP

Jetzt gehts wirklich bald los. Nach einer unentspannten Nacht auf einer ca. 12 cm Matratze mit vielleicht 3 Stunden Schlaf insgesamt, war ich um 6 Uhr wach. Die Klinik erwachte aus ihrem Schlaf und die üblichen Geräusche begleiteten mich bis 6.15 Uhr die Schwester in mein Zimmer kam und mir mitteilte, dass ich nach nebenan verschwinden soll, um zu duschen. Mittlererweile war die Schwester der Wachstation da und hat meinen linken Oberschenkel rasiert, rechts einen Trombosestrumpf verabreicht und ein wenig Smalltalk gehalten. Inzwischen war ein Arzt hier, der die zu operierende Seite mit einem Stift markiert und ein Armbändchen mit Namen und Geburtsdatum an das linke Handgelenk angebracht hat. Mein Operateur war auch inzwischen da. Oberarzt Dr. Brade, ganz nett auf den ersten Blick, Freitag beim Aufnahmegespräch war er noch im Op, deshalb jetzt erst der Erstkontakt.
Hat sich meine steife Hüfte nochmal angeschaut...es kann nur besser werden. Wann bin ich dran? Nach der Bandscheibe laut Schwester Sabine von der Wachstation, laut Plan und Dr. Brade sobtegen 11.30 Uhr. Ich habe also noch ein wenig Schonfrist...was soll schreib ich noch etwas an meinem Blog.
Für jetzt erst mal Schluss, bis später.
Es bleibt spannend, bleiben Sie dran.


CU Stephan Frank

Die letzte Nacht...ich bin dann mal weg.. - 16.01.2012

In einigen Stunden liege ich auf dem Op-Tisch...ich liege auf meinem Bett und so langsam werde ich müde...bin total entspannt...ja ehrlich...


...habe es angenommen, mein Schicksal...also...gehen wirs an...


...die Reise beginnt erneut...mit neuem Hüftgelenk...erst mal links..und dann...wir werden sehen...


Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche...melde mich wieder am Dienstag...nach der Op muss ich leider 1 Nacht auf der Wachstation übernachten...und am Dienstag bin ich wieder da..


Gutes Nächtle ihr da draußen...heute ist nicht aller Tage, ich komm wieder keine Frage...

CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!

Sonntag, 15. Januar 2012

Samstag, 14. Januar 2012

Der Countdown läuft ...Es gibt kein zurück mehr... - 14.01.012

In 36 Stunden bin ich operiert...


Mein Kopf sucht noch nach einem Ausweg...es gibt aber keinen...


Feigheit, Dummheit oder immer noch "niemals aufgeben!"-im Alleingang...


Jetzt kommt die gute Nachricht! Ich ziehe das durch! Komme was wolle...jetzt hat es mich gepackt!

Freitag, 13. Januar 2012

Ich bin dann mal weg!!! - 13.01.2012

Der Weg ist das Ziel...auf dem Weg der Besserung...von der Erkrankung über die OP bis hin zur Rehabilitation ...und alles wird wieder gut...


Einchecken im OKB in Braunfels...YES, ich habe es getan!


OP am 16.01.2012!!!



Unverhofft kommt oft...oder es wird ernst!!! - 13.01.2012

Hallo da draußen!


Es ist soweit...plötzlich und unerwartet kam es...der Anruf aus der Klinik...es ist jemand ausgefallen und ich kann Montag operiert werden!!! Montag, quasi in 72 Stunden. Heute noch muss ich ins OKB fahren und die vorbereitenden Gespräche führen...heute, also quasi jetzt gleich los...


http://www.okb-online.de


Keine lange Zeit darüber nachzudenken, wobei ich habe schon viel zu lange nachgedacht...

So urplötzlich kam es ja eigentlich auch nicht, ich habe in dieser Woche mit Frau Neu aus der Klinik telefoniert, Sie macht die Disposition der OP-Termine-im Grunde habe ich selbst dafür gesorgt, dass Sie mich zuerst angerufen hat, beim Thema Einspringen für jemanden, der abgesagt hat.

OP am Montag...heute die Gespräche und Voruntersuchungen...Sonntag Abend einrücken und Montag früh OP!!!

Endlich...ich freue mich nicht wirklich, aber irgendwie doch...vielleicht ein positives Signal...dass ich 4 Wochen früher wieder fit bin, mein geplanter OP-Termin war der 13.02.2012.

Habe das gerade mal durchgerechnet...ich könnte quasi, selbst, wenn die 2. Seite operiert wird bis Juni wieder komplett fit sein...das ist doch mal eine sehr positive Aussicht!!!

So jetzt muss ich aber langsam los...

Melde mich nochmal vor der OP!!!

CU Stephan Frank





Sonntag, 8. Januar 2012

Die Welt retten... - 08.01.2012

Warum bin ich da...ich dachte lange Zeit, um die Welt zu retten...doch die Welt brauch mich gar nicht...zumindest nicht dazu, um sie zu retten...


...sie ist so gemacht, dass sie von ganz alleine weiter existiert, ganz ohne Retter...warum habe ich das überhaupt gedacht...dass ich überall gebraucht werde...merkwürdig...fast suspekt...irreal...es war wohl der Entwicklungsprozess, den ich durchlebt habe...


Und jetzt mit etwas Distanz...habe ich viele Dinge viel zu wichtig genommen...mich wahrscheinlich auch...


Erkenntnis ist der erste Schritt in die richtige Richtung!  Cooler werden, loslassen, das muss die Devise sein...lernen los zu lassen, wobei immer wenn ich das mal in meinem Leben getan habe, ist einiges schief gelaufen...


Aber man sich mal durchsetzen...also das Ziel heißt: ich werde loslassen!!!


Werde berichten...was passiert...


CU
Stephan Frank-Niemals aufgeben!

2012 - Nicht der Film - 08.01.2012

...obwohl...er läuft gerade im Hintergrund... 


Ich frage mich jeden Tag...warum ich...wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht...dass ich hier gelandet bin...dass ich da angekommen bin, wo ich nie hinwollte...


...man verfällt zu schnell in Selbstmitleid...aber trotz aller Gedanken und Überlegungen findet man keine Lösung für seine Suche...weil es wahrscheinlich keinen einzigen Moment gibt, der entscheidend ist für den Status Quo, sondern eine ganze Reihe unglücklicher Umstände...ein schleichender Prozess, der im Hintergrund läuft, wenn man glaubt auf der sicheren Seite zu sein...vielleicht weil ich mich so stark und unverwundbar gefühlt habe...vielleicht ist das wieder einmal eine Prüfung für mich in meinem Leben...obwohl ich schon so viele hatte... 


Mein Op-Termin rückt näher...aber es macht mich auch nicht wirklich glücklich...man muss um dauerhaft den Schmerzen zu entgehen ein Opfer bringen...in Form des Hüftgelenks...ich durchdenke die aktuelle Situation Tag für Tag...ich gehe jede Alternative zur Op durch...doch der Gedanke erstickt wie im Keim...da ich im Unterbewusstsein verinnerlicht habe, dass ich der Op nicht entrinnen kann... so eine Situation, die Kontrolle über seine Gesundheit zu verlieren, über seinen Körper ist das eigentliche Drama...


...die ganzen Jahre hat mein positives Denken, mein Glaube an das Gute, mein Glaube an mich Berge versetzt!!! 


Und jetzt wird mein Wille gebrochen, vom eigenen Körper...ich weiß es geht vielen Menschen da draußen noch viel viel schlechter als mir...das versuche ich mir auch jeden Tag vor Augen zu führen...ich habe auch versucht, mein Schicksal anzunehmen...mich anzufreunden mit den Schmerzen...aber irgendwas in mir kann das alles nicht akzeptieren...aber ebenso kann irgendwas in mir nach wie vor die Op nicht akzeptieren...


...ich komme mir vor als würde ich mich im Kreis drehen...ein Teufelskreislauf... 


Ich musste mir den Frust mal von der Seele schreiben...man ist irgendwie verdammt einsam, wenn man nicht mehr soviel rausgeht...rausgehen kann...es erwarten mich ein Jahr der absoluten Veränderung...nichts wird mehr so sein wie es je war...überhaupt kommt mir mancher Tag so irreal vor...als wäre ich im falschen Film... 


Ich habe in einem Buch zum Thema Psyche und Zusammenhang mit Krankheiten über das Krankheitsbild Arthrose gelesen, dass es wohl etwas damit zu tun hat, dass man sich auf was versteift hat in den letzten Jahren, dadurch versteifen sich auch die Gelenke...vielleicht etwas weit hergeholt, aber ein Fünkchen Wahrheit könnte schon dran sein...wer will sich schon freiwillig von vielen Dingen seines Lebens, seines Alltags trennen...oft brauchen wir ja einen Anlass, um was zu ändern...ein Grund ist Freude und ein anderer Schmerz...das trifft es bei mir wohl ganz gut...wobei mein Kopf, dann schon wieder den Fall X durchspielt, ändere dein Leben, dann ändert sich auch dein Krankheitsbild und Empfinden...da ist was dran...aber würde es ausreichen, mit der Arthrose weiter zu leben ohne Op...ich denke nein... 


Ich verstehe momentan die Welt nicht wie früher...alles hat sich geändert...sicher auch nur meine Wahrnehmung der Welt...aber die Welt hat sich auch verändert...es lassen sich viele Dinge nicht logisch erklären...


...ich habe das Gefühl, je älter ich werde, um so weniger weiß ich vom Leben...vielleicht liegt darin ja der Sinn des Lebens...zu erkennen, dass es nichts zu begreifen gibt...


...ich habe vorher immer versucht alles zu verstehen, mir zu erklären...aktuell gelingt mir das immer weniger... 


Es bleibt also weiter spannend...und ich werde nicht aufgeben...obwohl mir manchmal danach wäre... 


Ich wünsche Euch da draußen viele positive Gedanken, viel positive Energie für das Jahr 2012...möge der Ausdauergott mit euch sein... CU soon...


Stephan Frank-Niemals aufgeben!

Montag, 2. Januar 2012

2012 - Ein neues Jahr - Ein Neubeginn!? - 02.01.2012

Wieder ist ein Jahr vorbei...die Zeit verfliegt...Sie zieht an uns vorbei, so schnell, so gnadenlos und wir Menschen haben oft nicht die Geduld, inne zu halten,   einen Moment - zu geniessen wie gut es uns doch geht. Auch ertappe mich dabei immer unzufriedener zu werden, mit mir selbst, aber auch mit dem Leben allgemein. 


Ich habe in den letzten Jahren meine innere Mitte verloren...mein Zentrum aller Energie und spiritueller Kraft fand ich durch den Ausdauersport. 


Ich war allem gewachsen, egal was passiert, ich war gewappnet, wie einst Siegfried, der im Drachenblut badete, und auch wie Siegfried war wohl eine Stelle mein Schwachpunkt...

Sonntag, 11. Dezember 2011

Ein Lebenszeichen von einem Verschollenen - 11.12.2011

Ein Lebenszeichen von einem Verschollenen oder ich will mein Leben zurück!


Ja was soll ich sagen, es kommt immer anders als man denkt! 


Ich hatte in diesem Jahre einige Op-Termine für meine Hüfte, aber jeden habe ich gecancelt, zum einen weil ich immer an das Gute glaube, weil ich Hoffnung habe, dass es besser wird. 


Leider hat der Leidensweg kein Ende genommen und egal wie stark mein Wille auch ist, hier muss er sich einem körperlichen Gebrechen geschlagen geben. 


Auch mein Lebensmotto muss ich hier neu definieren. Vor Jahren als aktiver Triathlet und Marathonläufer und -schwimmer war mein Spruch immer "die Schmerzen sind meine Freunde!" Aus der Sicht von heute muss ich sagen, dass ich die Geister wohl selber gerufen habe. Durch meinen exzessiven Lebenswandel, sehr viel Extremsport, immer süchtig auf der Suche nach mir Selbst und meinen Grenzen, meiner Bestimmung hier auf Erden. nach einigen Jahren des Extremsports, wo ich körperlich auf dem Höhepunkt meines Lebens war und dadurch bedingt auch mental. 


Eine starke Psyche braucht auch eine starke Physis. 


Ich merke momentan, dass ich mental noch der alte bin, mir viele Gedanken durch den Kopf gehen, was Unternehmungen angeht in meinem Leben...leider scheitert das täglich an dem persönlichen Kampf mit den Schmerzen und der fehlenden Beweglichkeit, das heißt, Deutschland morgens um 10 Uhr hat der süße Stephan schon genug erlebt für den Tag, mein Schmerzlevel bzw. meine psychisches Level, was ich diesen Tag noch so ertragen kann liegt dann bereits bei 98 %. 


Jetzt darf nicht mehr viel passieren...aber der Tag verlangt mehr von mir...jeder einzelne Tag...ich verlange mehr von mir... 


Ich habe mich total zurückgezogen...bedingt durch Frust und Bewegungslosigkeit habe jedoch einen Erfolg verbucht in dem letzten Jahr 2011, ich habe 20 bis 25 kg zugenommen...eine tolle Erfolgsmeldung - ich gehöre leider zu den Menschen, die bei Frust fressen anstatt zu hungern. Schlecht und contraproduktiv für mich und meine Erkrankung. 


Ja damit habe ich jetzt wirklich Arthrose anerkannt, die ganze Zeit habe ich sie wohl nicht ernst genommen und gehofft, dass ich morgens aufwache und alles ist wie früher. Nur nichts kommt von nichts....wer sich nicht bewegt bewegt nichts, auch wenn die Bewegung jetzt sich erst mal in Richtung OP-Termin konzentriert. 


Ich gebe aber mein bestes weiterhin, habe mir einige MBT-Schuhe und Chung Shi-Schuhe gekauft, die meine Hüfte und die Knie, die auch mittlerweile weh tun, entlasten. Teilweise gelingt es auch, obwohl ich keinen Tag ohne meine Schmerzmittel klar komme. Heute muss ich zugeben, die Schmerzmittel sind meine Freunde, weil ich ohne sie den absolut reduzierten Alltag nicht mehr schaffe...1 Tag keine Diclo, bedeutet für mich am nächsten Tag noch mehr Schmerzen, bedingt durch die Entzündung im Körper, die durch den fehlenden Gelenkknorpel im Gelenk ausgelöst wird. So bleibt mir nichts anderes übrig als weiter Schmerzmittel zu nehmen ... bis zum OP-Termin. 


Dann muss Schluss sein. Diese Entwicklung finde ich sehr schlimm, zumal die Schmerzen durch die Schmerzmittel nicht wirklich weggehen, sie werden lediglich etwas abgeschwächt. Auf eine Skala von 1 bis 10 mit 10 als stärkstes Schmerzempfinden bewege ich mich täglich mit Tabletten auf 6-9, ohne Tabletten 8 bis 10, also nicht wirklich auszuhalten. 


Ich denke ich habe einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht in meinem Denken...denn ich nehme die Krankheit an...ich habe in einem Buch des Extremläufers Heukemes gelesen mann muss sich mit den Schmerzen bei seinen Grenzgängen anfreunden. Das habe ich früher auch so gemacht...bei meinen Grenzgängen...Ich habe es jetzt lange versucht... wenn ich zurückdenke, habe ich bereits seit 3 Jahren immer nur noch Tischtennis (Bezirksoberliga) mit Schmerzmitteleinwurf möglich gemacht (natürlich durch die fehlende Beweglichkeit und der Wirkungen der Schmerzmittel nicht immer erfolgreich). 


Ein Wahnsinn mit etwas Abstand zu seiner Vergangenheit... 


Der Fortschritt in meinem Denken ist, dass ich wieder so eine Aufbruchstimmung verspüre...aber dieses Mal mit OP. 


Ich werde beide Seiten meiner Hüfte operieren lassen und in einem halben Jahr wiederkommen!!! 


Ich bin noch so jung und habe noch viel vor...und ich werde es mir wieder mal beweisen müssen, dass ich es schaffen kann. Alles beginnt im Kopf... Ich habe mir vorgenommen mein altes Leben zurück zu erobern...mit Hilfe von Ärzten meines Vertrauens...ich werde wieder kommen..ich habe für Februar einen OP-Termin ausgemacht, den ich diesmal auch wahrnehmen werde. 


Für ein neues Leben... ich will also nicht mein altes leben zurück, ich will ein neues Leben...ohne Schmerzen, wo ich meine Lebensfreude wieder täglich umsetzen kann in positive Ergebnisse. das gelingt mir momentan sehr selten, meine ganze Lebensenergie wird tag täglich aufgebraucht von dem Kampf mit den Schmerzen. 


Ich komme wieder...versprochen...ich werde versuchen all meine Gedanken hier nieder zuschreiben...weil ich so viele davon habe und manche davon vielleicht auch andere motivieren können, was zu ändern...


...man hat jeden Tag die Chance dazu, man verschiebt es nur immer nach hinten, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist. 


Ach so...so nebenbei habe ich seit 3 Tagen nicht mehr genascht...ein kleiner Anfang...denn ich will bis zum OP-Termin in 8 Wochen 10 kg abgenommen haben...minimum. Blöd für die Vorweihnachtszeit mit Plätzchen und Gebäck...aber dringend notwendig... auch da werde ich berichten über meine Erfahrungen. 


Also ich bin schon mal wieder da, zumindest hier auf diesem Forum...würde mich freuen, wenn euch interessiert oder ihr den ein oder anderen Gedanken zu euren Gunsten nutzen könntet. 


In diesem Sinne eine wunderbare Vorweihnachtszeit für euch...und bis bald. 


Euer Stephan Frank Niemals aufgeben!

Samstag, 9. Juli 2011

Challenge Roth und Ironman - 09.07.2011

Es ist wieder mal soweit...die heiße Phase des Triathlon-Sommers wird eingeläutet. Morgen startet die Challenge Roth und in 2 Wochen der Ironman Germany in Frankfurt. Ich war gerade mal auf den Seiten...
ich bin angespannt, nervös und kribbelig, obwohl ich krankheitsbedingt nicht starten kann (mal abgesehen von der nicht vorhandenen Form, die ich aber jederzeit wiedererlangen kann)...
ich bin traurig, weil ich nicht starten kann, aber weiß, dass nichts unmöglich ist...
ich bin glücklich, vom Herzen ein Triathlet zu sein...wenn du einmal im Leben den Sinn des Ausdauersports erkannt und erfahren hast (mentale Stärke, körperliche Fitness), wenn dich der Spirit erwischt hat, den alle Triathleten spüren und der uns alle verbindet...
ich freue mich für Euch alle da draußen, die ihr morgen in die Fluten startet und einen wunderbaren Tag der Selbsterfahrung macht...
ich glaube an Euch...Ihr schafft das...Ins Ziel kommen, ankommen im Leben, darauf kommt es am...Ihr werden Höllenqualen erleiden, aber was ist das alles gegen das Gefühl des Ankommens, des Finishens...
...Erst mal im Ziel, wird Alles anders sein als je zuvor...ich kenne das Gefühl, es ist einfach unbeschreiblich...für den Newcomer wie für den Erfahrenen...es ist immer wieder eine Herausforderung, seine Grenzen zu überwinden...dem eigenen Schweinehund einfach davon zu schwimmen, zu fahren und zu laufen...
ich bin einer von Euch...auch wenn ich es momentan schaffe mich zu tarnen als etwas übergewichtiger Normalo..., aber ich komme wieder!!! versprochen!
Ich wünsche Euch allen einen guten erfolgreichen Tag, an dem jeder seine Ziele erreicht, selbst wenn das Ziel die Erkenntnis ist, das Rennen nicht die gewünschte Endzeit zu erreichen, aber dennoch ins Ziel zu kommen...
Ich bewundere Euch...
Also Ihr Triathleten und Triathletinnen, Jungs und Mädels, gebt Gas, genießt den Tag und habt ein wunderbares Erlebnis bei Eurem Rennen in Roth!!!


PS: War vor ganz vielen Jahren dort beim Powerman in Spalt und habe die Stimmung un Menschenfreundlichkeit genießen dürfen. Es war meine erste Langdistanz und ist unvergesslich geblieben!
Viel Glück auch dem Veranstalter und allen freiwilligen Helfern, ohne Euch wären wir Triathleten aufgeschmissen...Danke für Euren Einsatz!!!Ihr seid das Salz in der Suppe...Ihr verleiht dem Sport erst die Faszination, denn ohne Euch wären solche komplexen orgnisatorischen Rennen gar nicht durchführbar...
Mein Lebensmoto möge Euch begleiten: Niemals aufgeben!-Stephan Frank

Samstag, 2. April 2011

Ich bin wieder da! - 02.04.2011

Hello World!

Ich bin zurück...das ging aber schnell...Wunderheilung...eher nicht...eher ich weiß es nicht..das letzte Aufbäumen. Klar ein Leben mit Arthrose bleibt, aber man kann kämpfen.
ICH habe vor der Op das Krankenhaus verlassen . Heute 12 UHR war mein Termin für Hüftprothese. Gestern nach allen Vorbereitungen, habe ich nochmal ganz tief in mich hineingehorcht...und mein Körper wollte noch eine Chance. Echt grass, so kurz vor der OP, aber nach fast 3 Monaten Bettruhe im Januar, Februar und März, wo nichts mehr ging, bin ich wohl auf dem Weg der Besserung. So fühle ich heute zumindest. Ich denke es liegt mit daran dass ich fast eine ganze Woche mit Magen-Darm-Virus und Fieber flach gelegen habe und in dieser Zeit mein Körper isch mit 5 tagen Fieber am Stück die Ruhe geholt hat die er brauch. Nicht nur für den Virus, nein vielleicht auch für die Regeneration meiner Hüfte nach dem Sturz Anfang Januar. Seit Mitte letzter Woche kann ich mich wieder einigermaßen bewegen. Zwar mit Schmerzen, aber immerhin.
Unglaublich! Das mit der Selbstheilung klappt also doch noch (der Gedankengang wäre natürlich zu einfach für ein so komplexes Problem) Dachte, dass ich hier wirklich an meine Grenze angekommen bin und ich an einer OP nicht vorbei komme. Ich war wirklich das erste mal in meinem Leben so verzweifelt, dass in den letzten Wochen öfter Tränen geflossen sind. Es war so aussichtslos. Die Vorstellung für mich mit einer künstlichen Hüfte zu leben, jetzt schon, noch so jung...es wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein. Ich konnte es bis heute nicht begreifen, nicht annehmen, das Schicksal. In mir war irgendeine Kraft, das das wohl mit aller Gewalt verhindern wollte. In meinem Kopf war immer noch das Bild des Triathleten, der vor 6 Jahren seinen letzten Wettkampf gemacht hat und bis Dezember trotz problematischer Hüfte noch Tischtennis Bezirksoberliga gespielt hat. Aufgrund der Bewegungseinschränkung leider nicht so erfolgreich wie sonst möglich, aber immerhin.
Wenn man dann alleine auf dem Zimmer liegt, alle Vorbereitungen sind getroffen, Gespräch Narkosearzt, EKG, Blutabnahme, Röntgen zur Vorbereitung des Hüftimplantats usw. usw. ...ja wenn man dann so ganz tief in sich hineinhört, auf seine Gefühle vertraut, unserer Gabe vertraut, sich selbst zu heilen, dann findet man doch noch einen Ausweg aus dieser scheinbar ausweglosen Situation.
Man beginnt wieder an sich zu glauben! Man fasst wieder Mut! Man deutet die Signale richtig, die man auf einmal empfängt. Es gehörte schon auch ein Stück weit Mut dazu, so kurz vorher sich noch umzuentscheiden. Nach 7 verschiedenen Orthopädenbesuchen, jeder ne andere OP-Methode, 3 verschiedene Implantatmöglichkeiten. Alles nicht so einfach, wenn man eine richtige Entscheidung treffen will. Es geht schließlich um die Gesundheit und die komplette Zukunft.
Ich fühl mich heute wie neu geboren, weil ich meine Hüfte noch habe. Zwar mit Bewegungseinschränkungen und die andere Seite mit Schmerzen, seit meinem Sturz im Januar. Aber wie ich empfinde, durchaus machbar. Ich habe mir nur geschworen, 25 kg zu verlieren, als Pfand für die entgangene OP. Ich habe gespürt noch nicht alles in meiner Macht stehende getan zu haben, um die OP zu verhindern. Und da werde ich jetzt intensiv tun. Zeit gewinnen und eine OP est einmal nach hinten verschieben. Ich weiß, es wird mich irgendwann ereilen, aber nicht heute, nicht jetzt.
Ich habe mir heute erst mal 2 paar Walkingschuhe gekauft. Geht zwar noch nicht wirklich, aber ich gebe nicht auf. Und ich habe die Rad- und Schwimmsachen zusammen gesucht.
Morgen gehts aufs Rad, 80 km in der Sonne...ja Ihr lest richtig. Heute noch fast auf dem OP-Tisch und morgen Rad fahren, wie geht denn das. Es geht, alles ist möglich. Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Aber es gibt sie.
Auf meinem Blog stephanfrank.blogspot.com werde ich weiter über mein Motto "Niemals aufgeben" schreiben. Falls es Euch interessiert, freut es mich wenn ihr ab und an reinschaut. In diesem Sinne....
Morgen scheint die Sonne für Euch alle. Ich wünsche euch ein sensationelles Wochenende und glaubt an Euch. Das Leben ist so wunderbar.
Ich liebe das Leben, es hat manchmal so wunderbare Überraschungen parat.
Ich weiß noch nicht wie es wird, aber es wird und bleibt spannend!

Liebe Grüße an Euch da draußen

Stephan

Mittwoch, 9. März 2011

OP-Termin abgesagt... - 09.03.2011

Hast du es eilig,
so mache einen Umweg.


Aus Japan


Gemäß diesem Motto habe ich den Termin in Frankfurt (morgen einchecken, Freitag OP) abgesagt, weil...


...ich erst noch 2 Ärzte konsultieren möchte, auf deren Meinung ich großen Wert lege.


Es geht dabei nicht um die Tatsache, dass ich operiert werden muss und das sehr zügig, es geht vielmehr um die Frage der Prothese und der OP-Methode sowie die Planung der Reha.
Nächste und übernächste Woche stehen, da noch Termine an, danach gehts endlich los.


Meine Ungeduld, bald wieder schmerzfrei zu sein und mich bewegen zu können, ist unerträglich, aber wenn du's eilig hast, mache einen Umweg. Das mache ich...so komme ich schneller an mein Ziel!


Euch wünsche ich noch eine schöne schmerzfreie Restwoche...


Bis bald!


Euer Stephan

Dienstag, 8. März 2011

Der noch tiefere Tiefpunkt oder ein Schritt weiter... - 08.03.2011 08.03..2011

Hallo ihr da draußen!


Ich bin einen Schritt weiter!!!!


nein nicht noch 10 Kilos in 2 Tagen abgenommen durch Selbst-Hypnose
nein nicht den Mount Everest im Alleingang bezwungen über eine noch nie gegangene Route mit dem Mountainbike auf dem Rücken
nein auch nicht den Streckenrekord für Langstreckenschwimmer im Hallenbad eine neue Dimension verliehen


..........nein......wieder zugenommen....und die Erkenntnis, dass ich durch die Schmerzen, die seit Januar so grass sind, dass ich mich kaum noch bewegen kann, mehrere Orthopäden aufsuchen musste, die mir klar machen mussten, dass aufgrund von Hüftdyplasie, beide Hüften operiert werden müssen!!!!


Deshalb hat sich meine Zielsetzung ein wenig geändert, nicht aber meine Lebensphilosophie: "Niemals augeben!"


Das wird jetzt hier bei mir ganz besonders gefordert.


Über meine Erafhrungen mit dem Thema Arthrose und Hüftoperation habe ich 2 weitere Blogs eröffnet, wo ich Euch meine gesamten Erfahrungen und meine Gefühlswelt öffne, um Euch, falls Ihr Betroffene seit, oder einfach nur Interessierte seid, zu zeigen, wie geh ich mit sowas um.


hueftprothese.blogspot.com
arthroseforum.blogspot.com
hueftoperation.blogspot.com
hueftarthrose.blogspot.com


Vielleicht schaut ihr mal rein...

Es würde mich freuen, wenn ganz viele, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder dabei sind zu machen oder anderweitig Interessierte oder Betroffene daran aktiv oder passiv teilhaben.

Gemeinsam ist man stärker, geteiltes leid ist halbes leid, geteilte Freude ist doppelte Freude!

Bis bald

Euer

Stephan Frank

Sonntag, 13. Februar 2011

Am Tiefpunkt oder der Neubeginn! - 13.02.2011

Hallo Ihr da draußen!


Melde mich erst jetzt wieder, weil ich damit beschäftigt war, herauszufinden, wo meine Schmerzen in der rechten Hüfte und im unteren rechten Rückenbereich herkommen...


Nach Krankengymnastik, die keine ist und Termin beim 1. Orthopäden, der mir eine kaputte Hüfte diagnostizierte, suchte ich noch einen Sportmediziner, einen Physiotherapeuten für manuelle Therapie (der auch Kettlebelltraining zur Erhaltung der Mobilität anbietet) und last but not least auf dessen Empfehlung bei einem weiteren Orthopäden. Auch der kam nach Ansicht der Röntgenaufnahmen und Beweglichkeitstests der beiden Hüften zum gleichen Ergebnis.


Beide Hüften sind kaputt...grass..warum das? warum ich?...


Dieser Orthopäde arbeitet mit Kappenprothesen nach McMinn...
habe dazu natürlich auch schon andere Methoden kennengelernt...der 1. Orthopäde operiert mit Kurzschaftprothesen...


Jetzt ist guter Rat teuer!!


Ich habe im Internet recherchiert und bin auf einen Videomitschnitt einer Hüftoperation nach McMinn gestoßen...bei Youtube...werde die Adressen noch einstellen, dann könnt ihr euch das anschauen...ist ne blutige Angelegenheit...bin hart im Nehmen, aber der Anblick, dass ich dort in 2 Wochen liege, bei mir auch ein 15 cm Schnitt gemacht wird usw. ist schon schwer vorstellbar!


Man hat immer noch Hoffnung auf Besserung!


Aber momentan ist jede Tag eine Herausforderung...jeder Schritt ein halber Marathon...


Ich hatte zu meiner extremsten Zeit mal die Einstellung die Schmerzen sind meine Freunde...


Momentan hadere ich mit meinen Freunden, den Schmerzen...


Melde mich später nochmal...

Dienstag, 18. Januar 2011

Licht und Schatten - 18.01.2011

Hello world!


Es gibt wieder Neues...


Licht und Schatten...wie im richtigen Leben...he he...das ist verdammt nochmal das richtige Leben!


Beginnen wir mit dem Licht: 116,8 kg wow...doch wieder ein kleiner Schritt Richtung 100 kg. Ist auch dringen notwendig...und damit kommen wir zum Schatten...die Schmerzen im Hüftbereich/ Iliosakralgelenk sind so langsam nicht mehr lustig. Kaum geschlafen, wie die letzten Tage auch...


Komme gerade vom Termin beim Orthopäden - Röntgenaufnahmen zeigen nichts Gutes - linkes Hüftgelenk steif, rechts durch den Sturz vom Stuhl an Sylvester wohl die Arthrose ausgelöst...mit dem Iliosakralgelenk, das ist noch nicht geklärt.


Aber wie ist das Motto: Niemals aufgeben!


MELDE MICH WIEDER...

Montag, 10. Januar 2011

Alarm Alarm! - 10.01.2011

Hey ihr da draußen!


Ich habe kleine Probleme mit großen Hüften...war Tischtennis spielen mit gutem Kollegen. Hätte ich lieber lassen sollen, nach kurzer Zeit ging nichts mehr. Iliosakralgelenk eingeklemmt, Hüfte macht zu, kann mich kaum bewegen. Beende mein kurzes Training, die darauffolgende Nacht kann ich vor Schmerzen und aufgepuscht durch Schmerzmittel nicht schlafen, maximal ne stunde bekomme ich die Augen zu. Hier passt mein Leitsatz ganz gut: Niemals aufgeben, auch nicht in solchen Situationen.


Werde euch wieder aktuelles berichten. Bis bald

Sonntag, 9. Januar 2011

Es klappt!!! - 09.01.2011

Hallo!


Hier nur ne kurze Info...später mehr


117,8 kg am morgen...die Waage hat gelacht...ich auch.


Es geht, man muss nur wollen!


Bis später...

Freitag, 7. Januar 2011

Die Nacht - 07.01.2011

Die Sonne zieht an mir vorbei obwohl sie eigentlich steht
während die Welt an ihr vorbei so langsam untergeht
und wenn es dann dämmert und die Nacht erwacht
beginnt ein Untergang der jedem Tag das Leben nimmt
was diese Welt am Tag verneint lädt sie des nachts ein
und einer ihrer Schatten wird von mir gemacht sein
dunkle Seiten seiner Seele bietet jeder zum Tausch
unter Menschen die sich suchen und nichts finden als Rausch
die nach mir greifen und mitunter kriegen sie mich zu fassen
ziehn mich runter in nen Bunker voller dunkler Grimassen
hier kann ich Grenzen überwindend meine Seele verwetten
oder einen Engel finden und mich retten


du bist nicht allein
ich bin immer hier
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein


kann denn die Möglichkeit die Sonne nicht mehr aufgehn zu sehn
einem die Lust am Leben nehmen?
ich teil mit jedem heute Nacht den Ballast
und das Elend unsrer Not in der Angst vor dem Leben und dem Tod
in diesem lebenslagen Kampf der krank macht und Kraft raubt
häng ich an allem was mich schwach macht und aussaugt
wehr mich dagegen anzunehmen was weh tat
um niemals zuzugeben dass ich jemals falsch lag
doch wenn es wahr ist dass man erst durch Fehler vollkommen wird
und dass wer aus Angst am Leben hängt sich vollkommen irrt
dann ist der Schmerz loszulassen wohl nichts gegen den Schmerz
wenn einem alles genommen wird


du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein


in einer stürmischen Nacht erlöschen Träume wie Kerzenlicht
und wer nicht von Herzen spricht trägt einen Schmerz in sich
hütet und versteckt ihn hinter tausend Ausreden
ich sollte beten aber irgendwas spricht dagegen
ich will vergeben denn der Zweifel ersticht mein Leben
ich kann nicht glauben meine Liebe zerbricht am Ego
ich will vertraun und ich weiss nicht mehr wie das gehen soll
ich seh kein Morgengrauen nein ich seh nur dichten Nebel
ich bin am Boden geknebelt und fast zu Tode getreten
doch hab nicht vor so zu enden, ich hab nicht vor aufzugeben
ich werde dieses Leben ändern und ich werds überleben
ein neuer Morgen wird kommen und er bringt Hoffnung für jeden
der neu geboren unter Schmerzen aus dem Koma erwacht
damit das Feuer des Herzens auf ein neues entfacht
das hat das Leben jeden Tag in diesen Händen verbracht
damit das Licht der Nacht ein Ende macht


du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
es liegt nur an dir


by Schiller

Mittwoch, 5. Januar 2011

Kettlebelltraining - 05.01.2011

Ich habe mich heute mit meinem Freund brucedala getroffen. Ist ein absoluter Freak für Kettlebelltraining. Er hat mich schon einige Zeit von den Vorteilen dieser Trainingsform überzeugen wollen. Als Naturliebhaber war ich lieber draußen und bin Rad gefahren.Da es bei dieser Trainingsform in erster Linie auch um die Verbesserung und Erhaltung der Mobilität geht und ich aktuell wirklich Bewegungsschmerzen habe, bin ich dem Rat meines Freundes endlich gefolgt, hab mich mit ihm getroffen und meine erste 12 kg Kettlebell von ihm bekommen.
Erste Annäherungsversuche mit der Kugel sind mir bereits gelungen. Ich muss sagen, sie liegt genial in der Hand und gibt ein gutes Gefühl. Wenn ich dafür jetzt noch die Leidenschaft entwickeln kann wie brucedala, wir haben früher gemeinsam Tischtennis gelebt, bis Oberliga, dann kann alles nur noch gut gehen.
Danke an meinen Freund auf diesem Weg. Er hat nen eigenen Blog, den könnt ihr euch anschauen, wenn ihr möchtet. Ist sehr interessant. Er hat jahrelang immer wieder mit Bandscheibenvorfällen und entsprechenden Schmerzen zu tun, seitdem er das Kettlebelltraining aufgenommen hat sind die Beschwerden weg.

Dienstag, 4. Januar 2011

Der erste kleine Erfolg - 04.01.2011

Meine Waage hat sich heute morgen gefreut als ich sie bestiegen habe. Nach einem sensationellen Höchststand von 121.2 kg am 01.01. waren es heute noch 119.2 kg. Sicher nur Wasser aber immerhin. Für den Kopf sind diese Erfolge ganz wichtig. Besonders die kurzfristigen. Sie motivieren weiter zu machen. Heute war ein guter Tag: beruflich den genialen Kontakt, der mich weiterbringt.


Ein kleiner Wermutstropfen bleibt. . . Meine Hüfte hat heute beim Laufen wieder extrem schmerzt. Aber. Ich werde alles tun, um wieder fit zu werden. Zum ganzheitlichen Erfolg passt das ganz gut.


In diesem Sinne euch weiter viel Spaß im neuen Jahr.

Montag, 3. Januar 2011

Tag 3 - 03.01.2011

Moin moin. Ich wieder.


ich habe es geschafft. Gestern Abend habe ich es geschafft. Eiweißshake und eine Suppe und zum Abschluss 2 Äpfel. Heute gehts weiter. Bis jetzt noch ohne Energiezufuhr von außen. Bis später

Sonntag, 2. Januar 2011

Ich bin ein Frustfresser - Schokolade macht doch nicht nur glücklich! - Überarbeitet

Aus Frust essen oder besser gesagt fressen, das hilft nicht wirklich weiter im Leben! Schmeckt aber!


Ich nasche zu gerne und wenn es mir mental schlecht geht um so mehr. Ein Teufelskreislauf beginnt. Man fühlt sich schlecht, isst wie ein Scheunendrescher oder nascht. Man nimmt zu. 


Man fühlt sich sich erst recht schlecht. Also nascht man weiter. Und wird immer dicker und fetter. 


Schokolade macht solange glücklich, solange die Klamotten noch passen und die Waage einem nicht auffordert "bitte nur einzeln draufstellen!"


Der Selbstversuch ist gescheitert - Schokolade schmeckt und in dem Moment des Verzehrs ist man glücklich - einige Momente später - dick! Und somit nicht mehr glücklich! Jetzt könnte man den Prozess fortsetzen. Wieder Schokolade essen - in dem Moment des Verzehrs wieder glücklich - einige Momente später - noch dicker! Und noch weniger glücklich als schon beim ersten Mal!


Aber jetzt ist Schluss, Ernährung umstellen, mehr bewegen! Meine Gesundheit muss wieder in den Vordergrund rücken. Sie ist mein Kapital, die Grundlage eines zufriedenen Lebens.


Ich habe angefangen. Gleich am 1.1.2011. Nach 19 Uhr nichts mehr gegessen. Keine Süßigkeiten den ganzen Tag. Ein gelungener Anfang. Außer die Silvesterbiere in der Nacht noch. Bin jetzt seit gestern ohne Zucker und Alkohol. So gehts jetzt weiter.


Überarbeitet!!! 


Leider hat die Zeit des Verzichts nicht angehalten.


Die Schmerzen haben mich immer wieder aus dem Gleichgewicht geworfen.

Ein Neubeginn 02. Januar.2011 - überarbeitet 12. April 2012 (mit 2 Titangelenken)

Hallo!

Es wird Zeit. 

Lange habe ich davon geträumt neu zu beginnen. 

Ich bin ehrlich zu euch. Ich habe es nicht geschafft. 

Im Kopf habe ich mir vorgestellt, wie es wohl wäre wieder fit und schlank zu sein.

Der Powerman, der ich mal war. Die Zeit vergeht. 5 Jahre sind rum seit meinem letzten Triathlonwettkampf. Ja ich war mal Triathlet. Und Marathonläufer. Extremsportler - für meine Verhältnisse, 20 bis 25 Stunden Sport pro Woche!!! - auch im Vergleich zum Umfeld oder vielen "Normalos". Austrainiert mit 83 kg und ca. 5 % Körperfett. Spinningweltrekord(-versuch, 12 Stunden in der Gruppe), Radmarathons bis 250 km, Langstreckenschwimmen bis 10 km...nichts war unmöglich, kein Berg war zu steil, keine Entfernung zu weit, keine Strecke zu lang - ich konnte mit meinem Fitnesslevel aus Stegreif an einem Marathon teilnehmen - es war unglaublich.

Es gab für mich keine Grenzen - es war die Zeit, wo mich meine Gedanken bereits auf dem Mount Everest gesehen haben - im Ernst - daran habe ich geglaubt. 

Es war die Zeit, wo ich meine Gedanken, meine Ideen einfach in die Tat umgesetzt habe. Es war wie zaubern, wie eine besondere dazugewonnene Fähigkeit oder Gabe 
- ich konnte meine Gedanken "in Materie umwandeln". 

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man so viel Stärke in sich spürt, dass einem niemand und nichts aufhalten kann.
Außer die Gesundheit - daran habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht und auch nie gezweifelt. 

Ich habe auf Seminaren immer an alle die Botschaft weitergegeben "Mir kann man alles nehmen, meinen Job, meine Auto usw. usw. - nur nicht meine Fitness! 
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ÜBERARBEITET am 12.04.2012
Leider wurde ich da eines besseren belehrt! 
Es gibt Dinge im Leben eines Menschen - ich möchte es mal Krisen nennen, die muss man überleben, dann geht es wieder vorwärts Richtung Zukunft. 

Und eben eine solche Krise war für mich die Arthrose in beiden Hüftgelenken - sicher begünstigt durch die Hüftfehlstellung (Dysplasie von Geburt an) und einiger unglücklicher Umstände (Sturz mit Motorrad). 

Ich bin auf dem Weg heraus aus der Krise in ein neues Leben...
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"DICK  SEIN  ist alles andere als wunderbar"

Aber ich war auch mal dick (übergewichtig), für meine Größe zu schwer, so möchte ich es mal ausdrücken. Gut ich habe einen schweren Knochenbau - ganz klar - aber man kann auch einfach sagen ich war wirklich kräftig gebaut.

Ganz oft in meinem Leben. 

Als Jugendlicher mit 14 Jahren . Als junger Mann mit 20 Jahren und als junger Endzwanziger. Da war auch der bisherige Höhepunkt mit 123 kg. Danach gelang es mir mit eiserne Willen und gleichzeitiger Naivität, innerhalb von gut 5 Monaten von dem Startgewicht 123 kg bei 186 cm Anzuggröße 58, auf 88 kg abzuspecken. 

Und noch viel unglaublicher meinen ersten Marathon zu laufen. 

Die 88 kg hatte ich nach meinem ersten Marathon. 
Alles ist möglich. Mann muss es nur tun. Und vorher den 1. Schritt machen. Und die Realität zu akzeptieren. Das hatte ich am 27.04.1998 nach der Geburt des 1. Sohnes. Ich sah mich auf einem Foto mit dem Baby auf dem Arm. Unglaublich. Wie ich da aussah. Aber ich habe es geschafft.

Und jetzt bin ich nach 5 Jahren mit Ehrenämtern und entsprechendem Engagement wieder bei 121.2 angekommen. Unglaublich. Habe mich lange nicht gewogen. Mit entsprechender Gentechnik wie Bauch einziehen und entsprechend großen Größen lässt sich manches verstecken. Wobei mein Hüftprobleme, die ich seit den Jahren des steigenden Gewichts habe, haben mir immer wieder signalisiert, so gehts nicht weiter. Meine Hände schlafen ein, mein Sakralgelenk blockiert und die neueste Errungenschaft ein Tinnitus. Alles in allem ein Wrack. 

Aber ich lebe noch!

Zu meinen Extremzeiten war mein Statement immer "die Schmerzen sind meine Freunde!". 
Heute komme ich mit ihnen weniger klar. Weil ich älter geworden bin. Und unfitter. Die Gelenke schmerzen. Mein Bauch ist im Weg, beim Schuhe binden. Usw usw. 

Lange Rede. kurzer Sinn. Es ist soweit. Ein Jahreswechsel ist doch immer wieder ein guter Anlass. Man muss wohl nur lange genug warten bis es einem schlecht genug geht und man nicht mehr anders kann. Das sollte man nicht tun. 

Wir Menschen haben aber leider oft nur 2 Motivationsgründe zu handeln : Schmerzen oder Glücksgefühle.

Von Glücksgefühlen keine Spur. Eher das Gegenteil. Es geht einher mit Selbstzweifeln, Depressionen und beruflicher Unzufriedenheit. Es kommen viele Faktoren zusammen. Und jetzt istes soweit. Ich werde euch berichten, möglichst täglich einen live Ausschnitt aus meinem Leben. 

 Ich werde mir und euch beweisen, dass alles möglich ist. Der Wille kann Berge versetzen.

"Von einem der auszog , das Fürchten zu lernen." oder "Auf dem Weg zu sich selbst hat er sich weit entfernt!"

Dienstag, 22. Juni 2010

Meine Motivatoren - Was mich antreibt!

Was motiviert mich...was treibt mich an...

Es ist wohl ein langer Weg herauszufinden, was unser Dasein ausmacht. Was Glück und Zufriedenheit bedeutet. Täglich zweifle ich an mir und täglich schaffe ich es trotzdem.
Der Weg ist das Ziel.


In den letzten Jahren hat sich viel geändert. In mir und um mich herum. Die Welt dreht sich. Tag für Tag.


Irgendwann war ich gelangweilt von meinem Leben. Aufgefressen vom Alltag. Und ich war schwach. Habe mich fressen lassen. Mich der Langeweile hingegeben. Den Momenten des Zweifels, des Missmuts. Aber schon lange strebe ich danach wieder zurückzukommen auf die Siegerstraße. Ich sehne mich danach. Aber der 1. Schritt ist der schwerste. Und nicht wieder locker zu lassen.


Bei meinem letzten Versuch alles zu verändern, vor gut 12 Jahren, hatte ich ander Beweggründe. Es geschah irgendwie unbewußt. Aber es geschah. Ohne viel nachzudenken, ohne viele Zweifel. Ich handelte und erschaffte mir täglich meine Realität neu. Wie das geht und warum das geht, wußte ich damals noch nicht. Aber es gelang. Dazu später mehr.


Diesesmal ist es der bewußte Versuch etwas zu ändern. Das ist erheblich schwerer. So empfinde ich es . Aber ich kann es schaffen. Ich werde es schaffen. Ich schaffe es.


Ich könnte es meine mentale Wiedergeburt nennen. Alles entsteht im Kopf, Zweifel wie auch Glücksmomente. Wir erschaffen unser ganzes Leben - erst im Kopf - und dann in der ealen Welt. Unsere Gedanken setzten Grenzen und eröffnen Horizonte....


Irgendetwas treibt mich an! Ich finde es heraus...