Die große Reise

2 Titangelenke in 10 Wochen ...

Die große Reise beginnt...erneut..


Diesesmal mache ich es besser...

Ich habe ein großes Ziel!

Ihr habt die Chance mich zu begleiten!


Samstag, 12. Mai 2012

Ironman 70.3 Mallorca - Vorschau für das Rennen am Samstag, den 11. Mai 2012


Die Nummer 1: Michael Raelert

Ironman 70.3 Mallorca

Raelert reif für die Insel

Langstrecke | 9. Mai 2012
So richtig rund lief es für Triathlonprofi Michael Raelert in der noch jungen Saison bisher nicht. Eine Verletzung, zwei Rennabsagen, dazu der unglückliche Auftritt in Texas. Beim Ironman 70.3 auf Mallorca hat der Weltmeister von 2009 und 2010 am Samstag die große Chance, in die Erfolgsspur der vergangenen Jahre zurückzukehren.
Drei, vier Spiele ohne Sieg - im Fußball dichtet man Mannschaften in so einem Fall schnell eine Formkrise an. Bei Michael Raelert liegen zwischen dem letzten Titel bei den Asia Pacific Championships in Phuket im Dezember 2011 und dem bevorstehenden Rennen auf Mallorca zwar fünf Monate, aber auch nur ein einziges 70.3-Rennen, nämlich das Anfang April in Texas. Eine Krise ist das nicht - und dennoch dürfte es den 31-Jährigen selbst am meisten wurmen, dass der Start in sein ehrgeiziges Projekt Ironman Hawaii 2012 bisher etwas holprig verlief.

Aus drei mach eins

Seine Pläne waren ambitioniert. Die 70.3-Events in Puerto Rico, Texas und New Orleans hatte sich der Raelert als Aufgalopp in die vielleicht wichtigste Saison seiner Karriere im Wettkampfkalender markiert. Übrig blieb davon nur eins. Und das verlief alles andere als nach den Vorstellungen des Rostockers. Schon nach wenigen Radkilometern verlor er in Texas wegen einer Reifenpanne den Anschluss zur Spitze und beraubte sich damit der Chance auf den Sieg. Mit Platz vier hielt er zwar Lance Armstrong in Schach und den sportlichen Schaden in Grenzen
Ironman 70.3 Mallorca 2012 - Topstarter
Frauen
Tine Deckers (BEL)
Sofie Goos (BEL)
Meike Krebs (GER)
E.-Kate Lidbury (GBR)
Kristin Möller (GER)
Natascha Schmitt (GER)
Männer
Michael Raelert (GER)
Stephan Vuckovic (GER)
Swen Sundberg (GER)
Stefan Schmid (GER)
Lothar Leder (GER)
Johannes Moldan (GER)
 - seine eigenen hohen Ansprüche erfüllte er damit aber längst nicht. Als Raelert drei Wochen später auch noch seinen Start beim Ironman 70.3 New Orleans kurzfristig abblies, zuckte die Szene - wenn auch nur kurz - zusammen. Mit einer leichten Verhärtung in der Muskulatur des rechten Oberschenkels sei ein Wettkampf nicht sinnvoll, so der Norddeutsche damals. Letztlich eine vernünftige Entscheidung.
Pech hin, Verletzung her. Bei der zweiten Auflage des Ironman 70.3 Mallorca (Start: Samstag, 8 Uhr) muss für Raelert nun der erste wichtige Saisonsieg her - auch um die Qualifikation für Hawaii nicht zu gefährden. Der Veranstalter hat dafür schon einen kleinen Beitrag geleistet. Denn im 33-köpfigen Feld der Profimänner sucht man weitere große Namen und damit auch ernstzunehmende internationale Konkurrenz für den zweifachen 70.3-Weltmeister vergeblich. Die Deutschen Stephan Vuckovic, Swen Sundberg und Stefan Schmid sollten an einem normalen Raelert-Tag weder im Wasser noch auf dem Rad oder beim Laufen eine große Hürde sein. Vieles deutet also darauf hin, dass der Titel beim ersten europäischen 70.3-Rennen der Saison in der Familie Raelert bleibt und Michael das Rennen ähnlich souverän gewinnt wie sein Bruder und Trainer Andreas im vergangenen Jahr.

Krebs und Möller jagen Lidbury

Etwas spannender als bei den Männern könnte es am Samstag im Rennen der Frauen zugehen. Wenngleich die britische Vorjahressiegerin Emma Kate Lidbury in der Form der vergangenen Wochen nur schwer zu schlagen sein dürfte. Die 32-Jährige aus Oxford kam beim Abu Dhabi International Triathlon im März immerhin auf Platz sieben. Bei der Challenge Fuerteventura Mitte April fuhr sie ihren ersten Saisonsieg ein. Gejagt wird Lidbury auf den 113 Kilometern durch den Norden Mallorcas von den erfahrenen Belgierinnen Tine Deckers und Sofie Goos und auch einigen deutschen Profi-Damen. Darunter die Achte des Vorjahres, Meike Krebs, und die zweifache Ironmansiegerin von 2011, Kristin Möller. Die Erlangerin stieg am vergangenen Wochenende mit einem Doppelstart in München und bei den Deutschen Duathlonmeisterschaften in Oberursel in die Saison ein.

http://www.ironmanmallorca.com/


Freitag, 11. Mai 2012

Audi zeigt E-Bike mit Stuntman-Faktor


Audi zeigt E-Bike mit Stuntman-Faktor

11.05.2012, 12:51 Uhr
E-Bikes geraten zunehmend ins Visier der Autohersteller. Nach dem Smart E-Bike, dessen Verkauf in diesen Tagen startet, und der Opel-Studie Rad e wartet nun auch Audi mit einem Pedelec-Konzept auf. Die Ingolstädter zeigen die Studie auf dem GTI-Tuningtreffen am Wörthersee, das vom 16. bis 19. Mai stattfindet. Das Elektrofahrrad soll eine vergleichsweise hohe Leistung auf die Straße bringen und verfügt über mehrere Fahrprogramme - eines davon mit einem regelrechten Stuntman-Faktor.

E-Bike-Studie von Audi. (Quelle: dpa/tmn)

Das E-Bike von Audi in Bildern



Audi E-Bike. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Der Autohersteller Audi präsentiert erstmals ein E-Bike.

Das E-Bike von Audi in Bildern


Adi E-Bike: Rahmen, Schwinge und Räder aus Karbon. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Rahmen, Schwinge und Räder der Studie sind aus Karbon gefertigt. (Quelle:audi.de)


Das E-Bike von Audi in Bildern



Audi E-Bike: Tiefer Schwerpunkt. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Der Schwerpunkt des Audi E-Bikes liegt möglichst tief.(Quelle:audi.de)

Das E-Bike von Audi in Bildern



Audi E-Bike: Technische Daten. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Die kräftige E-Maschine hat ein Drehmoment von 250 Nm und 2,3 kW Spitzenleistung. Das reicht bei dem Leichtgewicht für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 80 km/h.(Quelle:audi.de)

Das E-Bike von Audi in Bildern



Audi E-Bike: im Rahmen integrierter Akku. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Der Lithium-Ionen-Akku ist im Rahmen integriert und hat eine Ladezeit von etwa zweieinhalb Stunden. Er lässt sich im Bedarfsfall auch entnehmen und durch eine geladene Batterie ersetzen. (Quelle:audi.de)



Das E-Bike von Audi in Bildern


Audi E-Bike: Laufräder aus Karbon. (Quelle: Audi)
(Quelle: Audi)
Die 26 Zoll großen Karbon-Laufräder wurden von Audi eigens für das E-Bike entwickelt.
(Quelle:audi.de, trax)

Jan Ullrich Blog - Eurosport Experte - Cavendish bester Sprinter der Neuzeit


Jan Ullrich

Cavendish bester Sprinter der Neuzeit

Hallo liebe Radsport-Fans,
Mark Cavendish genießt seine Auftritte im Regenbogen-Trikot
Mark Cavendish hat in der ersten Giro-Woche mit zwei Siegen wieder einmal für Furore gesorgt. Der Weltmeister ist in den letzten Jahren reifer geworden. Cavendish ist der sprintstärkste Mann, den ich jemals gesehen habe.
Besonders aufgefallen ist mir in letzter Zeit, dass Cavendish inzwischen auf welligem Terrain wesentlich besser zurechtkommt als in der Vergangenheit. Ich kann mich auch an Zeiten erinnern, wo er regelmäßig am ersten Berg abreißen ließ. Bei seinem Sieg auf der 5. Giro-Etappe waren Tyler Farrar, Thor Hushovd und Andrea Guardini im Schlusssprint bereits abgehängt. Cavendish hat den Spurt gegen Matthew Goss sicher nach Hause gefahren.
Sprinter sind von einem besonderen Schlag. Wenn "Cav" & Co. den roten Teufelslappen auf dem letzten Kilometer sehen, blenden sie alles um sich herum aus. Dann rauschen sie dem Ziel mit 60 km/h entgegen und treten auf den letzten Metern über 1.500 Watt. Wer Angst hat, hat verloren.
Wie Erik Zabel hat Cavendish den richtigen Riecher und ein gutes Auge dafür, wann er den Schlusssprint anziehen muss. "Ete" war ebenfalls ein sehr schneller Mann, der viele Tagessiege eingefahren hat. Am stärksten war Zabel auf besonders anspruchsvollen Etappen. War er zum Schluss noch dabei, gehörte er immer zu den Sieganwärtern.
Zabel hat viele Rennen mitbestimmt und ist clever gefahren. Mit Mario Cipollini, Tom Steels, Alessandro Petacchi und Tom Boonen hatte Zabel in seiner Karriere stets starke Konkurrenz. Alles in allem war Zabel im direkten Vergleich mit Cavendish der komplettere Fahrer.
Sprinter kennen keine Freunde
Für mich war die Sprinterei nichts. Ich war immer heilfroh, wenn ich im Finale nicht reinhalten musste. Schließlich geht es im Massensprint extrem hektisch zu. Sprinter halten noch mal ganz anders rein. Deshalb kommt es hier und da auch zu Stürzen. Die Jungs haben ein besonderes Gespür für das richtige Hinterrad und drängeln können sie auch. Den Sieg vor Augen, kennt ein Sprinter keine Freunde.
Besonders während der Tour de France habe ich mich gerne als Anfahrer zur Verfügung gestellt, um mich von gefährlichen Stürzen fernzuhalten. Meistens haben wir zehn Kilometer vor Ende der Etappe losgelegt, um das Peloton zu kontrollieren. Zwei Kilometer vor dem Ziel habe ich mich ausgeklinkt. Auf den letzten 1.000 Metern sind dann endschnelle Fahrer wie Rolf Aldag in die Bresche gesprungen.
Geht es nach dem Lehrbuch, hat der Sprinter auf dem letzten Kilometer gerne zwei Fahrer aus dem eigenen Team vor sich. Der erste verabschiedet sich an der 500-Meter-Marke, der zweite 200 Meter vor der Ziellinie, dann geht die Post ab.
Das war's für heute von mir.
Euer
Jan Ullrich

Donnerstag, 10. Mai 2012

DANKE für die ersten 10.000 Seitenaufrufe!!!

Hallo!!!


Ich bedanke mich für die ersten 10.000 Besucher meines Blogs!!!


Ich sage auch Danke denjenigen, die mir positive Rückmeldungen und Kommentare geschickt haben. Über jeden weiteren Kommentar oder Informationen Eurerseits bin ich sehr dankbar. Wenn Ihr auch betroffen seid und findet man könnte auch gerne mal über Euch berichten, schreibt mich einfach an...


Jeder ist Willkommen, der einen konstruktiven Beitrag in diesem Info- und Motivationsblog beisteuern möchte!!!


In den letzten vier Wochen waren es über 4.600 Klicks je Tag...Tendenz steigend!!!


Weiterhin werde ich hier alles zusammen tragen was mich bewegt!!!


Neben meinem eigenen Werdegang und dem "neuen Weg des Mr. Titan raus aus der Krise"nach den beiden Hüft-OP's werden sich die Themen folgende Themen zum Inhalt haben:


Bewegung, ein aktives Leben mit Endoprothese und sonstigen Handicaps, Ausdauersport, Medizin, Ernährung,Gesundheit, Wettkämpfe, Brandaktuelles und Bewegendes, Gesundheitspolitik, Krankheitsverläufe, Radsport, Laufen, Triathlon, Marathon, Extremsport usw. usw.


Der erfolgreiche Start des Blogs motiviert mich, weiter zu machen und viele spannende, informative Berichte und Artikel zu posten.


Solltet Ihr mal einen speziellen Wunsch bezüglich eines Berichts haben, der zu den Themenbereichen passt ...sendet mir eine Anfrage...gerne werde ich versuchen dazu entsprechendes zu recherchieren und zu veröffentlichen!


Ich freue mich auf die nächsten 10.000 Seitenaufrufe und werde Euch weiter auf dem Laufenden halten...


CU


Stephan Frank - Niemals aufgeben!



Rückblick 1. Veranstaltung Niemals aufgeben! "Neue Wege finden!" am 09.05.2012

Der gestrige Abend verlief erfolgreich!


Die Veranstaltung "Neue Wege finden oder mein Weg aus der Krise!" fand in der Kaiserberg-Klinik - Seminarraum2 - in Bad Nauheim um 19.30 Uhr statt. 


Ziel der Veranstaltung war es Mut zu machen, zu motivieren - auch mit Handicap ist ein aktives, glückliches Leben möglich - und zu informieren.


Vielen Dank den Teilnehmern für Ihr Interesse und der konstruktiven Mitarbeit - wir lernen täglich dazu - auch gestern Abend. 



Es werden weitere Veranstaltungen und Workshops folgen. Auf meiner Seite Seminare, Veranstaltungen, und Workshops werden die neuen Termine bekannt gegeben. 


Mein weiterer Dank gilt der Unterstützung durch die Verwaltung der Kaiserbergklinik sowie meinen Ansprechpartnern bei den Ärzten, die diese Veranstaltung ermöglicht haben.


Ich freue mich auf die weiteren Termine und werde versuchen meine Botschaft "Niemals aufgeben!" in weitere Städte und in weitere Teilnehmerkreise zu transportieren. 


Es ist mir eine große Ehre, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung und eine Herzensangelegenheit Menschen mit Ihren Schicksalen Mut zu machen! 


Es gibt viele Menschen mit Handicap, Ihr seid nicht allein! 
Habt Mut und zeigt Euch! Nehmt Euer Schicksal an! Bekennt Euch zu dem, was Ihr seid! Ihr seid einzigartig! 


Früher oder später kann jeder ein Betroffener sein. 


Auch ich hab vor einigen Jahren als aktiver Leistungssportler nicht an ein solches Schicksal geglaubt, was mir mit der Coxartrose in beiden Hüftgelenken widerfahren ist. Aber es ist geschehen und ich habe einen Weg gefunden - meinen Weg - eine aktive, offensive Krankheitsbewältigung zu betreiben - so gebe ich mir selbst eine Chance auf ein neues Leben - als Mr. Titan.


Nichts wird mehr so sein wie es war, vom Kopf her zumindest, denn ich habe erkannt wie wertvoll unsere Gesundheit ist - ebenso aber auch das positive Denken wie auch der Glaube an das Gute.
Ich gehe nun mit mehr Demut durchs Leben und empfinde Glücksgefühle bei relativ normalen Tätigkeiten oder Wahrnehmungen. Bei meinem Spaziergang durch den Park, von dem ich bereits in einem anderen Post berichtete, habe ich überdeutlich gespürt wie schön es sein kann spazieren gehen zu können - den Wind sich um die Nase wehen zu lassen - den bunten 
Farben der Natur etwas Wunderbares abzugewinnen...




Macht Euch gegenseitig Mut...positives Denken steckt an! Gemeinsam ist das Leben leichter zu meistern und die alltäglichen Hürden lassen sich mit mentaler Stärke leichter überwinden.


Ich glaube an Euch! Ihr schafft das! Egal welches Ziel Ihr verfolgt, wenn Ihr fest an Euch glaubt, mit Disziplin, Ehrgeiz, aber auch mit Freude und Leidenschaft daran arbeitet - dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Ihr dieses Ziel erreicht!


Also - bleibt in Bewegung, habt Freude am Leben, genießt die Zeit, die Ihr habt und gebt niemals auf!!!


Euer 


Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Mr. Titan


PS:
Gerne nehme ich auch individuelle Anfragen für Veranstaltungen, Seminare und  Workshops entgegen!  
Ich freue mich auf das Leben, was jetzt kommt...
Lasst Euch einfach anstecken! 
Euer Mr. Titan

Jan Ullrich als Blogger aktiv!!! Eurosport-Blog


Jan Ullrich jetzt als Blogger aktiv

Do 10.Mai. 12:30:38 2012

Berlin (dpa) - Jan Ullrich ist zurück in der Öffentlichkeit und fordert für sich «eine zweite Chance» ein. Drei Monate nach seinem Doping-Schuldspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS tritt der Ex-Profi als Blogger in Erscheinung.
Der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger, der wegen Blutdopings bis 21. August 2013 für jegliche Aktivitäten im Radsport gesperrt ist, ist ab sofort - in wöchentlichem Abstand - für «Yahoo!Eurosport» als Experte aktiv.
Ullrich, der es auch nach seiner Verurteilung versäumte, mit einem Doping-Geständnis reinen Tisch zu machen und sich nur mit Andeutungen begnügte («Fehler gemacht»), soll zu aktuellem Renngeschehen Stellung nehmen. «Die Zeit des Versteckens und des Rückzugs ist vorüber», kündigte Ullrich im neuen Medium an. «Ich denke, ich habe eine zweite Chance verdient», schrieb der heute 38-Jährige.
Sein neuer Arbeitgeber versprach «Professionelle Analysen und persönliche Einblicke» des früheren Sport-Idols. Ullrich schrieb: «Es ist nicht zu verleugnen, dass diverse Dopingfälle dem Radsport in den letzten Jahren geschadet haben. Auch ich habe Fehler gemacht. Jedoch habe ich mit meinem persönlichen Fall nach Jahren der Verzweiflung, Depression und körperlichen Problemen endlich abgeschlossen. Das ist mein Weg, auch wenn dieser nicht von allen verstanden wird.»
Seine unverbindliche Stellungnahme nach dem CAS-Urteil war von Fachmedizinern und Politikern kritisiert worden. Doping-Jäger Werner Franke, der jahrelang gegen Ullrich prozessierte, hielt die Ausführungen für «substanzlos» und den «lächerlichen Versuch, einen Deckel auf die Affäre zu tun.» Ähnlich urteilte Fritz Sörgel. «Er hat jahrelang gedopt. Sich jetzt mit einem Sorry zu verabschieden, ist natürlich relativ wenig», sagte der Nürnberger Pharmakologe. «Ullrich hat die allerletzte Chance verpasst, einen Rest von Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen», hatte Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, erklärt.
Der 2007 zurückgetretene Ullrich hatte seine Zusammenarbeit mit dem mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes eingeräumt, die 2006 zu seinem Tour-Ausschluss geführt hatte. «Ich bestätige, dass ich Kontakt zu Fuentes hatte. Ich weiß, dass das ein großer Fehler war, den ich sehr bereue. Für dieses Verhalten möchte ich mich aufrichtig bei allen entschuldigen», hatte der Olympiasieger von Sydney nach dem CAS-Urteil zu Protokoll gegeben.

Jan Ullrich Blog bei Eurosport:

Sie haben es verdient, dass wir mitfiebern!

Hallo liebe Radsport-Fans,
Entspannt in einen neuen Lebensabschnitt auf dem Rad
die Zeit des Versteckens und des Rückzugs ist vorüber. Ich habe meine Strafe erhalten. Auch wenn ich nicht vorhabe, in den Profi-Radsport zurückzukehren, wird der Radsport auf Lebzeiten meine große Liebe bleiben.
Ich bin als Aktiver jährlich einmal um die Welt gefahren. Dabei habe ich viel erlebt und jede Menge Erfahrungen gesammelt. Daran möchte ich Euch in meinem Blog teilhaben lassen.
Große Rennen wie die Tour de France und der Giro d'Italia verlangen taktisches Geschick, Angriffslust, Mut und die Unterstützung einer guten Mannschaft.
Mit welcher Strategie geht man in eine Königsetappe? Was sind die entscheidenden Kriterien beim Zeitfahren? Wie organisiert man einen Zug, der den Topsprinter zum Triumph führen soll?
Fragen über Fragen, die ich gerne beantworten würde.
Es ist nicht zu leugnen, dass diverse Dopingfälle dem Radsport in den letzten Jahren geschadet haben. Auch ich habe Fehler gemacht. Aber ich habe mit meinem persönlichen Fall nach Jahren der Verzweiflung, Depression und körperlichen Problemen endlich abgeschlossen.
Das ist mein Weg, auch wenn dieser nicht von allen verstanden wird. Dennoch bitte ich diesen zu respektieren. Ich überlasse es jedem einzelnen User, ob er oder sie denkt, dass ich hier eine zweite Chance verdient habe.
Der Radsport hat von seiner Faszination nichts verloren. Es gibt viele junge Fahrer, die nicht unter den Fehlern der alten Generation leiden sollen. Sie haben es verdient, dass wir mit ihnen mitfiebern!
Euer Jan Ullrich
(Quelle:eurosport)