Hallo!
Heute habe ich mal richtig Gas gegeben...
Vormittags meinen neuen Freund aus dem Aufwachraum Klaus besucht...ihm gehts auch ganz gut...das freut mich...sein Zimmerkollege musste heute Nacht aufgrund von Kreislaufproblemen nochmal auf die Wachstation (Handicap Herzschrittmacher), er wurde wohl vor einer Woche am Knie operiert, auch schon ein etwas älterer Knabe, 74 Jahre jung...und dann wurde ersten wieder gebracht, es ging ihm wieder besser...finde ich gut!
Und dann der absolute Höhepunkt seit der Operation - mal abgesehen von dem Kennenlernen meines Freundes Klaus, der auch mit mir in der gleichen REHAklinik die nächsten Wochen verbringen wird...da freue ich mich schon drauf -
Meine Krankengymnastik war der Hammer!
Begonnen mit Treppenlaufen mit Gehhilfen kam ich in den Gymnastikraum. Meine Übung dort in der aktiven Schiene liegend Treppensteigen simulieren. Eine Übungseinheit 15 Minuten. Eine geführte Bewegung. Hat soviel Spaß gemacht, dass ich wieder da bin...mein operierte linke Hüfte funktionierte wie eine 1...meine leider auch kaputte rechte Hüfte machte zwar mit, aber mit leichten Schmerzen. Die ist dann spätestens im April fällig, dann lasse ich mir dort auch ein Titangelenk einsetzen und das kranke entfernen. Dann gehts richtig los...ich war heute schon kaum zu bremsen...habe die Bewegung meiner linken Hüfte mit Adleraugen beobachtet... ein Traum... kein Ausweichen mehr...ich habe wieder Innenrotation...ich denke dass es so noch nie war in meinem Leben zuvor. Dafür hat die rechte gezwickt... mit Schmerzen schaffe ich fast den gleichen Bewegungsablauf. Muss mich aber darauf konzentrieren...
...meine ganze Kreativität kam wie auf einmal zurück, die ganze Zeit musste ich meine Gedanken an die Leine legen, um nicht komplett depressiv zu werden, wegen der Dauerschmerzen und Immobilität. Es war kein Leben mehr. Meine Lebensfreude war gegen Null gesunken.
Und heute war auf einmal alles wieder da...es war wie eine Wiederauferstehung!
Gedanken, was ich künftig wieder alles machen kann, was mir sicher mindestens 4 Jahre und mehr aufgrund der Krankheit nicht möglich war...mich ohne Schmerzen zu bewegen...ein absoluter Traum..jetzt geht es wieder...in ein paar Monaten auch noch rechts...und bis zum Sommer bin ich ein neuer alter Stephan...ein anderer Stephan...
...ich bin schon dankbar und wenn die rechte Hüfte genauso mitspielt...werde ich voller Demut und Dankbarkeit der Zukunft entgegen blicken...mache ich jetzt schon.
Mir sind soviel Ideen in den Kopf geschossen, als hätte einer eine Tür geöffnet, die jahrelang verschlossen war und der Schlüssel war die OP - und der ganze Prozess drum herum.
Mir sind soviel Projekte ganz klar vor meinem geistigen Auge erschienen...ich bin so glücklich, dass ich solche Momente in meinem Leben nochmal haben darf. Manchmal hatte ich schon nicht mehr daran geglaubt. Man macht dann einfach weiter Tag für Tag...ohne einen Schritt weiter zu kommen. OHNE einen Erfolg zu sehen.
Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, ich hatte das Gefühl, dass sie in den letzten Jahren ganz oft gestorben ist.
Und heute Mittag war alles anders...wie als hätte mir jemand eine Energiespritze gegeben...
...das Ergebnis... ich hängte eine 2. und eine 3. Einheit dran...ich hatte unendlich Power...und Lust...und Freude...und Visionen...inzwischen hatte Pascal, mein Therapeut 2 weitere Termine abgefrühstückt... alles in allem habe ich wohl ca. 40 min trainiert...40 Minuten...kein Druckfehler...4 Tage nach der OP mit Vollnarkose...einfach nur ein geiles Gefühl...wobei im Nachhinein hätte ich mal 1 Einheit weniger gemacht...nicht weil ich Schmerzen habe...nein Muskelkater...im linken Oberschenkel, Vorder- und Rückseite.
Wann konnte ich mich das letzte mal so bewegen, dass ich davon hätte Muskelkater bekommen können. Es ist Jahre her...
...Muskelkater kann ein so geiles Gefühl sein...Wahnsinn...ich liebe diese Welt...in der Menschen eine 2. Chance bekommen.
SO SIEHT GLÜCK AUS! GLAUBE ICH. WEIß ICH!
Jetzt spüre ich nicht mehr meine schmerzenden Gelenke, sondern das Ergebnis meines Übermuts...aber jetzt habe ich so intensiv gespürt wie schön das Leben sein kann - und dass Verlust auch ein Gewinn sein kann - mein eigenes krankes Gelenk verloren, ein nagelneues funktionierendes Titangelenk bekommen und dabei LEBENSFREUDE GEWONNEN! DANKE...VIELEN DANK!
ICH HOFFE ICH KANN EUCH EIN WENIG VERMITTELN, WAS IN MIR VORGEHT ODER VORGEGANGEN IST!
WER WAS WISSEN WILL, EINFACH SCHREIBEN...VERSPRECHE ZEITNAH,OFFEN UND EHRLICH UND NACH BESTEN WISSEN UND GEWISSEN ZU ANTWORTEN!!!
MEINE PROJEKTE BALD IN SEPARATEM POST!!!
CU STEPHAN FRANK - Niemals aufgeben!
Mein Lebensmotto - "Niemals aufgeben!" Für jedermann! 2 Titangelenke in 10 Wochen! Motivations- und Infoblog über ein aktives Leben! Mit oder ohne Endoprothese oder sonstigen Handicaps! Lebensstrategien und Überlebensstrategien - Tipps, Hinweise, Artikel, Empfehlungen, Erfahrungsberichte - Gesundheit - Bewegung und Sport - Ernährung - Selbsthilfe - Ärzte und Kliniken - Schmerzbewältigung - Krisenbewältigung - Angstbewältigung - Stressbewältigung
Seiten
Die große Reise
2 Titangelenke in 10 Wochen ...
Diesesmal mache ich es besser...
Ich habe ein großes Ziel!
Ihr habt die Chance mich zu begleiten!
Samstag, 21. Januar 2012
Freitag, 20. Januar 2012
Extremsport - eine Volkskrankheit!?
Die Marathonläufe werden jedes Jahr mehr...die Anzahl der Triathlonveranstaltungen nehmen Jahr für Jahr zu...Der IRONMAN ist innerhalb weniger Minuten ausgebucht...immer mehr Langdistanzen im Triathlon erwachen zum Leben...
Warum ist das so?
Warum suchen die Menschen heute diese Herausforderung der Grenzerfahrung?
Sind immer mehr Menschen auf der Suche nach sich selbst...
Oder suchen Sie nach Demut, die Sie im normalen Leben nicht mehr erfahren...
Oder entwickeln wir uns zu einem Volk der individuellen Egoisten...
Oder fallen die vielen Menschen einfach nur dem verlockenden Angebot der Veranstalter anheim, die mit dem Erreichen von Ruhm und Heldentum abseits sportlicher Gedanken ein gutes Geschäft machen...
Reichen die täglichen Herausforderungen für uns nicht mehr aus, dass wir uns neue suchen müssen und dabei einfach nur übertreiben...Sind wir alle mittlererweile Narzisten, die die eigene Selbstverliebtheit , mit dem Besteigen des Mount Everest, mit dem Finishen beim IRONMAN krönen...
Haben wir einfach den Fitnessgedanken falsch verstanden und treibt uns dabei die Maßlosigkeit zu solchen Handlungen...
Laufen wir mit dem Ausüben dieser zeitlich intensiven Freizeitaktivitäten vor Beziehungen davon...das hat mir mal ein Psychologe als Denkanstoß gegeben...der viele viele Sport ist ein Weg sich mit dem eigenen Partner nicht mehr auseinandersetzen zu müssen...
Sind wir etwa nicht mehr beziehungsfähig und der Extremsport ist das Ergebnis davon...
Der ehemalige Laufpapst Dr. Strunz hat mal in einer Fernsehsendung gesagt-Triathlon ist ein assoziale Sportart und hat damit gemeint, dass die vielen Trainingseinheiten der 3 Sportarten nicht zum sozialen Zusammenleben geeignet sind...wobei ich finde, dass wir Triathleten eine große Familie sind...und es was ganz spezielles ist, wenn wir zusammen treffen...jeder für sich allein hat aber sicher schon eine große Aufgabe, seinen Partner davon zu überzeugen, dass die viele Zeit, die man unterwegs ist, ganz und gar nichts mit der Unzufriedenheit in der Beziehung zu tun hat...oder man erwischt einen Partner, der wirklich tolerant ist, dann könnte man wieder Desinteresse unterstellen...
Sind wir heute suchtgefährdeter als früher und die Sportsucht ist eine Form davon...
Ich denke, dass es eine Schnittmenge aus allem ist...und es auch ein Ergebnis der sozialen Entwicklung der Gesellschaft ist. Wir werden älter, haben mehr Freizeit als in früheren Zeitepochen, der Wohlstand insgesamt ist gestiegen, gleichzeitig hat die Möglichkeit nach Selbstverwirklichung im Beruf heute abgenommen, die seelische Unzufriedenheit ist gestiegen und wir haben verstanden, dass man das tiefe innere Bedürfnis nach Befriedigung materiell langfristig nicht stillen können und nach neuen Wegen suchen und die Spiritualität des Ausdauersports entdeckt haben. Sport verbindet Menschen. SPORT VERBINDET VÖLKER. Sport gleicht gesellschaftliche Unterschiede zu fast 100 % aus. Sport hält jung, macht Spaß. Sport ist eine Möglichkeit, ein sinnvolles Leben zu finden. Sport schafft Frieden. SPORT IST DIE ZUKUNFT. Durch unsere immer mehr steigende Zeit, die wir vor dem Computerverbringen, wird das Thema Sport in Zukunft eine große Bedeutung erlangen. Bewegung ist mehr als Sport. SPORT IST LEBEN. BEWEGUNG IST ERFÜLLTES LEBEN.
Ob wir den Extremsport brauchen...
Hat man sich das in den 60ern nicht auch beim Rock'n Roll gefragt, in den 80ern bei der neuen deutschen Welle, bei der Entstehung des Comuterzeitalters...ich denke alles hat seine Daseinsberechtigung...Somit AUCH DER EXTREMSPORT ...
CU Stephan Frank
Warum ist das so?
Warum suchen die Menschen heute diese Herausforderung der Grenzerfahrung?
Sind immer mehr Menschen auf der Suche nach sich selbst...
Oder suchen Sie nach Demut, die Sie im normalen Leben nicht mehr erfahren...
Oder entwickeln wir uns zu einem Volk der individuellen Egoisten...
Oder fallen die vielen Menschen einfach nur dem verlockenden Angebot der Veranstalter anheim, die mit dem Erreichen von Ruhm und Heldentum abseits sportlicher Gedanken ein gutes Geschäft machen...
Reichen die täglichen Herausforderungen für uns nicht mehr aus, dass wir uns neue suchen müssen und dabei einfach nur übertreiben...Sind wir alle mittlererweile Narzisten, die die eigene Selbstverliebtheit , mit dem Besteigen des Mount Everest, mit dem Finishen beim IRONMAN krönen...
Haben wir einfach den Fitnessgedanken falsch verstanden und treibt uns dabei die Maßlosigkeit zu solchen Handlungen...
Laufen wir mit dem Ausüben dieser zeitlich intensiven Freizeitaktivitäten vor Beziehungen davon...das hat mir mal ein Psychologe als Denkanstoß gegeben...der viele viele Sport ist ein Weg sich mit dem eigenen Partner nicht mehr auseinandersetzen zu müssen...
Sind wir etwa nicht mehr beziehungsfähig und der Extremsport ist das Ergebnis davon...
Der ehemalige Laufpapst Dr. Strunz hat mal in einer Fernsehsendung gesagt-Triathlon ist ein assoziale Sportart und hat damit gemeint, dass die vielen Trainingseinheiten der 3 Sportarten nicht zum sozialen Zusammenleben geeignet sind...wobei ich finde, dass wir Triathleten eine große Familie sind...und es was ganz spezielles ist, wenn wir zusammen treffen...jeder für sich allein hat aber sicher schon eine große Aufgabe, seinen Partner davon zu überzeugen, dass die viele Zeit, die man unterwegs ist, ganz und gar nichts mit der Unzufriedenheit in der Beziehung zu tun hat...oder man erwischt einen Partner, der wirklich tolerant ist, dann könnte man wieder Desinteresse unterstellen...
Sind wir heute suchtgefährdeter als früher und die Sportsucht ist eine Form davon...
Ich denke, dass es eine Schnittmenge aus allem ist...und es auch ein Ergebnis der sozialen Entwicklung der Gesellschaft ist. Wir werden älter, haben mehr Freizeit als in früheren Zeitepochen, der Wohlstand insgesamt ist gestiegen, gleichzeitig hat die Möglichkeit nach Selbstverwirklichung im Beruf heute abgenommen, die seelische Unzufriedenheit ist gestiegen und wir haben verstanden, dass man das tiefe innere Bedürfnis nach Befriedigung materiell langfristig nicht stillen können und nach neuen Wegen suchen und die Spiritualität des Ausdauersports entdeckt haben. Sport verbindet Menschen. SPORT VERBINDET VÖLKER. Sport gleicht gesellschaftliche Unterschiede zu fast 100 % aus. Sport hält jung, macht Spaß. Sport ist eine Möglichkeit, ein sinnvolles Leben zu finden. Sport schafft Frieden. SPORT IST DIE ZUKUNFT. Durch unsere immer mehr steigende Zeit, die wir vor dem Computerverbringen, wird das Thema Sport in Zukunft eine große Bedeutung erlangen. Bewegung ist mehr als Sport. SPORT IST LEBEN. BEWEGUNG IST ERFÜLLTES LEBEN.
Ob wir den Extremsport brauchen...
Hat man sich das in den 60ern nicht auch beim Rock'n Roll gefragt, in den 80ern bei der neuen deutschen Welle, bei der Entstehung des Comuterzeitalters...ich denke alles hat seine Daseinsberechtigung...Somit AUCH DER EXTREMSPORT ...
CU Stephan Frank
Wie finde ich meinen Arzt
Die Arztsuche ist was ganz spannendes!
Jeder Mensch hat andere Ansprüche und Erwartungshaltungen an einen Arzt.
Umgangsformen, das Gespräch mit ihm, das Praxispersonal, die Wartezeiten, die telefonische Erreichbarkeit, die Ausbildung, die Erfahrungen usw. usw. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die für jeden auch eine andere Gewichtung haben.
Prinzipiell kann man heutzutage durch die Informationen des Internets selbst an viel mehr Informationen gelangen - sei es das diagnostizierte Krankheitsbild oder aber Informationen zu den Ärzten selbst. Auch die Krankenkassen haben Erfahrungswerte und können dabei behilflich sein, für sich den richtigen Arzt zu finden.
Meine Meinung dazu ist, dass man auf jeden Fall sich eine Zweit- oder auch eine Drittmeinung einholen sollte bezüglich der gestellten Diagnose.
Es geht dabei nicht um das Vertrauen in den Arzt als vielmehr um die Herangehensweise an die Behandlung der Krankheit.
Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass jeder Arzt wie auch in anderen Berufsfeldern eine eigene Art hat, z.B. Symptome zu diagnostizieren - ebenso was die Behandlungsmethode angeht.
In meinem Fall - Coxarthrose - haben einige Ärzte die McMinn- Methode als Operationsmethode vorgeschlagen, obwohl das bei mir aufgrund der Fehlstellung eigentlich gar nicht möglich ist -das die Aussage von einem anderen Arzt in der gleichen Praxis!!!
Was soll man dazu sagen..
Hätte ich der Meinung vertraut, wäre ich heute nach McMinn operiert und hätte wahrscheinlich Problemstellungen, die nicht sein müssen. Sicher ist der Markt sehr umkämpft und jeder muss heute sehen wo er bleibt - finanziell - doch darf deshalb eine nicht zum Erfolg führende Operationsmethode durchgeführt werden - nur um am markt überleben zu können. Wo bleibt da der hipokratiche Eid, der einst abgelegt wurde?!
Auch diese Erfahrung spricht dafür mehrere Ärzte zu konsultieren - ob 2 oder mehr bleibt jedem selbst überlassen. Eines muss einem aber auch klar sein - es kann durchaus sein, dass man bei 8 verschiedenen Ärzten verschiedene Behandlungsvorschläge bekommen kann, wo man dann erst Recht verunsichert ist und nicht weiß wem man da vertrauen soll.
Grundsätzlich möchte ich niemanden irgendetwas unterstellen - aber die Verantwortung für seine Gesundheit trägt man selbst - deshalb auch die Verantwortung zu welchem Arzt man geht und welchem man vertraut - in meinem Fall vertraut, 2 Titangelenke zu erhalten. Ich habe mir ein Bild gemacht von den verschiedenen Kliniken und Operateuren. Bereits im Vorfeld habe ich durch Berichte von Krankenkassen, die z.B. die Anzahl an Operationen pro Krankheitsbild erfassen und in Statistiken veröffentlichen.
Gerade bei der Operation, wo es um den Erhalt einer Endoprothese geht, war für mich wichtig, wieviel Erfahrung hat der Operateur.
Ist es für Ihn eine Routineoperation oder ist man eher ein "Versuchskaninchen".
Ein Beispiel für eine Suchhilfe ist der AOK-Gesundheitsnavigator
http://www.aok-gesundheitsnavi.de/
Man sollte einfach auf sein Gefühl hören - ich denke es trügt in den seltensten Fällen.
Ich wünsche Euch ein glückliches Händchen bei der Arztsuche und alles Gute...
CU
Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Jeder Mensch hat andere Ansprüche und Erwartungshaltungen an einen Arzt.
Umgangsformen, das Gespräch mit ihm, das Praxispersonal, die Wartezeiten, die telefonische Erreichbarkeit, die Ausbildung, die Erfahrungen usw. usw. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die für jeden auch eine andere Gewichtung haben.
Prinzipiell kann man heutzutage durch die Informationen des Internets selbst an viel mehr Informationen gelangen - sei es das diagnostizierte Krankheitsbild oder aber Informationen zu den Ärzten selbst. Auch die Krankenkassen haben Erfahrungswerte und können dabei behilflich sein, für sich den richtigen Arzt zu finden.
Meine Meinung dazu ist, dass man auf jeden Fall sich eine Zweit- oder auch eine Drittmeinung einholen sollte bezüglich der gestellten Diagnose.
Es geht dabei nicht um das Vertrauen in den Arzt als vielmehr um die Herangehensweise an die Behandlung der Krankheit.
Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass jeder Arzt wie auch in anderen Berufsfeldern eine eigene Art hat, z.B. Symptome zu diagnostizieren - ebenso was die Behandlungsmethode angeht.
In meinem Fall - Coxarthrose - haben einige Ärzte die McMinn- Methode als Operationsmethode vorgeschlagen, obwohl das bei mir aufgrund der Fehlstellung eigentlich gar nicht möglich ist -das die Aussage von einem anderen Arzt in der gleichen Praxis!!!
Was soll man dazu sagen..
Hätte ich der Meinung vertraut, wäre ich heute nach McMinn operiert und hätte wahrscheinlich Problemstellungen, die nicht sein müssen. Sicher ist der Markt sehr umkämpft und jeder muss heute sehen wo er bleibt - finanziell - doch darf deshalb eine nicht zum Erfolg führende Operationsmethode durchgeführt werden - nur um am markt überleben zu können. Wo bleibt da der hipokratiche Eid, der einst abgelegt wurde?!
Auch diese Erfahrung spricht dafür mehrere Ärzte zu konsultieren - ob 2 oder mehr bleibt jedem selbst überlassen. Eines muss einem aber auch klar sein - es kann durchaus sein, dass man bei 8 verschiedenen Ärzten verschiedene Behandlungsvorschläge bekommen kann, wo man dann erst Recht verunsichert ist und nicht weiß wem man da vertrauen soll.
Grundsätzlich möchte ich niemanden irgendetwas unterstellen - aber die Verantwortung für seine Gesundheit trägt man selbst - deshalb auch die Verantwortung zu welchem Arzt man geht und welchem man vertraut - in meinem Fall vertraut, 2 Titangelenke zu erhalten. Ich habe mir ein Bild gemacht von den verschiedenen Kliniken und Operateuren. Bereits im Vorfeld habe ich durch Berichte von Krankenkassen, die z.B. die Anzahl an Operationen pro Krankheitsbild erfassen und in Statistiken veröffentlichen.
Gerade bei der Operation, wo es um den Erhalt einer Endoprothese geht, war für mich wichtig, wieviel Erfahrung hat der Operateur.
Ist es für Ihn eine Routineoperation oder ist man eher ein "Versuchskaninchen".
Ein Beispiel für eine Suchhilfe ist der AOK-Gesundheitsnavigator
http://www.aok-gesundheitsnavi.de/
Man sollte einfach auf sein Gefühl hören - ich denke es trügt in den seltensten Fällen.
Ich wünsche Euch ein glückliches Händchen bei der Arztsuche und alles Gute...
CU
Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Vom Arthrosepatienten zurück zum Extremsportler
Der Inhalt folgt in den nächsten Tagen - Schauen Sie doch einfach mal wieder rein!
Warum ich auf den Mount Everest wollte...
In einer Zeit, wo für mich Grenzen nur insoweit existieren, dass ich weiß, dass ich sie aus eigener Kraft überwinden kann...gelangte ich an einen Punkt - wo ich mir sogar zutraute auf den höchsten Punkt der Erde - den höchsten Berg der Erde zu klettern - aus eigener Kraft.
Der Reiz, ein überdimensionales Ziel mit der Gefahr dem Tod zu begegnen und stärker zu sein als diese Herausforderung hatte mich gepackt.
Ich kaufte mir fast alles an Literatur dem Berg der Berge - dem Mount Everest - laß Erlebnisberichte und Biographien und schaute mir Bildbände an, um die Schönheit des "Unerreichbaren" zu bewundern.
"Unerreichbarkeit" - für den normalen Flachlandtiroler war ein solcher Berg - eine solche Herausforderung eigentlich unmöglich.
Dass so ein Gedanke entstehen konnte, sich überhaupt mit dem höchsten Berg der Erde zu beschäftigen, war der Tatsache geschuldet, dass ich für mich aus eigener Kraft bewiesen hatte, dass man es auch bis zum Marathonfinish oder Ironmanfinish schaffen konnte, wenn man nur überzeugt davon ist, dass man das schaffen kann.
Warum nicht auch einfach auf den Everest?!
Es war mir klar, dass es ein sehr riskantes Unternehmen werden würde - doch Leidenschaft für eine Sache oder ein Ziel kann wie der Name auch schon sagt leiden schaffen.
Wenn man das Projekt "Gipfel Mount Everest" konsequent organisiert, ist es möglich - denn - gemäß dem dem Motto nichts ist unmöglich, war ja schließlich im Umkehrschluss alles möglich.
Ich informierte mich über Expeditionen, die quasi solche "verrückten Grenzgänger" wie mich auf dem Weg begleiten.
Ich schmökerte in allen möglichen Fachzeitschriften, Katalogen und Internetseiten über Ausrüstung, Anforderungen, Risiken, Kosten usw.
Das Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer tat ein übriges. Der faszinierende, aber gleichzeitig auch wachrüttelnde Bericht über den Tod vieler Bergsteiger bei ihrer Everestbesteigung sorgte dafür, dass ich es noch mehr wollte als vorher.
Es war die Faszination sich ein sehr hohes Ziel zu setzen und hart dafür zu arbeiten, um es zu erreichen.
Der Reiz, ein überdimensionales Ziel mit der Gefahr dem Tod zu begegnen und stärker zu sein als diese Herausforderung hatte mich gepackt.
Ich kaufte mir fast alles an Literatur dem Berg der Berge - dem Mount Everest - laß Erlebnisberichte und Biographien und schaute mir Bildbände an, um die Schönheit des "Unerreichbaren" zu bewundern.
"Unerreichbarkeit" - für den normalen Flachlandtiroler war ein solcher Berg - eine solche Herausforderung eigentlich unmöglich.
Dass so ein Gedanke entstehen konnte, sich überhaupt mit dem höchsten Berg der Erde zu beschäftigen, war der Tatsache geschuldet, dass ich für mich aus eigener Kraft bewiesen hatte, dass man es auch bis zum Marathonfinish oder Ironmanfinish schaffen konnte, wenn man nur überzeugt davon ist, dass man das schaffen kann.
Warum nicht auch einfach auf den Everest?!
Es war mir klar, dass es ein sehr riskantes Unternehmen werden würde - doch Leidenschaft für eine Sache oder ein Ziel kann wie der Name auch schon sagt leiden schaffen.
Wenn man das Projekt "Gipfel Mount Everest" konsequent organisiert, ist es möglich - denn - gemäß dem dem Motto nichts ist unmöglich, war ja schließlich im Umkehrschluss alles möglich.
Ich informierte mich über Expeditionen, die quasi solche "verrückten Grenzgänger" wie mich auf dem Weg begleiten.
Ich schmökerte in allen möglichen Fachzeitschriften, Katalogen und Internetseiten über Ausrüstung, Anforderungen, Risiken, Kosten usw.
Das Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer tat ein übriges. Der faszinierende, aber gleichzeitig auch wachrüttelnde Bericht über den Tod vieler Bergsteiger bei ihrer Everestbesteigung sorgte dafür, dass ich es noch mehr wollte als vorher.
Es war die Faszination sich ein sehr hohes Ziel zu setzen und hart dafür zu arbeiten, um es zu erreichen.
Vom Extremsportler zum Arthrosepatienten
Hallo!
Der Weg vom "Extremsportler" zum Arthrosepatienten
Der Weg ist kürzer als man denkt. Und es kann jeden treffen. Der eine oder die eine ist wohl durch Veranlagung wie bei mir z.B. Hüftdysplasie eher prädestiniert die Erkrankung zu bekommen als jemand ohne Hüftfehlstellung. Aber durch bestimmte Umstände wie z.B. erhöhte Beanspruchung des Gelenks im Beruf oder beim Sport oder durch einen Sturz oder Unfall ausgelöst, kann eigentlich jeder diese Krankheit bekommen. In Deutschland leiden einige Millionen Menschen unter den Symptomen der Krankheit, in einigen Büchern und auch entsprechenden Internetforen spricht man von der Volkskrankheit Nr. 1. Die Dunkelziffer dürfte relativ hoch sein, da nicht jeder, der unter den Gelenkschmerzen leidet sich zum einen ärztlich behandeln lässt, einen Arzt überhaupt konsultiert oder aber die Krankheitssymptome zu spät erkannt werden als solche. Ebenso war es bei mir, ich habe selbst dafür gesorgt, indem ich die anfänglichen ersten Anzeichen nie als Beginn einer so schwierigen Erkrankung eingestuft oder ernst genommen hätte. Ich habe es als leichte Begleiterscheinungen von intensivem Training und nach dem Sturz mit Rad und Motorrad, als leichte Blesur abgetan. Ein Extremsportler ist auch extrem im Aushalten von Schmerzen, denn die fügt er sich manchmal selbst zu, indem er sich freiwillig in extreme Belastungssituationen für den Körper begiebt oder bei einem dieser Grenzgänge, z.B. beim Wettkampf, die Schmerzen billige in Kauf nimmt, um sein Ziel zu erreichen. Beides kam bei mir auch vor - mein Spruch "die Schmerzen sind meine Freunde" sagt eigentlich alles aus zu meinem Verhältnis im Umgang mit diesen Befindlichkeiten. Ich habe mich schlichtweg überschätzt und die Schmerzen unterschätzt. Vor allem habe ich einen schwerwiegenden Fehler gemacht - ich habe die Schmerzen als alleinigen Gegner gesehen, als wären nur die Schmerzen mein Problem und würden für sich alleine existieren. Und darauf habe ich mich konzentriert. Sie zu ertragen, wie auch immer, egal in welcher Situation, gemäß dem Motto "was uns nicht umringt, macht uns nur härter " - im Nachhinein betrachtet eine völlige narzistische Leichtsinnigkeit.
[Narzissmus - auch eine nette psychologische Eigenart der Gegenwart , ein Thema, mit dem ich mich auch ausführlich beschäftigt habe. Darüber werde ich detailliert berichten.]
Denn die gnadenlose Wahrheit ist, dass Schmerzen selbst schon eine Ursache haben und diese Ursache ist nicht immer ein Ergebnis harten Trainings, sondern die Symptome einer Erkrankung.
Das heimtückische von Arthrose ist, dass sie sich meistens einschleicht, was anfänglich vermeintlich harmlos beginnt, endet oft wie bei mir mit dem völligen Verlust der Beweglichkeit des Gelenks und damit die eigene Mobilität und letztendlich auf dem OP-Tisch. Hätte ich die anfänglichen Minischmerzen richtig gedeutet und hätte entsprechende Maßnahmen ergriffen, vielleicht schon früher einen Arzt konsultiert, wäre es sicher nicht schon so früh zu diesem Kollaps gekommen. Vielleicht hätte die OP auch etwas später stattfinden können, was ein zeitlicher Gewinn für später gewesen wäre. Aber diese ganzen wenns und aber... nützen im Nachhinein wenig, außer vielleicht demjenigen, der diesen Blog liest und sich davon inspirieren und motivieren lässt , schneller zu handeln, früher einen Arzt zu konsultieren oder früher die Schmerzmitteleinnahme richtig zu deuten - dann hat mein Blog sein Ziel erreicht.
Irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich mich entscheiden musste absolute Bewegungseinschränkung, um die Schmerzen zu vermeiden und parallel tägliche Schmerzmitteleinnahme, um eventuell auftretende Schmerzen gleich im Keim zu ersticken. Und das alles nur, weil ich zu lange gewartet habe, könnte man denken, eher aber weil ich den Anfängen mich nicht gestellt habe.
Die Arthrose kann leider alle Gelenke befallen. Ich werde in einem eigenen Post die Gelenke und die Arthroseformen zum Thema haben. Seid gespannt und bleibt als Leser am Ball. Ich werde versuchen täglich einen Themenbereich oder einen Gedanken zu behandeln, der Euch inspirieren soll. Viel Spaß dabei.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit trifft und euch mein Leidensweg erspart bleibt. Seid wachsam und geht mit Eurem Körper verantwortungsvoll um, wir haben nur diesen einen.
Passt auf Euch auf!
CU Stephan Frank
Der Weg vom "Extremsportler" zum Arthrosepatienten
Der Weg ist kürzer als man denkt. Und es kann jeden treffen. Der eine oder die eine ist wohl durch Veranlagung wie bei mir z.B. Hüftdysplasie eher prädestiniert die Erkrankung zu bekommen als jemand ohne Hüftfehlstellung. Aber durch bestimmte Umstände wie z.B. erhöhte Beanspruchung des Gelenks im Beruf oder beim Sport oder durch einen Sturz oder Unfall ausgelöst, kann eigentlich jeder diese Krankheit bekommen. In Deutschland leiden einige Millionen Menschen unter den Symptomen der Krankheit, in einigen Büchern und auch entsprechenden Internetforen spricht man von der Volkskrankheit Nr. 1. Die Dunkelziffer dürfte relativ hoch sein, da nicht jeder, der unter den Gelenkschmerzen leidet sich zum einen ärztlich behandeln lässt, einen Arzt überhaupt konsultiert oder aber die Krankheitssymptome zu spät erkannt werden als solche. Ebenso war es bei mir, ich habe selbst dafür gesorgt, indem ich die anfänglichen ersten Anzeichen nie als Beginn einer so schwierigen Erkrankung eingestuft oder ernst genommen hätte. Ich habe es als leichte Begleiterscheinungen von intensivem Training und nach dem Sturz mit Rad und Motorrad, als leichte Blesur abgetan. Ein Extremsportler ist auch extrem im Aushalten von Schmerzen, denn die fügt er sich manchmal selbst zu, indem er sich freiwillig in extreme Belastungssituationen für den Körper begiebt oder bei einem dieser Grenzgänge, z.B. beim Wettkampf, die Schmerzen billige in Kauf nimmt, um sein Ziel zu erreichen. Beides kam bei mir auch vor - mein Spruch "die Schmerzen sind meine Freunde" sagt eigentlich alles aus zu meinem Verhältnis im Umgang mit diesen Befindlichkeiten. Ich habe mich schlichtweg überschätzt und die Schmerzen unterschätzt. Vor allem habe ich einen schwerwiegenden Fehler gemacht - ich habe die Schmerzen als alleinigen Gegner gesehen, als wären nur die Schmerzen mein Problem und würden für sich alleine existieren. Und darauf habe ich mich konzentriert. Sie zu ertragen, wie auch immer, egal in welcher Situation, gemäß dem Motto "was uns nicht umringt, macht uns nur härter " - im Nachhinein betrachtet eine völlige narzistische Leichtsinnigkeit.
[Narzissmus - auch eine nette psychologische Eigenart der Gegenwart , ein Thema, mit dem ich mich auch ausführlich beschäftigt habe. Darüber werde ich detailliert berichten.]
Denn die gnadenlose Wahrheit ist, dass Schmerzen selbst schon eine Ursache haben und diese Ursache ist nicht immer ein Ergebnis harten Trainings, sondern die Symptome einer Erkrankung.
Das heimtückische von Arthrose ist, dass sie sich meistens einschleicht, was anfänglich vermeintlich harmlos beginnt, endet oft wie bei mir mit dem völligen Verlust der Beweglichkeit des Gelenks und damit die eigene Mobilität und letztendlich auf dem OP-Tisch. Hätte ich die anfänglichen Minischmerzen richtig gedeutet und hätte entsprechende Maßnahmen ergriffen, vielleicht schon früher einen Arzt konsultiert, wäre es sicher nicht schon so früh zu diesem Kollaps gekommen. Vielleicht hätte die OP auch etwas später stattfinden können, was ein zeitlicher Gewinn für später gewesen wäre. Aber diese ganzen wenns und aber... nützen im Nachhinein wenig, außer vielleicht demjenigen, der diesen Blog liest und sich davon inspirieren und motivieren lässt , schneller zu handeln, früher einen Arzt zu konsultieren oder früher die Schmerzmitteleinnahme richtig zu deuten - dann hat mein Blog sein Ziel erreicht.
Irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich mich entscheiden musste absolute Bewegungseinschränkung, um die Schmerzen zu vermeiden und parallel tägliche Schmerzmitteleinnahme, um eventuell auftretende Schmerzen gleich im Keim zu ersticken. Und das alles nur, weil ich zu lange gewartet habe, könnte man denken, eher aber weil ich den Anfängen mich nicht gestellt habe.
Die Arthrose kann leider alle Gelenke befallen. Ich werde in einem eigenen Post die Gelenke und die Arthroseformen zum Thema haben. Seid gespannt und bleibt als Leser am Ball. Ich werde versuchen täglich einen Themenbereich oder einen Gedanken zu behandeln, der Euch inspirieren soll. Viel Spaß dabei.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit trifft und euch mein Leidensweg erspart bleibt. Seid wachsam und geht mit Eurem Körper verantwortungsvoll um, wir haben nur diesen einen.
Passt auf Euch auf!
CU Stephan Frank
Donnerstag, 19. Januar 2012
Ich bin ein Star holt mich hier raus
Wir sind doch irgendwie alle Stars...jeder auf seiner kleinen Showbühne...jeder in seiner Welt!
Think positive!!!
CU
Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Think positive!!!
CU
Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Auf dem Weg zu sich selbst hat er sich weit entfernt - 19.01.2012
Diesen Spruch über mich selbst habe ich geprägt in einer Zeit (Mai 1998), wo ich durch meine damaligen Probleme mit mir und auf der Suche nach mir selbst mich auf den Weg begeben habe...
...auf einen Weg, den ich nicht kannte... ich kannte weder wohin es gehen sollte, noch wie ich dahin komme...
...ich habe nur ganz tief in mir eine Neugierde verspürt nach neuen Erfahrungen, eine Sehnsucht, in mir selbst etwas zu entdecken, wovon ich gar nicht wusste, wie es aussieht, noch wie ich es finden kann.
Diese Sehnsucht dem eigenen Ich zu begegnen, das Abenteuer der Reise ins Ich zu erleben und vor allem das ungelebte Leben zu leben, war geboren.
Vieles was unser Handeln als Erwachsener bestimmt, wird in der Kindheit geprägt. Wir lernen zu gehorchen, höflich zu sein, gewisse Grenzen des Lebens und des eigenen Daseins zu akzeptieren, ohne dass wir manchmal wissen warum.
Wir lernen als Kinder durch das Zusammenleben in der Familie und die Schule, wie die Welt funktioniert.
Aber aus der Sicht der anderen.
Dazu gibt es einen wunderbaren Text von Reinhard Mey, der das beschreibt.
Kinder werden als Riesen geboren...
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Du bist ein Riese, Max!
Ich spürte tief in mir das Verlangen, mich an meine eigenen Abgründe, meine eigenen Grenzen heran zu wagen.
Meine Seele war wohl Auslöser dieses Entwicklungsprozesses, den ich dann angestoßen durch den Wunsch abzunehmen, mithilfe des Sports begann.
Irgendwas in mir war unzufrieden, es sollte noch mehr geben für mich, als das, was ich bis dahin erlebt hatte.
Und so begab es sich zu der Zeit, dass ich vor ca. 14 Jahren, nach der Geburt meines ersten Sohnes, einen neuen Weg einschlug.
Beruflich machte ich mich selbstständig und privat war mein Ziel, einfach irgendwie was anders zu machen. Also fing ich an und kaufte mir einen Tag nach der Geburt meines Sohnes ein Mountainbike, obwohl ich gerade ein paar Monate vorher mein altes Mtb wegen Nichtnutzung verkauft hatte und fing an wie wild an schwimmen zu gehen. Quasi täglich war ich im Hallenbad und zog meine Bahnen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich mir eine eigene imaginäre Schwimmerbahn im Hallenbad Gedern erschwommen. Unter den Rentnern, die auf meiner Seite des Schwimmbeckens unterwegs waren, war ich der schnellste.
Auf die andere Seite, wo die richtigen Schwimmer unterwegs waren, traute ich mich noch nicht. Aber ich war schon die Attraktion des Schwimmbades, meinen Prachtkörper packte ich in einen Einteiler von Adidas. Der sollte das ganze Ausmaß des Überschusses etwas zusammen halten und verbergen. Es sah sehr wichtig aus...
...ein erster Schritt Richtung Triathlet war getan, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt daran keine Gedanken verschwendete.
Parallel fuhr ich so oft es ging mit meinem Fully von GT....der Start des ganzen war Anfang Mai...
Gleichzeitig fing ich an ganz radikal Pommes und Bürger aus meinem Speiseplan zu streichen.
Und am 18.06. sprich ca. 6 Wochen nach dem Start holte ich mir eine Körperfettanalysewaage. Bei der ersten Nutzung war der Schock groß...aber die Wahrheit ist oft gnadenlos...119 kg...Körperfettanteil 35 %!!!!!...Positiv ausgedrückt: ich hatte viel Potenzial Fett abzubauen. Täglich führte ich Buch über Sporteinheit, Gewicht und Körperfettanteil. Laufen sollte gut sein, um abzunehmen, so fing ich mit dem Laufen an -ursprünglich nur mit dem Ziel, Kalorien zu verbrauchen.
Nun kam noch ein Herzfrequenzmesser von Polar dazu, der mir geholfen hat, mein Training ab sofort über die Herzfrequenz zu steuern.
Ich kaufte mir alle Bücher zum Thema Ausdauersport und Laufen und versuchte manche Tipps im täglichen Training umzusetzen.
Training im Fettstoffwechselbereich - das war mein Ding - und das Gewicht schrumpfte mit jedem Lauftag. So langsam merkte ich, dass ich jeden Tag meine Grenzen erweiterte und fing an Spaß fürs Laufen zu entwickeln.
Als ich am ersten Tag begann, war nach 500 m Schluss mit lustig, Atemnot, roter Kopf, dann kurze Pause und nochmal ein paar wenige Meter. Den nächsten Tag das gleiche Spiel. Nach 2 Wochen war ich schon soweit, dass ich 3 km durchlaufen konnte.
Durch diese Erfolge motiviert, kam ich sehr schnell auf die Schnappsidee, einen Marathon zu laufen.
Ja Marathon, jedem den ich kannte, erzählte ich von diesem Vorhaben und meinem großen Ziel. Wahrscheinlich ein psychologischer Trick, um mich selbst unter Druck zu setzen...denn wer gibt schon gerne zu, bei so einem Projekt gescheitert zu sein, wenn man nach dem Termin auf das Thema Marathon angesprochen worden wäre.
Also nahm ich mich und mein Vorhaben sehr ernst. Im August diesen Jahres, quasi im 4. Monat nach Start des Abnehmprojektes meldete ich mich im Fitnessstudio an, um z.B. durch Spinning (Indoorcycling) meinem Training neue Trainingsreize zu geben. Daran hatte ich sehr schnell Freude gefunden, so dass ich auch dort weiter an meinem Fitnesszustand gearbeitet habe. Und dann rücke der Termin näher und näher.
Am letzten Wochenende im Oktober ist es jedes Jahr soweit - Marathon in Frankfurt - so auch in diesem Jahr. Und so kam es wie es kommen musste...ich wagte den Schritt...und nahm teil.
Dieser Marathon selbst - das mentale auf und ab während des Marathons - die Vorbereitung und last gut not least das Finishen meines ersten Marathons haben mein Denken, meine Einstellung zum Leben, zu mir selbst, zu dem, was ich noch alles schaffen kann, grundlegend geändert.
Von da an, war nichts mehr wie es war...ich hatte verinnerlicht, dass man durch seinen Willen in Kombination mit Disziplin und Fleiß alles erreichen kann - jetzt fing mein neues Leben an Gestalt anzunehmen
Warum habe ich mich weit entfernt?
Mein Denken ist grenzenlos - Man muss nur wagen über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Neugierde in uns und die Sehnsucht neues zu entdecken ist dabei der Motor...
...auf einen Weg, den ich nicht kannte... ich kannte weder wohin es gehen sollte, noch wie ich dahin komme...
...ich habe nur ganz tief in mir eine Neugierde verspürt nach neuen Erfahrungen, eine Sehnsucht, in mir selbst etwas zu entdecken, wovon ich gar nicht wusste, wie es aussieht, noch wie ich es finden kann.
Diese Sehnsucht dem eigenen Ich zu begegnen, das Abenteuer der Reise ins Ich zu erleben und vor allem das ungelebte Leben zu leben, war geboren.
Vieles was unser Handeln als Erwachsener bestimmt, wird in der Kindheit geprägt. Wir lernen zu gehorchen, höflich zu sein, gewisse Grenzen des Lebens und des eigenen Daseins zu akzeptieren, ohne dass wir manchmal wissen warum.
Wir lernen als Kinder durch das Zusammenleben in der Familie und die Schule, wie die Welt funktioniert.
Aber aus der Sicht der anderen.
Dazu gibt es einen wunderbaren Text von Reinhard Mey, der das beschreibt.
Kinder werden als Riesen geboren...
------------------------------------------------------------------------------
Du bist ein Riese, Max!
Kinder werden als Riesen geboren,
Doch mit jedem Tag, der dann erwacht,
Geht ein Stück von ihrer Kraft verloren,
Tun wir etwas, das sie kleiner macht.
Kinder versetzen so lange Berge,
Bis der Teufelskreis beginnt,
Bis sie wie wir erwachs’ne Zwerge
Endlich so klein wie wir Großen sind!
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Doch mit jedem Tag, der dann erwacht,
Geht ein Stück von ihrer Kraft verloren,
Tun wir etwas, das sie kleiner macht.
Kinder versetzen so lange Berge,
Bis der Teufelskreis beginnt,
Bis sie wie wir erwachs’ne Zwerge
Endlich so klein wie wir Großen sind!
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Du bist ein Riese, Max! Mit deiner Fantasie,
Auf deinen Flügeln aus Gedanken kriegen sie dich nie!
Freiheit ist für dich durch nichts ersetzbar,
Widerspruch ist dein kostbarstes Gut.
Liebe macht dich unverletzbar,
Wie ein Bad im Drachenblut.
Doch pass auf! Die Freigeistfresser lauern
Eifersüchtig im Vorurteilsmief,
Ziehen Gräben und erdenken Mauern
Und Schubladen wie Verließe so tief.
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Auf deinen Flügeln aus Gedanken kriegen sie dich nie!
Freiheit ist für dich durch nichts ersetzbar,
Widerspruch ist dein kostbarstes Gut.
Liebe macht dich unverletzbar,
Wie ein Bad im Drachenblut.
Doch pass auf! Die Freigeistfresser lauern
Eifersüchtig im Vorurteilsmief,
Ziehen Gräben und erdenken Mauern
Und Schubladen wie Verließe so tief.
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Du bist ein Riese, Max! Mit deiner Fantasie,
Auf deinen Flügeln aus Gedanken kriegen sie dich nie!
Keine Übermacht könnte dich beugen,
Keinen Zwang wüsst’ ich, der dich einzäunt.
Besiegen kann dich keiner, nur überzeugen.
Max, ich wäre gern dein Freund,
Wenn du morgen auf deinen Reisen
Siehst, wo die blaue Blume wächst,
Und vielleicht den Stein der Weisen
Und das versunkene Atlantis entdeckst!
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Auf deinen Flügeln aus Gedanken kriegen sie dich nie!
Keine Übermacht könnte dich beugen,
Keinen Zwang wüsst’ ich, der dich einzäunt.
Besiegen kann dich keiner, nur überzeugen.
Max, ich wäre gern dein Freund,
Wenn du morgen auf deinen Reisen
Siehst, wo die blaue Blume wächst,
Und vielleicht den Stein der Weisen
Und das versunkene Atlantis entdeckst!
Du bist ein Riese, Max! Sollst immer einer sein!
Großes Herz und großer Mut und nur zur Tarnung nach außen klein.
Reinhard Mey
------------------------------------------------------------------------------Ich spürte tief in mir das Verlangen, mich an meine eigenen Abgründe, meine eigenen Grenzen heran zu wagen.
Meine Seele war wohl Auslöser dieses Entwicklungsprozesses, den ich dann angestoßen durch den Wunsch abzunehmen, mithilfe des Sports begann.
Irgendwas in mir war unzufrieden, es sollte noch mehr geben für mich, als das, was ich bis dahin erlebt hatte.
Und so begab es sich zu der Zeit, dass ich vor ca. 14 Jahren, nach der Geburt meines ersten Sohnes, einen neuen Weg einschlug.
Beruflich machte ich mich selbstständig und privat war mein Ziel, einfach irgendwie was anders zu machen. Also fing ich an und kaufte mir einen Tag nach der Geburt meines Sohnes ein Mountainbike, obwohl ich gerade ein paar Monate vorher mein altes Mtb wegen Nichtnutzung verkauft hatte und fing an wie wild an schwimmen zu gehen. Quasi täglich war ich im Hallenbad und zog meine Bahnen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich mir eine eigene imaginäre Schwimmerbahn im Hallenbad Gedern erschwommen. Unter den Rentnern, die auf meiner Seite des Schwimmbeckens unterwegs waren, war ich der schnellste.
Auf die andere Seite, wo die richtigen Schwimmer unterwegs waren, traute ich mich noch nicht. Aber ich war schon die Attraktion des Schwimmbades, meinen Prachtkörper packte ich in einen Einteiler von Adidas. Der sollte das ganze Ausmaß des Überschusses etwas zusammen halten und verbergen. Es sah sehr wichtig aus...
...ein erster Schritt Richtung Triathlet war getan, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt daran keine Gedanken verschwendete.
Parallel fuhr ich so oft es ging mit meinem Fully von GT....der Start des ganzen war Anfang Mai...
Gleichzeitig fing ich an ganz radikal Pommes und Bürger aus meinem Speiseplan zu streichen.
Und am 18.06. sprich ca. 6 Wochen nach dem Start holte ich mir eine Körperfettanalysewaage. Bei der ersten Nutzung war der Schock groß...aber die Wahrheit ist oft gnadenlos...119 kg...Körperfettanteil 35 %!!!!!...Positiv ausgedrückt: ich hatte viel Potenzial Fett abzubauen. Täglich führte ich Buch über Sporteinheit, Gewicht und Körperfettanteil. Laufen sollte gut sein, um abzunehmen, so fing ich mit dem Laufen an -ursprünglich nur mit dem Ziel, Kalorien zu verbrauchen.
Nun kam noch ein Herzfrequenzmesser von Polar dazu, der mir geholfen hat, mein Training ab sofort über die Herzfrequenz zu steuern.
Ich kaufte mir alle Bücher zum Thema Ausdauersport und Laufen und versuchte manche Tipps im täglichen Training umzusetzen.
Training im Fettstoffwechselbereich - das war mein Ding - und das Gewicht schrumpfte mit jedem Lauftag. So langsam merkte ich, dass ich jeden Tag meine Grenzen erweiterte und fing an Spaß fürs Laufen zu entwickeln.
Als ich am ersten Tag begann, war nach 500 m Schluss mit lustig, Atemnot, roter Kopf, dann kurze Pause und nochmal ein paar wenige Meter. Den nächsten Tag das gleiche Spiel. Nach 2 Wochen war ich schon soweit, dass ich 3 km durchlaufen konnte.
Durch diese Erfolge motiviert, kam ich sehr schnell auf die Schnappsidee, einen Marathon zu laufen.
Ja Marathon, jedem den ich kannte, erzählte ich von diesem Vorhaben und meinem großen Ziel. Wahrscheinlich ein psychologischer Trick, um mich selbst unter Druck zu setzen...denn wer gibt schon gerne zu, bei so einem Projekt gescheitert zu sein, wenn man nach dem Termin auf das Thema Marathon angesprochen worden wäre.
Also nahm ich mich und mein Vorhaben sehr ernst. Im August diesen Jahres, quasi im 4. Monat nach Start des Abnehmprojektes meldete ich mich im Fitnessstudio an, um z.B. durch Spinning (Indoorcycling) meinem Training neue Trainingsreize zu geben. Daran hatte ich sehr schnell Freude gefunden, so dass ich auch dort weiter an meinem Fitnesszustand gearbeitet habe. Und dann rücke der Termin näher und näher.
Am letzten Wochenende im Oktober ist es jedes Jahr soweit - Marathon in Frankfurt - so auch in diesem Jahr. Und so kam es wie es kommen musste...ich wagte den Schritt...und nahm teil.
Dieser Marathon selbst - das mentale auf und ab während des Marathons - die Vorbereitung und last gut not least das Finishen meines ersten Marathons haben mein Denken, meine Einstellung zum Leben, zu mir selbst, zu dem, was ich noch alles schaffen kann, grundlegend geändert.
Von da an, war nichts mehr wie es war...ich hatte verinnerlicht, dass man durch seinen Willen in Kombination mit Disziplin und Fleiß alles erreichen kann - jetzt fing mein neues Leben an Gestalt anzunehmen
Warum habe ich mich weit entfernt?
Mein Denken ist grenzenlos - Man muss nur wagen über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Neugierde in uns und die Sehnsucht neues zu entdecken ist dabei der Motor...
Warum ich? Die Hoffnung stirbt zuletzt - 19.01.2012
Warum ich?
Das habe ich mich oft gefragt...
...ich glaube, jeder, der irgenwie durch eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag oder ein Ereignis aus seiner Umlaufbahn geworfen wird, stellt auch genau diese Frage - warum ich - was habe ich falsch gemacht? Wie konnte es soweit kommen?
Zum Schluss habe ich jeder Oma und jedem Opa nachgeschaut beim Laufen...ich habe sie richtiggehend beneided um die Fähigkeit Laufen zu können, für fast jeden selbstverständlich...außer vielleicht für behinderte Menschen..ich habe es nicht verstanden und lange Zeit dagegen gewehrt...es anzunehmen...immer versucht es zu überspielen...beim Tischtennis spielen ganz massiv Schmerzmittel eingeworfen.
Immerhin noch Spielklasse Bezirksoberliga. Anfangs hat das mich auch noch gerettet.
Wobei eigentlich nicht wirklich - ich konnte mich entscheiden zwischen Schmerzen, schlechte Beweglichkeit und volle Konzentration oder wenig Schmerzen, schlechte Beweglichkeit und keinerlei Konzentration. Fast immer habe ich die erste Variante gewählt, weil die Schmerzen einfach keine Option für eine Wettkampfsituation sind.
Das ganze Spiel, das war es wirklich, ein Spiel mit meiner Gesundheit, ging über einige Jahre.
Alles in allem bestimmt 2 Jahre. Aktiv Spielen konnte ich noch bis zum Ende der Vorrunde 2010/2011 sprich bis Dezember 2010. Doch bereits im ganzen Jahr waren immer wieder Momente des Schmerzes, dass ich entweder im Training oder beim Spiel pausieren musste. Ich errinnere mich, dass ich bei einem Spiel einen solchen Schmerz verspürt habe, dass ich ich fast aufgeben musste. Aber nur fast - Aufgeben ist ja für mich keine Option - "Niemals aufgeben!", obwohl es hier wohl besser gewesen wäre. Es war beim Spiel gegen Steinfurth, ich musste mein Spiel ganz kurz unterbrechen, habe mir weitere Schmerzmittel eingeworfen und dann gings weiter - fast high, aber weniger Schmerzen und ich musste mich geschlagen geben - eigentlich nicht dem Gegner, sondern eher mir selber und meinem ungebrochenen Ehrgeiz. Das Verhalten war einfach unvernünftig. So in etwa hangelte ich mich bis 2010 durch die Saison. Ich hatte mir inzwischen einen Beutel mit Schmerztabletten zugelegt. Darin befanden such diclac dolo, aspirin, paracetamol, ibuprofen, tomapirin.
Ich hatte mich durchs Internet und in Büchern über Medikamentenbewertungen zu den einzelnen Wirkstoffen und Wirkungen ausführlich informiert
Die Vorweihnachtszeit ist bei mir immer geprägt durch Weihnachtsmarktbesuche...das war in der Saison 2010 schon sehr schwierig, da die Schmerzen mich von langen Gehstrecken abhielten.
Der Höhepunkt des ganzen war sicher noch ein Sturz vom Stuhl, wo ich auf dem Po landete. Das war am 31.12. , Tage später war dann Schicht im Schacht, nichts ging mehr, nur noch nichts...keinerlei Bewegung und selbst das verursachte Schmerzen. Auch das Liegen im Bett war inzwschen schwierig, mein Iliosakralgelenk machte mir unheimliche Probleme.
Die Zeit von Januar 2011 bis Ende März 2011 verbrachte ich fast nur im Bett...jeder Schritt, jede Bewegung verursachte nicht zu tolerierende Schmerzen. Diese Situation war ursächlich dafür, dass ich mich erstmals mit dem Thema Operation auseinander gesetzt habe.
Nachdem ich mehrere Orthopäden und auch Kliniken aufgesucht hatte, fiel meine Wahl auf das OKB in Braunfels, die Orthopädische Klinik in Braunfels.
Nach 2 Terminen war ich bereit zum Termin und vereinbarte den 01.04.2011 als OP-Termin, 1 Tag vorher die Aufnahme. Und dann kam der Termin. Ich checkte ein, ließ alle Untersuchungen machen, mein Operateur war bei mir, Dr. Kobler und dann befiel mich ein Gefühl, dass hier nicht Schluss sein kann.
Für mich als Triathlet, der ich vom Kopf noch war, gab es kein Aufgeben.
Die Operation war eine Kapitulationserklärung ans eigene Ego...und so entwickelte ich nochmals als letztes Aufbäumen die mentale Idee es aus eigener Kraft zu schaffen. Ich wollte heim so schnell wie möglich. Ich ließ mich abholen, malte mir in den kühnsten Gedanken aus, wie es wäre mit weniger Gewicht, wofür ich selber sorgen könnte und mit mehr Bewegung...sprich Abnehmen, Schwimmen, Radfahren..alles Dinge mit denen ich bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hatte.
Aber alles kam leider anders. Der Sommer verlief nicht wie gewünscht, mit viel Regen war oft nicht an Radfahren zu denken, zum Schwimmen im Freibad war es zu kalt und ohne Bewegung Abnehmen klappte leider auch nicht. Ich drehte mich im Kreis. Im Teufelskreis.
Schmerzen bedeuten Frust, Schmerzen bedeuten wenig Bewegung. Frust und wenig Bewegung bedeutet Naschen - Fressen aus Frust - als Belohnung dafür dass man die Schmerzen erträgt. Für das Naschen wird man prompt belohnt, noch mehr Gewicht, noch mehr Frust und immer noch keine Bewegung. Man kommt nicht raus.
Jeden Tag um 10 Uhr ist die Frustrationstoleranzgrenze gegen Null, weil man in den erstem Stunden des Tages diese Schmerzen aushalten musste. Man konzentriert sich den ganzen Tag darauf die Schmerzen zu ertragen und vernichtet die komplette Lebensenergie, den Schmerzen Paroli zu bieten.
Es ist ein täglicher Kampf, den man nicht gewinnen kann.
Was macht einer wie ich in dieser Situation, der bisher in seinem Leben mit allem klar gekommen ist.
"Nicht aufgeben!" in dieser Situation bedeutet was!? Nicht operieren!? So dachte ich lange...Fast das ganze Jahr 2011 dachte ich so. Gegen Ende des Jahres ist das ganze gekippt - Gott sei Dank. Mir war die Aussichtslosigkeit meiner Situation auf einmal bewusst. "Niemals aufgeben!" bedeutet hier nicht die Operation zu unterlassen und weiter zu leiden. Weiter mit seinem Schicksal hadern. Weiter Frust schieben. Weiter das körperliche Ich vom mentalen Ich zu trennen. Nein, ich habe verstanden. "Niemals aufgeben!" bedeutet hier mal Hilfe anzunehmen - Hilfe von außen - die Kontrolle mal kurz abzugeben, für den Zeitpunkt der OP - und danach wieder Gas zu geben - wieder ans Gute zu glauben, wieder an sich zu glauben - mit dem Bewusstsein es auch realisieren zu können.
"Niemals aufgeben!" bedeutet nicht alles alleine zu schaffen, an Punkten wo man wirklich an seine Grenzen kommt.
!Niemals aufgeben!" bedeutet nehm dein Leben an so wie es ist. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und konzentriere dich auf das was du kannst. Kämpfen...ich werde kämpfen, ich werde wieder kommen, ich werde wieder sportliche Ziele umsetzten können, weil ich meine Energie nicht mehr verbrauche, um die Schmerzen zu ertragen. Nein, ich kann die ganze Energie wieder für positive Dinge nutzen.
3 Tage nach der OP. Schmerzfrei und hoch motiviert. Meine Kreativität ist zurück.
Ich bin wieder da.
Warum ich!?
Weil es mein Schicksal ist...weil es mein Leben ist, das ich nicht leugnen kann!
Warum ich!? Weil uns das Leben auch ab und an Aufgaben stellt...Weil es sonst zu langweilig wäre, wenn alles nur rund läuft. Eines läuft künftig wieder rund. Mein Hüftgelenk und damit auch mein Leben.
Ich komme wieder...der Weg ist das Ziel...oder das Ziel ist der Weg...alles ist möglich wenn man daran glaubt...der Kopf muss frei sein...um das Leben zu spüren...ohne Schmerzen...
Die Hoffnung stirbt zuletzt..ich hatte oft Hoffnung, dass es ohne OP geht. Das war die falsche Hoffnung.
Jetzt hoffe ich, dass ich mich ganz lange meine Motivation und Lebensfreude an andere weitergeben kann...die Hoffnung stirbt zuletzt...
CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Das habe ich mich oft gefragt...
...ich glaube, jeder, der irgenwie durch eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag oder ein Ereignis aus seiner Umlaufbahn geworfen wird, stellt auch genau diese Frage - warum ich - was habe ich falsch gemacht? Wie konnte es soweit kommen?
Zum Schluss habe ich jeder Oma und jedem Opa nachgeschaut beim Laufen...ich habe sie richtiggehend beneided um die Fähigkeit Laufen zu können, für fast jeden selbstverständlich...außer vielleicht für behinderte Menschen..ich habe es nicht verstanden und lange Zeit dagegen gewehrt...es anzunehmen...immer versucht es zu überspielen...beim Tischtennis spielen ganz massiv Schmerzmittel eingeworfen.
Immerhin noch Spielklasse Bezirksoberliga. Anfangs hat das mich auch noch gerettet.
Wobei eigentlich nicht wirklich - ich konnte mich entscheiden zwischen Schmerzen, schlechte Beweglichkeit und volle Konzentration oder wenig Schmerzen, schlechte Beweglichkeit und keinerlei Konzentration. Fast immer habe ich die erste Variante gewählt, weil die Schmerzen einfach keine Option für eine Wettkampfsituation sind.
Das ganze Spiel, das war es wirklich, ein Spiel mit meiner Gesundheit, ging über einige Jahre.
Alles in allem bestimmt 2 Jahre. Aktiv Spielen konnte ich noch bis zum Ende der Vorrunde 2010/2011 sprich bis Dezember 2010. Doch bereits im ganzen Jahr waren immer wieder Momente des Schmerzes, dass ich entweder im Training oder beim Spiel pausieren musste. Ich errinnere mich, dass ich bei einem Spiel einen solchen Schmerz verspürt habe, dass ich ich fast aufgeben musste. Aber nur fast - Aufgeben ist ja für mich keine Option - "Niemals aufgeben!", obwohl es hier wohl besser gewesen wäre. Es war beim Spiel gegen Steinfurth, ich musste mein Spiel ganz kurz unterbrechen, habe mir weitere Schmerzmittel eingeworfen und dann gings weiter - fast high, aber weniger Schmerzen und ich musste mich geschlagen geben - eigentlich nicht dem Gegner, sondern eher mir selber und meinem ungebrochenen Ehrgeiz. Das Verhalten war einfach unvernünftig. So in etwa hangelte ich mich bis 2010 durch die Saison. Ich hatte mir inzwischen einen Beutel mit Schmerztabletten zugelegt. Darin befanden such diclac dolo, aspirin, paracetamol, ibuprofen, tomapirin.
Ich hatte mich durchs Internet und in Büchern über Medikamentenbewertungen zu den einzelnen Wirkstoffen und Wirkungen ausführlich informiert
Die Vorweihnachtszeit ist bei mir immer geprägt durch Weihnachtsmarktbesuche...das war in der Saison 2010 schon sehr schwierig, da die Schmerzen mich von langen Gehstrecken abhielten.
Der Höhepunkt des ganzen war sicher noch ein Sturz vom Stuhl, wo ich auf dem Po landete. Das war am 31.12. , Tage später war dann Schicht im Schacht, nichts ging mehr, nur noch nichts...keinerlei Bewegung und selbst das verursachte Schmerzen. Auch das Liegen im Bett war inzwschen schwierig, mein Iliosakralgelenk machte mir unheimliche Probleme.
Die Zeit von Januar 2011 bis Ende März 2011 verbrachte ich fast nur im Bett...jeder Schritt, jede Bewegung verursachte nicht zu tolerierende Schmerzen. Diese Situation war ursächlich dafür, dass ich mich erstmals mit dem Thema Operation auseinander gesetzt habe.
Nachdem ich mehrere Orthopäden und auch Kliniken aufgesucht hatte, fiel meine Wahl auf das OKB in Braunfels, die Orthopädische Klinik in Braunfels.
Nach 2 Terminen war ich bereit zum Termin und vereinbarte den 01.04.2011 als OP-Termin, 1 Tag vorher die Aufnahme. Und dann kam der Termin. Ich checkte ein, ließ alle Untersuchungen machen, mein Operateur war bei mir, Dr. Kobler und dann befiel mich ein Gefühl, dass hier nicht Schluss sein kann.
Für mich als Triathlet, der ich vom Kopf noch war, gab es kein Aufgeben.
Die Operation war eine Kapitulationserklärung ans eigene Ego...und so entwickelte ich nochmals als letztes Aufbäumen die mentale Idee es aus eigener Kraft zu schaffen. Ich wollte heim so schnell wie möglich. Ich ließ mich abholen, malte mir in den kühnsten Gedanken aus, wie es wäre mit weniger Gewicht, wofür ich selber sorgen könnte und mit mehr Bewegung...sprich Abnehmen, Schwimmen, Radfahren..alles Dinge mit denen ich bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hatte.
Aber alles kam leider anders. Der Sommer verlief nicht wie gewünscht, mit viel Regen war oft nicht an Radfahren zu denken, zum Schwimmen im Freibad war es zu kalt und ohne Bewegung Abnehmen klappte leider auch nicht. Ich drehte mich im Kreis. Im Teufelskreis.
Schmerzen bedeuten Frust, Schmerzen bedeuten wenig Bewegung. Frust und wenig Bewegung bedeutet Naschen - Fressen aus Frust - als Belohnung dafür dass man die Schmerzen erträgt. Für das Naschen wird man prompt belohnt, noch mehr Gewicht, noch mehr Frust und immer noch keine Bewegung. Man kommt nicht raus.
Jeden Tag um 10 Uhr ist die Frustrationstoleranzgrenze gegen Null, weil man in den erstem Stunden des Tages diese Schmerzen aushalten musste. Man konzentriert sich den ganzen Tag darauf die Schmerzen zu ertragen und vernichtet die komplette Lebensenergie, den Schmerzen Paroli zu bieten.
Es ist ein täglicher Kampf, den man nicht gewinnen kann.
Was macht einer wie ich in dieser Situation, der bisher in seinem Leben mit allem klar gekommen ist.
"Nicht aufgeben!" in dieser Situation bedeutet was!? Nicht operieren!? So dachte ich lange...Fast das ganze Jahr 2011 dachte ich so. Gegen Ende des Jahres ist das ganze gekippt - Gott sei Dank. Mir war die Aussichtslosigkeit meiner Situation auf einmal bewusst. "Niemals aufgeben!" bedeutet hier nicht die Operation zu unterlassen und weiter zu leiden. Weiter mit seinem Schicksal hadern. Weiter Frust schieben. Weiter das körperliche Ich vom mentalen Ich zu trennen. Nein, ich habe verstanden. "Niemals aufgeben!" bedeutet hier mal Hilfe anzunehmen - Hilfe von außen - die Kontrolle mal kurz abzugeben, für den Zeitpunkt der OP - und danach wieder Gas zu geben - wieder ans Gute zu glauben, wieder an sich zu glauben - mit dem Bewusstsein es auch realisieren zu können.
"Niemals aufgeben!" bedeutet nicht alles alleine zu schaffen, an Punkten wo man wirklich an seine Grenzen kommt.
!Niemals aufgeben!" bedeutet nehm dein Leben an so wie es ist. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und konzentriere dich auf das was du kannst. Kämpfen...ich werde kämpfen, ich werde wieder kommen, ich werde wieder sportliche Ziele umsetzten können, weil ich meine Energie nicht mehr verbrauche, um die Schmerzen zu ertragen. Nein, ich kann die ganze Energie wieder für positive Dinge nutzen.
3 Tage nach der OP. Schmerzfrei und hoch motiviert. Meine Kreativität ist zurück.
Ich bin wieder da.
Warum ich!?
Weil es mein Schicksal ist...weil es mein Leben ist, das ich nicht leugnen kann!
Warum ich!? Weil uns das Leben auch ab und an Aufgaben stellt...Weil es sonst zu langweilig wäre, wenn alles nur rund läuft. Eines läuft künftig wieder rund. Mein Hüftgelenk und damit auch mein Leben.
Ich komme wieder...der Weg ist das Ziel...oder das Ziel ist der Weg...alles ist möglich wenn man daran glaubt...der Kopf muss frei sein...um das Leben zu spüren...ohne Schmerzen...
Die Hoffnung stirbt zuletzt..ich hatte oft Hoffnung, dass es ohne OP geht. Das war die falsche Hoffnung.
Jetzt hoffe ich, dass ich mich ganz lange meine Motivation und Lebensfreude an andere weitergeben kann...die Hoffnung stirbt zuletzt...
CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Die Bigpoints...im Spiel wie im Leben... - 19.01.2012
Wie man in Grenzsituationen die richtige Entscheidung trifft...
...wie man in Momenten, wo es drauf ankommt richtig handelt, entscheidet sich wie so vieles im Leben im Kopf...
...sind wir vom Kopf her stark, sind wir in einer positiven Stimmung, glauben wir an uns, stehen die Chancen gut, die richtige Entscheidung zu treffen und letztendlich ein positives Ergebnis aus unserem Handeln zu erzielen.
Sollte es nicht klappen, sprich wir verlieren trotz allem, oder das Ergebnis ist nicht wie gewünscht, haben wir es auf jeden Fall versucht. Auch das ist was sehr positives.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...ein altes Sprichwort...das trifft auch für die Bigpoints des Lebens zu...Jörg Rosskopf [Mr. Tischtennis, deutscher Tischtennisspieler, Doppelweltmeister, deutscher Meister, Europameister usw. inzwischen Coach des deutschen Tischtennisnationalteams] hat einmal ebenso wie ich folgendes zum Thema Gewinnen gesagt:
Wer nicht glaubt, dass er gewinnen kann, der hat schon verloren.
Der, der nicht an sich glaubt, spielt auf das Tischtennis wie aufs Leben bezogen, in Situationen wo es um Bigpoints geht, zu vorsichtig, zu ängstlich...und ohne das entsprechende Risiko einzugehen, was zu wagen, hat man nicht nur den Ballwechsel, den einen Punkt, sondern das ganze Spiel verloren...
Das ist manchmal beim Tischtennis wie im richtigen Leben.
Wir müssen an uns glauben, was wagen, was riskieren.
Wie einst alle Entdecker dieser Welt...alle Forscher...alle haben was gewagt, sich gegen Widerstände durchgesetzt...positiv gedacht, entsprechend gehandelt bei ihren Bigpoints in Ihrem Leben ...und gewonnen...
Bezogen auf meine OP...ein Bigpoint in meinem Leben...gewagt...und bis jetzt gewonnen...Lebensqualität ...keine Schmerzen mehr...die Chance auf ein neues Leben...
....Fortsetzung folgt...
...wie man in Momenten, wo es drauf ankommt richtig handelt, entscheidet sich wie so vieles im Leben im Kopf...
...sind wir vom Kopf her stark, sind wir in einer positiven Stimmung, glauben wir an uns, stehen die Chancen gut, die richtige Entscheidung zu treffen und letztendlich ein positives Ergebnis aus unserem Handeln zu erzielen.
Sollte es nicht klappen, sprich wir verlieren trotz allem, oder das Ergebnis ist nicht wie gewünscht, haben wir es auf jeden Fall versucht. Auch das ist was sehr positives.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...ein altes Sprichwort...das trifft auch für die Bigpoints des Lebens zu...Jörg Rosskopf [Mr. Tischtennis, deutscher Tischtennisspieler, Doppelweltmeister, deutscher Meister, Europameister usw. inzwischen Coach des deutschen Tischtennisnationalteams] hat einmal ebenso wie ich folgendes zum Thema Gewinnen gesagt:
Wer nicht glaubt, dass er gewinnen kann, der hat schon verloren.
Der, der nicht an sich glaubt, spielt auf das Tischtennis wie aufs Leben bezogen, in Situationen wo es um Bigpoints geht, zu vorsichtig, zu ängstlich...und ohne das entsprechende Risiko einzugehen, was zu wagen, hat man nicht nur den Ballwechsel, den einen Punkt, sondern das ganze Spiel verloren...
Das ist manchmal beim Tischtennis wie im richtigen Leben.
Wir müssen an uns glauben, was wagen, was riskieren.
Wie einst alle Entdecker dieser Welt...alle Forscher...alle haben was gewagt, sich gegen Widerstände durchgesetzt...positiv gedacht, entsprechend gehandelt bei ihren Bigpoints in Ihrem Leben ...und gewonnen...
Bezogen auf meine OP...ein Bigpoint in meinem Leben...gewagt...und bis jetzt gewonnen...Lebensqualität ...keine Schmerzen mehr...die Chance auf ein neues Leben...
....Fortsetzung folgt...
Tag 3 nach OP...der Weg der Krankheit.. - 19.01.2012
Heute nacht mal durchgeschlafen...
...von 1 bis 6 Uhr...Visite und Frühstück schon hinter mir...hatte keinen Hunger, obwohl Brötchen wirklich sehr lecker sind..kein Hunger hilft beim Abnehmen ganz gut!
Ich habe ein Zwicken in der rechten Hüfte wahrgenommen...die ist auch bald fällig!
Ich habe diesbezüglich mit meinem Operateur schon gesprochen! Werden wir schnellstmöglich nach der Reha angehen. Heute war bei der Visite der Chearzt Dr. Jung bei mir. Dem habe ich von meinen Plänen berichtet, er war überrascht von der zielstrebigen Planung. Meine linke Seite immer noch schmerzfrei-alles wunderbar. Ich war heute wieder alleine mit Gehilfe unterwegs in Bad. Klappt alles ganz gut soweit. Heute Mittag kommt wieder der Physiotherapeut Pascal, da bin ich schon ganz gespannt. Wieder gemeinsam laufen und morgen gehts ans Treppensteigen. Jeden Tag einen Schritt weiter auf dem Weg zum Ziel - zwar Babyschritte - aber damit lernen auch Babys laufen.
Ich werde in dem Blog nun auch einige fachspezifische Themen bearbeiten, um eine Übersicht zum Thema Arthrose und dem Umgang mit der Krankheit bis hin zu den Operationsmethoden zu geben.
Alles natürlich irgendwo aus meiner Sicht und Wahrnehmung als Betroffener, als Patient sowie mittlererweile Operierten und dem dazugehörenden Werdegang und Entwicklungsprozess. Ich werde all mein Wissen, meine Erfahrungen und Recherchen zu dem Thema berücksichtigen und hoffe Euch da draußen, vielleicht auch Betroffene oder erst mal nur Interessierte, weiter zu helfen.
Leider sind sehr viele Menschen betroffen, von dem Thema Arthrose.
Oft merkt man gar nicht, dass man ein bereits Betroffener ist. Erst zwickt und zwackt es mal nur im Hüftbereich, was wir Triathleten, Marathonläufer oder sonstige engagierten Sportler, erst mal ab tun mit zu viel Training, geht schon wieder weg oder gar verdrängen, weil es immer weiter gehen muss, weil wir unserer süßen Sucht weiter verfallen sein wollen, weil Sport doch so gesund ist, weil es uns sowieso nicht trifft, weil wir einfach fit sind, weil es wahrscheinlich nur eine klitzekleine Verletzung ist, die bald wieder ausgestanden ist, weil wir an das Gute glauben, positiv denken und uns die Endorphine doch so glücklich machen, weil Arthrose nur was für Übergewichtige ist und wir Sportler ja gut trainiert sind, weil....weil...
Schlimm ist dabei nur, dass sich die Krankheit ganz still und heimlich einschleicht. Ohne große Vorankündigung...erst tut es nur sehr selten mal etwas weh. Der Schmerz ist so gering, dass wir ihm keine große Bedeutung beimessen. Aber doch insoweit wahrnehmbar, das man sich im Nachhinein, wenn nichts mehr geht wie bei mir, an die einzelnen Situationen und Momente errinnern kann, wo es mal gezwickt hat.
Dies vermeintlich kleine Zwicken war bereits der Anfang von einem langen Krankheits- und Leidensweg.
Es ist sehr gut so, positiv zu denken in Momenten, wo wir die ersten Symptome entdecken, aber keine große Bedeutung beimessen. Das habe ich auch so gemacht. Immer weiter...immer weiter.
Mir kann keiner was anhaben. Und dann kam der Tag X, wo nix mehr ging. Der kam natürlich nicht von heute auf morgen...dieser verflixte Tag, aber er kam...das Zwicken kam häufiger - nach langen Läufen, nach intensivem Tischtennistraining - aber es ging glücklicherweise wieder weg.
Aber es kam wieder und wieder, manchmal blieb es auch länger, die Beweglichkeit der Hüfte wurde mehr und mehr eingeschränkt. Und die Schmerzempfindungen wurden langsam deutlicher. Man fing an mit Schmerzmitteln die Wahrnehmung wieder ins rechte Licht zu rücken - ich habe doch gar keine Schmerzen, oder...man kann weitermachen.
Man macht weiter...doch der Prozess des Einschleichens und des Fortschreitens der Arthrose macht auch weiter...leider.
Ich habe mich im Nachhinein immer gefragt, wann der Moment war, die Situation, wo es dann so rasend schnell vorwärts ging, dass ich dann da angekommen bin, dass ich letztendlich operiert werden musste.
Wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht, dass es soweit gekommen ist? Wo habe ich mich falsch verhalten?
War der viele Sport der Auslöser der Krankheit oder hat er es sogar hinaus gezögert, wäre das Endstadium früher erreicht worden ohne Bewegung?
Fragen über Fragen...doch man findet keine befriedigende Antwort...
...selbst alle Ärzte konnten mir darauf keine Antwort geben - was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?
Bei mir gibt es einen Punkt in meiner Gesundheitsbiographie, der alles entscheidend ist - Hüftdysplasie. Von Geburt an, nur ich wusste nichts davon...
Dazu werde ich einen separaten Post schreiben!
Also schön weiter lesen...und nicht aufgeben...
...von 1 bis 6 Uhr...Visite und Frühstück schon hinter mir...hatte keinen Hunger, obwohl Brötchen wirklich sehr lecker sind..kein Hunger hilft beim Abnehmen ganz gut!
Ich habe ein Zwicken in der rechten Hüfte wahrgenommen...die ist auch bald fällig!
Ich habe diesbezüglich mit meinem Operateur schon gesprochen! Werden wir schnellstmöglich nach der Reha angehen. Heute war bei der Visite der Chearzt Dr. Jung bei mir. Dem habe ich von meinen Plänen berichtet, er war überrascht von der zielstrebigen Planung. Meine linke Seite immer noch schmerzfrei-alles wunderbar. Ich war heute wieder alleine mit Gehilfe unterwegs in Bad. Klappt alles ganz gut soweit. Heute Mittag kommt wieder der Physiotherapeut Pascal, da bin ich schon ganz gespannt. Wieder gemeinsam laufen und morgen gehts ans Treppensteigen. Jeden Tag einen Schritt weiter auf dem Weg zum Ziel - zwar Babyschritte - aber damit lernen auch Babys laufen.
Ich werde in dem Blog nun auch einige fachspezifische Themen bearbeiten, um eine Übersicht zum Thema Arthrose und dem Umgang mit der Krankheit bis hin zu den Operationsmethoden zu geben.
Alles natürlich irgendwo aus meiner Sicht und Wahrnehmung als Betroffener, als Patient sowie mittlererweile Operierten und dem dazugehörenden Werdegang und Entwicklungsprozess. Ich werde all mein Wissen, meine Erfahrungen und Recherchen zu dem Thema berücksichtigen und hoffe Euch da draußen, vielleicht auch Betroffene oder erst mal nur Interessierte, weiter zu helfen.
Leider sind sehr viele Menschen betroffen, von dem Thema Arthrose.
Oft merkt man gar nicht, dass man ein bereits Betroffener ist. Erst zwickt und zwackt es mal nur im Hüftbereich, was wir Triathleten, Marathonläufer oder sonstige engagierten Sportler, erst mal ab tun mit zu viel Training, geht schon wieder weg oder gar verdrängen, weil es immer weiter gehen muss, weil wir unserer süßen Sucht weiter verfallen sein wollen, weil Sport doch so gesund ist, weil es uns sowieso nicht trifft, weil wir einfach fit sind, weil es wahrscheinlich nur eine klitzekleine Verletzung ist, die bald wieder ausgestanden ist, weil wir an das Gute glauben, positiv denken und uns die Endorphine doch so glücklich machen, weil Arthrose nur was für Übergewichtige ist und wir Sportler ja gut trainiert sind, weil....weil...
Schlimm ist dabei nur, dass sich die Krankheit ganz still und heimlich einschleicht. Ohne große Vorankündigung...erst tut es nur sehr selten mal etwas weh. Der Schmerz ist so gering, dass wir ihm keine große Bedeutung beimessen. Aber doch insoweit wahrnehmbar, das man sich im Nachhinein, wenn nichts mehr geht wie bei mir, an die einzelnen Situationen und Momente errinnern kann, wo es mal gezwickt hat.
Dies vermeintlich kleine Zwicken war bereits der Anfang von einem langen Krankheits- und Leidensweg.
Es ist sehr gut so, positiv zu denken in Momenten, wo wir die ersten Symptome entdecken, aber keine große Bedeutung beimessen. Das habe ich auch so gemacht. Immer weiter...immer weiter.
Mir kann keiner was anhaben. Und dann kam der Tag X, wo nix mehr ging. Der kam natürlich nicht von heute auf morgen...dieser verflixte Tag, aber er kam...das Zwicken kam häufiger - nach langen Läufen, nach intensivem Tischtennistraining - aber es ging glücklicherweise wieder weg.
Aber es kam wieder und wieder, manchmal blieb es auch länger, die Beweglichkeit der Hüfte wurde mehr und mehr eingeschränkt. Und die Schmerzempfindungen wurden langsam deutlicher. Man fing an mit Schmerzmitteln die Wahrnehmung wieder ins rechte Licht zu rücken - ich habe doch gar keine Schmerzen, oder...man kann weitermachen.
Man macht weiter...doch der Prozess des Einschleichens und des Fortschreitens der Arthrose macht auch weiter...leider.
Ich habe mich im Nachhinein immer gefragt, wann der Moment war, die Situation, wo es dann so rasend schnell vorwärts ging, dass ich dann da angekommen bin, dass ich letztendlich operiert werden musste.
Wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht, dass es soweit gekommen ist? Wo habe ich mich falsch verhalten?
War der viele Sport der Auslöser der Krankheit oder hat er es sogar hinaus gezögert, wäre das Endstadium früher erreicht worden ohne Bewegung?
Fragen über Fragen...doch man findet keine befriedigende Antwort...
...selbst alle Ärzte konnten mir darauf keine Antwort geben - was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?
Bei mir gibt es einen Punkt in meiner Gesundheitsbiographie, der alles entscheidend ist - Hüftdysplasie. Von Geburt an, nur ich wusste nichts davon...
Dazu werde ich einen separaten Post schreiben!
Also schön weiter lesen...und nicht aufgeben...
Mittwoch, 18. Januar 2012
Tag 2... nach der OP - 18.01.2012
Hallo erstmal...
...heute war ein ereignisreicher Tag...Drainagen gezogen. Röntgenaufnahmen gemacht, das erste Bild vom eigenen Titangelenk (HIGHLIGHT).
Blut abgenommen. Die restlichen Zugänge gezogen
bis auf den kleinen Zugang Handrücken. Dabei kam es zu einem kleinen Zwischenfall auf der Toilette. Der eine Zugang fing an zu bluten, Krankenpfleger nicht da...Oberschenkel und Arm voll geblutet...danach leicht Kreislaufprobleme, das wars auch schon.
Und jetzt das wichtigste überhaupt...das erste mal gelaufen..mit einer Gehilfe, aber immerhin...Hüfte beweglich und keine Schmerzen.
Unglaublich...morgen gehts weiter...komme mit dem Physiotherapeuten gut klar...so kann weitergehen.
Und noch was...die Rehamaßnahme findet in Bad Nauheim, Kaiserberklinik, statt!
Ab 30.01.2012! Das wird alles noch spannend...
CU Stephan Frank
...heute war ein ereignisreicher Tag...Drainagen gezogen. Röntgenaufnahmen gemacht, das erste Bild vom eigenen Titangelenk (HIGHLIGHT).
Blut abgenommen. Die restlichen Zugänge gezogen
bis auf den kleinen Zugang Handrücken. Dabei kam es zu einem kleinen Zwischenfall auf der Toilette. Der eine Zugang fing an zu bluten, Krankenpfleger nicht da...Oberschenkel und Arm voll geblutet...danach leicht Kreislaufprobleme, das wars auch schon.
Und jetzt das wichtigste überhaupt...das erste mal gelaufen..mit einer Gehilfe, aber immerhin...Hüfte beweglich und keine Schmerzen.
Unglaublich...morgen gehts weiter...komme mit dem Physiotherapeuten gut klar...so kann weitergehen.
Und noch was...die Rehamaßnahme findet in Bad Nauheim, Kaiserberklinik, statt!
Ab 30.01.2012! Das wird alles noch spannend...
CU Stephan Frank
Dienstag, 17. Januar 2012
Die Geburt des Mr. Titan - 17.01.2012
Die Geburt des Mr. Titan
So entstehen Helden...
...wenn man den Kampf mit sich selber gewinnt...lange Zeit habe ich mein Schicksal nicht angenommen. Immer wieder konnte ich es mental nicht verkraften diese OP machen zu lassen. Nicht wegen Angst vor der OP als solche, sondern wegen der Engültigkeit.
Immer wieder habe ich versucht jeden noch so raren guten Moment als Anlass dazu zu nehmen, mir vorzustellen, wie gut doch alles ohne OP werden könnte.
Auf der anderen Seite haben mir meine Gedanken immer wieder einen Streich gespielt im Umgang mit den täglichen Schmerzen.
Auf der einen Seite stand der Triathlet, Marathonläufer und Grenzgänger - der die Kontrolle über seinen Körper hat und dessen Wille alles steuert, auch über die Schmerzgrenzen hinaus - der jahrelang getönt hat, die Schmerzen sind meine Freunde - und jetzt aber gar nicht damit umgehen kann, wo sie mich tagtäglich besucht haben, rund um die Uhr - auf der anderen Seite stand der Kranke, der sich vor sich selbst versteckt hat, der durch die Schmerzen immer weniger Bewegung in seinem Leben zugelassen hat.
Ein innerer Kampf, den niemand gewinnen konnte.
Erst jetzt nachdem ich mich innerlich dazu entschlossen hatte, die Operation durchführen zu lassen - immerhin ging es um eine Amputation eins kranken defekten Gelenks - habe ich erkannt nur so eine Chance auf ein neues Leben zu bekommen.
Ich bin echt richtig stolz auf mich, auch wenn die Entscheidung mir noch so schwer gefallen ist.
Ich weiß auch dass viele Menschen Probleme haben, sei es gesundheitlicher oder sonstiger Natur, nur wir Sportler und Triathleten besonders neigen dazu durch die Grenzgänge, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Das in sich hinein hören, Signale des Körpers emofangen und deuten, das ist es was ich selbst durch den Sport gelernt habe.
Und hier war ich jetzt seit langer Zeit an einem Punkt, der mich hat schier verzweifeln lassen, Stillstand war eingetreten, im wahrsten Sinne des Wortes, Stillstand bedeutet Tod, das war mein Credo und trotz alles Wissens war es mir nicht gelungen mit dem Krankheitsbild Arthrose umzugehen.
Ich stocherte im Dunkel nach jedem Grashalm, doch oft blieb nur der Weg zum Schmerzmittel. Der Griff zu Schmerztabletten vernebelte aber zusätzlich die Wahrnehmug. Es ging nicht mit, aber auch nicht ohne sie.
Wir wissen alle dass wir erst dann handeln, wenn nix mehr geht. So was das bei mir letztlich auch, jeder Schritt ein Treffer. Ich musste mich entscheiden, weiter Schmerzen mit eigenem Gelenk oder keine Schmerzen mit eigenem Titangelenk. Und so wurde aus mir Mr. Titan.
Entschieden am Freitag, den 13. und am 16.01.2012 in die Tat umgesetzt.
Konservatives Titan-Gelenk mit langem Schaft aus folgenden Bestandteilen: Titanschaft, Titanpfanne, Gleitpaarung-Keramikkopf, Polyethylen-Inlay.
Ich bin froh, dass ich mich gegen 2 Orthopäden durchsetzen konnte, die bei mir die McMinn-Methode anwenden wollten. Bei der McMinn-Methode wird der Gelenkkopf mit einem Metallkopf überkront und die Gelenkpfanne wird durch eine Metallpfanne ersetzt. Hört sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht an, es wird quasi der eigene Gelenkkopf fast komplett erhalten, was bei einer späteren Operation den Vorteil hat, dass noch fast das ganz Körper eigene Gelenk vorhanden ist. Der große Nachteil ist aber der Metallabrieb, der durch die Kombination Metall/ Metall entsteht. Diese Metallionen führen laut Fachpresse und Expertenmeinung zu Entzündungen und allergischen Reaktionen bis hin zum Absterben des Oberschenkelhalses usw. , wodurch bedingt eine weitere Operation notwendig wird und dann doch eine TEP (Totalendoprothese) eingesetzt werden muss. Diese Tatsache und die fehlenden Erfahrungswerte, was die Dauerhaltbarkeit der McMinn-Prothese betrifft, haben mich dazu bewogen, eine konservative Prothese zu wählen, jedoch durch eine moderne, minimalinvasive, muskelschonende Operation eingesetzt.
Genau das gibt es hier in Braunfels - konservativ und doch modern. Ich habe auch einige Ärzte und Kliniken aufgesucht, die z.B. bei der OP Muskeln durchtrennen müssen, was einer schnellen Genesung schon entgegen wirken kann. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass das OKB in Braunfels jährlich ca. 500 Hüftprotesen installiert, das heißt der Operateur verfügt über die notwendige Routine und man ist nicht das Versuchskaninchen von einer Klinik, die jährlich vielleicht nur 50 OP's durchführt. Des weiteren bleibt der Patient im OKB bis zum Ziehen der Fäden stationär. Das habe ich auch anders kennen gelernt. Es gibt Kliniken, wo man bereits nach einer Woche entlassen wird, die Fäden werden dann in der Reha gezogen. Hört sich erst mal gut an für jeden, der eh keine große Lust auf Krankenhäuser hat, der Heilungsprozess selber nimmt deswegen trotzdem nicht weniger Zeit in Anspruch. Wenn es zu Komplikationen kommen sollte ist man hier zumindest noch stationär und die Klinik übernimmt auch ganz klar die Haftung und zieht die Fäden erst, wenn die Operationswunde auch geschlossen ist. Auch dies ein Punkt der Verlässlichkeit und des Vertrauens finde ich! Last but not least entscheidet bei so einer komplexen Operation ganz einfach das Vertrauen in die Kompetenz des Operateurs. Die erste Kontaktaufnahme über Herrn Dr. Kobler im persönlichen Beratungsgespräch wie auch ein besuchter Infoabend, wo Herr Dr. Kobler zusammen mit Herrn Dr. Rosen von der Anästhesie haben mich überzeugt. Mein Operateur Oberarzt Brade hat ebenso sehr kompetent seinen Job erledigt, was ich aus jetziger Sicht sagen kann. Die Schwestern und Pfleger, insbesondere Nachtschwester Kerstin, die uns heute Nacht auf der Wachstation betreut hat, haben bis dato einen positiven Eindruck hinterlassen. Gerade vor kurzem durfte ich meinen Physiotherapeuten Pascal kennen lernen - ein junger Mann -
ich denke wir kommen gut miteinander aus.
Also erst mal alles richtig gemacht bis hier...ich halte euch auf dem Laufenden...
CU Stephan Frank
So entstehen Helden...
...wenn man den Kampf mit sich selber gewinnt...lange Zeit habe ich mein Schicksal nicht angenommen. Immer wieder konnte ich es mental nicht verkraften diese OP machen zu lassen. Nicht wegen Angst vor der OP als solche, sondern wegen der Engültigkeit.
Immer wieder habe ich versucht jeden noch so raren guten Moment als Anlass dazu zu nehmen, mir vorzustellen, wie gut doch alles ohne OP werden könnte.
Auf der anderen Seite haben mir meine Gedanken immer wieder einen Streich gespielt im Umgang mit den täglichen Schmerzen.
Auf der einen Seite stand der Triathlet, Marathonläufer und Grenzgänger - der die Kontrolle über seinen Körper hat und dessen Wille alles steuert, auch über die Schmerzgrenzen hinaus - der jahrelang getönt hat, die Schmerzen sind meine Freunde - und jetzt aber gar nicht damit umgehen kann, wo sie mich tagtäglich besucht haben, rund um die Uhr - auf der anderen Seite stand der Kranke, der sich vor sich selbst versteckt hat, der durch die Schmerzen immer weniger Bewegung in seinem Leben zugelassen hat.
Ein innerer Kampf, den niemand gewinnen konnte.
Erst jetzt nachdem ich mich innerlich dazu entschlossen hatte, die Operation durchführen zu lassen - immerhin ging es um eine Amputation eins kranken defekten Gelenks - habe ich erkannt nur so eine Chance auf ein neues Leben zu bekommen.
Ich bin echt richtig stolz auf mich, auch wenn die Entscheidung mir noch so schwer gefallen ist.
Ich weiß auch dass viele Menschen Probleme haben, sei es gesundheitlicher oder sonstiger Natur, nur wir Sportler und Triathleten besonders neigen dazu durch die Grenzgänge, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Das in sich hinein hören, Signale des Körpers emofangen und deuten, das ist es was ich selbst durch den Sport gelernt habe.
Und hier war ich jetzt seit langer Zeit an einem Punkt, der mich hat schier verzweifeln lassen, Stillstand war eingetreten, im wahrsten Sinne des Wortes, Stillstand bedeutet Tod, das war mein Credo und trotz alles Wissens war es mir nicht gelungen mit dem Krankheitsbild Arthrose umzugehen.
Ich stocherte im Dunkel nach jedem Grashalm, doch oft blieb nur der Weg zum Schmerzmittel. Der Griff zu Schmerztabletten vernebelte aber zusätzlich die Wahrnehmug. Es ging nicht mit, aber auch nicht ohne sie.
Wir wissen alle dass wir erst dann handeln, wenn nix mehr geht. So was das bei mir letztlich auch, jeder Schritt ein Treffer. Ich musste mich entscheiden, weiter Schmerzen mit eigenem Gelenk oder keine Schmerzen mit eigenem Titangelenk. Und so wurde aus mir Mr. Titan.
Entschieden am Freitag, den 13. und am 16.01.2012 in die Tat umgesetzt.
Konservatives Titan-Gelenk mit langem Schaft aus folgenden Bestandteilen: Titanschaft, Titanpfanne, Gleitpaarung-Keramikkopf, Polyethylen-Inlay.
Ich bin froh, dass ich mich gegen 2 Orthopäden durchsetzen konnte, die bei mir die McMinn-Methode anwenden wollten. Bei der McMinn-Methode wird der Gelenkkopf mit einem Metallkopf überkront und die Gelenkpfanne wird durch eine Metallpfanne ersetzt. Hört sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht an, es wird quasi der eigene Gelenkkopf fast komplett erhalten, was bei einer späteren Operation den Vorteil hat, dass noch fast das ganz Körper eigene Gelenk vorhanden ist. Der große Nachteil ist aber der Metallabrieb, der durch die Kombination Metall/ Metall entsteht. Diese Metallionen führen laut Fachpresse und Expertenmeinung zu Entzündungen und allergischen Reaktionen bis hin zum Absterben des Oberschenkelhalses usw. , wodurch bedingt eine weitere Operation notwendig wird und dann doch eine TEP (Totalendoprothese) eingesetzt werden muss. Diese Tatsache und die fehlenden Erfahrungswerte, was die Dauerhaltbarkeit der McMinn-Prothese betrifft, haben mich dazu bewogen, eine konservative Prothese zu wählen, jedoch durch eine moderne, minimalinvasive, muskelschonende Operation eingesetzt.
Genau das gibt es hier in Braunfels - konservativ und doch modern. Ich habe auch einige Ärzte und Kliniken aufgesucht, die z.B. bei der OP Muskeln durchtrennen müssen, was einer schnellen Genesung schon entgegen wirken kann. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass das OKB in Braunfels jährlich ca. 500 Hüftprotesen installiert, das heißt der Operateur verfügt über die notwendige Routine und man ist nicht das Versuchskaninchen von einer Klinik, die jährlich vielleicht nur 50 OP's durchführt. Des weiteren bleibt der Patient im OKB bis zum Ziehen der Fäden stationär. Das habe ich auch anders kennen gelernt. Es gibt Kliniken, wo man bereits nach einer Woche entlassen wird, die Fäden werden dann in der Reha gezogen. Hört sich erst mal gut an für jeden, der eh keine große Lust auf Krankenhäuser hat, der Heilungsprozess selber nimmt deswegen trotzdem nicht weniger Zeit in Anspruch. Wenn es zu Komplikationen kommen sollte ist man hier zumindest noch stationär und die Klinik übernimmt auch ganz klar die Haftung und zieht die Fäden erst, wenn die Operationswunde auch geschlossen ist. Auch dies ein Punkt der Verlässlichkeit und des Vertrauens finde ich! Last but not least entscheidet bei so einer komplexen Operation ganz einfach das Vertrauen in die Kompetenz des Operateurs. Die erste Kontaktaufnahme über Herrn Dr. Kobler im persönlichen Beratungsgespräch wie auch ein besuchter Infoabend, wo Herr Dr. Kobler zusammen mit Herrn Dr. Rosen von der Anästhesie haben mich überzeugt. Mein Operateur Oberarzt Brade hat ebenso sehr kompetent seinen Job erledigt, was ich aus jetziger Sicht sagen kann. Die Schwestern und Pfleger, insbesondere Nachtschwester Kerstin, die uns heute Nacht auf der Wachstation betreut hat, haben bis dato einen positiven Eindruck hinterlassen. Gerade vor kurzem durfte ich meinen Physiotherapeuten Pascal kennen lernen - ein junger Mann -
ich denke wir kommen gut miteinander aus.
Also erst mal alles richtig gemacht bis hier...ich halte euch auf dem Laufenden...
CU Stephan Frank
12 Uhr mittags - High noon 17.01.2012
Keine Schießduelle wie im gleichnamigen Western...nur Mittagsessenszeit...Reis mit Karotten und Brokkoli, dazu eine helle Sauce mit Ananas und ein Stück Hähnchenbrust...ganz Okt würde ich mal sagen. Ist ja auch immer ein wenig Glücksspiel wie so ein Krankenhausessen schmeckt. Zumal man nur wählen kann zwischen Vollkost, Leichtkost und vegetarisch. Heute fiel meine Wahl auf Leichtkost, den Rest der Woche habe ich vegetarisch gewählt...ich lass mich mal überraschen. Die Wahl musste bereits am Freitag, den 13. bei der Aufnahme getroffen werden. Das Frühstück heute war nach 38 Stunden ohne Essen eine Sensation. 2 Roggenbrötchen, fettarme Magarine, 1 Scheibe Käse und Nutoka (ähnlich Nutella] - obwohl ich gar keinen Hunger hatte-ehrlich-habe ich dann doch zugeschlagen-wollte meinen durch die OP geschwächten Körper einfach mal ne Freude machen, wobei mein Ziel unter 100 kg zu kommen bis 01.07.diesen Jahres steht...und da habe ich echt mal eine Herausforderung.
Also weiter alles im grünen Bereich...
CU SOON STEPHAN FRANK,
AB HEUTE MR. TITAN!!! (AUS DEM MATERIAL BESTEHT MEINE NEUE HÜFTE)
Also weiter alles im grünen Bereich...
CU SOON STEPHAN FRANK,
AB HEUTE MR. TITAN!!! (AUS DEM MATERIAL BESTEHT MEINE NEUE HÜFTE)
The day after...Tag 1 nach der OP!!! - 17.01.2012
Hallo erstmal...
...Tag 1 nach der OP...es geht mir gut, soweit ich das beurteilen kann.
Ich habe eine schmerzfreie Nacht hinter mir und einen netten älteren Kollegen auf der Aufwachstation kennen gelernt. Klaus ist ein Pfundskerl, wir haben uns die Zeit echt gut vertrieben mit reden, reden, reden...Er ist 71, was man ihm absolut nicht anmerkt. Mental bald 20 Jahre jünger. Unsere Gespräche waren so intensiv, dass uns die super nette Nachtschwester Kerstin (Riesenkompliment..so fühlt man sich absolut gut versorgt, hat regelmäßig nach uns geschaut...Eine super liebe Frau...Danke hier und jetzt an Sie) ein paar mal ermahnen musste. Und wie es ausschaut sehen wir uns auch in der anschließenden Reha in Bad Nauheim. Nicht die Schwester, den Klaus natürlich...keine Schmerzen nach der OP...unglaublich...aber wahr...so jetzt gibts erst mal Essen...bis gleich...
CU Stephan Frank
...Tag 1 nach der OP...es geht mir gut, soweit ich das beurteilen kann.
Ich habe eine schmerzfreie Nacht hinter mir und einen netten älteren Kollegen auf der Aufwachstation kennen gelernt. Klaus ist ein Pfundskerl, wir haben uns die Zeit echt gut vertrieben mit reden, reden, reden...Er ist 71, was man ihm absolut nicht anmerkt. Mental bald 20 Jahre jünger. Unsere Gespräche waren so intensiv, dass uns die super nette Nachtschwester Kerstin (Riesenkompliment..so fühlt man sich absolut gut versorgt, hat regelmäßig nach uns geschaut...Eine super liebe Frau...Danke hier und jetzt an Sie) ein paar mal ermahnen musste. Und wie es ausschaut sehen wir uns auch in der anschließenden Reha in Bad Nauheim. Nicht die Schwester, den Klaus natürlich...keine Schmerzen nach der OP...unglaublich...aber wahr...so jetzt gibts erst mal Essen...bis gleich...
CU Stephan Frank
Montag, 16. Januar 2012
Die Stunde 0 - 16.01.2012 - Kurz vor der OP
Jetzt gehts wirklich bald los. Nach einer unentspannten Nacht auf einer ca. 12 cm Matratze mit vielleicht 3 Stunden Schlaf insgesamt, war ich um 6 Uhr wach. Die Klinik erwachte aus ihrem Schlaf und die üblichen Geräusche begleiteten mich bis 6.15 Uhr die Schwester in mein Zimmer kam und mir mitteilte, dass ich nach nebenan verschwinden soll, um zu duschen. Mittlererweile war die Schwester der Wachstation da und hat meinen linken Oberschenkel rasiert, rechts einen Trombosestrumpf verabreicht und ein wenig Smalltalk gehalten. Inzwischen war ein Arzt hier, der die zu operierende Seite mit einem Stift markiert und ein Armbändchen mit Namen und Geburtsdatum an das linke Handgelenk angebracht hat. Mein Operateur war auch inzwischen da. Oberarzt Dr. Brade, ganz nett auf den ersten Blick, Freitag beim Aufnahmegespräch war er noch im Op, deshalb jetzt erst der Erstkontakt.
Hat sich meine steife Hüfte nochmal angeschaut...es kann nur besser werden. Wann bin ich dran? Nach der Bandscheibe laut Schwester Sabine von der Wachstation, laut Plan und Dr. Brade sobtegen 11.30 Uhr. Ich habe also noch ein wenig Schonfrist...was soll schreib ich noch etwas an meinem Blog.
Für jetzt erst mal Schluss, bis später.
Es bleibt spannend, bleiben Sie dran.
CU Stephan Frank
Hat sich meine steife Hüfte nochmal angeschaut...es kann nur besser werden. Wann bin ich dran? Nach der Bandscheibe laut Schwester Sabine von der Wachstation, laut Plan und Dr. Brade sobtegen 11.30 Uhr. Ich habe also noch ein wenig Schonfrist...was soll schreib ich noch etwas an meinem Blog.
Für jetzt erst mal Schluss, bis später.
Es bleibt spannend, bleiben Sie dran.
CU Stephan Frank
Die letzte Nacht...ich bin dann mal weg.. - 16.01.2012
In einigen Stunden liege ich auf dem Op-Tisch...ich liege auf meinem Bett und so langsam werde ich müde...bin total entspannt...ja ehrlich...
...habe es angenommen, mein Schicksal...also...gehen wirs an...
...die Reise beginnt erneut...mit neuem Hüftgelenk...erst mal links..und dann...wir werden sehen...
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche...melde mich wieder am Dienstag...nach der Op muss ich leider 1 Nacht auf der Wachstation übernachten...und am Dienstag bin ich wieder da..
Gutes Nächtle ihr da draußen...heute ist nicht aller Tage, ich komm wieder keine Frage...
CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!
...habe es angenommen, mein Schicksal...also...gehen wirs an...
...die Reise beginnt erneut...mit neuem Hüftgelenk...erst mal links..und dann...wir werden sehen...
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche...melde mich wieder am Dienstag...nach der Op muss ich leider 1 Nacht auf der Wachstation übernachten...und am Dienstag bin ich wieder da..
Gutes Nächtle ihr da draußen...heute ist nicht aller Tage, ich komm wieder keine Frage...
CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Sonntag, 15. Januar 2012
Orthopädie in Hessen - meine Wahl... - 15.01.2012
www.okb-online.de
Mein Vertrauen lege ich in Eure Hände!!!
...und ich habe mir einige Kliniken und Ärzte angeschaut!!!
Mein Vertrauen lege ich in Eure Hände!!!
...und ich habe mir einige Kliniken und Ärzte angeschaut!!!
Samstag, 14. Januar 2012
Der Countdown läuft ...Es gibt kein zurück mehr... - 14.01.012
In 36 Stunden bin ich operiert...
Mein Kopf sucht noch nach einem Ausweg...es gibt aber keinen...
Feigheit, Dummheit oder immer noch "niemals aufgeben!"-im Alleingang...
Jetzt kommt die gute Nachricht! Ich ziehe das durch! Komme was wolle...jetzt hat es mich gepackt!
Mein Kopf sucht noch nach einem Ausweg...es gibt aber keinen...
Feigheit, Dummheit oder immer noch "niemals aufgeben!"-im Alleingang...
Jetzt kommt die gute Nachricht! Ich ziehe das durch! Komme was wolle...jetzt hat es mich gepackt!
Freitag, 13. Januar 2012
Ich bin dann mal weg!!! - 13.01.2012
Der Weg ist das Ziel...auf dem Weg der Besserung...von der Erkrankung über die OP bis hin zur Rehabilitation ...und alles wird wieder gut...
Einchecken im OKB in Braunfels...YES, ich habe es getan!
OP am 16.01.2012!!!
Einchecken im OKB in Braunfels...YES, ich habe es getan!
OP am 16.01.2012!!!
Unverhofft kommt oft...oder es wird ernst!!! - 13.01.2012
Hallo da draußen!
Es ist soweit...plötzlich und unerwartet kam es...der Anruf aus der Klinik...es ist jemand ausgefallen und ich kann Montag operiert werden!!! Montag, quasi in 72 Stunden. Heute noch muss ich ins OKB fahren und die vorbereitenden Gespräche führen...heute, also quasi jetzt gleich los...
Es ist soweit...plötzlich und unerwartet kam es...der Anruf aus der Klinik...es ist jemand ausgefallen und ich kann Montag operiert werden!!! Montag, quasi in 72 Stunden. Heute noch muss ich ins OKB fahren und die vorbereitenden Gespräche führen...heute, also quasi jetzt gleich los...
http://www.okb-online.de
Keine lange Zeit darüber nachzudenken, wobei ich habe schon viel zu lange nachgedacht...
So urplötzlich kam es ja eigentlich auch nicht, ich habe in dieser Woche mit Frau Neu aus der Klinik telefoniert, Sie macht die Disposition der OP-Termine-im Grunde habe ich selbst dafür gesorgt, dass Sie mich zuerst angerufen hat, beim Thema Einspringen für jemanden, der abgesagt hat.
OP am Montag...heute die Gespräche und Voruntersuchungen...Sonntag Abend einrücken und Montag früh OP!!!
Endlich...ich freue mich nicht wirklich, aber irgendwie doch...vielleicht ein positives Signal...dass ich 4 Wochen früher wieder fit bin, mein geplanter OP-Termin war der 13.02.2012.
Habe das gerade mal durchgerechnet...ich könnte quasi, selbst, wenn die 2. Seite operiert wird bis Juni wieder komplett fit sein...das ist doch mal eine sehr positive Aussicht!!!
So jetzt muss ich aber langsam los...
Melde mich nochmal vor der OP!!!
CU Stephan Frank
Sonntag, 8. Januar 2012
Die Welt retten... - 08.01.2012
Warum bin ich da...ich dachte lange Zeit, um die Welt zu retten...doch die Welt brauch mich gar nicht...zumindest nicht dazu, um sie zu retten...
...sie ist so gemacht, dass sie von ganz alleine weiter existiert, ganz ohne Retter...warum habe ich das überhaupt gedacht...dass ich überall gebraucht werde...merkwürdig...fast suspekt...irreal...es war wohl der Entwicklungsprozess, den ich durchlebt habe...
Und jetzt mit etwas Distanz...habe ich viele Dinge viel zu wichtig genommen...mich wahrscheinlich auch...
Erkenntnis ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Cooler werden, loslassen, das muss die Devise sein...lernen los zu lassen, wobei immer wenn ich das mal in meinem Leben getan habe, ist einiges schief gelaufen...
Aber man sich mal durchsetzen...also das Ziel heißt: ich werde loslassen!!!
Werde berichten...was passiert...
CU
Stephan Frank-Niemals aufgeben!
...sie ist so gemacht, dass sie von ganz alleine weiter existiert, ganz ohne Retter...warum habe ich das überhaupt gedacht...dass ich überall gebraucht werde...merkwürdig...fast suspekt...irreal...es war wohl der Entwicklungsprozess, den ich durchlebt habe...
Und jetzt mit etwas Distanz...habe ich viele Dinge viel zu wichtig genommen...mich wahrscheinlich auch...
Erkenntnis ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Cooler werden, loslassen, das muss die Devise sein...lernen los zu lassen, wobei immer wenn ich das mal in meinem Leben getan habe, ist einiges schief gelaufen...
Aber man sich mal durchsetzen...also das Ziel heißt: ich werde loslassen!!!
Werde berichten...was passiert...
CU
Stephan Frank-Niemals aufgeben!
2012 - Nicht der Film - 08.01.2012
...obwohl...er läuft gerade im Hintergrund...
Ich frage mich jeden Tag...warum ich...wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht...dass ich hier gelandet bin...dass ich da angekommen bin, wo ich nie hinwollte...
...man verfällt zu schnell in Selbstmitleid...aber trotz aller Gedanken und Überlegungen findet man keine Lösung für seine Suche...weil es wahrscheinlich keinen einzigen Moment gibt, der entscheidend ist für den Status Quo, sondern eine ganze Reihe unglücklicher Umstände...ein schleichender Prozess, der im Hintergrund läuft, wenn man glaubt auf der sicheren Seite zu sein...vielleicht weil ich mich so stark und unverwundbar gefühlt habe...vielleicht ist das wieder einmal eine Prüfung für mich in meinem Leben...obwohl ich schon so viele hatte...
Mein Op-Termin rückt näher...aber es macht mich auch nicht wirklich glücklich...man muss um dauerhaft den Schmerzen zu entgehen ein Opfer bringen...in Form des Hüftgelenks...ich durchdenke die aktuelle Situation Tag für Tag...ich gehe jede Alternative zur Op durch...doch der Gedanke erstickt wie im Keim...da ich im Unterbewusstsein verinnerlicht habe, dass ich der Op nicht entrinnen kann... so eine Situation, die Kontrolle über seine Gesundheit zu verlieren, über seinen Körper ist das eigentliche Drama...
...die ganzen Jahre hat mein positives Denken, mein Glaube an das Gute, mein Glaube an mich Berge versetzt!!!
Und jetzt wird mein Wille gebrochen, vom eigenen Körper...ich weiß es geht vielen Menschen da draußen noch viel viel schlechter als mir...das versuche ich mir auch jeden Tag vor Augen zu führen...ich habe auch versucht, mein Schicksal anzunehmen...mich anzufreunden mit den Schmerzen...aber irgendwas in mir kann das alles nicht akzeptieren...aber ebenso kann irgendwas in mir nach wie vor die Op nicht akzeptieren...
...ich komme mir vor als würde ich mich im Kreis drehen...ein Teufelskreislauf...
Ich musste mir den Frust mal von der Seele schreiben...man ist irgendwie verdammt einsam, wenn man nicht mehr soviel rausgeht...rausgehen kann...es erwarten mich ein Jahr der absoluten Veränderung...nichts wird mehr so sein wie es je war...überhaupt kommt mir mancher Tag so irreal vor...als wäre ich im falschen Film...
Ich habe in einem Buch zum Thema Psyche und Zusammenhang mit Krankheiten über das Krankheitsbild Arthrose gelesen, dass es wohl etwas damit zu tun hat, dass man sich auf was versteift hat in den letzten Jahren, dadurch versteifen sich auch die Gelenke...vielleicht etwas weit hergeholt, aber ein Fünkchen Wahrheit könnte schon dran sein...wer will sich schon freiwillig von vielen Dingen seines Lebens, seines Alltags trennen...oft brauchen wir ja einen Anlass, um was zu ändern...ein Grund ist Freude und ein anderer Schmerz...das trifft es bei mir wohl ganz gut...wobei mein Kopf, dann schon wieder den Fall X durchspielt, ändere dein Leben, dann ändert sich auch dein Krankheitsbild und Empfinden...da ist was dran...aber würde es ausreichen, mit der Arthrose weiter zu leben ohne Op...ich denke nein...
Ich verstehe momentan die Welt nicht wie früher...alles hat sich geändert...sicher auch nur meine Wahrnehmung der Welt...aber die Welt hat sich auch verändert...es lassen sich viele Dinge nicht logisch erklären...
...ich habe das Gefühl, je älter ich werde, um so weniger weiß ich vom Leben...vielleicht liegt darin ja der Sinn des Lebens...zu erkennen, dass es nichts zu begreifen gibt...
...ich habe vorher immer versucht alles zu verstehen, mir zu erklären...aktuell gelingt mir das immer weniger...
Es bleibt also weiter spannend...und ich werde nicht aufgeben...obwohl mir manchmal danach wäre...
Ich wünsche Euch da draußen viele positive Gedanken, viel positive Energie für das Jahr 2012...möge der Ausdauergott mit euch sein... CU soon...
Stephan Frank-Niemals aufgeben!
Ich frage mich jeden Tag...warum ich...wo habe ich den entscheidenden Fehler gemacht...dass ich hier gelandet bin...dass ich da angekommen bin, wo ich nie hinwollte...
...man verfällt zu schnell in Selbstmitleid...aber trotz aller Gedanken und Überlegungen findet man keine Lösung für seine Suche...weil es wahrscheinlich keinen einzigen Moment gibt, der entscheidend ist für den Status Quo, sondern eine ganze Reihe unglücklicher Umstände...ein schleichender Prozess, der im Hintergrund läuft, wenn man glaubt auf der sicheren Seite zu sein...vielleicht weil ich mich so stark und unverwundbar gefühlt habe...vielleicht ist das wieder einmal eine Prüfung für mich in meinem Leben...obwohl ich schon so viele hatte...
Mein Op-Termin rückt näher...aber es macht mich auch nicht wirklich glücklich...man muss um dauerhaft den Schmerzen zu entgehen ein Opfer bringen...in Form des Hüftgelenks...ich durchdenke die aktuelle Situation Tag für Tag...ich gehe jede Alternative zur Op durch...doch der Gedanke erstickt wie im Keim...da ich im Unterbewusstsein verinnerlicht habe, dass ich der Op nicht entrinnen kann... so eine Situation, die Kontrolle über seine Gesundheit zu verlieren, über seinen Körper ist das eigentliche Drama...
...die ganzen Jahre hat mein positives Denken, mein Glaube an das Gute, mein Glaube an mich Berge versetzt!!!
Und jetzt wird mein Wille gebrochen, vom eigenen Körper...ich weiß es geht vielen Menschen da draußen noch viel viel schlechter als mir...das versuche ich mir auch jeden Tag vor Augen zu führen...ich habe auch versucht, mein Schicksal anzunehmen...mich anzufreunden mit den Schmerzen...aber irgendwas in mir kann das alles nicht akzeptieren...aber ebenso kann irgendwas in mir nach wie vor die Op nicht akzeptieren...
...ich komme mir vor als würde ich mich im Kreis drehen...ein Teufelskreislauf...
Ich musste mir den Frust mal von der Seele schreiben...man ist irgendwie verdammt einsam, wenn man nicht mehr soviel rausgeht...rausgehen kann...es erwarten mich ein Jahr der absoluten Veränderung...nichts wird mehr so sein wie es je war...überhaupt kommt mir mancher Tag so irreal vor...als wäre ich im falschen Film...
Ich habe in einem Buch zum Thema Psyche und Zusammenhang mit Krankheiten über das Krankheitsbild Arthrose gelesen, dass es wohl etwas damit zu tun hat, dass man sich auf was versteift hat in den letzten Jahren, dadurch versteifen sich auch die Gelenke...vielleicht etwas weit hergeholt, aber ein Fünkchen Wahrheit könnte schon dran sein...wer will sich schon freiwillig von vielen Dingen seines Lebens, seines Alltags trennen...oft brauchen wir ja einen Anlass, um was zu ändern...ein Grund ist Freude und ein anderer Schmerz...das trifft es bei mir wohl ganz gut...wobei mein Kopf, dann schon wieder den Fall X durchspielt, ändere dein Leben, dann ändert sich auch dein Krankheitsbild und Empfinden...da ist was dran...aber würde es ausreichen, mit der Arthrose weiter zu leben ohne Op...ich denke nein...
Ich verstehe momentan die Welt nicht wie früher...alles hat sich geändert...sicher auch nur meine Wahrnehmung der Welt...aber die Welt hat sich auch verändert...es lassen sich viele Dinge nicht logisch erklären...
...ich habe das Gefühl, je älter ich werde, um so weniger weiß ich vom Leben...vielleicht liegt darin ja der Sinn des Lebens...zu erkennen, dass es nichts zu begreifen gibt...
...ich habe vorher immer versucht alles zu verstehen, mir zu erklären...aktuell gelingt mir das immer weniger...
Es bleibt also weiter spannend...und ich werde nicht aufgeben...obwohl mir manchmal danach wäre...
Ich wünsche Euch da draußen viele positive Gedanken, viel positive Energie für das Jahr 2012...möge der Ausdauergott mit euch sein... CU soon...
Stephan Frank-Niemals aufgeben!
Montag, 2. Januar 2012
2012 - Ein neues Jahr - Ein Neubeginn!? - 02.01.2012
Wieder ist ein Jahr vorbei...die Zeit verfliegt...Sie zieht an uns vorbei, so schnell, so gnadenlos und wir Menschen haben oft nicht die Geduld, inne zu halten, einen Moment - zu geniessen wie gut es uns doch geht. Auch ertappe mich dabei immer unzufriedener zu werden, mit mir selbst, aber auch mit dem Leben allgemein.
Ich habe in den letzten Jahren meine innere Mitte verloren...mein Zentrum aller Energie und spiritueller Kraft fand ich durch den Ausdauersport.
Ich war allem gewachsen, egal was passiert, ich war gewappnet, wie einst Siegfried, der im Drachenblut badete, und auch wie Siegfried war wohl eine Stelle mein Schwachpunkt...
Ich habe in den letzten Jahren meine innere Mitte verloren...mein Zentrum aller Energie und spiritueller Kraft fand ich durch den Ausdauersport.
Ich war allem gewachsen, egal was passiert, ich war gewappnet, wie einst Siegfried, der im Drachenblut badete, und auch wie Siegfried war wohl eine Stelle mein Schwachpunkt...
Sonntag, 11. Dezember 2011
Ein Lebenszeichen von einem Verschollenen - 11.12.2011
Ein Lebenszeichen von einem Verschollenen oder ich will mein Leben zurück!
Ja was soll ich sagen, es kommt immer anders als man denkt!
Ich hatte in diesem Jahre einige Op-Termine für meine Hüfte, aber jeden habe ich gecancelt, zum einen weil ich immer an das Gute glaube, weil ich Hoffnung habe, dass es besser wird.
Leider hat der Leidensweg kein Ende genommen und egal wie stark mein Wille auch ist, hier muss er sich einem körperlichen Gebrechen geschlagen geben.
Auch mein Lebensmotto muss ich hier neu definieren. Vor Jahren als aktiver Triathlet und Marathonläufer und -schwimmer war mein Spruch immer "die Schmerzen sind meine Freunde!" Aus der Sicht von heute muss ich sagen, dass ich die Geister wohl selber gerufen habe. Durch meinen exzessiven Lebenswandel, sehr viel Extremsport, immer süchtig auf der Suche nach mir Selbst und meinen Grenzen, meiner Bestimmung hier auf Erden. nach einigen Jahren des Extremsports, wo ich körperlich auf dem Höhepunkt meines Lebens war und dadurch bedingt auch mental.
Eine starke Psyche braucht auch eine starke Physis.
Ich merke momentan, dass ich mental noch der alte bin, mir viele Gedanken durch den Kopf gehen, was Unternehmungen angeht in meinem Leben...leider scheitert das täglich an dem persönlichen Kampf mit den Schmerzen und der fehlenden Beweglichkeit, das heißt, Deutschland morgens um 10 Uhr hat der süße Stephan schon genug erlebt für den Tag, mein Schmerzlevel bzw. meine psychisches Level, was ich diesen Tag noch so ertragen kann liegt dann bereits bei 98 %.
Jetzt darf nicht mehr viel passieren...aber der Tag verlangt mehr von mir...jeder einzelne Tag...ich verlange mehr von mir...
Ich habe mich total zurückgezogen...bedingt durch Frust und Bewegungslosigkeit habe jedoch einen Erfolg verbucht in dem letzten Jahr 2011, ich habe 20 bis 25 kg zugenommen...eine tolle Erfolgsmeldung - ich gehöre leider zu den Menschen, die bei Frust fressen anstatt zu hungern. Schlecht und contraproduktiv für mich und meine Erkrankung.
Ja damit habe ich jetzt wirklich Arthrose anerkannt, die ganze Zeit habe ich sie wohl nicht ernst genommen und gehofft, dass ich morgens aufwache und alles ist wie früher. Nur nichts kommt von nichts....wer sich nicht bewegt bewegt nichts, auch wenn die Bewegung jetzt sich erst mal in Richtung OP-Termin konzentriert.
Ich gebe aber mein bestes weiterhin, habe mir einige MBT-Schuhe und Chung Shi-Schuhe gekauft, die meine Hüfte und die Knie, die auch mittlerweile weh tun, entlasten. Teilweise gelingt es auch, obwohl ich keinen Tag ohne meine Schmerzmittel klar komme. Heute muss ich zugeben, die Schmerzmittel sind meine Freunde, weil ich ohne sie den absolut reduzierten Alltag nicht mehr schaffe...1 Tag keine Diclo, bedeutet für mich am nächsten Tag noch mehr Schmerzen, bedingt durch die Entzündung im Körper, die durch den fehlenden Gelenkknorpel im Gelenk ausgelöst wird. So bleibt mir nichts anderes übrig als weiter Schmerzmittel zu nehmen ... bis zum OP-Termin.
Dann muss Schluss sein. Diese Entwicklung finde ich sehr schlimm, zumal die Schmerzen durch die Schmerzmittel nicht wirklich weggehen, sie werden lediglich etwas abgeschwächt. Auf eine Skala von 1 bis 10 mit 10 als stärkstes Schmerzempfinden bewege ich mich täglich mit Tabletten auf 6-9, ohne Tabletten 8 bis 10, also nicht wirklich auszuhalten.
Ich denke ich habe einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht in meinem Denken...denn ich nehme die Krankheit an...ich habe in einem Buch des Extremläufers Heukemes gelesen mann muss sich mit den Schmerzen bei seinen Grenzgängen anfreunden. Das habe ich früher auch so gemacht...bei meinen Grenzgängen...Ich habe es jetzt lange versucht... wenn ich zurückdenke, habe ich bereits seit 3 Jahren immer nur noch Tischtennis (Bezirksoberliga) mit Schmerzmitteleinwurf möglich gemacht (natürlich durch die fehlende Beweglichkeit und der Wirkungen der Schmerzmittel nicht immer erfolgreich).
Ein Wahnsinn mit etwas Abstand zu seiner Vergangenheit...
Der Fortschritt in meinem Denken ist, dass ich wieder so eine Aufbruchstimmung verspüre...aber dieses Mal mit OP.
Ich werde beide Seiten meiner Hüfte operieren lassen und in einem halben Jahr wiederkommen!!!
Ich bin noch so jung und habe noch viel vor...und ich werde es mir wieder mal beweisen müssen, dass ich es schaffen kann. Alles beginnt im Kopf... Ich habe mir vorgenommen mein altes Leben zurück zu erobern...mit Hilfe von Ärzten meines Vertrauens...ich werde wieder kommen..ich habe für Februar einen OP-Termin ausgemacht, den ich diesmal auch wahrnehmen werde.
Für ein neues Leben... ich will also nicht mein altes leben zurück, ich will ein neues Leben...ohne Schmerzen, wo ich meine Lebensfreude wieder täglich umsetzen kann in positive Ergebnisse. das gelingt mir momentan sehr selten, meine ganze Lebensenergie wird tag täglich aufgebraucht von dem Kampf mit den Schmerzen.
Ich komme wieder...versprochen...ich werde versuchen all meine Gedanken hier nieder zuschreiben...weil ich so viele davon habe und manche davon vielleicht auch andere motivieren können, was zu ändern...
...man hat jeden Tag die Chance dazu, man verschiebt es nur immer nach hinten, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist.
Ach so...so nebenbei habe ich seit 3 Tagen nicht mehr genascht...ein kleiner Anfang...denn ich will bis zum OP-Termin in 8 Wochen 10 kg abgenommen haben...minimum. Blöd für die Vorweihnachtszeit mit Plätzchen und Gebäck...aber dringend notwendig... auch da werde ich berichten über meine Erfahrungen.
Also ich bin schon mal wieder da, zumindest hier auf diesem Forum...würde mich freuen, wenn euch interessiert oder ihr den ein oder anderen Gedanken zu euren Gunsten nutzen könntet.
In diesem Sinne eine wunderbare Vorweihnachtszeit für euch...und bis bald.
Euer Stephan Frank Niemals aufgeben!
Ja was soll ich sagen, es kommt immer anders als man denkt!
Ich hatte in diesem Jahre einige Op-Termine für meine Hüfte, aber jeden habe ich gecancelt, zum einen weil ich immer an das Gute glaube, weil ich Hoffnung habe, dass es besser wird.
Leider hat der Leidensweg kein Ende genommen und egal wie stark mein Wille auch ist, hier muss er sich einem körperlichen Gebrechen geschlagen geben.
Auch mein Lebensmotto muss ich hier neu definieren. Vor Jahren als aktiver Triathlet und Marathonläufer und -schwimmer war mein Spruch immer "die Schmerzen sind meine Freunde!" Aus der Sicht von heute muss ich sagen, dass ich die Geister wohl selber gerufen habe. Durch meinen exzessiven Lebenswandel, sehr viel Extremsport, immer süchtig auf der Suche nach mir Selbst und meinen Grenzen, meiner Bestimmung hier auf Erden. nach einigen Jahren des Extremsports, wo ich körperlich auf dem Höhepunkt meines Lebens war und dadurch bedingt auch mental.
Eine starke Psyche braucht auch eine starke Physis.
Ich merke momentan, dass ich mental noch der alte bin, mir viele Gedanken durch den Kopf gehen, was Unternehmungen angeht in meinem Leben...leider scheitert das täglich an dem persönlichen Kampf mit den Schmerzen und der fehlenden Beweglichkeit, das heißt, Deutschland morgens um 10 Uhr hat der süße Stephan schon genug erlebt für den Tag, mein Schmerzlevel bzw. meine psychisches Level, was ich diesen Tag noch so ertragen kann liegt dann bereits bei 98 %.
Jetzt darf nicht mehr viel passieren...aber der Tag verlangt mehr von mir...jeder einzelne Tag...ich verlange mehr von mir...
Ich habe mich total zurückgezogen...bedingt durch Frust und Bewegungslosigkeit habe jedoch einen Erfolg verbucht in dem letzten Jahr 2011, ich habe 20 bis 25 kg zugenommen...eine tolle Erfolgsmeldung - ich gehöre leider zu den Menschen, die bei Frust fressen anstatt zu hungern. Schlecht und contraproduktiv für mich und meine Erkrankung.
Ja damit habe ich jetzt wirklich Arthrose anerkannt, die ganze Zeit habe ich sie wohl nicht ernst genommen und gehofft, dass ich morgens aufwache und alles ist wie früher. Nur nichts kommt von nichts....wer sich nicht bewegt bewegt nichts, auch wenn die Bewegung jetzt sich erst mal in Richtung OP-Termin konzentriert.
Ich gebe aber mein bestes weiterhin, habe mir einige MBT-Schuhe und Chung Shi-Schuhe gekauft, die meine Hüfte und die Knie, die auch mittlerweile weh tun, entlasten. Teilweise gelingt es auch, obwohl ich keinen Tag ohne meine Schmerzmittel klar komme. Heute muss ich zugeben, die Schmerzmittel sind meine Freunde, weil ich ohne sie den absolut reduzierten Alltag nicht mehr schaffe...1 Tag keine Diclo, bedeutet für mich am nächsten Tag noch mehr Schmerzen, bedingt durch die Entzündung im Körper, die durch den fehlenden Gelenkknorpel im Gelenk ausgelöst wird. So bleibt mir nichts anderes übrig als weiter Schmerzmittel zu nehmen ... bis zum OP-Termin.
Dann muss Schluss sein. Diese Entwicklung finde ich sehr schlimm, zumal die Schmerzen durch die Schmerzmittel nicht wirklich weggehen, sie werden lediglich etwas abgeschwächt. Auf eine Skala von 1 bis 10 mit 10 als stärkstes Schmerzempfinden bewege ich mich täglich mit Tabletten auf 6-9, ohne Tabletten 8 bis 10, also nicht wirklich auszuhalten.
Ich denke ich habe einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht in meinem Denken...denn ich nehme die Krankheit an...ich habe in einem Buch des Extremläufers Heukemes gelesen mann muss sich mit den Schmerzen bei seinen Grenzgängen anfreunden. Das habe ich früher auch so gemacht...bei meinen Grenzgängen...Ich habe es jetzt lange versucht... wenn ich zurückdenke, habe ich bereits seit 3 Jahren immer nur noch Tischtennis (Bezirksoberliga) mit Schmerzmitteleinwurf möglich gemacht (natürlich durch die fehlende Beweglichkeit und der Wirkungen der Schmerzmittel nicht immer erfolgreich).
Ein Wahnsinn mit etwas Abstand zu seiner Vergangenheit...
Der Fortschritt in meinem Denken ist, dass ich wieder so eine Aufbruchstimmung verspüre...aber dieses Mal mit OP.
Ich werde beide Seiten meiner Hüfte operieren lassen und in einem halben Jahr wiederkommen!!!
Ich bin noch so jung und habe noch viel vor...und ich werde es mir wieder mal beweisen müssen, dass ich es schaffen kann. Alles beginnt im Kopf... Ich habe mir vorgenommen mein altes Leben zurück zu erobern...mit Hilfe von Ärzten meines Vertrauens...ich werde wieder kommen..ich habe für Februar einen OP-Termin ausgemacht, den ich diesmal auch wahrnehmen werde.
Für ein neues Leben... ich will also nicht mein altes leben zurück, ich will ein neues Leben...ohne Schmerzen, wo ich meine Lebensfreude wieder täglich umsetzen kann in positive Ergebnisse. das gelingt mir momentan sehr selten, meine ganze Lebensenergie wird tag täglich aufgebraucht von dem Kampf mit den Schmerzen.
Ich komme wieder...versprochen...ich werde versuchen all meine Gedanken hier nieder zuschreiben...weil ich so viele davon habe und manche davon vielleicht auch andere motivieren können, was zu ändern...
...man hat jeden Tag die Chance dazu, man verschiebt es nur immer nach hinten, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist.
Ach so...so nebenbei habe ich seit 3 Tagen nicht mehr genascht...ein kleiner Anfang...denn ich will bis zum OP-Termin in 8 Wochen 10 kg abgenommen haben...minimum. Blöd für die Vorweihnachtszeit mit Plätzchen und Gebäck...aber dringend notwendig... auch da werde ich berichten über meine Erfahrungen.
Also ich bin schon mal wieder da, zumindest hier auf diesem Forum...würde mich freuen, wenn euch interessiert oder ihr den ein oder anderen Gedanken zu euren Gunsten nutzen könntet.
In diesem Sinne eine wunderbare Vorweihnachtszeit für euch...und bis bald.
Euer Stephan Frank Niemals aufgeben!
Samstag, 9. Juli 2011
Challenge Roth und Ironman - 09.07.2011
Es ist wieder mal soweit...die heiße Phase des Triathlon-Sommers wird eingeläutet. Morgen startet die Challenge Roth und in 2 Wochen der Ironman Germany in Frankfurt. Ich war gerade mal auf den Seiten...
ich bin angespannt, nervös und kribbelig, obwohl ich krankheitsbedingt nicht starten kann (mal abgesehen von der nicht vorhandenen Form, die ich aber jederzeit wiedererlangen kann)...
ich bin traurig, weil ich nicht starten kann, aber weiß, dass nichts unmöglich ist...
ich bin glücklich, vom Herzen ein Triathlet zu sein...wenn du einmal im Leben den Sinn des Ausdauersports erkannt und erfahren hast (mentale Stärke, körperliche Fitness), wenn dich der Spirit erwischt hat, den alle Triathleten spüren und der uns alle verbindet...
ich freue mich für Euch alle da draußen, die ihr morgen in die Fluten startet und einen wunderbaren Tag der Selbsterfahrung macht...
ich glaube an Euch...Ihr schafft das...Ins Ziel kommen, ankommen im Leben, darauf kommt es am...Ihr werden Höllenqualen erleiden, aber was ist das alles gegen das Gefühl des Ankommens, des Finishens...
...Erst mal im Ziel, wird Alles anders sein als je zuvor...ich kenne das Gefühl, es ist einfach unbeschreiblich...für den Newcomer wie für den Erfahrenen...es ist immer wieder eine Herausforderung, seine Grenzen zu überwinden...dem eigenen Schweinehund einfach davon zu schwimmen, zu fahren und zu laufen...
ich bin einer von Euch...auch wenn ich es momentan schaffe mich zu tarnen als etwas übergewichtiger Normalo..., aber ich komme wieder!!! versprochen!
Ich wünsche Euch allen einen guten erfolgreichen Tag, an dem jeder seine Ziele erreicht, selbst wenn das Ziel die Erkenntnis ist, das Rennen nicht die gewünschte Endzeit zu erreichen, aber dennoch ins Ziel zu kommen...
Ich bewundere Euch...
Also Ihr Triathleten und Triathletinnen, Jungs und Mädels, gebt Gas, genießt den Tag und habt ein wunderbares Erlebnis bei Eurem Rennen in Roth!!!
PS: War vor ganz vielen Jahren dort beim Powerman in Spalt und habe die Stimmung un Menschenfreundlichkeit genießen dürfen. Es war meine erste Langdistanz und ist unvergesslich geblieben!
Viel Glück auch dem Veranstalter und allen freiwilligen Helfern, ohne Euch wären wir Triathleten aufgeschmissen...Danke für Euren Einsatz!!!Ihr seid das Salz in der Suppe...Ihr verleiht dem Sport erst die Faszination, denn ohne Euch wären solche komplexen orgnisatorischen Rennen gar nicht durchführbar...
Mein Lebensmoto möge Euch begleiten: Niemals aufgeben!-Stephan Frank
ich bin angespannt, nervös und kribbelig, obwohl ich krankheitsbedingt nicht starten kann (mal abgesehen von der nicht vorhandenen Form, die ich aber jederzeit wiedererlangen kann)...
ich bin traurig, weil ich nicht starten kann, aber weiß, dass nichts unmöglich ist...
ich bin glücklich, vom Herzen ein Triathlet zu sein...wenn du einmal im Leben den Sinn des Ausdauersports erkannt und erfahren hast (mentale Stärke, körperliche Fitness), wenn dich der Spirit erwischt hat, den alle Triathleten spüren und der uns alle verbindet...
ich freue mich für Euch alle da draußen, die ihr morgen in die Fluten startet und einen wunderbaren Tag der Selbsterfahrung macht...
ich glaube an Euch...Ihr schafft das...Ins Ziel kommen, ankommen im Leben, darauf kommt es am...Ihr werden Höllenqualen erleiden, aber was ist das alles gegen das Gefühl des Ankommens, des Finishens...
...Erst mal im Ziel, wird Alles anders sein als je zuvor...ich kenne das Gefühl, es ist einfach unbeschreiblich...für den Newcomer wie für den Erfahrenen...es ist immer wieder eine Herausforderung, seine Grenzen zu überwinden...dem eigenen Schweinehund einfach davon zu schwimmen, zu fahren und zu laufen...
ich bin einer von Euch...auch wenn ich es momentan schaffe mich zu tarnen als etwas übergewichtiger Normalo..., aber ich komme wieder!!! versprochen!
Ich wünsche Euch allen einen guten erfolgreichen Tag, an dem jeder seine Ziele erreicht, selbst wenn das Ziel die Erkenntnis ist, das Rennen nicht die gewünschte Endzeit zu erreichen, aber dennoch ins Ziel zu kommen...
Ich bewundere Euch...
Also Ihr Triathleten und Triathletinnen, Jungs und Mädels, gebt Gas, genießt den Tag und habt ein wunderbares Erlebnis bei Eurem Rennen in Roth!!!
PS: War vor ganz vielen Jahren dort beim Powerman in Spalt und habe die Stimmung un Menschenfreundlichkeit genießen dürfen. Es war meine erste Langdistanz und ist unvergesslich geblieben!
Viel Glück auch dem Veranstalter und allen freiwilligen Helfern, ohne Euch wären wir Triathleten aufgeschmissen...Danke für Euren Einsatz!!!Ihr seid das Salz in der Suppe...Ihr verleiht dem Sport erst die Faszination, denn ohne Euch wären solche komplexen orgnisatorischen Rennen gar nicht durchführbar...
Mein Lebensmoto möge Euch begleiten: Niemals aufgeben!-Stephan Frank
Samstag, 2. April 2011
Ich bin wieder da! - 02.04.2011
Hello World!
Ich bin zurück...das ging aber schnell...Wunderheilung...eher nicht...eher ich weiß es nicht..das letzte Aufbäumen. Klar ein Leben mit Arthrose bleibt, aber man kann kämpfen.
ICH habe vor der Op das Krankenhaus verlassen . Heute 12 UHR war mein Termin für Hüftprothese. Gestern nach allen Vorbereitungen, habe ich nochmal ganz tief in mich hineingehorcht...und mein Körper wollte noch eine Chance. Echt grass, so kurz vor der OP, aber nach fast 3 Monaten Bettruhe im Januar, Februar und März, wo nichts mehr ging, bin ich wohl auf dem Weg der Besserung. So fühle ich heute zumindest. Ich denke es liegt mit daran dass ich fast eine ganze Woche mit Magen-Darm-Virus und Fieber flach gelegen habe und in dieser Zeit mein Körper isch mit 5 tagen Fieber am Stück die Ruhe geholt hat die er brauch. Nicht nur für den Virus, nein vielleicht auch für die Regeneration meiner Hüfte nach dem Sturz Anfang Januar. Seit Mitte letzter Woche kann ich mich wieder einigermaßen bewegen. Zwar mit Schmerzen, aber immerhin.
Unglaublich! Das mit der Selbstheilung klappt also doch noch (der Gedankengang wäre natürlich zu einfach für ein so komplexes Problem) Dachte, dass ich hier wirklich an meine Grenze angekommen bin und ich an einer OP nicht vorbei komme. Ich war wirklich das erste mal in meinem Leben so verzweifelt, dass in den letzten Wochen öfter Tränen geflossen sind. Es war so aussichtslos. Die Vorstellung für mich mit einer künstlichen Hüfte zu leben, jetzt schon, noch so jung...es wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein. Ich konnte es bis heute nicht begreifen, nicht annehmen, das Schicksal. In mir war irgendeine Kraft, das das wohl mit aller Gewalt verhindern wollte. In meinem Kopf war immer noch das Bild des Triathleten, der vor 6 Jahren seinen letzten Wettkampf gemacht hat und bis Dezember trotz problematischer Hüfte noch Tischtennis Bezirksoberliga gespielt hat. Aufgrund der Bewegungseinschränkung leider nicht so erfolgreich wie sonst möglich, aber immerhin.
Wenn man dann alleine auf dem Zimmer liegt, alle Vorbereitungen sind getroffen, Gespräch Narkosearzt, EKG, Blutabnahme, Röntgen zur Vorbereitung des Hüftimplantats usw. usw. ...ja wenn man dann so ganz tief in sich hineinhört, auf seine Gefühle vertraut, unserer Gabe vertraut, sich selbst zu heilen, dann findet man doch noch einen Ausweg aus dieser scheinbar ausweglosen Situation.
Man beginnt wieder an sich zu glauben! Man fasst wieder Mut! Man deutet die Signale richtig, die man auf einmal empfängt. Es gehörte schon auch ein Stück weit Mut dazu, so kurz vorher sich noch umzuentscheiden. Nach 7 verschiedenen Orthopädenbesuchen, jeder ne andere OP-Methode, 3 verschiedene Implantatmöglichkeiten. Alles nicht so einfach, wenn man eine richtige Entscheidung treffen will. Es geht schließlich um die Gesundheit und die komplette Zukunft.
Ich fühl mich heute wie neu geboren, weil ich meine Hüfte noch habe. Zwar mit Bewegungseinschränkungen und die andere Seite mit Schmerzen, seit meinem Sturz im Januar. Aber wie ich empfinde, durchaus machbar. Ich habe mir nur geschworen, 25 kg zu verlieren, als Pfand für die entgangene OP. Ich habe gespürt noch nicht alles in meiner Macht stehende getan zu haben, um die OP zu verhindern. Und da werde ich jetzt intensiv tun. Zeit gewinnen und eine OP est einmal nach hinten verschieben. Ich weiß, es wird mich irgendwann ereilen, aber nicht heute, nicht jetzt.
Ich habe mir heute erst mal 2 paar Walkingschuhe gekauft. Geht zwar noch nicht wirklich, aber ich gebe nicht auf. Und ich habe die Rad- und Schwimmsachen zusammen gesucht.
Morgen gehts aufs Rad, 80 km in der Sonne...ja Ihr lest richtig. Heute noch fast auf dem OP-Tisch und morgen Rad fahren, wie geht denn das. Es geht, alles ist möglich. Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Aber es gibt sie.
Auf meinem Blog stephanfrank.blogspot.com werde ich weiter über mein Motto "Niemals aufgeben" schreiben. Falls es Euch interessiert, freut es mich wenn ihr ab und an reinschaut. In diesem Sinne....
Morgen scheint die Sonne für Euch alle. Ich wünsche euch ein sensationelles Wochenende und glaubt an Euch. Das Leben ist so wunderbar.
Ich liebe das Leben, es hat manchmal so wunderbare Überraschungen parat.
Ich weiß noch nicht wie es wird, aber es wird und bleibt spannend!
Liebe Grüße an Euch da draußen
Stephan
Ich bin zurück...das ging aber schnell...Wunderheilung...eher nicht...eher ich weiß es nicht..das letzte Aufbäumen. Klar ein Leben mit Arthrose bleibt, aber man kann kämpfen.
ICH habe vor der Op das Krankenhaus verlassen . Heute 12 UHR war mein Termin für Hüftprothese. Gestern nach allen Vorbereitungen, habe ich nochmal ganz tief in mich hineingehorcht...und mein Körper wollte noch eine Chance. Echt grass, so kurz vor der OP, aber nach fast 3 Monaten Bettruhe im Januar, Februar und März, wo nichts mehr ging, bin ich wohl auf dem Weg der Besserung. So fühle ich heute zumindest. Ich denke es liegt mit daran dass ich fast eine ganze Woche mit Magen-Darm-Virus und Fieber flach gelegen habe und in dieser Zeit mein Körper isch mit 5 tagen Fieber am Stück die Ruhe geholt hat die er brauch. Nicht nur für den Virus, nein vielleicht auch für die Regeneration meiner Hüfte nach dem Sturz Anfang Januar. Seit Mitte letzter Woche kann ich mich wieder einigermaßen bewegen. Zwar mit Schmerzen, aber immerhin.
Unglaublich! Das mit der Selbstheilung klappt also doch noch (der Gedankengang wäre natürlich zu einfach für ein so komplexes Problem) Dachte, dass ich hier wirklich an meine Grenze angekommen bin und ich an einer OP nicht vorbei komme. Ich war wirklich das erste mal in meinem Leben so verzweifelt, dass in den letzten Wochen öfter Tränen geflossen sind. Es war so aussichtslos. Die Vorstellung für mich mit einer künstlichen Hüfte zu leben, jetzt schon, noch so jung...es wollte einfach nicht in meinen Kopf hinein. Ich konnte es bis heute nicht begreifen, nicht annehmen, das Schicksal. In mir war irgendeine Kraft, das das wohl mit aller Gewalt verhindern wollte. In meinem Kopf war immer noch das Bild des Triathleten, der vor 6 Jahren seinen letzten Wettkampf gemacht hat und bis Dezember trotz problematischer Hüfte noch Tischtennis Bezirksoberliga gespielt hat. Aufgrund der Bewegungseinschränkung leider nicht so erfolgreich wie sonst möglich, aber immerhin.
Wenn man dann alleine auf dem Zimmer liegt, alle Vorbereitungen sind getroffen, Gespräch Narkosearzt, EKG, Blutabnahme, Röntgen zur Vorbereitung des Hüftimplantats usw. usw. ...ja wenn man dann so ganz tief in sich hineinhört, auf seine Gefühle vertraut, unserer Gabe vertraut, sich selbst zu heilen, dann findet man doch noch einen Ausweg aus dieser scheinbar ausweglosen Situation.
Man beginnt wieder an sich zu glauben! Man fasst wieder Mut! Man deutet die Signale richtig, die man auf einmal empfängt. Es gehörte schon auch ein Stück weit Mut dazu, so kurz vorher sich noch umzuentscheiden. Nach 7 verschiedenen Orthopädenbesuchen, jeder ne andere OP-Methode, 3 verschiedene Implantatmöglichkeiten. Alles nicht so einfach, wenn man eine richtige Entscheidung treffen will. Es geht schließlich um die Gesundheit und die komplette Zukunft.
Ich fühl mich heute wie neu geboren, weil ich meine Hüfte noch habe. Zwar mit Bewegungseinschränkungen und die andere Seite mit Schmerzen, seit meinem Sturz im Januar. Aber wie ich empfinde, durchaus machbar. Ich habe mir nur geschworen, 25 kg zu verlieren, als Pfand für die entgangene OP. Ich habe gespürt noch nicht alles in meiner Macht stehende getan zu haben, um die OP zu verhindern. Und da werde ich jetzt intensiv tun. Zeit gewinnen und eine OP est einmal nach hinten verschieben. Ich weiß, es wird mich irgendwann ereilen, aber nicht heute, nicht jetzt.
Ich habe mir heute erst mal 2 paar Walkingschuhe gekauft. Geht zwar noch nicht wirklich, aber ich gebe nicht auf. Und ich habe die Rad- und Schwimmsachen zusammen gesucht.
Morgen gehts aufs Rad, 80 km in der Sonne...ja Ihr lest richtig. Heute noch fast auf dem OP-Tisch und morgen Rad fahren, wie geht denn das. Es geht, alles ist möglich. Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Aber es gibt sie.
Auf meinem Blog stephanfrank.blogspot.com werde ich weiter über mein Motto "Niemals aufgeben" schreiben. Falls es Euch interessiert, freut es mich wenn ihr ab und an reinschaut. In diesem Sinne....
Morgen scheint die Sonne für Euch alle. Ich wünsche euch ein sensationelles Wochenende und glaubt an Euch. Das Leben ist so wunderbar.
Ich liebe das Leben, es hat manchmal so wunderbare Überraschungen parat.
Ich weiß noch nicht wie es wird, aber es wird und bleibt spannend!
Liebe Grüße an Euch da draußen
Stephan
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