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Freitag, 3. Februar 2012

Der Weg der Arthrose bis zum hin künstlichen Hüftgelenk - 03.02.2012

Die Arthrose des Hüftgelenks

Die Arthrose des Hüftgelenks ist eine degenerative Erkrankung und betrifft vor allem ältere Menschen. Neben Fehlstellungen, Durchblutungsstörungen und Unfällen, die bereits in jungen Jahren zu einer Hüftgelenksarthrose führen können, sind normale Abnutzungserscheinungen für den Verschleiß des Gelenkknorpels verantwortlich.

Nicht rechtzeitig behandelt, führt die Arthrose erst zur Verminderung der Knorpeldicke und später zu Knochen- und Muskelschäden im Bereich des Gelenkes. Je früher eine Hüftgelenksarthrose diagnostiziert wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Die Arthrose des Hüftgelenkes

Die Hüftgelenke müssen genau wie die Kniegelenke einerseits die Beweglichkeit beim Gehen ermöglichen, andererseits Gleichstand und Festigkeit garantieren. Diese doppelte funktionelle Aufgabe wird gelöst durch den speziellen anatomischen Aufbau des Oberschenkelknochens mit Hüftkopf und des Beckens mit der
Gelenkpfanne. Die Gelenkpfanne wird aus allen drei Beckenknochen, Darm-, Sitz- und Schambein, gebildet. Die Gelenkpfanne umschließt den Hüftkopf des Oberschenkelknochens beim gesunden Hüftgelenk um mehr als die Hälfte. Die besondere Winkelstellung des Schenkelhalses und damit die Gelenkstellung der Gelenkpartner zueinander garantiert das hohe Maß der Belastbarkeit des gesunden Hüftgelenkes.
Der Hüftkopf ist von Gelenkknorpel überzogen (hyaliner Knorpel) und die Gelenkpfanne besitzt eine mondförmige Knorpelauskleidung. Der Hüftkopf besitzt eine besondere Durchblutungssituation: Er wird von drei Hauptgefäßen ernährt. Bei Störungen dieser Gefäßversorgung kann es zum Zugrundegehen des Hüftkopfes kommen (Hüftkopfnekrose), die dann im Weiteren die operative  Versorgung mit einem künstlichen Hüftgelenk zur Folge hat. Der Gelenkknorpel ist ein spezialisierter Knorpel, der, wenn er einmal geschädigt ist, sich nicht mehr regenerieren kann. Daher ist es leicht zu verstehen, dass das Hüftgelenk, das tagtäglich immensen Belastungen ausgesetzt ist, bei vielen Menschen vorzeitig verschleißt. Schätzungen gehen davon aus, dass bei bis zu 80 Prozent der über 70-Jährigen schon Abnutzungserscheinungen in den Hüftgelenken nachweisbar sind, ohne dass jedoch zwingend Schmerzen verspürt werden.
Die Symptome bei einer Hüftgelenksarthrose sind zunächst relativ diskret und gehen anfangs in Ruhe rasch zurück. Typisch ist ein Steifigkeitsgefühl nach längerer Ruhephase, oft verbunden mit einem gewissen Anlaufschmerz. Längere Gehstrecken und das tiefe Bücken werden zunehmend als schmerzhaft empfunden. 
Die zunehmende Bewegungseinschränkung zwingt die Betroffenen dazu, ihre täglichen Verrichtungen (Schuhe binden, Fuß- pflege) nur über Ausweichbewegungen zu verrichten. Später steht dann der Schmerz im Vordergrund und die Betroffenen schränken daher ihre Wegstrecken immer häufiger ein, was zwangsläufig dann auch zum Abbau der Muskulatur führt. Es entwickelt sich ein Teufelskreis, der sich stets selbst beschleunigt und den es frühzeitig zu durchbrechen gilt. Die Vorstellung beim Orthopäden erfolgt entweder aufgrund der zunehmenden Schmerzen im Bereich der Leiste und der Hüftregion, nicht selten mit Ausstrahlung bis in das Kniegelenk, oder aufgrund der oben beschriebenen Bewegungseinschränkungen.
Auch wenn der erfahrene Arzt schon aufgrund der Schilderungen der Beschwerden und der klinischen Untersuchung die Verdachtsdiagnose Hüftgelenksarthrose stellen kann, ist für die Stadienfestlegung und die Therapieplanung immer auch die apparative Untersuchung erforderlich. Röntgenbilder und zunehmend auch die kernspintomographische Untersuchung sollen Auskunft geben über den Zustand des Gelenkes und des Gelenkknorpels.

Die Arthrose des Hüftgelenks
Mögliche Ursachen für die Entstehung einer Hüftarthrose
• Fehlbelastungen durch Fehlbildungen des Hüftgelenkes 
   (Dysplasiehüfte)
• Verletzungen (Brüche in Gelenknähe)
• entzündliche Erkrankungen (Rheuma, bakterielle Entzündungen)
• Knochen- oder Knorpelerkrankungen (Osteonekrosen, Osteochondrosen)
• muskuläre Ungleichgewichte
• Lähmungen
• Übergewicht
• Überbelastungen (zu viel oder falscher Sport)
• erbliche Faktoren
• Einrisse der Gelenklippe
• besondere Hüftkopfformen


Die Therapie der Hüftgelenksarthrose

Was kann ich tun?


Die Therapie der Hüftgelenksarthrose hängt nicht nur vom jeweiligen Stadium, sondern auch von den Ansprüchen und den Lebensgewohnheiten der Patienten ab. Zunächst wird es darum gehen, alle verschlimmernden Faktoren wie Übergewicht oder falsche Belastungen zu eliminieren. Mit Medikamenten können die Schmerzen reduziert und die entzündlichen Begleiterscheinungen verringert werden. Dies ist die Voraussetzung, um mit einer gezielten Physiotherapie die muskuläre Situationverbessern zu können. Durch die Injektion von Substanzen direkt in das Gelenk, welche die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit verbessern, kann die Ernährungssituation des Knorpels verbessert und die Beweglichkeit erleichtert werden. Ist die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten, zeigt sich eine schnelle Wirkung bei nur einmaliger Injektion von nicht tierischer stabilisierter Hyaluronsäure (NASHA = non animal stabilized hyaloronic acid), zum Beispiel Durolane. Durch die einmalige Injektion dieses naturidentischen körpereigenen Wirkstoffes unter sonographischer oder Röntgenkontrolle können Arthrosebeschwerden schnell und lang anhaltend gelindert werden. Einlagen oder die orthopädisch-technische Aufarbeitung des Schuhwerks mit Pufferabsätzen können die Stoßbelastungen des Hüftgelenkes reduzieren und somit zur Schmerzlinderung führen. 
Einige betroffene Patienten profitieren von den so genannten „MBT-Schuhen“, die durch ihre besondere Sohlenform die Gelenke entlasten können. Alle genannten konservativen Therapieformen der Hüftgelenksarthrose basieren auf einer rein symptomatischen Therapie, d. h. hierbei geht es darum, die Schmerzen zu lindern und den Prozess der Arthrose herauszuschieben. Trotz aller Maßnahmen kommt es jedoch zum Voranschreiten der Arthrose und zur Einschränkung der Lebensqualität. Die Lebensqualität ist nachhaltig gestört, wenn die Gehstrecke eingeschränkt ist, Schmerzen schon bei normalen Belastungen bestehen, alltägliche Verrichtungen nur durch Ausweichbewegungen durchgeführt werden können und insbesondere der Nachtschlaf gestört ist. Alle einzunehmenden Medikamente besitzen Nebenwirkungen, die auf Dauer zu sekundären Organschäden führen können. Sind die konservativen Maßnahmen ausgereizt, steht die operative Versorgung an. Die frühere Vorgehensweise, eine Operation so lange wie möglich, auch unter Verlust der Lebensqualität und Einschränkung des Lebensradius, herauszuzögern, ist heute aufgrund der modernen Operationsverfahren und Implantate nicht mehr haltbar.

Die konservative Therapie
Hyaluronsäure – natürlicher Bestandteil unseres Bindegewebes

Ein Salz der Hyaluronsäure ist das Hyaluronan. Es gehört zusammen mit den Glucosaminsulfaten zu den sogenannten Mucopolysacchariden. Das sind langkettige Zuckermoleküle, welche eine Vorstufe zu verschiedensten bindegewebigen Körpergeweben sind. Dazu zählt auch und insbesondere der Gelenkknorpel, welcher sich – solange er nicht beschädigt ist – ein Leben lang regeneriert. Dazu benötigt er allerdings die Zuckermoleküle aus der Gelenkflüssigkeit. Sie werden in die Knorpelmatrix eingebaut und sorgen für eine elastische Oberfläche. Deshalb ist es so wichtig, dass sie in ausreichender Menge und
Qualität zur Verfügung stehen.

Die frühe Hüftarthrose
Die Hüftarthroskopie hat sich in den letzten Jahren als Standardverfahren von Erkrankungen des Hüftgelenkes etabliert. Die ersten Arthroskopien des Hüftgelenkes erfolgten 1931. Es dauerte jedoch bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts hinein, bis einige Fortschritte gemacht wurden. Hier wurden Grundkenntnisse über die Hüftarthroskopie gesammelt. Dennoch dauerte es bis zum Anfang der 2000er-Jahre, bis sich dieses Verfahren als etabliertes Standardverfahren in der Therapie der Hüfterkrankungen durchsetzte.

Die Hüftgelenkspiegelung ("Schlüssellochchirurgie" der Hüfte)

Üblicherweise berichten Patienten über Schmerzen in der Gesäßregion, in der Leiste und im äußeren Bereich
des Hüftgelenkes als Hinweis auf eine Funktionsstörung des Hüftgelenkes. Eine kurze Schmerzanamnese spricht eher für eine entzündliche oder traumatische Ursache, längerfristige Schmerzen sprechen eher für eine Verschleißerkrankung im Sinne einer Hüftarthrose. Lokale Druckschmerzhaftigkeit des betroffenen Hüftgelenkes als auch schmerzhafte Bewegungseinschränkung bei der klinischen Untersuchung können wegweisend sein für eine Erkrankung des Hüftgelenkes. Neben der Sonographie gehört die radiologische Untersuchung des Beckens und des Hüftgelenkes zur Standarduntersuchung. Eine spezielle MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel rundet die Bild gebende Untersuchung ab.
Die sehr anspruchsvolle Operationstechnik fordert langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der arthroskopischen Chirurgie. Im Gelenkzentrum Rhein-Main werden mehr als 100 Hüftarthroskopien pro Jahr von den Operateuren Dr. Hardt und Dr. Scholz durchgeführt. Die Operation der Hüftarthroskopie erfolgt in der Regel über drei kleine Zugänge (1–2 cm Länge).

Die häufigsten Indikationen zur Hüftarthroskopie sind:
1. freie Gelenkkörper
2. Engesyndrom der Hüfte
3. mäßige Hüftarthrose mit Randanbauten

Die Indikationen zur Hüftarthroskopie
• freie Gelenkkörper
• Gelenklippeneinrisse
• degenerative Veränderungen
• beginnende Hüftarthrose
• Bewegungseinschränkung der Hüfte
• Knorpelverletzungen
• Entzündung der Gelenkschleimhaut
• Einriss des zentralen Hüftbandes (Ligamentum terres)
• Gelenkinfektionen
• Impingementsyndrom der Hüfte
• Engesyndrom der Hüfte
• Probleme nach Hüftgelenksersatz

1. Freie Gelenkkörper
Freie Gelenkkörper sind die häufigste Indikation zur Arthroskopie. Ursächlich können Unfallereignisse und Hüftarthrose sein. Auch Erkrankungen der Gelenkschleimhaut können dazu führen, dass freie Gelenkkörper zu Einklemmungserscheinungen des Gelenkes führen und somit einen Schaden des Hüftgelenkes verursachen. Durch das arthroskopische Entfernen der freien Gelenkkörper kann somit ein weiterer Schaden
des Hüftgelenkes abgewendet werden.
2. Das femoroazetabuläre Impingement der Hüfte
Das femoroazetabuläre Impingement-Syndrom der Hüfte (Engesyndrom der Hüfte) kommt durch eine veränderte anatomische Formgebung zustande. Diese Veränderungen finden sich am Schenkelhals und/oder am Pfannenrand. Nun kommt es zu einem Anschlagen beider Knochen bei der Hüftbeugung und der knorpelige Pfannenrand (Labrum). Zudem werden auch die Knorpel der Gelenkpfanne eingeklemmt und beschädigt.
Dieses führt bei wiederholtem Anschlagen zu einem kontinuierlichen Gelenkverschleiß und führt somit zu einer Zerstörung des Hüftgelenkes. Es kommt zu einer Hüftgelenksarthrose. Diese Form der Erkrankung kann auch schon bei Patienten im jungen Erwachsenenalter auftreten. Im Rahmen der Hüftarthroskopie können nun Einrisse der knorpeligen Pfanne repariert, aber auch knöcherne Überstände im Bereich der Hüftpfanne und im Bereich des Schenkelhalses können hier abgetragen werden. Dadurch kann wieder eine schmerzfreie Beweglichkeit erzielt werden. In vielen Fällen führt dieses zu einem Verhindern der Entwicklung einer Hüftgelenksarthrose.
3. Mäßige Hüftgelenksarthrose
Hat sich jedoch schon im Rahmen eines ImpingementSyndrom der Hüfte oder durch freie Gelenkkörper eine mäßig beginnende Hüftgelenksarthrose entwickelt, so können hier neben der Behandlung des bestehenden Hüftengesyndroms und dem Entfernen der freien Gelenkkörper auch Knochenanbauten der beteiligten Gelenkpartner entfernt werden. Ebenso kann sowohl durch die Entfernung der entzündlich veränderten Gelenkschleimhaut als auch durch mikrochirurgische Eingriffe am Knorpel die Beweglichkeit und Lebensqualität verbessert werden. Ziel der arthroskopischen Behandlung der Hüftarthrose ist es, dem Patienten zu ermöglichen, wieder über längere Zeit aktiv zu sein und die Versorgung des Hüftgelenkes mit einer Hüftgelenksendoprothese möglicherweise hinauszuzögern.

Nachbehandlung nach arthroskopischen Eingriffen am Hüftgelenk
In Abhängigkeit von der Form des Eingriffes ist die Beweglichkeit und Belastbarkeit des Hüftgelenkes nach einer Arthroskopie eingeschränkt. Die Belastung erfolgt in den ersten sechs Wochen an Unterarmgehstöcken. In dieser Zeit erfolgt eine Thromboseprophylaxe zur Verminderung des Risikos eines Blutgerinnsels in den Beinvenen. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt für gewöhnlich am ersten postoperativen Tag. Leichte sportliche Tätigkeiten können in Abhängigkeit vom Eingriff nach zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden.

Ziel der Behandlung ist die Schmerzfreiheit, die volle Belastbarkeit und Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus soll die Operation das schnelle Fortschreiten der Arthrose verhindern.

Das künstliche Hüftgelenk

Nicht immer gelingt es allerdings, trotz aller therapeutischen Bemühungen, den Prozess der Gelenkzerstörung gänzlich zu stoppen. Wenn das Hüftgelenk durch die Arthrose unwiderruflich zerstört ist, kann nur ein künstlicher Gelenkersatz Schmerz-linderung und Beweglichkeit bringen.


Das künstliche Hüftgelenk
Mittlerweile gibt es unterschiedliche Prothesentypen für das Hüftgelenk, die je nach den individuellen Bedürfnissen und anatomischen Vorgaben ausgesucht werden. Ein künstliches Hüftgelenk bietet wieder die Chance, sich schmerzfrei und natürlich zu bewegen, den beruflichen und privaten Alltag zu bewältigen, sportlich aktiv zu sein und mit Partner, Kindern oder Enkeln die Freizeit zu genießen. Das leben heute viele Patienten, die einen künstlichen Gelenkersatz erhalten haben vor. Niemand muss Angst haben vor einer Hüftgelenksoperation. Das Hüftgelenk wird routinemäßig seit den 60er-Jahren implantiert. Allein in Deutschland werden pro Jahr mehr als 180.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Damit gehört diese Operation zu den erfolgreichsten Operationen in der Medizingeschichte.
Die Qualität des Implantates ist neben der Erfahrung des Operateurs für den Erfolg der Operation entscheidend. Hierbei spielen die Verankerungsmethoden, die Materialien und das Design der Endoprothese eine große Rolle. Für jeden betroffenen Patienten gibt es das passende Kunstgelenk.

Wie wird das Kunstgelenk verankert?
Das künstliche Gelenk muss mit dem körpereigenen Knochen verbunden werden. Das Implantat kann sowohl mit Knochenzement als auch zementfrei oder in Kombination beider Techniken verankert werden. Welche Verankerungstechnik verwendet wird, ist im wesentlichen abhängig vom Aktivitätsgrad und von der individuellen Knochenqualität. Bei hohem Aktivitätsgrad und entsprechender Knochenqualität wird aus heutiger Sicht eine zementfreie Verankerungstechnik empfohlen. Auch das Prothesenmaterial entscheidet über den Langzeiterfolg. Das künstliche Hüftgelenk ist dem natürlichen Hüftgelenk nachempfunden und besteht aus mehreren Komponenten. Die einzelnen Komponenten werden heute im wesentlichen aus drei Materialien hergestellt. Hierbei spielen verschiedene hochwertige und körperverträgliche Metalle wie Titanlegierungen und Kobalt-Chrom-Legierungen, Hightec-Keramik und spezielle Kunststoffe (Polyethylene) die wesentliche Rolle. Man geht heute von einer Standzeit >15 Jahre aus. Bei Lockerung des künstlichen Gelenks kann das Gelenk komplett gewechselt werden oder auch nur die Anteile, die verschlissen sind. Mehrere Wechseloperationen sind möglich.

Die Prothesentypen
In der heutigen Zeit existieren eine Reihe verschiedener Hüftgelenksimplantate. Das Prinzip der erfolgreichen
Operation beruht immer auf dem Ersatz der zerstörten Gelenkanteile. Bei dem Hüftgelenk handelt es sich hierbei um die Hüftgelenkspfanne, die aus dem Beckenknochen gebildet wird, und dem Hüftkopf, der aus dem körpernahen Oberschenkelknochen gebildet wird. 

Die Normalschaftprothese
Der goldene Standard ist die Normalschaftprothese, die zementiert oder zementfrei implantiert werden kann. Bei der gelenkigen Verbindung zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne existieren verschiedene Materialien, die unterschiedliche Abriebeigenschaften besitzen. Verwendet werden heute so genannte Keramik-Keramik-Gleitpaarungen, bei denen der Hüftkopf ebenso wie das Innenleben der zementfreien Pfanne aus Keramik bestehen. Diese Kombination hat nach der heutigen wissenschaftlichen Datenlage den geringsten Abrieb und unterstützt damit die Langlebigkeit des künstlichen Hüftgelenkes.
Aber auch andere Gleitpaarungen, wie Metall und Polyethylen sowie Keramik und Polyethylen oder MetallMetall-Gleitpaarungen gehören heute noch zu den gut getesteten Materialien, welche die Langlebigkeit des künstlichen Hüftgelenkes fördern. Bei der sogenannten Normalschaftprothese wird vergleichsweise viel Knochen am Oberschenkelknochen geopfert, um die Hüftgelenksprothese, hier den Schaft, regelrecht implantieren zu können. Modernere Verfahren wie die Oberflächenendoprothese oder die so genannte Kurzschaftprothese eignen sich als Verfahren zur knochensparenden ImDas künstliche Hüftgelenk
plantation. Bei der Oberflächenendoprothese wird der Hüftkopf sparsam abgefräst und überkront, ähnlich wie bei einer Zahnüberkronung. Diese Überkronung wird mit einer Chrom-Kobalt-Legierung durchgeführt. Auch hier muss die Pfanne ersetzt und in der Kombination eine Metall-Metall-Gleitpaarung eingesetzt werden.
Diese Operation hat eine sehr eingeschränkte Indikation,  d. h. sie kommt für vergleichsweise wenige Patienten in Frage. Um die Komplikationswahrscheinlichkeit zu minimieren, muss der Knochen des Patienten eine sehr hohe Knochenqualität aufweisen und die Durchblutungssituation des Hüftkopfes und Schenkelhalses ausreichend sein. Der Vorteil bei dieser Operationsmethode ist neben dem knochensparenden Effekt, dass die Anatomie im Wesentlichen nicht verändert wird. Nachteile sind die
eingeschränkte Indikationsbreite und die insgesamt höhere Komplikationsrate bei und nach der Operation.

Die Kurzschaftprothese
Bei der so genannten Kurzschaftprothese werden die Vorteile der Normalschaft- und die Vorteile der Oberflächenprothese kombiniert aufgegriffen. Die Kurzschaftprothese lässt sich sehr gut minimalinvasiv, d. h. über einen sehr kleinen Zugang, ohne Durchtrennung von Muskulatur, implantieren. Sie wird zementfrei implantiert und spart im Vergleich zur Normalschaftprothese wichtigen Knochen im Bereich des Schenkelhalses, was insbesondere jüngeren Patienten, die im Laufe ihres Lebens eine Wechseloperation zu erwarten haben, zugute kommt. 
Im Vergleich zum Oberflächenersatz besitzt die Kurzschaftprothese eine gewisse Modularität, d. h. durch verschiedene Aufsatzmöglichkeiten des Kopfes oder des Halses können Beinlängenunterschiede oder geringgradige Fehlrotationen ausgeglichen werden.
Die Kurzschaftprothese besteht aus den hochwertigsten Materialien, die zurzeit auf dem Markt für die Hüftgelenks-endoprothetik verfügbar sind. Die Prothese selbst besteht aus Titan mit einer knochenähnlichen Spezialbeschichtung (Hydroxylapartit). Diese Beschichtung ist eine Rauhigkeit am Prothesenschaft mit einer feinen Porung, die dem Knochen ermöglicht, in die Prothese einzuwachsen und sich fest zu verankern. Die gelenkige Verbindung besteht in aller Regel aus einer Keramik-Keramik-Gleitpaarung, die nach wissenschaftlicher Erkenntnis momentan die besten tribologischen Eigenschaften, d. h. Abriebeigenschaften, besitzt und so die Haltbarkeit der Kurzschaftprothese unterstützt. Allergische Reaktionen, wie sie für Chrom-Kobalt-Legierungen, d. h. Metall-Metall-Gleitpaarungen diskutiert werden, sind hier ausgeschlossen. Aufgrund der minimalinvasiven Vorgehensweise ohne Durchtrennung der Muskulatur wird der Blutverlust bei der Operation minimiert und die Rehabilitation enorm beschleunigt. Der Krankenhausaufenthalt liegt in aller Regel unter 7 Tagen im Akutkrankenhaus und bei Bedarf bei 2 Wochen in der Reha-Klinik – im Einzelnen werden auch ambulante Rehabilitationsmaßnahmen
durchgeführt.

Die Individualprothese
Die Individualprothese ist eine maßgeschneiderte Hüftgelenks-endoprothese für Patienten mit besonderen anatomischen Vorgaben. Hierunter fallen Patienten, die aufgrund von schwerer Hüftdysplasie oder Hüftluxation, Voroperation oder nach Unfällen eine stark veränderte Anatomie im Bereich des Hüftgelenkes besitzen. Die Versorgung mit einer normalen Hüftgelenks-endoprothese würde hier unter Umständen zu starken Kompromissen bei der Operation führen müssen. Gerade dieses Patientengut besteht häufig aus sehr jungen Patienten mit einem langen Leidensweg, der die Lebensqualität schon über Jahre im jungen Alter herabgesetzt hat. Häufig sind diese Patienten schon
mehrfach voroperiert. Umstellungsoperationen im Bereich
des Oberschenkelknochens oder so genannte Schwenkoperationen im Bereich der Hüftgelenkspfanne erschweren die Versorgung mit einem künstlichen Hüftgelenk.
Bei der von uns verwendeten Individualprothese (CTXProthese)
wird eine CT-basierte, detailgetreue Planung vorgenommen. Hierfür wird eine Computertomographie durchgeführt, die alle besonderen anatomischen Gegebenheiten schon in der Phase der Planung aufdeckt.
Die Prothese wird anhand dieser Daten individuell gefräst und gefertigt, sodass schwere Rotationsfehler oder Winkel-veränderungen wieder ausgeglichen werden können, die bei Benutzung einer Standardprothese zu großen operativen Schwierigkeiten führen könnten. Auch die Individualprothese wird zementfrei implantiert und besitzt die oben beschriebene Beschichtung zum Einwachsen für den Knochen.

gefräst und gefertigt, sodass schwere Rotationsfehler
oder Winkelveränderungen wieder ausgeglichen
werden können, die bei Benutzung einer Standardprothese
zu großen operativen Schwierigkeiten führen
könnten. Auch die Individualprothese wird zementfrei
implantiert und besitzt die oben beschriebene Beschichtung
zum Einwachsen für den Knochen.

Stufenkonzept bei Hüftgelenksarthrose




Konservative Therapien:
• Krankengymnastik, Massagen, Einsatz nicht steroidaler   
Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Acetylsalicylsäure), lokale
Schmerzbehandlung durch Injektionen mit Analgetika
• Injektionen mit nichttierischer Hyaluronsäure „Durolane“ zur
Verbesserung der Gleit- und Pufferfähigkeit des Gelenkes
Minimal invasive Therapie:
• Hüftarthroskopie mit Ausleitung von Gelenkabrieb/
Versorgung kleinerer Läsionen
Invasive Therapien:
• Totalendoprothese, unzementiert/zementiert
• Kurzschaftprothese
• Individualendoprothese

Quelle: Gelenkzentrum Wiesbaden
(http://www.gelenkzentrum-wiesbaden.de)

Donnerstag, 2. Februar 2012

Mein Seminarangebot

Ja, Sie lesen richtig!!!


Ich werde meine eigene Geschichte, meine Erfahrungen im Umgang mit Selbstfindung, Selbstmotivation und positivem Denken , meine Erkenntnisse zum Thema Krisenbewältigung und Zielmanagement in speziellen Seminaren an alle Interessierten weitergeben.


Ich bekomme hier von allen Seiten die entsprechenden Signale und Impulse, dass mein positives Denken und Handeln ansteckend sein kann. Dann wünsche ich uns allen, dass sich möglichst viele an dem Positivvirus infizieren und bald ein von Glück und Zufriedenheit ausgefülltes Leben führen können.


Darüber hinaus werde ich als Mental Coach in 4-Augen-Terminen dem Interessierten einen noch intensiveren Erfahrungsaustausch und eine noch detailliertere Selbstreflexion anbieten (Idee).


Lassen Sie sich überraschen!


Das Ganze wird gekoppelt sein an weitere Lebensbausteine wie Fitness, Gesundheit, Wohlbefinden und Mobilität!


UND NATÜRLICH an ein Leben mit Endoprothese.
Was ist möglich? Wie gehe ich damit um? Das Thema dabei ist Information und Motivation. 


Was das im einzelnen bedeutet und wie Sie das positiv für sich nutzen können, erfahren Sie bald.


Ein exclusiv ausgearbeitetes Seminarangebot werde ich demnächst hier veröffentlichen.


Bis dahin...


Wagen Sie den ersten Schritt zu sich selbst, lernen Sie sich selbst besser kennen und nutzen Sie Ihre Potenziale besser aus!


CU Stephan Frank - Niemals aufgeben!
Seminare -Mental Coaching

Tag 4 Reha - Tag 17 nach OP

Hello world!

Heute ist ein genialer Tag. Die Sonne scheint, strahlend blauer Himmel.



Gruppentherapie Schmerzbewältigung...
War interessant, von meinen Erkenntnissen als Triathlet und Marathonläufer und meinen Schmerzbewältigungsstrategien konnten die Kolleginnen und Kollegen partizipieren. Sehr gute positive Rückmeldungen zu meinen Vorträgen.

Das motiviert mich da weiter zu machen, andere zu motivieren.
Danach Gruppentherapie Krankengymnastik. Ich war ganz alleine die Gruppe. Also Einzeltgerapie bei Frau Schmehle. War richtig gut. Hat sich nicht nur die operierte Seite vorgenommen, auch die nicht operierte. Beweglichkeit war nach Abschluss deutlich besser. Danke dafür.
Nächster Programmpunkt...Lymphdrainage. Nichts spektakuläres, aber sehr angenehm. Frau Methner eine ganz angenehme Person. War wirklich entspannend.


Und als Abschluss des Vormittags die Visite. Frau Dr. Schmitt eine sehr nette Ansprechpartnerin. Als wir auf das Thema Triathlon kamen, waren die Dämme gebrochen. Wir werden uns sicher im Schwimmbad mal über den Weg laufen. Und dann können wir weiter fachsimpeln.


Und jetzt gleich Mittagspause.


CU

Gelenkerkrankungen - Der Weg der Schmerzen


Wie funktioniert ein Gelenk?

In unserem Körper befindet sich eine Vielzahl von Gelenken. Sie erst ermöglichen die unzähligen, vielfältigen tagtäglichen Bewegungen, die wir brauchen und nutzen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Dabei sind alle Gelenke prinzipiell gleich aufgebaut. Von außen wird das Gelenk umgeben von einer Gelenkkapsel und von unterschiedlich stark ausgeprägten stabilisierenden Bändern. Innen ist jedes Gelenk mit einer Schleimhaut, der Synovialis, ausgekleidet. Diese produziert die so genannte Gelenkschmiere, auch als Synovia bezeichnet, die als feiner Flüssigkeitsfilm zwischen den Gelenkpartnern die Beweglichkeit erleichtert. Die eigentlichen Gelenkflächen bestehen aus einer mehrere Millimeter dicken spiegelglatten Schicht, aus so genanntem hyalinem Knorpel. Diese Knorpelschicht dient nicht nur als Gleitfläche, sondern sie fängt auch als elastischer Puffer Stöße und Belastungen ab. Ernährt wird der Knorpel, da er nicht an das ernährende Blutsystem angeschlossen ist, über die Inhaltsstoffe der Gelenkschmiere. Bei jeder Bewegung wird der Knorpel zusammengepresst, um sich dann bei der Entlastung wieder auszudehnen. Dabei saugt er sich – ähnlich wie ein Schwamm – mit Gelenkflüssigkeit voll und nimmt so die Nährstoffe auf, die er für Aufbau und Funktion braucht. Das erklärt auch, warum nur bewegte Gelenke gesund sein können. Bewegungsmangel kann über die damit verbundene mangelhafte Ernährung des Knorpels auch zu einer Arthrose führen. Gerade für Gelenke gilt das alte Sprichwort: „Wer rastet, der rostet.“ Auch wenn alle Gelenke prinzipiell gleich sind, so unterscheiden sich die einzelnen Gelenke doch sehr hinsichtlich Gestalt, Größe, Bewegungsumfang und 
-ausmaß, Beanspruchung und möglicher Gefährdungen. Jedes Gelenk hat damit seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie mehr über die Hüftarthrose im Speziellen.

Was ist Arthrose?

Das Wort Arthrose kommt aus dem Griechischen von „arthr-“ für Gelenk und „-ose“ oder „-osis“ für Krankheit, krankhafter Zustand. Man versteht darunter eine – primär nicht durch eine Entzündung ausgelöste – krankhafte Veränderung eines oder mehrerer Gelenke, die immer mit einem Knorpelschaden beginnt. 

Verschiedenste Faktoren können ihn verursachen bzw. begünstigen. Häufig steht am Anfang eine Fehl- oder Überbelastung des entsprechenden Gelenks, aber auch angeborene Defekte, Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen (Hüftdysplasie) und Unfälle können zu einem vorzeitigen Untergang des Knorpels führen. Da der einmal in Gang gesetzte Prozess unbehandelt unaufhaltsam fortschreitet, kommt es in der Folge zu einer völligen Auflösung der Knorpelschicht und zur Umbildung des darunter liegenden Knochens sowie zu Veränderungen der das Gelenk auskleidenden Schleimhaut. Diese Umbauvorgänge gehen in der Regel mit einer sichtbaren Deformierung des Gelenks, starken Schmerzen und einer zunehmenden Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit bis hin zur totalen Einsteifung einher. Das Risiko, eine Arthrose zu bekommen, steigt mit dem Lebensalter an. Doch zunehmend entwickeln sich auf Grund der veränderten Lebensweise auch schon bei jungen und sehr jungen Menschen arthrotische Veränderungen in den Gelenken.

Ursachen für eine Arthrose 
können sein

• genetisch bedingte mindere Knorpelqualität
• angeborene oder erworbene Fehlstellungen, z. B. Hüftdysplasie, 
  Abrutschen des Hüftkopfes oder schlecht   
  verheilte Knochenbrüche
• Fehl- oder Überbelastungen
• Unfälle oder Verletzungen mit Knorpelschaden (oftmals 
   unbemerkt)
• Einrisse der Gelenklippe (Labrum)
• Übergewicht (besonders an den tragenden Gelenken Wirbelsäule, 
  Hüfte, Knie und Füße)
• falsche oder mangelhafte Ernährung
• Stoffwechselstörungen
• Bewegungsmangel
• Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose, 
  Perthes Erkrankung im Kindesalter)
• besondere Hüftkopfformen („Pistolengriffdeformität“)

Die Arthrose verläuft in Stadien

Ein derartig ausgeklügeltes System wie ein Gelenk ist natürlich auch immer störanfällig. Manchmal reichen schon kleine Abweichungen z. B. eine zu geringe Überdachung des Hüftkopfes durch die Gelenkpfanne aus, um langfristig die Belastbarkeit und Erholungsfähigkeit des Knorpels zu übersteigen. Solch ein Missverhältnis führt früher oder später zu einem vorzeitigen bzw. gesteigerten Abrieb von Knorpelgewebe an den belasteten Stellen, der sich allmählich auf das ganze Gelenk ausdehnt.
Es beginnt in der Regel zunächst nur mit einer Erweichung des Knorpels, der dadurch aber anfälliger wird, sodass er allmählich in diesen Bereichen rauer wird. Kleine Einrisse können auftreten und er franst insgesamt leicht aus. Ein derartiger – zunächst noch streng auf die Oberfläche begrenzter – Knorpelschaden steht am Anfang einer beginnenden Arthrose. Sozusagen als Reaktion auf die Verdünnung der Knorpelschicht verdickt allmählich der unter dem Knorpel liegende Knochen und beginnt, an den Rändern knöcherne Auswüchse, die so genannten Osteophyten, zu bilden. In diesem mittleren Stadium der Arthrose weist der Knorpel tiefere Krater und Buchten auf und es kommt allmählich zu einer knotigen Verdickung und Verformung des Gelenks. Die sich ausbildenden Knochenzacken können auch, wenn sie bei der Gelenkbewegung aufeinanderstoßen, Schmerzen auslösen bzw. bereits bestehende Schmerzen noch weiter verstärken. Das Spätstadium der Arthrose ist erreicht, wenn die Knorpelschicht immer stärker abgerieben wird, bis sie gänzlich aufgebraucht ist – man spricht von einer so genannten Knorpelglatze –, der Gelenkspalt nicht mehr vorhanden ist und als Gelenkpartner Knochen auf Knochen stößt.
Das abgeriebene Knorpelmaterial wirkt im Gelenk wie der sprichwörtliche Sand im Getriebe. Beim Bemühen, das Gelenk von diesen Abriebpartikeln zu reinigen, entzündet sich sehr leicht die Gelenkschleimhaut. Diesen Zustand nennt man aktivierte Arthrose. Die entzündete Gelenkschleimhaut ist nicht mehr in der Lage, eine nährstoffreiche Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Dadurch verschlechtern sich die Ernährungsbedingungen für den Knorpel zusätzlich. Betroffene bemerken in solchen Fällen, dass das Gelenk stärker schmerzt, überwärmt und gerötet und meist auch noch durch einen Gelenkerguss deutlich geschwollen ist. Die Beweglichkeit kann schmerzbedingt fast völlig aufgehoben sein. Solche entzündlichen Phasen wechseln meist mit Phasen ohne Entzündung ab. In den Zeiten der inaktiven Arthrose lassen die Schmerzen vielfach nach, auch wenn der Bewegungsumfang meist deutlich eingeschränkt ist. Besonders die endgradigen Bewegungen, das heißt die vollständige Beugung oder Streckung, sind oft nicht mehr möglich. Die Übergänge der frühen in die späteren Stadien der Arthrose sind fließend. Manchmal geht dieser Prozess ziemlich rasant vonstatten und es kommt innerhalb kürzester Zeit zu einer völligen Zerstörung des Gelenks. Manchmal dauert es aber auch viele Jahre, bis aus einem oberflächlichen Knorpelschaden eine Arthrose im Endstadium geworden ist.

Merke ich, wenn ich Arthrose habe?

In der Regel bereiten die frühen Stadien der Arthrose keine Symptome, weil der Knorpel nicht durch Nerven versorgt ist und so die Meldung über eine Schädigung nicht ans Gehirn weitergeleitet werden kann. Symptome, das heißt Schmerzen, machen sich erst dann bemerkbar, wenn entweder bereits der Knochen in Mitleidenschaft gezogen ist, entzündliche Veränderungen bestehen oder sich die Muskulatur, die das Gelenk umgibt, verspannt und schmerzt. Typisch ist dabei der so genannte Anlaufschmerz: Nach einer längeren Ruhephase, also besonders morgens beim Aufstehen, sind die ersten Bewegungen schmerzhaft. Da das Gefühl „eingerostet“ zu sein aber in der Regel relativ schnell wieder verschwindet, wird ihm meistens zunächst keine große Bedeutung beigemessen. Ein wechselnder Verlauf, bei dem sich Phasen mit und ohne Beschwerden abwechseln, ist typisch für die ersten Stadien der Arthrose. Vielfach verspüren die Betroffenen ihre Schmerzen deutlich stärker bei nassem und kaltem Wetter. Sonnenschein und Wärme empfinden sie dagegen als wohltuend. Manchmal tritt auch ein Leistenschmerz bei und nach körperlicher Betätigung auf, wie ihn z. B. Menschen mit einer Hüftarthrose nur allzu gut kennen. In einigen Fällen kündigt sich die Hüftarthrose auch nur durch eine Bewegungseinschränkung bei der Bewegung („Schuhe anziehen“) und Innendrehung auf. Mit fortschreitender Erkrankung werden vielfach auch die Schmerzen häufiger und heftiger. Jede Bewegung des betroffenen Gelenks wird zur Qual und zwingt die Betroffenen zu Schonhaltungen und Ruhigstellung. Dadurch dreht sich aber leider die Spirale der Erkrankung noch schneller.
Die späten Stadien sind dadurch gekennzeichnet, dass Schmerzen auch in Ruhe bestehen und das Gelenk in seiner Beweglichkeit und seinem Bewegungsumfang deutlich eingeschränkt ist. Im Endstadium, wenn die korrespondierenden Knochen miteinander verwachsen sind, ist das Gelenk gänzlich versteift und hat seine
ursprüngliche Funktion als gelenkige Verbindung eingebüßt. In dieser Phase hören die Schmerzen zwar
auf, eine Bewegung ist aber nicht mehr möglich. Allerdings gibt es keine strenge Korrelation zwischen
dem Ausmaß der anatomischen Veränderungen und der Schmerzhaftigkeit. Manchmal liegen – z. B. im
Röntgenbild klar nachweisbar – ausgeprägte Veränderungen vor, ohne dass die Betroffenen Schmerzen
hätten. Es gibt aber auch Fälle, wo die Patienten über heftige Schmerzen klagen, ohne dass die entsprechenden charakteristischen Veränderungen nachweisbar wären.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
• bei Schmerzen im Gelenk, auch wenn sie nur phasenweise
  auftreten
• bei morgendlichem Anlaufschmerz oder Steifigkeit nach einer
  längeren Ruhephase
• bei Spannungsgefühlen im Gelenk
• bei nachlassender Kraft im Gelenk
• bei Bewegungseinschränkungen und Muskelverspannungen
• bei Leistenschmerzen
• bei Nachtschmerz
• Blockierungen

Quelle: Gelenkzentrum Wiesbaden

Tag 16 nach der OP - Reha Tag 3

Da bin ich wieder...
Ein ereignisreicher Tag geht langsam zu Ende. Der Tag stand unter dem Motto Bewegung und Mobilisierung des operierten Gelenks. Mit 9 Programmpunkten war ich heute gut beschäftigt.


Der Tag begann mit Medizinischer Trainingstherapie, sprich 5 Stationen in einem Fitnessstudio ähnlichen Raum.
Ausgebaut werden soll der Bereich Kraftausdauer. An jedem Gerät werden 3 Sätze á 15 Wiederholungen ausgeführt.  Eine Übung dient dem Training des Oberkörpers (Schulter/ Brust) und 4 Übungen zur Mobilisierung und des Aufbaus von Kraft im Oberschenkel-/ Hüftbereich.


Danach stand auf dem Plan die Einzelkrankengymnastik, Frau Birkentock von der Physioabteilung hat kein leichtes Los mit mir. Die 3 Mädels machen einen lockeren Eindruck und die Stimmung bei unseren Therapien ist immer großartig.
Nach Rücksprache mit Frau Dr. Mann war geklärt, dass ich voll belasten darf. Und mit einem freudigen Lächeln verkündete mir Frau Birkenstock, dass sie mich quälen darf und richtig hart rannehmen kann.
Es war aber auszuhalten...


Danach ging es zur Fangotherapie für meine Schultern. Das war für mich das erste Mal , es war ziemlich warm unter der Decke, aber angenehm.


Von dort ging es zu Frau Müller, die schon sehnsüchtig auf das Langzeit-EKG-Gerät gewartet hat, ging aber nicht früher wegen den Terminen.


Dann als letzter Programmpunkt des vormittags Schulung zum Thema Luxation der Hüfte und Stürze vermeiden-was kann man tun, damit man nicht von Anfang an seinen Heilungsprozess gefährdet.


Leckeres Mittagessen mit Lachsfilet und Kartoffelauflauf und Salat, als Vorspeise eine Gemüsesuppe und als Dessert Quark mit Zitronengeschmack!


Danach ging es weiter mit dem Sportprogramm...


Gruppenkrankengmnastik mit schon sehr erstaunlichen Belastungspunkten für die operierte Hüfte - so empfand ich das. Und es gab für mich auch einen Moment des Schreckens, dem ich morgen mal aud den Grund gehen werde. Bei einer Gehübung mit fast voller Belastung gab es- ich will es mal Funktionsstörung nennen - eine Reaktion der linken Hüfte, die ich nicht ganz einschätzen konnte. Mir km es vor als wäre die Hüfte gesprungen. Mein erster Gedanke-Luxation- aber danach stellten sich nicht die Schmerzen ein, ich konnte weiter machen. Nach Rücksprache mit dem Therapeuten, vermutet er eine muskuläre Fehlfunktion.


Und das Beste zum Schluss...
Gruppenkrankengymnastik im Bad...sprich Bewegungstherapie im Wasser...Aquajogging und vieles mehr...cooles Gefühl fast schwerelos wieder alle Bewegungen machen zu können, die mir noch vor 16 Tagen aufgrund der Schmerzen und Bewegungseinschränkung verwehrt blieben.


und danach das erste Mal schwimmen für mich...sensationell...Rücken und Kraul...einfach immer wieder faszinierend das Element Wasser und die Bewegung darin.


Ein kleines Fragezeichen bleibt - was war das für eine Reaktion die meine Hüfte gezeigt hat...So jetzt wünsch ich gute Nacht und keep on moving!


CU
Stephan Frank

















Dienstag, 31. Januar 2012

Tag 15 Post OP - Reha Tag 2

So langsam habe ich mich eingewöhnt.


Mir geht alles wieder nicht schnell genug. Heute Morgen sanftes Wecken um 6 Uhr. Danach Blutdruck und Gewicht gemessen. 

Dann wollten die Blutsauger wieder mal Blut von mir...doch mein Körper wollte nicht. Es gab keins. Drei mal gestochen und gesucht und gesucht. Frau Müller, echt ne nette, hatte kein Glück am rechten wie am linken Arm. Sie hat sich mehrfach bei mir entschuldigt...Aber Vampire haben entweder schon alles ausgesaugt oder ...was eigentlich wo ist mein Blut hin.

Danach der virtuelle Hausrundgang...mit Frau Philippi. Wo ist was und warum leben Eskimos am Nordpol und nicht am Südpol. 

Natürlich ging es nur um die Räumlichkeiten, Hausdamen usw.  usw.  und Abläufe hier im Haus.
Die Kaiserbergklinik macht einen gut organisierten ersten Eindruck. Alle Kontakte zu  Schwestern, Ärzte und Pflegekräfte ebenso wie die ersten Kontakte zur Physioabteilung verliefen absolut positiv. Bisher bin ich vielen emotional positiv eingestellten Menschen begegnet. Das macht die Zeit der Genesung leichter. Irgendwie haben alle gute Laune hier und Spaß an und bei der Arbeit.

Das ist mal ein grasser Gegensatz zu meinem Aufenthalt im OKB in Braunfels.

http://www.okb-online.de



Mit der OP, den Ärzten und insgesamt dem Ergebnis der OP,  und darauf kommt es letztlich an, bin ich bis dato war ich sehr zufrieden. Der Chefarzt Herr  Dr. Jung macht dort mit seinem Vertreter Herrn Dr. Kobler und dem ganzen Team eine gute Arbeit. Auch meinem Operateur Herrn Dr. Brade kann ich nur gratulieren, ich denke dass er bei mir ein gutes Werk getan hat. Deshalb darf er im April bei meiner 2. OP auch nochmals ran. Stand heute.  Von meinem Aufenthalt hier in der Kaiserbergklinik werde ich weiter berichten.
CU

Mittwoch, 25. Januar 2012

Die Macht der Emotionen oder die Kunst des Scheiterns - 25.012012

Verhaltenspsychologen beschreiben das Scheitern bei einer geplanten Verhaltensänderung so , dass wir wohl mit dem neuen Verhalten zuwenig Freude oder zuviel Schmerz empfinden. Oder umgekehrt betrachtet, verbinden wir mit dem alten Verhalten zuviel Freude und zuwenig Schmerz. Es lohnt sich also aus emotionaler Sicht nicht, das beabsichtigte veränderte Verhalten beizubehalten. Eine ähnliche Erfahrung haben schon Millionen von Menschen gemacht, die mit dem Ziel angetreten waren, abzunehmen oder das mit dem Rauchen aufzuhören.  Ein paar Tage auf dem neuen Weg gelingen ganz gut - irgendwann wägen wir aber  emotional ab, was uns mehr Freude macht und was uns mehr Schmerzen bereitet.


Ich habe während meiner aktiven Triathlonzeit selten  im Hallenbad so viele begeisterte und motivierte Schwimmwillige gesehen wie im Januar.  Nach dem Jahreswechsel wollte man Ernst machen, seine guten Vorsätze,  in die Tat umzusetzen.  Doch schon bald wurde das Schwimmbad wieder leerer. Es war wohl doch dauerhaft zu anstrengend und mit zuviel Entbehrungen und Schmerz verbunden, das neue Verhalten beizubehalten.  Es war wohl doch kuscheliger in der bekannten Komfortzone - weniger Schmerzen. 
Es wurde also wieder abgewogen,  ob der Zuwachs an Freude im neuen Verhalten, die hinzugekommen Schmerzen rechtfertigen. Leider fiel diese "Schmerz-Lust-Bilanz" für viele  so aus, dass das neue Verhalten nicht beibehalten wurde.

Unser komplettes Verhalten ist  also von den damit verbundenen Gefühlen bestimmt. Diese Gefühle können wir unterteilen in Begehren und in Angst. Alles was wir tun oder auch unterlassen wird von diesen beiden Empfindungen gesteuert. Die Verhaltenspsychologie spricht hier vom bipolaren Antriebssystem.


Dieses innere Programm sagt uns wie wir uns zu verhalten haben, um letztendlich zwei grundlegende Grundfunktionen in unserem Leben sicherzustellen:  Selbsterhaltung und Arterhaltung.
Um das zu gewährleisten arbeitet unser "Betriebssystem" mit nur zwei Befehlen wie sie etwa der Mitivationstrainer Alexander Christiani in seinem Buch "Werk den Sieger in dir!" so anschaulich auf den Punkt bringt:
* weg von Angst und Schmerz (die unser Leben bedrohen)!
* hin zur Lust (zu allem, was Selbst und Arterhaltung fördert )!

Kinder besitzen dieses Prinzip des Handelns noch völlig ursprünglich. Sollte eine Situation auftreten, die Unwohlsein verursacht, möchten sie sich möglichst schnell zum Wohlbefinden bewegen.


Wir Erwachsene handeln da ähnlich,  nur kann man das nicht so eindeutig identifizieren.


Wir werden so gesteuert, damit unser Organismus in dem Zustand gehalten wird, wo wir am besten funtionieren.  Alles Handeln wird als oberste Begrenzer bestimmt von den Empfindungen von Schmerz und Angst. Würden wir diese Wahrnehmungen ignorieren könnten wir Gefahr laufen in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Deshalb halten uns letztendlich die obersten Überwachungsorgane Angst und Schmerz von Handlungen ab, die uns Schaden zufügen könnten. In diesem Korridor bewegen wurde uns täglich. 


Unser Scheitern erklären wir uns oft mit der fehlenden Disziplin. 


Der innere Schweinehund hält uns ab manche Dinge zu tun, insbesondere auch dauerhaft zu tun.


Doch was ist der innere Schweinehund?
Der innere Schweinehund ist letztlich auch nur das Ergebnis der Schmerz-Lust-Bilanz. Was uns Scheitern lässt ist oberflächlich betrachtet, die fehlende Disziplin, schaut man etwas genauer hin, verbinden wir mit dem neuen zuviel negative Empfindungen und zuwenig Freude, also fallen wir zurück in alte Verhaltensweisen. 
Das Ganze kann man unter dem Oberbegriff  "die Kunst des Scheiterns" zusammenfassen. Es spielen immer die Gefühle die entscheidende Rolle beim Erreichen von Zielen.  Deshalb spricht man auch von der Leidenschaft,  die vorhanden sein muss, um erfolgreich zu sein. Erfolg ist auch mit Leiden verbunden.

Leiden können am Beispiel des Ironman,  wo man erst 3,8 km schwimmt, dann 180 km auf dem Rad zurücklegt und als Abschluss noch einen knackigen Marathonlauf mit 42,195 km absolviert, ganz gut verstehen: erst kommen die Schmerzen und dann die Freude. Das Überschreiten der eigenen Grenzen verursacht neben Blessuren, physischen aber auch psychischen Prüfungen am eigenen Körper und Geist erst nach dem Überwinden aller Prüfungen die Freude. Das Gefühl des Finishen übertrifft die empfundenen Schmerzen um ein Vielfaches. Nur so lässt sich auch erklären,  warum viele Finisher bei Langdistanzveranstaltungen und bei Marathonläufer es immer wieder tun, obwohl sie das Leid kennen. ABER AUCH DIE FREUDE.
Norman Stadler , 2facher deutscher IRONMAN HAWAII Champion,  hat seine IRONMAN Leidenschaft damit beschrieben "du musst lieben was du tust. Damit trifft er es ganz gut. Wenn wir etwas lieben, sind wir bereit Opfer zu bringen. Das zieht sich durch das komplette Leben.


Was schließen wir aus dem ganzen?
Nichts ist unmöglich, wenn wir bereit sind, das Vorhaben leidenschaftlich zu betreiben. Wenn dich etwas richtig packt, hält es dich am Leben.


Viel Spaß bei der Suche nach Eurem Weg.


CU Stephan Frank

Montag, 23. Januar 2012

DAS NEUE MEDION LIFETAB - eine Alternative zum Samsung Galaxy Tab 10.1 N oder zum IPad2

TABLET PC 's
Das Medien Lifetab ist mein täglicher Begleiter hier in der Klinik beim Posten meines Blogs. Ich dabei zwar noch ein Top Notebook von Lenovo dabei, aber die Mobilität in Verbindung mit dem kapazitiven Touchscreen schlägt das Notebook hier im Bett bei dem Bedienkomfort.
Ein neuer elektronischer Trend verdrängt die Netbooks beim Verkauf und hat auch mich in seinen Bann gezogen. Anfangs skeptisch, bin ich inzwischen total begeistert.
Es ist auch einfach von der Bildschirmgröße beim täglichen Arbeiten hier in der Klinik praktikabler und einfacher im Handlung als mein auch erst kürzlich erworbenes HTC Sensation XE . Auch ein heißes Teil mit 2x1.5 GHz Prozessor. Aber das Medion Lifetab ist durch die Bildschirmgröße und die dadurch bedingt größere Tastatur ist fürs Schreiben im Blog besser geeignet.
Das Lifetab hat als Betriebssystem Android 3.2 Honeycomb installiert. Mit über 300.000 Apps des Android Marktes kann man das Lifetab individuell gestalten und nutzen. Das System läuft mit einem 2x 1 GHz NVidia Tegra2 Prozessor und einem Arbeitsspeicher von 1GB. Durch die NVidea Tegra 2  lassen sich auch grafisch anspruchsvolle Games spielen und die Nutzung des Internets sowie das Anzeigen von Bildern und Videos läuft reibungslos ohne Verzögerung. Die Apps starten sehr flott und der kapazitive Bildschirm reagiert sehr flott auf jede Berührung.
Die Akkulaufzeit ist bei Dauerbetrieb wie momentan ca. 6 Stunden. Kommt auch auf die Helligkeitseinstellungen an. Bei mir ist die höchste Helligkeitsstufe im Betrieb. Werde noch weiter berichten.  Interessant war auch das Preis-Leistungsverhältnis des Lifetab.  Für 399,- Euro beim Aldi erworben, kann es bei einem Test von computerbild die höchste Bewertung.absahnen , die je ein Tablet bei den Tests von computerbild erhalten hat.
Mit einer internen Speicherkapazität von 32 GB, effektiv 29 GB,  die noch mit einer microsdhc um weitere 32 GB erweitert werden können,  liegt man preislich ca. 300 Euro unter einem vergleichbaren Samsung Galaxy Tab 10.1 N 64 GB UMTS.
Das ist ein Wort, zumal das Lifetab sehr gut ausgestattet ist. Als Zugabe ist eine Ledertasche, Ohrhöhrer, ein HDMI-Adapterkabel sowie ein Ladekabel dabei.
Das Gewicht beträgt 720 gr. und damit es es merklich schwerer als das IPAD2 von Apple.

Ausgestattet ist es weiterhin mit 2 Kameras, einer 2 Megapixel Kamera vorne für die Videotelefonie und einer 5 Megapixel Kamera hinten für  Fotoaufnahmen .
Weitere Details folgen...und ein Testbericht über das HTC SENSATION XE.




CU Stephan Frank

Die neue Show von Thommy...Gottschalk live - die 1. Sendung

Ein neuer Anfang...
Thomas täglich - Das Beste vom Tag
Der Entertainer spricht jetzt täglich im neugestalteten ARD-Vorabend über das Wichtigste vom Tag.
Heute startete die neue Sendung Gottschalk live im Ersten, 19.20 Uhr. Die Sendung läuft von Montag bis Donnerstag,  jeweils um 19.20 Uhr, Dauer 30 min.
Die Sendung ist interaktiv angelegt, man kann über Facebook und Twitter an der Sendung aktiv teilnehmen.
Thomas Gottschalk lädt uns nach 35 Jahren - in denen er uns in unseren Wohnzimmern besucht hat  - zu sich in sein Wohnzimmer ein und  spricht dort mit seinen Gästen über die aktuellen Themen aus Entertainment,  Wirtschaft,  Politik und Zeitgeschehen.  Dazu gibt es Live-Schaltungen und spannende Berichterstattungen.
Erste Sendung: Thommy stellt sein Team kurz vor und erklärt das media-online Konzept der Sendung.
Die Nachricht des Tages : Die Trennung des Traumpaares Heidi Klum und Seal... die Besonderheit:  Thommy hatte Heidi Klum  in seiner Sendung Gottschalk Late Night als Model 92 vor 20 Jahren entdeckt...

GAST HEUTE: MICHAEL "BULLY" HERBIG , stellt seinen neuen Film "Zettl" vor,  den er mit Helmut Dietl gedreht  hat und selbst die Hauptrolle spielt.
Die ersten negativen Kritiken habe ich gerade schon gelesen. Gleich wieder platt machen, ich hasse diese Mentalität.  Man kann von einer 30 min Vorabendsendung nicht erwarten, dass sie alle Zielgruppen anspricht und 7 Mio Zuschauer vor den Flatscreen lockt. Und dass man bei einem völlig neuen Konzept auch mal Fehler macht und nicht alles perfekt läuft z.B. das Zeitmanagement vom"Bully" Auftritt,  sei fürs erste Mal verziehen. Wer eine kulturell hochanspruchsvolle Sendung erwartet ist sicher falsch hier. Ich denke es wird sich um lockeres Plaudern in relaxe Atmosphäre geht und nicht um hochdramarischen, ultrakorrekten Polittalk.
ALSO keep cool, hoffe es schauen ein paar Zuschauer zu. Ich werde in  meiner Zeit in den Kliniken sicher zuschauen.

Fortsetzung folgt

Wer schaut Ärzten auf die Finger?

Ich habe gerade einen Zeitungsartikel gelesen zum Thema Ärztefehler und diesbezüglicher Gesetzesänderung und möchte das ganze mal zusammenfassen und das Ganze aus meiner Sicht bewerten.
Ein neues Gesetz soll künftig dem Patienten mehr Rechte geben und helfen Fehler zu vermeiden
Jährlich werden Hunderttausende Opfer von Ärztefehlern. Dieses Thema hat sich die Reagierungskoalition in Berlin auf die Agenda geschrieben und erntet für die Pläne viel Kritik, aber auch positive Stimmen. Ziel ist es den Patienten endlich mehr Rechte zu geben.
Jeder kann zum Opfer werden. Unterschiedlichen Studien zufolge sterben jährlich zwischen 17.000 und mehreren 100.000 Menschen wegen Ärztefehlern in deutschen Kliniken. Die Mediziner sollen künftig weniger über. Den Kopf hinweg der Patienten entscheiden und generell abgesicherte Entscheidungen treffen.
Fallbeispiele ärztlicher Schlichtungsstellen können einem Kranken Angst machen: unentdeckte Tumore, bei der Operation in der Wunde vergessene Tücher,  unerkannter Herzinfarkt, obwohl eindeutige Kabinette zur  entsprechenden Diagnose hätte führen müssen, Oft wurden Befunde nur nach Lage Drängen der Patienten richtiggestellt. Viele kleinere Fehler werden dem Patienten auch dar nicht bewusst.
Das Fachchinesisch mancher Ärzte hinterlässt das Gefühl der Ohnmacht.
Patienten müssen oft über viele Jahre um ihr Recht und Schadensersatz kämpfen - insofern sie überhaupt die nötige Energie dazu haben.
Oft bleibt nur ein Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt. Das von den Ärzten oft zu Behandlungsbeinn vorgebrachte medizinische Fachchinesisch wirkt für viele
Patienten wie eine Entmündigung.

Wobei man dort den Ärzten aus meiner Sicht keinen Vorworf machen kann . Das Problem liegt eher darin, dass viele Menschen zum einen nicht wagen den Göttern in weiss zu viele Fragen zu stellen oder gar die eigene  Meinung explizit zu vertreten, noch sich selbst ausreichend informiert zu haben . Sicher bei einer Erstdiagnose ist man schon auf die Diagnose des Arztes angewiesen.  Es bleibt aber auch jedem überlassen,  sich bei Zweifeln eine Zweitmeinung einzuholen. Dabei scheitert es aber auch meist, da wie Menschen heute keine Zeit mehr haben und auch genervt sind von dem ganzen Procedere der medizinischen Institutionen. Kaum einer ist im Normalfall bereit die komplette Prozedur vom Termin bis zur Untersuchung und bis letztendlich zum Untersuchungsergebnis mehrfach über. Sich ergehen lassen. Wenn ich das auf mich beziehe, wäre ich sicher bereits vor 2 Jahren operiert worden von einem Arzt, ohne selbst mündig zu sein, ob diese Entscheidung die richtige war. Heute bin ich fast 2 Jahre weiter und habe mir von meiner Seite eine sehr ausführliche Aufklärung über OP-Methoden,  Ärztemeinungen, Chancen und Risiken und  verschiedene Kliniken gegönnt. Es war schon viel Zeit, die ich investiert habe, ziel massiver bei manchen Erkrankungen nicht hat, a erste aus meiner Sicht hat es sich gelohnt. Wenn ich mein Befinden nach 7 Tagen nachher Operiert beurteilen kann, habe ich und der Arzt, der mich operiert hat, alles richtig gemacht. Ich sehe bei mir auch eine Verantwortung für mich und meine Gesundheit und nicht nur bei den Ärzten.  Gut ich bin auf welche getroffen,  die einen solchen Patienten, der sich im Vorfeld selbst ausführlich informiert hat, selten erleben und auch manch ein Arzt kann nicht damit umgehen, aber es ist unser gutes Recht das zu tun.
Bereits bei meinem 2. Leistenbruch vor Jahren wurde ich in München operiert, 450 km von zuhause weg, mimimalinvasiv und das Netz wurde unter den Muskel gelegt, sodass ich keinerlei innere Mark haben musste. Bei meinem 1. Leistenbruch vor ca.
13 Jahren wurde das Netz bei der OP in Gelnhausen noch auf den Muskel genäht. Und auch nur weil ich mich im Vorfeld im Internet und in Fohren schlau gemacht hatte,  habe ich dort überhaupt ein Netz bekommen. Im Normalfall hätten sie dort das Loch mit körpereigenem Gewebe gestopft, Ergebnis Spannungsbeschwerden und Schmerzen und im schlimmsten Fall eine weitere OP. Ich hatte mit dem Leiter der Chirurgie genügend Diskussionen darüber,  konnte mich aber durchsetzen,  ansonsten hätte ich mich dort nicht operieren lassen. So konsequent muss mal dann auch  sein. Bei meiner aktuellen Hüft-OP das gleiche. Mehrere wollten auch die McMinn Methode anwenden und fast hätte ich zugestimmt. Aus meiner Sicht bin ich froh, hier zu sein. Die OP-Methode wurde von Chefarzt Dr. JUNG selbst entwickelt aus einem Mix verschiedener Techniken. Mein Schnitt ist unglaublich klein und ich habe seit der OP keinerlei Schmerzen mehr,  weder am Gelenk, noch am Schnitt. Und ich habe einen guten Vergleich mit meiner rechten Hüfte, die zeigt mir nämlich was Beispiel mir links so gut geworden ist. Wieder zum Artikel zurück...

Gesundheitsministerium Daniel Bahr und seine Justizkollegin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger - beide FDP - setzen an mehreren Stellen an.
"Der Behandelnde ist verpflichtet , dem Patienten (...) in verständlicher Weise sämtliche für die Behandlung wesentlichen Umstände zu erläutern ",steht in ihrem Entwurf. Alles soll von den Ärzten in Akten festgehalten werden, die den Patienten oder - im Todesfall ihren Erben jederzeit auf Verlangen zugänglich sind.
Bei großen Behandlungsfehlern, die einen Schaden zur Folge haben, soll dieser Fehler automatisch ohne Beweislast des Patienten als Ursache gelten.

Die Gesundheisexpertin des Verbands der Verbraucherzentralen , Ilona Köster-Steinbach,  reagierte mit der Aussage "Es kreiste ein Berg und gebar eine Laus ". So sei es längst Standard bei Gericht, dass Patienten bei groben Fehlern den Zusammenhang zum Schaden nicht mehr beweisen müssten. Fortschrittlicheres Richterrecht könnte sogar eingebremst werden. Die Expertin fürchtet auch weiterhin Schummeleien. "Ärzte können weiter Dokumentationen handschriftlich anlegen und haben dann leichter die Möglichkeit,  diese hinterher zu verändern. "
Auch der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Patientensicherheit , Hardy Müller, kritisiert, eine Beweislastumkehr  zugunsten der Patienten solle es für mehr Fälle geben - und die Dokumentation von Fällen sollte nur noch elektronisch erlaubt sein. "Wie geht man damit um, wenn ein massiver Verdacht auf einen Behandlungsfehler existiert?",fragt Müller. Erste vermisst einen Entschädigungsfonds,  aus dem Patienten schnell und unbürokratisch Geld bekommen könnten, ohne erst gegen ihren Arzt vorgehen zu müssen. Müller kritisiert auch, dass Fehler in einem Zentralregister erfasst werden. Erste findet eher, dass Ärzte dazu animiert werden, ihre Fehler so umfassend wie möglich zu melden -  ohne fürchten zu müssen, dass Staatsanwaltschaft oder Polizei dann darauf zurückgreifen.  "Es geht darum aus Fehlern zu lernen." Für eine neue Kultur der Aufklärung bräuchte es aus seiner Sicht noch konsequenrere Regeln.
Für den Bremer Gesundheitsforscher Gerd Glaeske steht beim Patientenrecht im Vordergrund, dass überhaupt ein Regelwerk kommt. Kleinere sollte man den Fortschritt nicht, dass Patienten künftig ihre Akten lesen dürfen. "Es muss eine Situation geschaffen werden, in d Wer Patienten über die Behandlungsschritte entscheiden können ", sagt Glaeske.                                                         (dpa)
Was die Koalition plant mit ihrem Patientenrechtegesetz plant
1) Der Patientenvertrag wird geregelt: Patienten sollen verständlich und umfassend
über Untersuchungen,  Diagnosen und Therapien informiert werden. Über erkennbare Behandlungsfehler muss der Arzt in der Regel auf Nachfrage informieren.
2) Vor jedem Eingriff  müssen Patienten über die konkrete. Behandlung und Risiken aufgeklärt werden.
3) Patientenakten sind vollständig und sorgfältig in Papierform oder elektronische zu führen. Patienten bekommen ein Recht auf Akteneinsicht.
4) Bei einfachen Behandlungsfehlern bleibt es dabei,  dass der Patient den Fehler und den Zusammenhang mit dem Schaden nachweisen muss. Bei groben Behandlungsfehlern aber muss der Behandelnde beweisen, dass ein bewiesener Fehler nicht geeignet war, den Schaden herbeizuführen. 
5) Wenn eine Kasse über einen Antrag nicht binnen drei Wochen entscheidet, können Versicherte ihr eine Frist setzen und erklären,  dass sie sich die Leistung beschaffen - die Kasse muss dann zahlen.
6) Bei Fehlern müssen Kassen künftig Versicherte bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen unterstützen - etwa durch Gutachten.
7) Kliniken müssen ein ein Beschwerdemanagement für Patienten einführen.
                                                                                                                       (dpa)

Es bleibt also weiter spannend wie es beim Patientenrecht weitergeht. Wichtig ist aber für den Patienten,  dass er bereits auch heute schon einwirken kann - sicher nicht auf das Ergebnis einer Operation, aber schon bei der Arztauswahl, bei der Auswahl des Krankenhauses, dabei sich selbst ausreichend Informationen über seine Erkrankung zu beschaffen, dabei seine Meinung zu vertreten, wenn ihm was unklar ist nachzufragen und dabei nicht alles als gegeben hinzunehmen.
Dazu kann ich noch eine Erfahrung aus meiner  jüngeren Vergangenheit berichten. Ich war in einer angesehenen orthäpädischen Praxis in Frankfurt bei Dr. Rümelin  zur Untersuchung meiner Arthrose. Bei dem ersten Termin  hat der eine Arzt - er selbst operiert aber nicht - das Vorgespräch aufgrund vorgelegter Röntgenbilder geführt. Es ging dabei um die OP-Methode. Er hat dabei mir erklärt,  dass aufgrund meiner Hüftfehlstellung und der besonderen Gegebenheiten sprich der Überdachung des Hüftkopfes durch Hüftpfanne, die McMinn-Methode bei mir nicht möglich ist, da bei der McMinn-Methode die vom Patienten von Natur aus gegebene Stellung kaum verändert werden kann, da der eigene Gelenkkopf nur überkront wird. Deshalb würde für mich nur eine Langschaftprothese in Frage kommen. Soweit so gut. Das erschien mir logisch. ENDLICH mal einer, der auf meine konkreten Gegebenheiten eingegangen ist. Da verwunderte es mich bei dem nächsten Termin um so mehr, dass mein potenzieller Operateur nach dem Ansehen meiner Rontgenbilder von der McMinn-Methode sprach. Als ich den Einwand seines Kollegen vom Erstgespräch brachte, erwiderte er, dass er  entscheiden würde, wie er  mich operiert. Daraufhin erwiderte ich, dass das letzte Wort immer noch ich habe. Daraufhin willigte er ein, eine Langschaftprothese einzusetzen auf meinen Wunsch hin. Aber mit dieser Vorgehensweise hatte er sich gerade disqualifiziert. Mal  abgesehen von der Ungereimtheiten der Operierationsmethode, war mein Vertrauen sehr schnell erloschen.  Und Vertrauen ist die Grundlage. Wenn ich überlege,  dass mein Operateur dort von einem Schnitt von mindestens 18 bis 20 sprach bei meiner Körperlänge und auch Muskeln durchtrennt werden sollten und jetzt habe ich einen Schnitt von 8 cm und kein Muskel wurde durchtrennt.
Wenn ich daran denke, dass ein weiterer Operateur in der Praxis Breithaupt ebenfalls McMinn angeboten hat ohne auf die die spezielle Problematik bei mir einzugehen, mal abgesehen bin anderen kritischen Vorgängen,  bin ich sehr froh, einer zu sein, der den Sachen auf den Grund geht, der nichts einfach als gegeben hinnimmt,  sondern immer nach meheren Optionen und Lösungen sucht wenn mal eine Problemstellung auftaucht. Dadurch bin ich hier gelandet.  Aber mein Weg ist mein Weg. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Und egal wo er dann hinführt ist es auch in Ordnung.
Man muss einfach immer einen Plan B in der Tasche haben...Und sich ein eigenes Bild von der Welt machen und dann auch die Verantwortung übernehmen.
Ich wünsche Euch allen ein glückliches Händchen bei der Arztauswahl ,  sollte mal eine OP  anstehen. Und Vertrauen in Euch selbst.  Dann kann nix mehr schief gehen.
CU Stephan Frank

Sonntag, 22. Januar 2012

Eiserner Wille - Wie geht das?

Der Mythos des eisernen Willen haftet allen außergewöhnlichen  Erfolgen als Voraussetzung an.  Man geht landläufig davon aus, wenn jemand es schafft 30 Kilo anzunehmen oder gar eine schwere Krankheit zu überwinden dass erste im Besitz dieser behobenen Gabe des eisernen Willen ist.
Doch ist das wirklich die alleinige Wahrheit? Ist das Fundament eines sportlichen Erfolges wirklich nur die Selbstdisziplin?
Oder wägt man in diesen Momenten, wo man sich ins Training stürzt einfach nur ab, was in einem mehr positive und weniger negative Empfindungen auslöst. Wer also Selbstdisziplin üben muss, ist wahrscheinlich einfach nicht richtig motiviert für sein Vorhaben. Denn Disziplin ist lediglich die Antwort auf die Frage, wie wichtig mir das ist, was ich erreichen will.

Die Motivation steht also ganz klar vor der Disziplin.  Wer viel Selbstmotivation besitzt,  benötigt weniger Disziplin.
Doch was motiviert uns dauerhaft?
Viele Vorsätze scheitern allein schon deshalb, weil wir das rein absichtsgesteuerte Verhalten,  das zum Erreichen des Vorsatz benötigt wird, nicht lange genug durchhalten. Eine Art Selbstkontrollmodus soll uns zum Ziel führen. Dagegen steuert aber unser Autopilot. Beim Streit zwischen Verstand und Emotion gewinnt langfristig immer die Emotion. Nur die reinen Fakten, dass man Übergewicht hat und abnehmen muss und der Verstand unser Verhalten zielgerichtet steuern soll, führt so nicht zum Erfolg. Erst wenn Gefühle dazu kommen, schaffen wir es dauerhaft das Ziel zu verfolgen. Je größer die Veränderungen oder die zu überwindenden Probleme sind, umso intensiver und größer müssen unsere Emotionen sein, die wir mit der Veränderung oder dem Problem verbinden.
Das habe ich ganz oft schon am eigenen Leibe erfahren. In den letzten 2 Jahren ging mein Gewicht durch mangelnde Bewegung aufgrund der Arthrose stetig bergauf. Da ich schmerzbedingt an der Stellschraube Bewegung nicht drehen konnte, um meine Energiebilanz negativ zu gestalten, hätte ich einfach nur die Energiezufuhr reduzieren müssen.  Soll ich ehrlich sein...ich wusste das die ganze Zeit, weniger Essen und Ernährung umstellen und die Kilos purzeln.  Ich hätte mein Essverhalten  einfach mit meinem Verstand steuern können.  Doch scheinbar war dieser Wunsch abzunehmen nicht mit genügend Gefühlen verbunden, weil meine Emotionen mit den Schmerzen, der Arthrose und dem damit verbundenen Schicksal  beschäftigt waren.
Es ist erstaunlich und passt zu demgemäß berichteten, dass ich  meiner OP es schaffe mit ganz wenig klar zu kommen.  Das begann damit, dass ich erst 38 Stunden nach der OP was gegessen habe. Seit dem Zeitpunkt schaffe ich es, mich zu kontrollieren bzw. ich muss mich noch nicht einmal zu kontrollieren. Ich werde das Ergebnis veröffentlichen. 
Erst wenn ein emotionaler Schwellenwert erreicht ist, ist man erfolgreich gezwungen zu handeln. Um also außerordentliche Herausforderungen oder große Veränderungen anzugehen,  muss man besonders motiviert sein, es bedarf eines starken Verlangens.
Psychologe reden in dem Zusammenhang von der "emotionalen Intensität des Wunsches".
Wir beginnen erst dann zu handeln, wenn gewisse persönliche emotionale Grenzen überschritten sind. Erst wenn das Leid als zu groß empfunden wird, fangen wir an was zu ändern.

So war es auch bei  meiner Entscheidung zur OP.  Bereits im letzten Jahr hatte ich das Thema anvisiert und Termine ausgemacht. Scheinbar war das Leid ausgedrückt durch die Schmerzmittel, egal wie groß da bereits war, nicht groß genug, um mich zum Handeln zu bewegen. Erst nach einem weiteren im Grunde genommenen verlorenen Jahr und der immer wahrscheinlicher werdenden Aussichtslosigkeit, beschloss ich im Dezember mich operieren zu lassen. Eine Besonderheit ist sicher die Tatsache, dass ich die Chance genutzt habe durch Absage eines anderen Patienten, 4 Wochen früher operiert zu werden. Damit habe ich für das ganze Projekt "zurück ins Leben [ linke und rechte Hüfte ]"
4 Wochen gewonnen - auch in der Hinsicht , da ich das letzte Jahr durch Unentschlossenheit unverrichteter Dinge beenden musste.

JETZT wird Alles gut!
CU Stephan Frank

Die Familie der Triathleten

Inhalt folgt...

Ich will so bleiben wie ich bin..

Inhalt folgt...

Der Frustfresser gibt Gas

Inhalt demnächst...

Das Krankenhaus - eine eigene Welt in einer ganz anderen Welt

Fortsetzung folgt...

Der Teufelskreis - Arthrose und Gewichtszunahme

Fortsetzung folgt...

Die Entdeckung des starken Willens- ein großer unentdeckter Kontinent

Fortsetzung folgt...

Forever young...älter werden ohne alt zu werden

Fortsetzung folgt...

Samstag, 21. Januar 2012

Warum dieser Blog? - 21.01.2012 - Gedanken nach der OP

Die Grundidee dieses Blogs war, meine unendliche Energie und Lebensfreude, die ich aus dem Sport, speziell aus dem Ausdauersport gezogen habe, nach draußen zu tragen und Euch anzustecken mit dem "Niemals-aufgeben-Virus".


Es ist meine tiefste Überzeugung und auch ein Ergebnis von Selbsterfahrungen, dass wir Menschen, wenn wir an uns glauben und es schaffen, den ersten Schritt zu tun, unsere eigenen Grenzen neu definieren können.


Genauso war es auch bei mir...dass ich heute hier diesen Blog schreiben kann und von solchen mentalen wie körperlichen  Erfahrungen berichten kann, ist alleine der Tatsache geschuldet, dass ich schon immer mit meinem Gewicht zu kämpfen hatte,  mit meiner Figur unzufrieden war und last but least irgendwo immer auf der Suche nach mir selbst und meiner Bestimmung war.


Während meines Lebens kam ich immer wieder mit dem Thema Gewicht in Berührung und die entscheidende Wende vollzog sich, nachdem ich als frisch gebackener Vater meinen Sohn auf dem Arm hielt und davon ein Foto geschossen wurde, was ich mir angesehen habe. Das war gar nicht ich auf dem Foto, das war einfach nur ein Fettsack. Wenn ich vor dem Spiegel stand wirkte ich viel schlanker. Das lag wohl weniger am Spiegel, sondern an dem eigenen Selbstbild. Das was wir uns vormachen,  macht uns so schnell keiner nach. Fakt war, dass ich nicht so weiter aussehen wollte. Ich hatte mich seit langem nicht wohlgefühlt. Als musste ich was ändern. Man kann an zwei Stellschrauben drehen, wenn man abnehmen will - Kalorienzufuhr sprich Ernährung und Kalorienverbrauch sprich Bewegung/ Sport. Beides setzte ich sofort in die Tat um. Ich holte mir ein neues Mountainbike - mein altes hatte ich einem guten Freund wegen Nichtnutzung im letzten Herbst verkauft. Und hörte sofort auf mit Naschen, Fastfood und verzichtete auf Kalorienbomben . Ab diesem Zeitpunkt fuhr ich täglich Rad und drehte meine Bahnen im Schwimmbad. Bald schon wurde das ganze noch angereichert durch eine Körperfettanalysewaage von Tanita, einen Herzfrequenzmesser von Polar und eine weitere Sportart, das Laufen. In dem Zeitraum von Mai bis Oktober schaffte ich es durch Ernährungsumstellung und Ausdauersport 32 kg abzunehmen. Das Highlight des ganzen Prozesses war das Finishen bei meinem ersten Marathonlauf am letzten Oktobersonntag in Frankfurt am Main.


Wir Menschen schaffen es mit Ehrgeiz, Disziplin und einem starken Willen fast alles zu erreichen. Wenn man ein Ziel visualisiert hat und mit aller Willensstärke daran festhält kann nicht nur ich, sondern jeder, seinem  Leben eine neue Richtung geben.


Das habe ich damals getan und wurde vom Couchpotatoe zum Marathonläufer und Triathleten. Das ganze ist eine Betrachtung aus der Gegenwart rückblickend in die Vergangenheit. 


Jetzt stehe ich vor einer weitaus größeren Herausforderung:  Arthrose hat meine Hüftgelenke zerstört.  Mir die Mobilität genommen. Die durch die Arthrose verursachten Schmerzen haben das verursacht, aber darüberhinaus greifen dauerhafte Schmerzen unser komplettes Leben an und bedrohen langfristig unsere Existenz. Schmerzmittel sind wie der Name schon sagt für die Schmerzen und deren Unterdrückung in der Wahrnehmung zuständig,  nicht zum Bekämpfen der Krankheit selbst. Deshalb schreitet die Krankheit fort, auch wenn es einem anfangs gelingt, die Symptome in Form der Schmerzen zu unterdrücken, wie es bei mir auch war, besteht die Gefahr wie ich irgendwann auf dem OP -Tisch zu landen. Man erträgt das Leben nur noch mit Schmerztabletten und denkt damit die Krankheit zu unterdrücken. Das einzige was man ausschaltet ist die Wahrnehmung.  Und das ist das teuflische , im Hintergrund laufen  Veränderungsprozesse an den Gelenken ab und wir bekommen es nicht mit. Erst im Endstadium, sprich vielleicht das letzte Jahr, wovon ich die meiste Zeit im Bett verbrachte, hat mir dann wirklich die Augen geöffnet und die Ernsthaftigkeit meiner Situation vor Augen geführt.


Jetzt und hier am heutigen Tag bin ich einen Schritt weiter und habe am 16.01.2012 die erste Operation an der linken Hüfte hinter mir. Eigentlich ein kleiner Schritt erst, aber für mich war es eine absolute Schicksalsentscheidung. Dementsprechend habe ich mir Zeit gelassen. Denn ein Risiko, dass man nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, besteht natürlich auch und ich weiß auch dass ich noch lange nicht durch bin. Aber die erste Hürde auf den Weg in ein neues Leben habe ich genommen und ich bin gefühlsmäßig auf einem guten Weg.


Warum ich diesen Blog schreibe?


Es ist für mich ein guter Weg mir all meine vielen Gedanken zu dem Thema von der Seele zu schreiben und ein ernsthaftes Live-Projekt der Selbsterfahrung für Euch da draußen den kompletten Prozess so transparent wie möglich aufzuzeigen und an meinen Gedanken und  Erfahrungen live teilhaben zu lassen.


Es ist also eine Art Therapie für mich und für Euch die große Chance mal live und unverblümt von einem ehemaligen Triathlon- und Marathonkollegen die ganze Wahrheit über die Krankheit und den heutigen Möglichkeiten zu erfahren. Sicherlich subjektiv aus meiner Sicht-  für jeden stellt sich die Problematik anders da, aber grundlegende Gemeinsamkeiten der Krankheit selbst und den medizinischen Indikationen gibt es trotzdem für jeden Betroffenen.


Ihr könnt mir gerne zu allem Fragen stellen, ich verspreche sie zeitnah, ehrlich und nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.


Jetzt steht mir noch ca. Eine Woche Krankenhausaufenthalt bevor, danach gehts in die REHA ( Anschlussheilbehandlung) nach Bad Nauheim  in die Kaiserberg-Klinik.


Sport ist mehr als Bewegung!


Ich würde mich sehr freuen Euch als regelmäßige Leser hier begrüßen zu können.


Es liegt noch viel vor mir, zumal ich im Anschluss die rechte Seite auch operieren lassen muss. Aber der Weg ist das Ziel oder das Ziel ist der Weg und durch das Bloggen hier habe ich das Gefühl nicht alleine zu sein. 


Und ich weiß auch, dass da draußen einige Betroffene sind, die vielleicht nicht so offen und aggressiv mit dem Thema umgehen. Ihr seid nicht allein. 


Lasst uns zusammen tun, austauschen, inspirieren, motivieren- vielleicht machen wir irgendwann einen Wettkampf in welcher Form auch immer zusammen...oder treffen uns zum Gedankenaustausch. Meldet Euch bei mir. 


Vielleicht eröffne ich noch ein offenes Diskussionsforum. Ich selbst auch gespannt wie alles wird und freue mich von ganzem Herzen auf die Zukunft.


Per Email erreicht Ihr mich rund um die Uhr : stephanfrank1@goooglemail.com


Jetzt ist schon wieder spät oder auch früh, je nachdem wie man es betrachtet. 


Gute Nacht und einen wunderbaren Sonntag wünscht Euch


STEPHAN FRANK - Niemals aufgeben!

Mal was ganz anderes - Nacktwandern, ein neuer Trend!?

Ja Sie lesen richtig... Menschen wandern nackt, gerade im TV aufgeschnappt...mir ist vor einigen Jahren beim Mountainbiken in der Nähe meines Wohnortes auf dem Rückweg ein Paar entgegen gekommen, das auch unbekleidet war. Von weitem konnte ich das schon erkennen, da die Frau ihre weiblichen Argumente aufgrund der Größe nicht verstecken konnte und wohl auch nicht wollte. Erst dachte ich, dass ich nicht richtig sehe, aber die beiden wanderten nackt. Mann und Frau waren jeweils mit Wanderschuhen und Rucksack bekleidet. Der Mann hatte zusätzlich einen langen Hirtenstock bei sich. Beide grüßten freundlich und ich grüßte zurück und ließ mir meine Irritation nicht anmerken. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich mich daran zu erinnern, mich nochmals umgedreht zu haben weil es wirklich so überraschend und unverhofft geschah. Wer erwartet schon auf offener Straße, gut es war ein Feldweg, am hellichsten Tag zwei nackte Wanderer. Ich habe noch einige Zeit an das Zusammentreffen gedacht und mich gefragt, ob es nicht doch nur Einbildung war und ich mich einfach nur getäuscht hatte-hatte ich aber nicht. Eine zweite Frage ging mir durch den Kopf...Warum??? Warum wandert man nackt? Gut FKK kannte ich...sich ohne Bekleidung sonnen oder in einem See schwimmegehen hat ja fast jeder von uns einmal gemacht. Aber nackt wandern auf einem normalen Weg  wie jederzeit Bekleidete einem begegnen können wie auch geschehen ...gehört ein wenig Mut dazu...das war es aber sicher nicht weshalb die beiden so unterwegs waren.
Nackwandern als Natursport gibt es wohl schon seit dem letzten Jahrhundert.  Die Nacktheit soll nicht als Provokation verstanden sein, sondern als Ergänzung...man spürt den Wind, die Sonne und ist so viel näher mit der Natur verbunden. Das ganze macht eine sehr intensive Erfahrung und wird wohl von den Bekleideten auch positiv angenommen.  So berichtet zumindest die Seite nacktwandern.de.
Ob das wirklich ein Trend ist oder im Fernsehen wieder mal übertrieben wurde, überlasse ich jedem selber, sich darüber eine Meinung zu bilden. Das ganze war nur auch ein Moment in meinem Leben,  den ich heute morgen im TV wiederentdeckt habe und der hiermit verarbeitet ist. Viel Spaß beim Nacktwandern oder auch nur beim Schmunzeln.
Alles ist möglich!
CU Stephan Frank